Textauszug Superhelden-Camp (Fantasy)

Hallo in die Runde!
Ich dachte mir, nachdem ich schon so viele tolle Kurzgeschichten und Auszüge aus Texten von anderen gelesen habe, werfe ich auch mal was in den Ring. Das unten ist der Anfang einer Geschichte mit dem bisherigen Arbeitstitel [Superhelden-Camp]. Mich würde alles interessieren, was ihr zu diesem Ausschnitt denkt, angefangen dabei, ob ihr weiterlesen würdet, über, ob man mit der Hauptfigur klarkommen kann, bis hin zu Stilkritik.
Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen.


Namen kann ich mir nicht merken. Und Gesichter auch nicht. Viele denken deshalb, dass ich dämlich wäre oder so, aber die Wahrheit ist, dass mich die Namen und Gesichter der anderen meistens einfach nicht interessieren. Ich werde nie mit ihnen zusammenarbeiten müssen, nie mit ihnen abhängen können und nie meine Geheimnisse mit ihnen teilen dürfen. Wozu also die Mühe?
Ein paar Namen und Gesichter bleiben natürlich trotzdem irgendwann hängen. Notgedrungen. Wäre auch zu bescheuert, wenn ich nicht einmal wüsste, wer unser Tutor ist. Und einige Leute sind so furchtbar nett, dass sie sich mir immer wieder aufdrängen, klar kennt man die dann irgendwann.
So wie Mildred. Ich weiß mehr über sie, als mir lieb ist, aber sie plaudert gerne und ich komme nicht umhin, einiges aufzuschnappen. Wie zum Beispiel, dass sie ihren Namen grauenvoll altmodisch findet, auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann. Namen sind Namen. Der Rest ist doch egal.
Ich weiß auch, dass sie einen jüngeren Bruder hat, den sie um sein – nach einhelliger Meinung der ganzen Schule – attraktives Gesicht beneidet. Selbst mir ist er irgendwann einmal aufgefallen, auch wenn ich eine Weile gebraucht habe, um ihn mit Mildreds Bruder gleichzusetzen.
Wie gesagt, Namen und Gesichter sind nicht so mein Ding. Da ist es vermutlich gut, dass ich diesen Sommer an einen Ort fahren werde, wo beides keine Rolle spielt. Ich bin zwar noch nie dagewesen, aber meine Mutter schwärmt schon seit Wochen davon, deshalb kenne ich die meisten Details bereits. Andererseits bauen sie wohl auch jedes Jahr um, insofern wird einiges anders sein als zu ihrer Zeit. Auch egal.
„Was machst du über den Sommer?“
Ich sehe auf und kann nicht glauben, dass Mildred mich gefragt hat. Versucht sie wirklich, mich in das Gespräch ihrer Gruppe mit einzubeziehen? Warum haben sie nicht hinten in ihrer üblichen Ecke quatschen können?
„Ich fahre in ein Camp“, sage ich, weil ich nie lüge.
„Ah, ich fliege dieses Jahr in ein Segel-Camp bei Nantes“, sagt ein Mädchen aus dem Kreis und ich bin wieder aus dem Gespräch entlassen. So funktioniert das meistens. Wenn Mildred nicht so stur versuchen würde, mit mir klarzukommen, dann könnten wir uns selbst diese kurzen Exkurse sparen. Effizienter für alle.
Unser Tutor kommt mit einer Viertelstunde Verspätung, was selbst für ihn ein bisschen viel ist. Aber wir sind alle sehr geneigt, ihm zu verzeihen.
„Einen guten Morgen. Ich bitte um Entschuldigung ob der Verspätung“, sagt er eilig. „Und wir müssen die Zeugnisübergabe kurzhalten, ich muss meine Tochter von ihrer Schule abholen. Sie ist wohl zusammengeklappt wegen der Hitze.“
Stimmt, das Thermometer an der Wand sagt jetzt schon etwas von 33°C, selbst hier drin, und das am frühen Vormittag. Draußen steht die Luft. Die meisten schwitzen gerade ihren gesamten Wasservorrat aus, aber es bedarf weitaus höherer Temperaturen, bevor ich die Wärme auch nur spüre. Gilt für Kälte übrigens genauso.
„Kein Problem“, sagt Mildred, die gute Seele. Ich glaube, sie ist dieses Jahr Kurssprecherin geworden. Nach Jahren als Klassensprecherin eigentlich kein Wunder. „Wenn Sie wollen, kann ich auch das Austeilen übernehmen.“
„Nein, nein“, wehrt unser Tutor hastig ab. „Das ist das letzte Mal, dass ich Sie vor den langen Sommerferien sehe, das will ich mir nicht nehmen lassen. Ich mache es kurz und dann können Sie auch schon gehen. Araam, Gizem.“ Er beginnt, die Namen aufzurufen, und einer nach dem anderen kommen die Leute nach vorne und holen ihre Papierfetzen ab. Dabei sagt er nichts dazu wie er es sonst macht, nur bei Mildred, der er zur Position als Jahrgangsbeste gratuliert. Ich bin die letzte und da hört quasi schon niemand mehr zu. Es ist ohnehin nur ein durchschnittliches Zeugnis. Alles wie geplant. Nirgendwo auffällig gut, nirgendwo auffällig schlecht. Wie meine Eltern es mir eingetrichtert haben und ich es auch selbst gewollt habe.
Ich muss zu niemandem etwas sagen, als ich mich aus dem Raum schiebe, und ich bin die erste, die geht. Die anderen müssen alle erst noch ewige Umarmungen und Abschiedswünsche loswerden.
