Testleser oderTestleserin gesucht

Hallo liebe Community,

ich bin auf der Suche nach Testleser*innen, die Interesse haben, meinen Debütroman auf Herz und Nieren zu prüfen. :smiley: So kann ich erkennen, ob mein Wunschdenken einer Veröffentlichung realistisch ist oder für immer in jener Schublade verstaubt, in der all die Geschichten liegen, die nie den Mut fanden, das Licht der Welt zu erblicken.

Zur Verfügung stelle ich den ersten Buchteil von ca. 33.600 Wörtern, Genre Liebesroman.

Klappentext zum erwecken eurer Neugier:

Titel: Tiefer als die Zeit

Als Sophie in ihr Heimatdorf zurückkehrt, will sie nur eines: ihrem geliebten Opa beistehen. Doch dann steht er plötzlich vor ihr – Vinz, ihre Jugendliebe, der Mann, der ihr Herz eroberte und brach.

Alte Gefühle lodern auf, doch Vinz ist nicht allein. Er ist verheiratet mit Sophies früherer bester Freundin.

Zwischen Sehnsucht, Schuld und der Frage nach richtig oder falsch verstricken sich ihre Leben immer tiefer. Jeder Blick, jedes zufällige Berühren wird zur Zerreißprobe. Doch als ein gut gehütetes Geheimnis ans Licht kommt, stellt es alles auf den Kopf.

Manche Begegnungen sind wie ein Sturm, der alles mitreißt, was man zu kennen glaubte.

Wer Interesse hat, gerne melden. PN oder Mail.

Würde mich sehr freuen. :slightly_smiling_face:

LG Alexandra

5 „Gefällt mir“

Hallo Alex,
du machst es uns allen leichter, wenn du eine kleine Leseprobe, ~ 5 Seiten reichen da schon, einstellen würdest.
Auf diese Weise kann man sehen, auf welchem Level es sich bewegt und ob einem dein Stil überhaupt liegt; daran kann man dann entscheiden, ob man als Testleser in Frage kommt oder nicht.

10 „Gefällt mir“

Hey Yoro,
das würde ich gern machen. Allerdings kann ich als neuer Nutzer noch keine Dateien hochladen. Damit ich den Beitrag nicht mit Text überflute, folgen hier zwei kurze Einblicke.

