Um Wortwiederholungen zu vermeiden, bediene ich mich öfter bei Synonymen.
Dabei habe ich 2 größere (und eine Menge kleiner Problem)
Synonyme blasen den Text oft auf. Das bricht den textrythmus, den ich gerne hätte.
Wenn man nach Synonymen sucht, kommt man sehr schnell auf Wörter, die es im alltäglichen Sprachgebrauch kaum noch gibt.
Gerade bin ich auf „Kauzigkeit“ gestossen. Wer versteht das überhaupt noch?
Ich bin humanistisch aufgezogen und auch so ausgebildet worden. Für mich ist das normal, aber wie weit bildet das den Durchschnitt ab?
Der Durchschnittsdeutsche verwendet grob 15.000 Wörter. Vor 40 jahren waren es noch 25.000.
Und wieweit soll man sich dem Durchschnitt überhaupt anpassen? Muss man sich unten orientieren? (Bild-Niveau? GOTT BEHÜTE!)
Muss man Angst haben, dass Leser das Buch weglegen, weil ihnen die Sprache zu anstregend wird?
Ich denke, du solltest so schreiben, dass es zum Text passt. Wenn du einen modernen Schreibstil hast, schreib modern. Ich habe bis jetzt eigentlich immer ein passendes Synonym gefunden – dank Papyrus. …
Also bei mir ist es oft auch umgekehrt. Dass der Text weniger komplex wird.
Kommt halt drauf an, was du schreibst. Ich schreibe gerade an Fantasy und verwende häufiger veraltete Worte, weil die das mittelalterliche Feeling unterstützen.
Du musst halt Formulierungen finden, die in dein Genre passen. Wenn du Synonyme suchst, kannst du auch gelegentlich mal KI befragen. Ich nutze die Synonymsuche von Papyrus sehr häufig und sie ist sehr umfangreich. Aber gelegentlich braucht man statt eines Synonyms eine andere Formulierung - also einen komplett anderen Satz.
Liest „der Durchschnitt“ denn überhaupt noch?
Du musst immer damit rechnen, dass Leser dein Buch weglegen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es eher an deinen Satzkompositionen liegt, als an der Verwendung weniger gebräuchlicher Worte.
Rückläufige Buchumsätze der letzten Jahre deuten darauf hin, dass der „Durchschnitt“ weniger liest.
Ich entstamme einer gewöhnlichen Arbeiterfamilie und habe keine humanistische Ausbildung genossen. Wenn du dich für meine bescheidene Meinung nicht zu weit „nach unten“ orientieren musst: Lesen fördert Sprache und Wortschatz!
Ich finde das soll auch so bleiben.
Der „Durchschnitt“ wird es dir verzeihen! Frage damit beantwortet?
Bei Wortdoppelungen gleich ein neues (veraltetes Wort)
Suchen zu wollen, ist nicht immer der richtige Weg.
Bei deiner Textprobe zum Beispiel die »Bande« gleich zu Beginn.
Natürlich kann man was anderes suchen, aber im Eishockey ist es nunmal die Bande.
Manchmal hilft auch weglassen oder vereinfachen.
Überprüfe erstmal, ob es oberflächliche Schreibschwäche ist (Wortfaulheit), oder deine Optionen ausgeschöpft sind.
Ich arbeite sogar manchmal bewusst damit ein Wort doppelt, ja gar dreifach zu nutzen, um ihm mehr Gewicht zu geben.
Nur nicht in die Falle tappen, man müsse ständig das Wort für das Gleiche ändern. Synonyme sind nicht immer gleichwertig. Wenn ein Wort zu oft in den Sätzen hintereinander auftritt, schauen, ob man Sätze zusammenziehen kann. Oder, wie es @tomP schreibt, umformulieren.