Den Weg nach Hause lege ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück, was mich grob 45 Minuten kostet. Immerhin, das ist besser als zu Fuß, da bräuchte ich geschätzt anderthalb Stunden, wenn ich jogge. Es sei denn, ich dürfte mein Tempo laufen, dann könnte ich auch in zehn Minuten zu Hause sein. Oder weniger. Aber Geheimhaltung ist Geheimhaltung.
Mein Vater hat heute frei und empfängt mich mit einem breiten Grinsen.
„Na, wie sieht’s aus?“, fragt er und ich gebe ihm mein Zeugnis.
„Alles einheitlich, was?“, stellt er fest und ich merke, dass er ein kleines bisschen enttäuscht ist, auch wenn er es nie zugeben würde. Aber ist nicht wie meine Mutter oder ich. Er hat immer gewollt, dass ich wenigstens ein bisschen Normalität mitnehmen kann und ich habe mich eine Weile bemüht, es zu versuchen. Mittlerweile nicht mehr, es ist einfach sinnlos. Aber es tut mir schon etwas leid, dass ich seinen Wunsch nicht erfüllen kann.
„Wo ist Mamá?“, frage ich. Eigentlich habe ich sie auch zuhause erwartet.
„Dringender Notfall“, sagt mein Vater und legt das Zeugnis beiseite. „Lasergun ist einen Banküberfall ruinieren gegangen.“
Lasergun ist das Alias meiner Mutter. Ich habe noch keines, das wird erst mit offiziellem Amtsantritt übergeben. Aber meine Mutter sagt, im Camp bekommt man ein vorläufiges, das häufig auch das spätere endgültige wird.
„Daher haben wir die freie Wahl, was wir zum Mittagessen essen wollen. Wünsche?“
„Du versuchst es aber auch immer wieder“, murmele ich. „Natürlich nicht.“ Es ist mir so ziemlich egal, was wir essen. Ich bräuchte ohnehin nicht viel, aber mein Vater macht jedes Mal so ein trauriges Gesicht, wenn ich es wage, die Hälfte oder so übrig zu lassen. Also esse ich eben alles auf. Ist ja nicht so, als ob ich davon dick werden könnte.
„War einen Versuch wert“, sagt mein Vater. „Was hältst du von Lasagne?“
„Klingt gut“, sage ich. Hätte ich auch zu allem anderen gesagt.
Meine Mutter kommt noch vor dem Essen nach Hause. Wie immer ist es unheimlich, wie ich sie nicht erkennen kann, ehe sie ihre Maske abnimmt. Das müssen die Masken aber auch mindestens leisten: uns Anonymität gewähren.
„Und?“, frage ich. „Sind die Räuber platt?“
„Aber logo!“, ruft meine Mutter und begräbt mich unter ihrer roten Lockenpracht. „Aber so was von! Sie wollten über die Autobahn flüchten, aber da konnte ich ihnen den Weg abschneiden, hab ihre Reifen zerstört und dann festgenommen. Saubere Arbeit. Keine Verletzten, keine Toten, alle Beute sichergestellt.“
„Und die Fahrbahn hat es auch überlebt?“, ruft mein Vater aus der Küche.
„Fast“, ruft meine Mutter zurück, nicht im Geringsten reumütig. Meine Mutter ist die coolste Person, die ich kenne, und die stärkste. Selbst ihr Anzug ist cool, schwarz mit roten Streifen wie Laserstrahlen. Sie lässt ihn und die Maske verschwinden, als sie sich zurückverwandelt, und schnuppert dann.
„Hm, was riecht denn hier so gut?“, fragt sie. „Verdammt, habe ich einen Hunger.“ So ist sie immer. Im Gegensatz zu mir weiß sie Essen zu schätzen. Sie ist immer dabei, irgendetwas zu knabbern. Nur nicht, wenn sie beide Hände braucht, wie wenn sie mit mir trainiert.
Sobald meine Taschen für die nächsten Wochen gepackt sind, machen wir genau das. Eine letzte Runde Abschiedstraining bis spät in die Nacht. Sprint, Boxen, Ausdauer, Kraft, Selbstverteidigung, andere Kampfstile. Das komplette Programm, bis selbst ich zu müde bin.
Trotzdem bin ich nach vier Stunden Schlaf wieder voll ausgeruht und wach und gehe schon einmal ein paar Runden im Wald laufen. Um diese Uhrzeit ist da niemand und die Chance, entdeckt zu werden, geht gegen Null.
Los fahren wir dann aber trotzdem erst fünf Stunden später nach einem ausgedehnten Frühstück. Meine Mutter hat keinen Führerschein, weil sie nie ein Auto benötigt hat. Sie gehört zu den Helden, die keinen zweiten Job brauchen, weil ihr erster genug abwirft. Ihr erster, der da heißt, Leben zu retten. So will ich auch einmal werden. Und weil sie fliegen kann, braucht sie eben kein Auto. Deshalb fährt uns mein Vater, zumindest so weit wie er kann. Dann hält er an einer Autobahnraststätte und wir legen den Rest zu Fuß zurück, nur meine Mutter und ich. Einen Kilometer weiter ist die Einfahrt zum Camp und wir kommen nur durch den Einlass, weil wir beide unsere Anzüge angelegt haben. Nur Helden dürfen hier durch, denn es ist ein Sommer-Camp für angehende Superhelden wie mich.
Wir müssen noch einen weiteren Kilometer auf dem sandigen Forstweg zurücklegen, ehe wir den Camp-Eingang erreichen. Ein großer Holzbogen mit dem bunten Schriftzug Heldencamp öffnet einen Durchgang in einem langgestreckten Palisadenzaun, der vermutlich nur Show ist.
„So“, sagt meine Mutter. „Dann werde ich dich an dieser Stelle alleine lassen. Ich errege immer viel zu viel Aufsehen, wenn ich irgendwo auftauche.“
