Tja, wer baute das siebentorige Theben? In den Büchern stehen die Namen von Königen. Haben die Könige die Felsbrocken herabeigeschleppt?
(BB lässt grüssen!)
Nach so einem Film suche ich schon lange. Also keinen Billighorror, sondern so etwas wie Polanskis „Ekel“ oder „Der Mieter“. Tipps gern per PN, weil es nicht wirklich hierhin gehört.
Selbstzensur. Im Übrigen ist Morden in Büchern ja gar kein Problem, nur Beleidigen wird einem nicht verziehen.
Wir handelt ihr das dann mit dem Amazon Bot und deren Richtlinien ab?
Die haben doch auch Vorgaben wenn ich richtig gelesen habe.
Ja, sicher. Dennoch ist zumeist der beabsichtigte Schockeffekt (menschliche Reaktionszeit) schon vorüber, bis Mutter Heather die Fernbedienung raus gekramt oder die Decke vors Gesicht (Klassiker) gerissen hat.
Es geht beim Sensitivity Reading doch nicht darum, Beleidigungen zu streichen, die zur Geschichte gehören. Sondern um die, die der Autor versehentlich einbaut. (Durch internalisierte Mechanismen). Aber natürlich gilt auch da: Es gibt gute und schlechte SReader. Die, die Lektoren sind und wissen, dass sie Vorschläge für einen Text machen, und die, die meinen, ihre Aufgabe sei es, Wortpolizei spielen zu müssen.
Ach so. Nun ja. Beim Lesen kamnst du aber auch nicht vorher stoppen, weil du ja nicht weißt, wie der Satz zu Ende geht, wenn du ihn gar nicht erst anfängst. Also auch da ist es dann immer irgendwie zu spät. Aber das sind Spitzfindigkeiten.
Und genau das passiert beim Sensivity Reading. Was ist nicht harmlos/wertfrei/neutral genug?
Leser A bekommt Schnappatmung bei einer Textstelle/ Formulierung, die Leser B nicht einmal wahrnimmt.
Das ist aber etwas Anderes. Ein Hinweis auf den Inhalt, damit man nicht das „Falsche“ erwischt und eine Triggerwarnung sind nicht das Gleiche.
Deswegen finde ich es z.B. auch gut, dass bei Streamingfilmen mit kurzen Schlagworten vorab beschrieben wird, wie der Film so ist. Ich meine nicht, die „Warnungen“ zu Beginn des Filmes, sondern die Schlagworte in der Beschreibung, z.B. „Action“, „Blutig“, „Romantisch“, usw.
Was, wenn mich Triggerwarnungen triggern (geht ja manchen so, wenn ich das hier so lese…)
Wie warnt man denn davor, dass gleich Triggerwarnungen kommen?
Wo holst Du bloß all diese Ideen her, Phlox?
" überlange Monologe weißer Männer über Sinnkrisen"
Der ist für mich am Besten!
Spannend wird es, wenn das Buch die Triggerwarnung ist.
Wenn der Text derart exzessiv lektoriert wird und dahingehend textuell angepasst wird, ist es dann überhaupt noch der Text des Autors?
Es gibt keinen Rund-um-Schutz, auch nicht beim Lesen.
Gruß aus MG
Klaus
Ich gebe ein Mindestalter an. Normale Spannung, bisschen Konflikte, die sehr generisch sind (wie in High Fantasy üblich) . … ab 12.
Leute werden im Nahkampf detailreich getötet. Psychische Gewalt. Angedeutete indirekte Gewalt (man hört Schreie, etc.) ab 14.
Moralisch grau. Gut und Böse verschwimmt. Böser Main. Gewalt wird explizit erlebt. Spicy Kram. Ab 16 bis 18, je nach Detailgrad.
Ich denke, Leser können Texte abbrechen, wenn sie einem nicht gefallen.
Zur erwähnen »Achtung, 34 Katzen kommen ums Leben« finde ich bei einem Hochwasserroman albern ![]()
Sensivity Reading halte ich für modernen Quark. Will man sehr authentisch sein, dann gehört das zur Recherche. Dass ein Soldat einen militärischen Scifi liest und korrigiert? Geschenkt.
okay, wenn man es so betrachtet…
in der Bibel haben wir dann ncoh Brudermord und Inzest mit drin ![]()
Also ich weiß nicht … die meisten von uns sind ohne jegliche Triggerwarnungen in Film und Literatur aufgewachsen und haben dadurch keine Traumata oder sonstige Schäden davongetragen.
Wenn einem ein Buch/Film nicht gefallen hat oder es einem zu heftig war, hat mans halt abgeschaltet bzw. zugeklappt und gut wars.
Dass man sich jetzt bei jeder Einzelheit Gedanken machen soll, ob sie auch ja nicht zu schlimm für das Genre ist, oder was sie sonst noch alles an schrecklichen Dingen anrichten kann … insgesamt finde ich das schon etwas übertrieben, vor allem, weil da ein Ende nicht abzusehen scheint.
Hm. Wer hat hier jemals ein Lektorat mit SR gemacht?
SR ist auch nur ein Lektorat und, wenn vernünftig gemacht, kein „ekzessives“ Dem -Autor-Wegnehmen. Man muss doch überhaupt nichts übernehmen, wie bei jedem anderen Lektorat auch … Ich hatte mehrmals Lektorate bei einem Lektor, der auch SR macht. Ja. War gut. Hat den Text besser gemacht und mir überhaupt nichts weggenommen, war ein Lektorat wie jedes andere Lektorat auch.
Dumm dagegen: Der spätere Verlagslektor, non-SR, (kleiner Verlag) meinte, der Text sei ableistisch. Das, meinte der SR auch auf meine Rückfrage, sei nicht der Fall. Nur eine Figur war es, und das gehörte da hinein (auch gem. SR-Lektor). Verlag für mich gestorben.
Es gibt in der Literaturszene viele selbstermächtigte Pseudoautoritäten, auch unter Lektoren, Testlesys und SReader, genau wie Bundestrainer auf den Sofas.
Es gibt bei Amazon nun mal die Content Policy, wo ja viele Themen ebenfalls strikt verboten sind. Hatte jemand von euch da einmal Probleme mit?
Testlesys
Wenn du von Testlesys redest, warum dann nicht auch von Lektorys?
Davon ab: Wieso also nicht gleich einen „normalen“ Lektor nehmen, wenn es eh keinen Unterschied macht?
Amazon KDP (Kindle Direct Publishing) hat relativ strenge Inhaltsrichtlinien. Verboten oder problematisch sind vor allem diese Kategorien:
- Illegale Inhalte
- Anleitungen zu Straftaten
- Herstellung illegaler Waffen/Drogen
- Inhalte, die gegen Gesetze verstoßen
- Urheberrechtsverletzungen
- Kopierte Bücher
- Plagiate
- Inhalte ohne Nutzungsrechte
- Unerlaubte Übersetzungen oder Zusammenfassungen fremder Werke
- Pornografie / extreme Sexualinhalte
- Hardcore-Pornografie
- Explizite sexuelle Darstellungen
- Besonders streng bei Fetischen, Inzest, Bestialität usw.
- Sexuelle Inhalte mit Minderjährigen
- Absolut verboten, auch fiktional dargestellt
- Hassrede / extremistische Inhalte
- Aufruf zu Gewalt
- Nazi-Propaganda
- Menschenfeindliche Inhalte
- Verletzung von Persönlichkeitsrechten
- Doxxing
- Private Daten
- Verleumdung realer Personen
- Nutzung von Prominentenbildern ohne Rechte
- Irreführende oder manipulative Inhalte
- Falsche Titel/Beschreibungen
- Keyword-Spam
- Bücher, die nicht dem entsprechen, was beworben wird
- Schlechte Kundenerfahrung („Poor Customer Experience“)
- Leere oder extrem minderwertige Bücher
- KI-Spam
- Duplikate
- Automatisch generierte Massenbücher
- Kaum lesbarer Inhalt
- Problematische Public-Domain-Inhalte
- Gemeinfreie Werke einfach unverändert neu hochladen
- Besonders wenn bereits kostenlose Versionen existieren
- Medizinische oder gefährliche Falschinformationen
- Besonders bei Gesundheitsthemen zunehmend kritisch
Zusätzlich wichtig:
- Amazon prüft nicht nur den Buchinhalt, sondern auch:
- Titel
- Cover
- Beschreibung
- Keywords
- Kategorien
- Amazon behält sich ausdrücklich subjektive Entscheidungen vor („offensive content“, „poor customer experience“). Das sorgt oft für Beschwerden von Autoren, weil Entscheidungen teilweise intransparent wirken.
- KI-generierte Inhalte sind grundsätzlich erlaubt, müssen aber ebenfalls alle Richtlinien einhalten.
So fasst ChatGPT das zusammen. Nach meiner Einschätzung ist da nichts dabei, was man mit einer Triggerwarnung sozusagen „legal“ machen könnte. Die oben angeführten Punkte sind nicht erlaubt und fertig. Triggerwarnung werden von A nicht gefordert, soweit ich weiß.