Bisher waren die Farben von Textmarkern im PDF identisch mit den Farben im Papyrus-Dokument. Plötzlich sind die Textmarker-Farben beim Druck einer Papyrus-Datei als PDF deutlich verändert: viel matter und dunkler.
Nicht nur, dass das extrem unschön aussieht – es beunruhigt mich grundsätzlich, wenn irgendwelche Farben bei der Konvertierung von Papyrus zu PDF verändert werden.
Liegt’s an mir, meinem Computer oder an Papyrus? Für Aufklärung wäre ich dankbar.
Ich arbeite mit einem MacBook Pro mit Tahoe und mit dem neuesten Update von Papyrus Autor 12. PDFs öffne ich mit Adobe Acrobat.
Passiert das nur bei einem bestimmten Dokument oder allgemein? Sind die Farbänderungen auch in Vorschau.app sichtbar?
Unterschiede in der Farbdarstellung können auch durch Farbprofile (ICC-Profile) verursacht werden. Hast du im PDF-Exportfenster unter „Qualität“ ein Farbprofil eingestellt oder ist das abgeschaltet? Wurde das vor kurzem geändert?
Die Farbveränderung der Textmarker tritt auch bei anderen Dokumenten auf und am Farbprofil und den Einstellungen habe ich nichts verändert, da es sich ja nur um ein Manuskript handelt.
Fotos scheinen nicht betroffen zu sein, ich bin trotzdem beunruhigt. Ich layoute meine Bücher in Papyrus, die viele Fotos und farbige Elemente enthalten.Das darf einfach nicht passieren, dass sich Farben bei der Konvertierung in PDF verändern.
Dass die Textmarker im PDF angezeigt werden, geht eigentlich nur, wenn die PDF-Datei zur Weitergabe eingerichtet ist. Bei PDFs zum Druck werden sie unterdrückt, genauso wie Links, Geistertexte usw.
Ich habe ein neues MacBook Pro mit M5 Chip, keine Ahnung, ob es daran liegt.
Mittlerweile habe ich einiges getestet und festgestellt: Ändere ich den Farbraum von CMYK auf RGB (RGB benutze ich sonst nie), werden die Textmarker im PDF wieder mit leuchtenden Farben dargestellt.
Im Druck sieht man allerdings keinen Unterschied zwischen den PDFs mit leuchtenden und denen mit matten Textmarkern. In beiden Fällen werden die Textmarker matt gedruckt, und zwar in Farben, die sehr nah an der matten PDF-Ansicht sind.
Ich habe auch frühere Dateien mit Fotos und farbigen Schriften noch einmal mit demselben Farbprofil neu als PDF gesichert. Das Ergebnis ist farblich identisch mit dem alten PDF.
Ich bin also halbwegs beruhigt, dass sich nur die Bildschirmdarstellung für Textmarker in PDFs geändert hat, aber nicht das Druckergebnis.
“Leuchtende Farben” und CMYK widersprechen sich von Natur aus.
Kurze Begründung:
Der RGB-Farbraum wird für Monitore verwendet, deren drei Grundfarben (Rot, Grün und Blau) selbst leuchten, d.h., dass die Helligkeit umso größer wird, je größer die Anteile der Grundfarben sind.
Der CMYK-Farbraum wird beim Druck benutzt, deren vier Grundfarben (Blaugrün, Magenta, Gelb und Schwarz) dem weißen Papier Helligkeit wegnehmen, d.h., je größer die Anteile sind, desto dunkler ist das Ergebnis. Das Schwarz in der Farbe hat die Aufgabe, den Verbrauch der Grundfarben Blaugrün (Cyan), Magenta und Gelb(Yellow) bei dunklen Farben beim Druck zu reduzieren.
Wird eine CMYK-Bilddatei (auch bei PDF) auf dem Monitor angezeigt, muss sie wieder in den RGB-Farbraum des Monitors zurückgerechnet werden. Einmal entstehen durch diese zweifache Wandlung Verluste und zum Anderen werden die Farben dann etwa so dargestellt, wie sie anschließend gedruckt werden. Das sehe ich als Vorteil, damit man sich keine übertriebenen Hoffnungen auf gewünschte Farbtöne im Finalprodukt macht.
Da die ganze Farbsache in Wirklichkeit noch viel komplizierter ist, als oben dargestellt, können weitere Farbabweichungen eintreten. Einflussfaktoren sind auch noch die Weiße des Papiers, die konkrete Farbe der Grundfarben und deren Reinheit und eventuell zugemischte Aufheller und nicht zuletzt die Druckauflösung. Selbst ein Druck von ein- und derselben Datei können in derselben Druckerei unterschiedliche Farben ergeben! Wir sollten da nicht vergessen, dass alle Komponenten für den Druck aus der Natur entnommen wurden.