„Ja, vielen Dank, L…Mamá.“ Beinahe hätte ich Lasergun gesagt.
„Du wirst das großartig machen“, sagt meine Mutter und lächelt mir zu. „Lass dich auf nicht zu viele Kämpfe ein und such dir schnell ein paar nette Leute, mit denen du gut zusammenarbeiten kannst. Und am wichtigsten: Verrate nie deinen richtigen Namen.“
„Klar“, sage ich. Wir haben das oft genug durchgekaut. Ich weiß, wie das geht.
Sie drückt mich an sich. „Dann wünsche ich dir viel Spaß. Wir sehen uns in acht Wochen. Sei brav.“
„Werde ich“, verspreche ich. „Auf Wiedersehen!“
Ich winke ihr hinterher, als sie davonschießt, über die Baumwipfel hinweg, so schrecklich elegant. Zu schade, dass ich das nicht kann.
Mit meinem Gepäck in den Händen trete ich durch das Tor. Weite Freiflächen, Bäume, hölzerne Hütten hier und da im Grün. Rechts ist ein größeres Gebäude aus Stein, davor eine Tischtennisplatte.
„Hi“, begrüßt mich die Frau hinter dem Tisch, der direkt neben dem Eingang steht. Sie lächelt mich durch einen weißen Schleier hindurch an, der wohl ihre Maske ist. Dazu trägt sie eine gelbe Strickjacke über einem weiß-gelben Einteiler. Es passt zu ihren blonden Locken und der verblüffend hellen Haut, und auch zu dem leichten Leuchten, das sie umgibt. Sie ist eine echte Superheldin, das weiß ich sofort. „Du bist neu hier. Deine Anmeldebestätigung bitte.“
Ich reiche ihr das Stück Papier und sie hakt meine Registrationsnummer auf ihren Listen ab.
„Herzlich Willkommen im Heldencamp“, sagt die Frau und gibt mir das Blatt zurück. „Du kannst mich Pacifista nennen, ich leite das Camp dieses Jahr.“
„P-Pacifista?“, frage ich und meine Augen werden groß. „Die Pacifista? Die den Krieg im Nahen Osten beendet hat?“
„Exakt jene“, bestätigt Pacifista und lächelt breiter. „Die Angelegenheit mit den Namen regeln wir heute Abend, wenn alle da sind. Bis dahin musst du damit klarkommen, wenn dich jemand Rot-Weiß-Grün ruft, oder Rotkäppchen oder so.“ Eine Anspielung auf meinen Anzug und auf die Kappe, die auf meinem Kopf sitzt und meine Maske festhält.
„Kein Problem“, sage ich.
„Hervorragend“, sagt Pacifista. „Du wohnst in Hütte 6. Richte dich ein und lerne die anderen kennen. Tauschen ist nicht möglich, also komm besser mit ihnen klar. Mittagessen ist schon vorbei, aber in der Küche ist immer jemand, wenn du Hunger hast.“ Sie zeigt auf das Steingebäude hinter sich. „Zwischen drei und vier ist Kuchenpause und ab sechs Abendessen. Danach machen wir heute Lagerfeuer, damit sich alle besser kennenlernen können, und dann geben wir den Neuen auch die Namen. Alles weitere dann. Lass dich ruhig von den anderen in deiner Hütte einweisen. Da geht es lang. Wir sehen uns später.“
„Bis später“, sage ich und folge ihrem Fingerzeig den Pfad hinab. Ich komme an einem großen Rund aus Bänken vorbei, wo nachher wahrscheinlich das Lagerfeuer sein wird, und an einer steinernen Arenastruktur. Weiter hinten sehe ich einen See zwischen den Blättern glitzern.
Hütte 6 finde ich gar nicht so weit weg davon am Rande der Böschung sitzen. Wie alle Hütten sieht sie wie ein kleines, gemütliches Häuschen aus, samt überdachter Veranda mit vier Stühlen und Tisch. Eine silberne Sechs hängt über dem hölzernen Eingang.
Die Veranda ist von zwei Mädchen besetzt, von denen eines aufspringt, als ich näherkomme. Ihre Haare stehen in Flammen und ich kann das Glühen ihrer Augen selbst durch die metallene Schweißerbrille sehen, die sie trägt. Sie ist sexy, mit ihrem bauchfreien Top und der kurzen, enganliegenden Hose, beide schwarz, und den genauso schwarzen Lederbändern mit den Metallspikes. Ihre Kollegin ist dagegen unauffällig, mit einem braunen Poncho und einem Stoffstreifen über den Nasenrücken. Sie hat Katzenohren, wie interessant.
Das Feuer-Mädchen wedelt mit den Armen und hüpft begeistert auf und ab.
„Hey, hey!“, ruft sie. „Bist du die Neue für unsere Hütte?“
„Denke schon“, sage ich. „Es sei denn, das da ist eigentlich eine Neun, die sich verdreht hat.“
„Nein, das hier ist Hütte 6“, sagt das Feuer-Mädchen grinsend. „Endlich passiert was! Mir war ja so langweilig. Willkommen, willkommen! Ich bin Hot Flare.“ Sie schwingt sich über das Verandageländer und kommt schlitternd vor mir zu einem Halt. Sie streckt mir die Hand hin.
Ach, Namen. Wobei ich zugeben muss, dass mir das mit den Namen leichter fällt, wenn ich wie jetzt verwandelt bin.
„Freut mich“, sage ich und schüttele ihre Hand. Ob sie es mir übelnehmen, wenn ich ihnen keinen Namen im Gegenzug anbiete?
„Oh, ich bin ja so gespannt, was für einen Namen du nachher bekommst“, sagt Hot Flare jedoch und zieht mich auf die Hütte zu. „Das ist immer spannend. Was kannst du denn? Meine Fähigkeit ist Feuer. Ist richtig bescheuert, dass dieses Jahr quasi alles aus Holz ist, da muss ich mich richtig zusammenreißen, nix abzufackeln. Vielleicht ist deshalb dieses Jahr Fountainjet in unserer Hütte, sie kann’s ja löschen, wenn was daneben geht. Wenn sie dann doch wenigstens nicht Knifequeen mitangeschleppt hätte! Aber keine Sorge, der wirst du nicht in die Hände fallen, dafür werden wir sorgen.“ Gerade würde ich gerne eher von Hot Flare wegrennen, sie ist mir zu stürmisch.
„Lass sie doch erst einmal ankommen“, unterbricht das andere Mädchen Hot Flare zum Glück. „Und du, lass dich von ihr hier bloß nicht einschüchtern. Sie redet viel und ist hyperaktiv, aber wir haben sie ganz gut unter Kontrolle.“
„Hey!“, protestiert Hot Flare und zieht eine Schnute.
„Ich bin Tamerclaw“, macht das andere Mädchen unbeirrt weiter und ich schüttele ihre Krallenhand.
„Freut mich“, sage ich wieder.
„Dein Zimmer ist jedenfalls oben rechts. Die Türklinke reagiert auf deine Hand, also kannst nur du sie öffnen, daher keine Sorge vor unbefugtem Eindringen. Dein eigenes Zimmer ist der einzige Ort, an dem du deinen Anzug ablegen darfst, draußen musst du anonym bleiben. Alles aus Sicherheitsgründen. Ach so, und im Bad natürlich, wenn du alleine bist.“
„Klar“, sage ich. „Vielen Dank.“
„Wenn du willst, zeigen wir dir nachher gerne das Gelände“, sagt Hot Flare grinsend. „Solange unsere Freunde noch nicht da sind, ist sowieso tote Hose.“
„Du lässt es klingen, als wären wir irgendwelche Unruhestifter oder so“, sagt Tamerclaw abschätzig.
„Quatsch“, sagt Hot Flare und winkt ab. „Aber es wird nie langweilig mit den anderen. Ich hoffe, sie lassen sich nicht zu viel Zeit. Also, bei Softhands …“
Ich habe mich an ihnen vorbeigeschoben und sehe mich im Haus um. Es gibt ein Wohnzimmer mit Fernseher, wow, ein Bad und zwei Zimmer. Im Obergeschoss finde ich ein weiteres Bad und drei Zimmer. In die anderen beiden komme ich nicht rein, aber das ganz rechts lässt sich öffnen, wie Tamerclaw gesagt hat.
Ich beziehe das Bett mit meinem Bettzeug und räume meine mitgebrachten Sachen in den Schrank. Das beinhaltet nur ganz wenig Kleidung, weil ich die meiste Zeit ohnehin in meinem Anzug unterwegs sein werde, da brauche ich nichts Externes. Nur ein paar Schlafanzüge, bequeme Sachen für seltene Gelegenheiten, Waschzeug, und dann hauptsächlich Privates. Meine Trainingshanteln, Bücher, ein leeres Notizbuch als Tagebuch, ein paar Spiele, die mein Vater mir wohl in die Tasche geschmuggelt hat. Ich werde sie wahrscheinlich nicht brauchen.
Dann habe ich nichts mehr zu tun und gehe nach unten. Hot Flare besteht darauf, mir das Gelände zu zeigen, und Tamerclaw kommt mit. Nicht so, wie ich es gewollt hätte, aber meine Eltern wären sicherlich glücklich. Sie würden sagen, dass ich doch sehr schnell Anschluss gefunden hätte, doch so optimistisch bin ich nicht. Eine Tour heißt noch gar nichts.
Die zwei zeigen mir den See und die Arena, die Trainingsgruben und den Großen Saal, den Fernsehraum und die Werkstätten. Obwohl das hier aussieht wie ein normales Jugend-Camp, haben die wirklich die volle Ausstattung.
Tamerclaw und Hot Flare kennen sich vom letzten Jahr, erzählen sie mir, aber viel mehr erfahre ich nicht. Hot Flare lässt sich lieber über die meisten anderen im Camp aus, sowohl Betreuer als auch andere angehende Helden, und beschwert sich vorrangig über Knifequeen, sodass es mir schwerfällt, einen neutralen Standpunkt zu wahren. Ich weiß gar nicht, wie man sich so sehr über eine Person aufregen kann, dafür muss man sich doch wahnsinnig für sie interessieren. Ist es also nicht ein Kompliment an Knifequeen, wenn sich Hot Flare so dermaßen mit ihr auseinandersetzt?
„Wollen wir uns ein bisschen Kuchen oder so holen gehen?“, fragt Tamerclaw, als Hot Flare gerade über die anscheinend dramatisch gewachsene Eichhörnchenpopulation auf dem Gelände schwadroniert. Wie auch immer sie zu dem Thema gekommen ist.
„Klar“, sagt Hot Flare und schlägt im Gehen ein Rad. „Ich habe Hunger.“
„Weil du viel zu viel Energie verbrennst, wenn du aktiv bist, wortwörtlich“, kommentiert Tamerclaw.
„Ist ja nicht meine Schuld“, sagt Hot Flare und lacht. „Was ist mit dir?“ Sie sieht mich an.
„Ich brauche nicht wirklich was“, sage ich.
„Oh, aber den Kuchen darfst du dir wirklich nicht entgehen lassen!“, ruft Hot Flare aus und wedelt mit den Armen. „Den die hier haben, der ist jeden Tag aufs Neue der Wahnsinn, versprochen! Wie verzaubert oder so.“
„Hot Flare ist der festen Überzeugung“, sagt Tamerclaw, während Hot Flare uns auf den Speisesaal zusteuert, „dass sie eine Superheldin haben, deren Kräfte das Kochen und Backen sind. Wir haben dafür aber bisher noch keine Bestätigung.“
„Na und?“, sagt Hot Flare und wirbelt durch einen doppelten Flick-Flack. Sie ist echt hyperaktiv. „Es macht trotzdem so den Eindruck. Dieses Jahr kriegen wir es bestimmt auch raus!“

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Du kannst schreiben, eindeutig. Nicht mein Genre und trotzdem habe ich es gelesen, was Besseres kann dir quasi nicht passieren. Zwei Kleinigkeiten noch. Beinhalten schreibt man niemals! Genauso wie nichtsdestotrotz. Ist beides (lt. Wolf Schneider) Geschwafel. Lies mal seine Stilratgeber, die können dich sehr weit bringen. Und die lesbische Andeutung fand ich etwas, wie soll ich sagen, modern. Ist wohl so, dass es ohne das heute nicht mehr geht. Aber Kompliment, dein Stil ist okay, jetzt musst du nur noch kürzen, kürzen und kürzen und besser die interessanten Dinge schildern und nicht so viele Nebensächlichkeiten. Fazit, du schreibst gut. Weiter so.

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Mir gefällt es!
Die Heldin charakterisierst du durch ihre Gedanken sehr geschickt.

Ich mag sehr gern Superheldenserien und -filme im Fernsehen, in geschriebenen Geschichten ist dieses Genre Neuland für mich. Ich bin jetzt jedenfalls interessiert und würde weiterlesen - wenn es sich um einen dicken Schmöker handeln würde. Für eine kurze Geschichte hätte ich wenig Motivation, mir die ganzen englischen Namen zu merken - insofern sympathisiere ich mit der diesbezüglichen Abneigung der Protagonistin. :slightly_smiling_face:

