Hi,
um mir selbst endgültig den Arsch auf dem Glatteis zu prellen XD Hilfe. ich brauch jemand externes der so ein oder zwei Kapitel probe liest.
Dark Fantasy Genre OverAll, wobei in Band 1 noch eher Atmosphäre, Coming of Age, Slice of Life etc. im Vordergrund sind, mit eine Brise normale High Fantasy Heldenreise.
Ich bin bei Band 1 noch im Feinschliff Modus, habe aber Kapitel 1-13 soweit, dass ich selbst nicht mehr rot werde beim laut lesen. Zumindest nicht beim ersten Mal.
Kurze Zusammenfassung:
Lumen und Michael finden beim Eisfischen einen Jutesack im Fluss.
Was sie finden entsetzt sie total - ein kleines blondes Mädchen, so klein, dass es kaum drei Jahre als sein kann. Trotz vieler äußeren Verletzungen lebt sie noch.
Darum eilen sie ins Dorf zurück.
Dort kümmert sich Melida, Lumens Mutter, um das Mädchen. Das Mädchen kommt durch. Doch es stehen viele Fragen im Raum.
- Wie konnte das Kind in dem Sack überhaupt ins Tal gelangen? Der Fluss befindet sich in einem Gebirgstal, wo kein Mensch außerhalb reinkommt
- Warum befand sich das Mädchen in dem Sack mit dem Symbol des Tyrannen, der über das Reich der Menschen herrscht?
- Wer ist dieses kleine Mädchen? Denn als sie erwacht, ist sie Namenlos. Ohne Erinnerung und absolut stumm.
So ich verkriech mich erstmal XD aber kurze Leseprobe:
Kapitel 1:
Das Brennen seiner Muskeln in seinen Gliedmaßen zog Lumen aus seinem wohlverdienten Schlaf. Fast alles tat ihm weh, vom gestrigen Training, bei dem wieder mehr von ihm abverlangt wurde als von allen anderen.
Er zog sich weiter zurück unter die Lagen von Wolldecken auf seinem Bett, unter denen er vollständig begraben wurde.
Der Winter in Oblivio war kalt, eisig und schien es auch in diesem Jahr persönlich auf ihn abgesehen zu haben. Es war kälter, es war stürmischer, vor allem war es schneereicher. Obwohl er ein Kind des Winters war, von Geburt her, mochte Lumen diese eisige Kälte nicht, die ihn jedes Mal nur frösteln ließ. Wenn doch nur immer Herbst bliebe, oder Frühling. Milderes Wetter, kein Frost, keine Hitze.
Etwas in ihm verhinderte, dass er wieder einschlafen konnte. Die leise Stimme von Mutter saß tief in ihm und ermahnte ihn, dass der Tag angefangen habe, die Sonne am Himmel – egal wie schwach sie auch sein mochte – längst über die Bergkämme geklettert sei und er seine Pflichten zu erfüllen habe.
Pflichten, wie es sich für ihn gehörte, als Sohn des Dorfvorstehers, eines Mannes, der mehr arbeiten müsste, um jedem hier im Dorfe beizustehen.
An der Kopfhaut, die unter den Decken hervorlugte, spürte Lumen schon die Eiseskälte, die in seinem Zimmer bereits vorherrschte. Das Feuer des Kamines musste erloschen sein. Anscheinend hatte er vergessen, am Abend weiteres Holz nachzulegen, weil er vom Training zu müde gewesen war. Jetzt fröstelte er, auf sich selbst wütend. Mutter und Vater hatten seinen Wunsch eingehalten. In seinem Zimmer kümmerte er sich um alles allein.
Vorsichtig zog er die Decke von seinem Gesicht, schaute hinauf zu den Deckenbalken und bemerkte dabei, wie sein Atem kleine weiße Wölkchen bildete, die langsam aufstiegen und sich im Dämmerlicht seines Zimmers auflösten.