  1. Leseprobe, die eine familiär-melancholische Stimmung einfängt:

Ich nicke, öffne die Tür. Sie klemmt immer noch ein wenig unten am Rahmen, genau wie früher. Innen schlägt mir ein Geruch entgegen, der mich in Sekunden zurückkatapultiert. Es riecht nach alten Möbeln und nach Leben. Nach ihrem Leben.
Ich trete ein. Die Garderobe aus dunklem Holz ist noch dieselbe. Der Teppich mit dem Blumenmuster liegt schief im Flur. An der Wand hängt ein Foto von Oma – lächelnd, mit dieser fliederfarbenen Bluse, die sie immer bei Familienfeiern trug. Mein Herz zieht sich zusammen.
Ich gehe in die Küche, stelle meine Tasche ab, schaue mich um. Der Tisch ist gedeckt für zwei. Zwei Tassen, zwei Teller, zwei Löffel. Als hätte er gewusst, dass ich vor Hunger beinahe umkomme.
Opa kommt leicht humpelnd mit seinem Gehstock hinein.
Ich setzte mich auf die dick gepolsterten Stühle, die einen Ehrenplatz beim Antiquitätensammler bekommen würden.
Er stellt sich erst an die Spüle, wäscht sich langsam die Hände, trocknet sie an einem karierten Küchentuch. Dann setzt er sich mir gegenüber, langsam, mit einem kleinen Pusten.
„Schön, dass du da bist.“ Seine Stimme ist sehr ruhig, aber sein Ausdruck voller Dankbarkeit.
Ich schlucke. „Das ist doch selbstverständlich, Opa.“ Mein Blick fällt auf seine Hände. Sie sind gezeichnet von der Arbeit auf dem Land und den Zeichen der Zeit.
„Wie lange hast du vor zu bleiben?“ In seiner Stimme liegt kein Druck, nur Neugier.
„So lange du mich brauchst.“ Meine Augen haften an ihm. An dieser gebrechlichen Silhouette, die mehr Geborgenheit ausstrahlt, als meine Eltern je erreichen würden.
Er nickt. Äußert sich nicht dazu. Ich erwarte es auch nicht von ihm. Wir sitzen einfach da und genießen den frischen Bienenstich.
Die Stille zwischen uns fühlt sich nicht leer an. Sondern wie ein Raum, den wir teilen.
Mein Blick wandert durch die Küche. Alles ist aufgeräumt, ordentlich, so wie Oma es immer mochte. Und doch liegt eine feine Staubschicht über den Dingen, die keiner mehr benutzt. Auf dem Regal steht noch ihre alte Zuckerdose mit den kleinen blauen Blümchen, daneben die Tasse mit dem Sprung am Henkel, aus der sie jeden Morgen ihren Kaffee trank. Der Untersetzer mit dem gehäkelten Rand liegt genau an derselben Stelle wie damals, als ich vor vier Jahren hier war – zu ihrer Beerdigung.
Es ist, als wäre sie nur kurz weggegangen. Als würde sie gleich zur Tür hereinkommen, mit ihrem typischen Oma-Lächeln, den lockigen Haaren, die Hände voll mit Kräutern aus dem Garten. Aber sie kommt nicht mehr. Und zum ersten Mal spüre ich richtig, was es für Opa bedeuten muss.
Bei unseren Familienbesuchen hatten meine Eltern ihn zuletzt einfach abgeholt und mitgenommen zur Tante, wo genug Platz für alle war. Wir haben miteinander gegessen, gelacht, Erinnerungen geteilt. Die typischen Heucheleien einer Familie, die sich nicht so nennen dürfte. Aber ich war seit Jahren nicht hier drin. Nicht in diesem Haus, welches einst unser gemeinsames Zuhause war.
Niemand hat wohl wirklich gesehen, wie es hier drinnen aussieht. Wie still es geworden ist. Wie sehr alles geblieben ist, wie es war. Und wie sehr er geblieben ist, während um ihn herum die Welt weiterlief.
Es muss furchtbar sein, wenn die Zeit für einen selbst stehenbleibt, weil der Mensch, mit dem man sie geteilt hat, plötzlich nicht mehr da ist. Wenn man morgens aufwacht und die Stille neben sich lauter ist als alles andere. Keiner mehr fragt, ob der Kaffee zu stark ist. Und keine Stimme mehr durch die Räume klingt, die ruft: Ich bin wieder da.
Plötzlich weht ein kräftiger Windzug durch die Luft und lässt eines der Fenster im angrenzenden Wohnzimmer klappern.
„Oh, da kommt das Gewitter welches sie gemeldet haben. Dabei dachte ich schon, es zieht vorbei.“ Opa zeigt mit dem Löffel auf das Fenster, hinter dessen Scheiben sich der Himmel langsam zuzieht.
Ich stehe auf, gehe ins angrenzende Wohnzimmer, um das klappernde Fenster zu schließen. Der Sessel am Fenster – Omas Sessel – ist leer. Aber daneben liegt noch ihr Strickzeug, fein säuberlich zusammengelegt. Es sieht so aus, als hätte sie nur kurz Pause gemacht. Die Decke, die sie sich immer über den Schoß legte, ist auf der Lehne drapiert. Ein feiner Geruch hängt in der Luft. Ein Hauch von Lavendel, der sich festgesetzt hat in all den Stoffen und den Kissen.
Ich bleibe stehen, lege eine Hand auf die Sessellehne. Und plötzlich ist sie wieder da. Nicht greifbar – aber spürbar. So spürbar, dass mir die Augen brennen.
Opa sieht dies jeden Tag. Jeden Morgen, jeden Abend. Und doch hat er weiter gegossen, weiter gegessen, weiter geatmet.
Schmerzlich wird mir klar, wie sehr er sie vermissen muss, wenn er alles so lässt wie es war. Und wie still sein Leben geworden ist, seit sie gegangen ist.
Ich schließe die Fenster und gehe voller Wehmut wieder zurück an den Küchentisch.
In seinen Händen dreht Opa den kleinen, belaufenen Teelöffel etwas gedankenverloren.