Eins fehlt mir aber im Text: Ich bräuchte definitiv eine Erklärung dafür, wie und warum Kostüme die Identität sogar vor anderen Superhelden geheim halten können. Superhelden können doch mit dem Röntgenblick durch die Masken hindurchsehen, mit der Supernase den individuellen Körpergeruch jederzeit überall wiedererkennen, sich die Struktur der Fingerabdrücke merken oder, oder, oder. Und auch durch die Wand einer Holzhütte in das (auf welche Art?) superheldenöffnungssichere Zimmer gucken. :face_with_peeking_eye:

P.S.: Mir gefällt die liebe Mildred sehr gut. Ich würde mir wünschen, dass sie in dem dicken Schmöker eine große Rolle spielt. Sie hat den Eifer, die Empathie und den Idealismus, der der Heldin ein wenig fehlt. (Wobei ich das nicht als Kritik an der Heldin meine! Die Außenseiterrolle passt super und ist glaubwürdig.) Die beiden wären ein super Team.

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Danke für die ermutigende Rückmeldung! Das hat mich sehr gefreut. Das mit dem „Beinhalten“ werde ich austauschen, danke für den Hinweis. Bei den lesbischen Andeutungen musst du mir bitte kurz helfen, weil ich gar keine intendiert hatte. Was kam denn so an? Das finde ich sehr spannend!

Der Text ist nicht schlecht, zieht sich aber. Verdichte ihn.

Unter einer Hütte im Wald stelle ich mir ein ebenerdiges Gebilde vor. In deiner Geschichte gibts ein Obergeschoss. Das wäre für mich ein Haus.

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Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Es freut mich, dass es dir gefallen hat.
Keine Sorge, meine Geschichten neigen dazu, lang und groß zu werden. Falls es also mal eine ganze Geschichte wird, wird es bestimmt ein dicker Schmöker :wink:
Die Erklärungen zu den Fähigkeiten kommen noch etwas später im Text (es haben hier nicht alle einen Röntgenblick), aber das mit den Kostümen werde ich definitiv aufnehmen, danke für den Hinweis! Und wie genau und warum die Identitäten geheimgehalten werden müssen, wird später (hoffentlich ähem) auch noch deutlicher werden, es ist ja erst einmal nur der Anfang.

P.S.: Ich gebe zu, bisher ist Mildred nur für eine Nebenrolle eingeplant, aber sie schaut mich auch immer wieder so bittend an und meldet sich freiwillig für eine größere Rolle. Mal schauen, wo sie wieder auftaucht :grin:

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Ah, ich hatte schon befürchtet, dass es sich ziehen könnte. Danke für den Hinweis. Mal schauen, ob ich es dichter kriege oder anders strukturiert, damit es nicht so lange dauert, ehe die eigentliche Handlung losgeht.
Über die „Hütte“-vs-„Haus“-Frage werde ich nachdenken, danke :smile:

Kann man so schreiben, ist dann halt nicht unverdächtig. Aber vielleicht ist das unter Frauen so, dass sie sich bescheinigen, sexy zu sein, obschon es darum eigentlich nicht geht. Männer würden das vermutlich nicht machen. Die würden sagen, er ist ein cooler Typ, oder so was.

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Bis zum Eintritt ins Camp meiner Meinung nach überhaupt nicht; alles super.
Erst im Camp wurden es für meinen Geschmack zu viele Beschreibungen auf einmal; da habe ich dann etwas die Konzentration und die Lust verloren. Vielleicht brauche ich zu Anfang nicht unbedingt zu wissen, wo die Tischtennisplatte steht und wer Knifequeen ist…
Aber das mit der Eichhörnchenpopulation - wie auch immer sie zu dem Thema gekommen ist - hatte genug Ironie, um mir wieder Spaß zu machen.

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Auch wenn das Superhelden-Thema nicht so wirklich meins ist, ich finde den Start in deine Story nicht schlecht.
Die lapidare Ausdrucksweise deiner Protagonistin hat mich an Wednesday Addams erinnert, kurz und knapp, schnodderig und witzig. Ich mag diese Art.
Du neigst aber ab und an zu etwas geschraubter Ausdrucksweise und packst für meinen Geschmack zu viel Unwichtiges in deinen Text, was das Tempo dann zu sehr ausbremst und außerdem die Wirkung der kurz angebundenen Art wieder aufhebt.
Zu überlegen wäre auch, einige Dinge nicht zu früh zu verraten. Hier zum Beispiel:

„Wo ist Mamá?“, frage ich. Eigentlich habe ich sie auch zuhause erwartet.
"Dringender Notfall“, sagt mein Vater und legt das Zeugnis beiseite. „Lasergun ist einen Banküberfall ruinieren gegangen.“
Lasergun ist das Alias meiner Mutter. Ich habe noch keines, das wird erst mit offiziellem Amtsantritt übergeben.