Nur noch ein wenig… ein kleines bisschen die Wärme genießen.
Er zog die Nase wieder zurück unter die Decke, in die warme, stickige Sicherheit seines Deckenberges. Die Welt draußen konnte noch ein wenig auf ihn warten. Oder auch bis sie wieder aufgetaut wäre.
Ein schriller Pfiff zerriss die Stille des Morgens. Ein Geräusch, das keinerlei Rücksicht auf Träume, Wärme oder Muskelschmerzen mit sich brachte. Er war lang, prägnant und absolut fordernd, nach ihm rufend.
Laut stöhnend drehte er sich nochmal um, weg vom Pfiff. Denn er kannte diesen, wusste, dass Michael auf ihn warten würde. Denn Michael pfiff, um Dinge – meistens Lumen – in Bewegung zu setzen. Da kannte Michael weder Gnade noch Verständnis, trotz ihrer lebenslangen Freundschaft, die seit ihrer Geburt von ihren Müttern geprägt wurde. Lagen zwischen Michael und Lumen nur sieben Tage Unterschied, waren ihre Mütter, beste Freundinnen, gleichzeitig schwanger gewesen. So kam es, dass in dem kleinen Dorf, in dem sie lebten, ihre Welten noch enger miteinander lagen, sodass sie wie Brüder aufgewachsen waren.
Michael hatte diese irritierende Eigenschaft, Kälte einfach zu ignorieren, als wäre sie kein Problem, sondern ein Kamerad, den man manchmal ertragen musste, ob man wollte oder nicht.
Ein dumpfer Aufschlag an den Läden seines Fensters war zu hören, der klang wie ein Schneeball, der an dem Holz vor dem Fenster zerborsten war oder zum Teil noch daran hing.
Ja, Brüder waren sie, in Gutem und Schlechtem. Und jetzt zeigte Michael eindeutig seine schlechtere Seite.
Ein weiterer dumpfer Aufschlag bewies, Michael würde ihn auch heute nicht länger schlafen lassen, ihn weiter drängen, bis er ein Lebenszeichen von sich gab.
„Ich bin wach!“, brüllte Lumen aus den Decken heraus. Sofort bereute er es, als die eisige, trockene Luft aus seinem Zimmer in seinen Hals fuhr und ihm einen trockenen Husten entlockte.
Es schon bereuend, schälte er sich aus den so angenehm warmen Decken, die ihn in der Nacht vor dem garantiert sicheren Erfrierungstod bewahrt hatten. Es war ein brutaler Vorgang, vergleichbar damit, sich die Haut abziehen zu lassen, da er ohne Hemd geschlafen hatte.
Barfuß hüpfte er schnell über die eisigen Holzdielen, während er seine Hose suchte, die er gestern Abend strategisch ungünstig am anderen Ende des Raumes hatte, liegen gelassen, zusammen mit seinen Stiefeln.
Schnell schlüpfte er in die Hosenbeine rein, hüpfte dabei zurück zu seinem Bett, wobei er seinen rechten dicken Zeh am Bettkasten stieß.
„AUTSCH“, rief er und murmelte einige weitere kreative Flüche heraus. Der Zeh pochte noch immer, als er seine Stiefel festzurrte.
Die Härchen auf seinen Armen standen bereits zu Berge, als er ein sauberes weißes Wollhemd anzog, erst nachdem seine Füße warm eingepackt waren, bevor diese abfroren. Seine Zähne klapperten leise aufeinander, als er einen weiteren Aufschlag gegen seine Fensterläden hörte und er zum Fenster ging.
Ein flüchtiger Blick in den Spiegel aus poliertem Metall an der Wand zeigte ihm ein Gesicht, das aussah, als hätte es einen Kampf mit dem Kopfkissen verloren – und das Kissen hatte eindeutig gewonnen. Seine schwarzen Haare standen in alle Richtungen ab, als wollten sie vor der Kälte fliehen.