  1. Leseprobe, die die energetische Anziehung zwischen den Hauptfiguren in den Mittelpunkt stellt:

Ich setze mich, klappe meinen Laptop auf und werfe mein offenes Haar über die Schultern. „Gut, dann brauche ich erst mal deine Login-Daten.“
„Login-Daten?“ Vinz hebt fragend die Augenbrauen. „Ich wüsste von keinen. Der Webdesigner hat alles in der Hand.“
„Moment.“ Bei diesen Worten zuckt etwas in mir zusammen. Ich richte mich kerzengerade auf. „Er hat alleinigen Zugriff? Vinz, das ist deine Webseite – dein Eigentum. Du zahlst dafür. Gib mir mal bitte die Unterlagen dazu.“
Er zieht einen schmalen Ordner hervor, dessen Inhalt kaum bestückt ist. Ich blättere durch die wenigen Seiten, finde keine Zugangsdaten, dafür aber Rechnungen deren Summen mir das Blut in den Adern stocken lassen.
„O Vinz. Bitte sag mir nicht, dass du so viel für diesen Pfusch gezahlt hast.“ Fassungslos mustere ich ihn. „Das sind über zehntausend Euro und dazu noch jährlich laufende Kosten.“
„Ja, wieso?“ Er zuckt mit den Schultern, fast entschuldigend. „Mir wurde gesagt, das sei ein normaler Preis.“
„Vinz… du hast einen Porsche bezahlt und dafür einen Fiat Punto mit Motorschaden bekommen.“
Er fährt sich durch die Haare, so wie früher, wenn er nervös war, und setzt sich neben mich. „Scheiße. So schlimm?“
„Ja, so schlimm.“
„Und jetzt?“ Er lehnt sich tief in seinen Bürostuhl, legt seine Hand in den Nacken. „Solange sich der Dreckskerl nicht meldet, haben wir auch keinen Zugriff, richtig?“
Ich nicke mit gespieltem Ernst. „Genau. Ohne ihn kommen wir auch nicht an den Authentifizierungscode, den ich benötige.“
„Verdammt, ich bin am Arsch.“
Für einen Moment genieße ich die kleine Verzweiflung in seinem Gesicht. Sonst so lässig und kontrolliert, wirkt er jetzt beinahe verletzlich. Doch die Sorgenfalten, die sein wunderschönes Gesicht zeichnen, kann ich nicht lange ertragen.
„Keine Sorge. Ich bin ja da.“ Mit einem Augenzwinkern beuge ich mich zu meinem Bildschirm. „Das, was wir jetzt machen, ist nicht ganz die feine englische Art, aber wir bekommen das hin.“
„Wie willst du das anstellen?“ Vinz sieht mich an, als hätte ich gerade angekündigt, die Polizeidatenbank zu hacken.
„Ganz einfach. Ich werde die DNS-Einstellungen ändern und die Seite umleiten. Dann bekommst du ein neues Content-Management-System, und wir bauen deine Website von Grund auf neu. Anschließend hast du den vollen Zugriff und kannst alles selbst bearbeiten.“
„Content… was?“
„Das ist eine Art Software, mit der du deine Seite selbst verwalten kannst. Wie im Baukastenprinzip. Dafür sind keine großen Programmierkenntnisse nötig.“
Langsam weicht die Verzweiflung aus seinen markanten Gesichtszügen. Und seine Lippen ziehen sich zu einem zuversichtlichen Grinsen. „Ich wusste, dass du ein Genie bist.“
„Genie? Bitte, Vinz.“ Ich lache trocken. „Das hier ist das kleine Webdesign-Einmaleins. Und während ich die ersten Schritte am Laptop einleite, kannst du schon mal eine Kündigung an diesen Halsabschneider aufsetzen.“
„Wird gemacht.“ Vinz rollt mit seinem Stuhl an seinen PC, legt dabei leicht den Kopf schief und blickt noch einmal neugierig zu mir. „Und sag mal… was kostest du eigentlich, wenn ich fragen darf?“
Ich schenke ihm mein selbstbewusstes Lächeln. „Ich bin unbezahlbar.“
„Das bist du wirklich“, murmelt er. Für einen winzigen Moment verhaken sich unsere Blicke. Hitze steigt mir ins Gesicht. Ertappt reiße ich mich los und beuge mich wieder über die Tastatur, bevor ich zu tief in diesen grünen Augen versinke.
Dann greife ich nach einem Blatt Papier, notiere eine Zahl und schiebe es wortlos zu ihm hinüber.
„Bitte was?“ Vinz’ Stimme kippt fast. „Das ist ein Zwanzigstel von dem, was ich gezahlt habe.“
„Ich weiß.“ Ich lehne mich zurück, verschränke die Arme. „Das sind die tatsächlichen Kosten für das System. Die Ersterstellung schenke ich dir. Und selbst wenn ich dich nicht kennen würde, läge mein Preis vielleicht bei tausend Euro mehr im Jahr. Nicht bei diesem Wahnsinn, den du da unterschrieben hast.“
Vinz starrt mich an, als würde ihm gerade zum ersten Mal die ganze Tragweite seiner Fehlinvestition klar werden. Langsam sackt er in seinem Stuhl zusammen, fährt sich wieder durch die Haare und stößt ein heiseres Lachen aus. „Verdammt, Sophie. Ich habe ein Vermögen in den Sand gesetzt.“
Ich sehe, wie es in ihm arbeitet. Der sonst so souveräne, kontrollierte Vinz, wirkt für einen Augenblick entwaffnet. Und genau da liegt ein stilles, gefährliches Knistern in der Luft, das ich mir selbst kaum eingestehen will.
Er dreht sich zu seinem PC, die Kiefer angespannt. „Der bekommt eine Kündigung, die sich gewaschen hat.“ Energisch hämmern seine Finger über die Tastatur, als würde er den Worten so noch mehr Kraft verleihen. „Dieser Wichser.“ Mit einem letzten Fluch drückt er auf Senden. Der entschlossene Mausklick, lässt mich unwillkürlich schmunzeln.
Vinz schiebt seinen Stuhl zurück, rollt zu mir herüber. „Stört es dich, wenn ich dir etwas über die Schulter schaue?“
„Gerne,“ entweicht es mir grinsend, so voller unbedacht.
Doch kaum rückt er ganz nah an mich, spüre ich diese unverkennbare Energie. Seine Nähe, maskulin, so präsent, dass es mir fast schwerfällt, den Blick auf den Bildschirm gerichtet zu halten.
Ich zwinge mich zur Konzentration, erkläre Schritt für Schritt, was ich mache.
Vinz verfolgt jede Bewegung auf dem Bildschirm aufmerksam, stellt Fragen, saugt meine Antworten auf, als wären sie kostbar. Sein Atem streift gelegentlich meinen Nacken, und jedes Mal läuft mir ein kribbelnder Schauer in meine Mitte.