Ich hätte mir mit der Erklärung noch Zeit gelassen und die Frage, wo denn die Mutter ist, mit einem genauso lapidaren „sie ruiniert gerade einen Banküberfall“ beantwortet.
Stell dir mal vor, wie das auf die Leser wirkt - man fragt sich wtf, und will jetzt unbedingt Näheres wissen.

Alles in allem würde ich das Ganze noch stark straffen und wirklich alles Unwichtige rausschmeißen, damit der Text so richtig flott und knackig rüberkommt, aber du hast schon einen guten Anfang hingelegt.

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Danke, dass du den Text gelesen hast, obwohl es nicht so deins ist.
Ich glaube, ich tendiere dazu, am Anfang so schnell wie möglich ein möglichst klares Bild davon geben zu wollen, worum es geht und was so die wichtigsten Strukturen sind, damit der Leser sich zurechtfindet. Damit gespielt, solche (nach meinem Verständnis) grundlegenden Details noch einen Moment zurückzuhalten, um punktuell Spannung zu erzeugen, habe ich noch nicht, aber mir gefällt diese Idee und dein Vorschlag.
Und straffen, straffen, straffen, alles klar. :smile:

Hallo @CO2,

nachdem ja schon einiges an Lob gekommen ist, muss ich leider etwas Kritik loswerden. Vorab: Ich bin kein großer Fan von Geschichten, die in der Ich-Perspektive und im Präsens geschrieben sind, also mag das meine Wahrnehmung verzerren. Zum anderen, ich schreibe hier, wie deine Geschichte auf mich wirkt, und das auch nur auf Basis des vorliegenden Textes, d. h. in Folgekapiteln kann alles ganz anders sein und Andere mögen es anders sehen. Wie immer gilt: Nimm dir, was du brauchst und ignoriere, was nicht passt. Am Ende bist du die Autorin und triffst die Entscheidungen.

  • Protagonistin: Ich werde mit ihr nicht warm. Am Ende des Kapitels weiß ich keinen Namen, Alter, Aussehen, Superkraft, selbst das Geschlecht erschließt sich erst nach einem Drittel des Textes. Der hervorstechendste Charakterzug ist der, dass ihr eigentlich alles egal ist: Andere Menschen, die Schule, Essen, der Vater, Hitze, Kälte, die Aussicht auf Ferien, das Camp, ihre Mitbewohnerinnen, alles egal, nichts hat eine Wirkung auf sie. Nur ihre Mutter scheint sie zu bewundern, aber auch mehr die Rolle, die sie spielt, nicht die Mutter als Person. Das führt dann dazu, dass die Protagonistin am Ende des Kapitels mir auch egal ist. Auch ist sie absolut passiv. Sie geht halt in die Schule, weil andere es so wollen, schreibt mit Absicht mittelmäßige Noten, weil es ihr gesagt wurde, fährt ins Camp, weil Mutti es beschlossen hat, usw. Hat sie keine eigene Meinung, Ziele, Wünsche etc.? Als Ich-Erzähler bist du quasi im Kopf deiner Prota, aber es erfolgt oft nur Beschreibung, nicht, was die beschriebenen Elemente mit ihr machen, wie sie auf sie wirken. Beispiel Camp: Es wird einfach ohne Wertung beschrieben, wie es dort aussieht, aber was hält die Prota davon? Freut sie sich über das idyllisch gelegene Camp oder ist sie genervt davon, das sie hier am Arsch der Welt ihre Ferien verbringen muss?

  • Die anderen Figuren scheinen fehlerlos, durchgehend positiv und teilweise übermächtig zu sein. Die Mutter beendet mal eben einen Banküberfall (und das Haar sitzt danach, dank 3-Wetter-Taft), die Pacifista hat mit einem Fingerschnippen den Nahost-Konflikt befriedet. Das wirkt auf mich ziemlich eindimensional. Gib deinen Figuren auch ein paar negative Angewohnheiten/Charakterzüge, um sie glaubhafter zu machen. Auch scheinen nur Frauen mitzuspielen. Mildreds Bruder wird als hübsch erwähnt, der Vater macht den Haushalt. Er hat wohl einen Beruf („hat heute frei“), aber was, wird nicht erwähnt. Das wirkt auf mich wie so ein 50er-Jahre-Film, wo Männer alles können, alles machen, immer cool sind und Frauen hübsch sind und sich nur Gedanken um die Aprilfrische ihrer Bettwäsche machen, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Statt einer damsel in distress ein Depperl in distress. Ich weiß nicht, ob du das bewusst so geplant hast, um einen female-empowerment-Roman zu schreiben oder ob das „durchgerutscht“ ist.

  • Als ich die Geschichte das erste Mal durch hatte mit dem Camp und der folgenden Namenszeremonie am Lagerfeuer, war meine erste Assoziation „Aha, Halbgöttercamp aus Percy Jackson meets sprechenden Hut aus Harry Potter“. Notabene: Ich sage nicht, dass du das so beabsichtigt hast, aber momentan erinnert es mich einfach sehr daran. Es fehlt da irgendwie ein Alleinstellungsmerkmal, was dieses Camp zu deinem Camp macht.

Aus diesem Gründen würde ich momentan nicht weiterlesen wollen. Du kannst schreiben, z. B. die Charakterisierung von Mildred als etwas harmoniebedürftige gute Seele hat mir gut gefallen, auch die Beschreibungen des Camps als solches, nur wie gesagt, die Wirkung auf die Prota habe ich vermisst. Ich würde das erste Kapitel vielleicht anders konzipieren, damit es die Leser mehr reinzieht, neugierig macht auf die folgende Story und viele Informationen aus diesem Kapitel zu einem späteren Zeitpunkt recyclen, wie die Anderen schon gesagt haben, plätschert da für ein erstes Kapitel zu viel dahin.

So, ich hoffe, ich habe dich nicht entmutigt jetzt, deine Schreibe an sich gefällt mir, aber ich sehe halt Verbesserungspotential. Immer dranbleiben!

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Hallo CO2,

@RalfG hat bereits einige Punkte gut zusammengefasst, die (aus meiner Sicht) verbessert werden sollten. Besonders: Was treibt Deine Heldin an - oder warum hat sie keinen Antrieb? Folgt sie allen Vorgaben (Geheimhaltung, bloß nicht auffallen, …) weil sie das will, oder weil sie muss? Es fällt mir schwer, mich auf einen Protagonisten einzulassen, dem alles Wurscht ist, wenn ich nicht mal verstehe, warum.

Was ich aus dem Text ziehe:

Eine Welt, in der es Superhelden gibt. Die Welt weiß das (Räuberjagd der Mutter, Befriedung Naher Osten durch Pacifista). Geheimhaltung der Identität ist besonders wichtig. Junge Superhelden werden in einem Heldencamp auf ihr Superheldenleben vorbereitet.

Was mir aufgefallen ist:

Es gibt ein paar Inkonsistenzen, die Du (ggf. an späterer Stelle) auflösen solltest.

Beispiel: Lasergun kann fliegen. Deshalb hat sie kein Auto. Aber wie hält sie dann ihre Identität geheim? Dass sie zu Fuß zum Bäcker geht - ok. Aber auch zum Discounter 10km weiter? Die Begründung, warum sie keins braucht, muss sich aus ihrer Normalo-Identität ergeben.

Oder: Wenn bekannt ist, dass es Superhelden gibt, warum darf dann die Geheimidentität immer nur Durchschnitt sein, darf nicht auffallen? Nicht mit ihren Kräften - schon klar. Aber eine Eins in Mathe? Was wäre daran schlimm?

Hinweise zum Text:

Das Wörtchen „so“ kannst Du m.E. an vielen Stellen streichen.

Das klingt sehr gestelzt. Würde ein „Entschuldigt die Verspätung“ nicht besser passen?

Pingelei: Thermometer sagen nichts, sie zeigen an. Mir wichtiger: ist das ein Hinweis auf die Welt, in der Deine Heldin agiert? Ist es dort immer ungewöhnlich heiß (Klimawandel, Folgen Amok laufender Superschurken, …) oder ist’s einfach nur ein besonders warmer Sommertag?

M.E. verpasst Du hier die Gelegenheit, ein wenig Camp-Atmosphäre zu schaffen. So ist es nur eine beliebige Aufzählung.

Alles natürlich ganz subjektiv und nicht rechtsverbindlich :wink:

Gruß,
misc

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Danke für die ausführliche Rückmeldung und die Gedanken, die du dir gemacht hast, @RalfG!
Ich wusste nicht, wie lang der Ausschnitt am besten sein soll, den ich hier reinstelle, also habe ich erst einmal an einer für mich sinnvollen Stelle abgebrochen. Ein ganzes Kapitel wäre das hier vermutlich noch gar nicht (Der Text hat bisher noch keine Kapiteleinteilung), aber das nur so am Rande. In jedem Fall kommen auch noch genug männliche Charaktere auch in Hauptrollen vor und die Handlung ist einfach noch nicht weit genug fortgeschritten, um jetzt schon in die charakterlichen Tiefen der relevanten Figuren eingestiegen zu sein. (Aber eins kann ich dir sagen: Ihre Mutter hat in der Tat einen ganzen Schrank mit 3-Wetter-Taft! :laughing: )
Für den Hinweis, dass dir die Hauptfigur zu passiv ist, danke ich, das schreibe ich auf meine Muss-Überarbeitet-Werden-Liste, direkt hinter ‚Anfang straffen und mehr Leben reinbringen, damit es weniger dahinplätschert‘ (danke für dieses Wort).

Danke für das Sammeln von Inkonsistenzen, Fragen und verpassten Gelegenheiten, @misc! Ich werde schauen, ob und wie ich das am besten einarbeite.