Stunden vergehen. Zeile um Zeile wachsen die neuen Seiten heran. Der Auftritt ist klar, modern, professionell und endlich auch für mobile Endgeräte optimiert.
Zufrieden lehne ich mich zurück und klatsche mit einem breiten Lächeln in die Hände. „Fertig.“
Vinz starrt auf den Bildschirm, als könnte er nicht glauben, was er sieht. „Sophie, ich weiß nicht, was ich sagen soll.“ Seine Stimme ist voller Faszination. „Das ist der Wahnsinn.“
Unruhig beginne seine Finger auf der Tischkante zu trommeln. „Ehrlich gesagt komme ich mir jetzt ziemlich dumm vor. So, wie ich mich über den Tisch ziehen lassen habe.“
„Nein, Vinz.“ Ich schüttle den Kopf. „Das brauchst du nicht. Du bist nur ein Opfer von vielen. Diese Leute leben genau davon, dass sie unwissende Menschen wie dich ausnutzen. Du hast hier so viel um die Ohren – deine Firma, die Familie – da kann man nicht jedes Detail im Blick haben.“
Eindringlich schaut er mich an, als hätte ich einen wunden Punkt getroffen.
„Jasmin kann wirklich stolz sein, so einen Mann an ihrer Seite zu haben.“
Ein Schatten huscht über sein Gesicht. Er senkt den Blick wieder, fast so, als wolle er etwas vor mir verbergen. „Was Jasmin und mich angeht…“ Seine Stimme bricht ab, bleibt in der Luft hängen, als hätte er einen Satz begonnen, den er nicht auszusprechen wagt.
Noch ehe die Stille bedrohlich werden kann, zerreißt das Klingeln meines Handys die Spannung. Jack erscheint auf dem Display.
„Sorry“, murmele ich und greife erleichtert nach dem Gerät. „Da muss ich ran.“
Hastig nehme ich das Gespräch an, auch um nicht weiter in Vinz’ unausgesprochene Worte hineingezogen zu werden.
„Hi Jack, was gibt es?“
„Hey Sophie, es gibt da ein Problem mit unserem neuen Großkunden…

Wenn ich einen interessierten Nerv getroffen habe, gern melden. :slightly_smiling_face:

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Hallo Alexandra, dein Schreibstil gefällt mir sehr gut. Leider bin ich mit meinem eigenen Projekt stark ausgelastet, so dass ich nicht als Testleser einspringen kann. Ich bin aber sicher, dass andere hier dafür Interesse zeigen.

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Hallo Alex, ich habe dir eine PN geschrieben, ich wäre sehr gerne deine Testleserin :slight_smile:

Hey Koebes, vielen lieben Dank für deine Rückmeldung! Es freut mich wirklich riesig, dass dir mein Schreibstil gefällt – damit hast du mir gerade den Tag versüßt. :grinning: Ich verstehe total, dass du mit deinem eigenen Projekt ausgelastet bist. Trotzdem danke ich dir sehr fürs Reinschauen. Alles Gute für dein eigenes Projekt!

1 „Gefällt mir“

Hey FranziJo, wie schön :heart_eyes: deine Nachricht hat mich gerade total gefreut! Ich habe deine PN gesehen und melde mich gleich bei dir. Es bedeutet mir wirklich viel, dass du Lust hast, als Testleserin einzusteigen. :heart: