Bevor ich mich an der einen oder anderen Diskussion beteilige, möchte ich kurz allen ein Hallo zurufen - “ich bin der Neue” (der hier schon länger interessiert mitgelesen hat). Älteres Semester, beruflich langjährig schreiberprobt, auf die alten Tage jetzt mit belletristischen Ambitionen. Ob das Talent reicht, wird man sehen. Belletristische “Lieblingsautoren”, soweit man das angesichts der Fülle und des breiten Lese-Spektrums sagen kann: aktuell Martin Suter, Tarek Würger, Juli Zeh, Jan Weiler, Andreas Eschbach, Stephen King (für mich nicht nur ein großartiger Geschichten-Erfinder, da gibt es viele, sondern auch ein literarisch hoch interessanter Erzähler), Patricia Highsmith - und unzählige weitere.
Fantasy etcetera sind nicht so meins, mich reizen klassische Romane, gerne mit Krimi- oder Thriller-Einschlag, Hauptsache: geistvoll und originell geschrieben, glaubwürdige und lebendige Charaktere, intelligente Handlungsentwürfe.
Was mich speziell interessieren würde: gibt es hier Stränge, in denen ihr Euch gezielt über einzelne (aktuelle?) Werke austauscht? Sowas wie Rezensionen oder “Werkanalysen” betreibt? Ich habe bislang nur einen Strang “was lese ich gerade” gefunden, das scheint mir aber v.a. der gegenseitigen Inspiration, dem Aufmerksam-machen auf den einen oder anderen Autor zu dienen (?)
Freue mich jedenfalls, hier sein zu dürfen. Ach ja: gibt es Fehler, die man hier v.a. als Neuling unbedingt vermeiden sollte …?
Willkommen im Forum!
Tatsächlich haben wir keinen für Buchdiskussionen, außer dem bereits von dir gefundenen losen »Ich lese gerade«. Wir beschäftigen uns hier eher mit der Technik des Schreibens, Motivation, die täglichen Probleme eben, die jeden Autor so umtreibt.
Ich glaube von großen Buchbesprechenungen halten wir uns etwas fern, weil wir zum einen nicht werben, aber auch nicht verreißen wollen. (Auch wenn das schon mal vorkommt). Aber kann sogar sein, dass es erlaubt wäre.
An welchen Projekten arbeitest du denn gerade?
[quote=„Tapio, post:2, topic:40208“]
An welchen Projekten arbeitest du denn gerade?
Berechtigte Frage. Unausgegoren an einem “Thriller”, der in den siebziger Jahren in einer süddeutschen Kleinstadt spielen soll, die aus den Ruinen etlicher Munitionsfabriken der NS-Zeit erwachsen ist und in der sich plötzlich rätselhafte Morde ereignen, die einem griechischen Wanderarbeiter in die Schuhe geschoben werden sollen, ihre eigentlichen Wurzeln jedoch (wie sich im Verlauf herausstellen wird) in medizinischen Versuchen haben, die unter strenger Geheimhaltung und in Kooperation mit dem BND von einem ehemaligen KZ-Arzt in einer psychiatrischen Rehaklinik am Rande der Kleinstadt durchgeführt werden. Protagonisten unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft müssen sich nun zusammen raufen, um dem Autor zu einem funktionierenden Sujet zu verhelfen.
Freilich ist mir klar: das ist nicht das erzählerische Rad neu erfunden, ich betrachte das erst mal als “Fingerübung”, will sehen, wohin mich meine literarische Ambition so treibt. Daneben spuken mir noch völlig unterschiedliche andere Roman-Ideen durchs Hirn. Zugegeben: Ideen sind schnell geboren, allein: einen funktionierenden, schlüssigen Plot zu konstruieren, das ist meine größte Herausforderung im Moment.
Ist das so? Schade. Ich fände Austausch über gemeinsam gelesene Bücher sehr spannend, daraus ließe sich doch sicher einiges gewinnen? An Werbung oder Verrissen bin ich natürlich auch nicht interessiert - aber an Analyse, am Verstehen des Handwerkszeugs, am „learning from the best“ …
Ich frage mich immer wieder, was Verrisse denn eigentlich genau sind. Ich werde immer sagen, wenn mir ein Buch nicht gefällt, genauso wie ich es sage, wenn mir ein Buch gefällt. Ein Verriss ist in meinen Augen ein absichtliches Heruntermachen aus persönlichen Gründen. Wenn mir ein Buch nicht gefällt und ich das offen darlege, warum und wieso, dann ist das für mich absolut in Ordnung. Allerdings sehen das andere Mitstreiter deutlich anders. Es gibt einige, die meinen, man dürfe sich nur positiv äußern oder eben überhaupt nicht. Bloß nichts Negatives.
Andererseits ist das hier auch vom originären Zweck her auch kein Buchbesprechungsforum sondern eher eines, das sich mit dem Programm Papyrus und dem Schreiben als Solches auseinandersetzt.
Was ist bei Euch häufig (meinem Eindruck nach v.a. Fantasy?), was selten? Ich muss das alles noch herausfinden.
Fantasy ist wie gesagt nicht mein Genre (Ausnahmen bestätigen die Regel, Harry Potter habe ich verschlungen!), auch mit den unzähligen Sub-Genres, die den Buchmarkt aktuell fluten, tue ich mir schwer. Aber jedem Tierchen sein Plaisierchen. Ich bin eben alt, altmodisch und kultur-konservativ. Was man, finde ich, auch auf frische und unterhaltsame Art zu sein versuchen kann ..
Es gibt hier sehr viele Fantasy-Begeisterte, aber auch solche, die Thriller und Krimis bevorzugen, so wie ich.
Eigentlich ist es durchmischt, mit einem Hang zu Fantasy, denke ich.
Verstanden. Wenn das hier nicht gewünscht ist - völlig okay. Muss das alles erst mal herausfinden (wobei ich eben gedacht hätte, dass man gerade bei der Auseinandersetzung mit veröffentlichten Werken v.a. erfolgreicher Autoren einiges zum „Schreiben als Solches“ lernen könnte. Sehr unterhaltsam - fällt mir gerade ein - ist zu diesem Thema auch Stephen Kings „über das Leben und das Schreiben“, das sicher die Meisten kennen dürften). PS: was Du zum „Verreißen“ sagst, sehe ich ähnlich. Man kann schließlich doch freundlich-sachlich seine Meinung kundtun, ohne einem anderen damit gleich auf die Zehen zu trampeln?
Ich denke nicht, dass das hier nicht gewünscht ist, sondern dass es eher von untergeordnetem Interesse ist, weil wir hier alle hauptsächlich an der Software interessiert sind und an ihren Problemen mit den aktuellen Werken, an denen sie gerade arbeiten. Niemand wird dich daran hindern, ein Buch im Detail zu diskutieren, glaube ich zumindest.
@PeterW Servus Peter, viel Spaß in der Community! Meine Priorität sind Gesellschafts- und Entwicklungsromane. Ideen für neue Geschichten habe ich genug. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur bestätigen: das Plotten mit strukturierter Heldenreise ist eine gewaltige Herausforderung!
Willkommen und schön, dass du nun nicht nur mitliest, sondern mittenmang bist! Insbesondere, da sich die Reihen hier etwas gelichtet haben, ist neuer ‚Input‘ Gold wert.
Auch von mir ein herzliches Willkommen! Bei Fragen gleich welcher Art einfach melden!
And by the way: Ich bin Fantasy-Fan, mag aber auch Krimis und Thriller… ich hab mich beim Schreiben auch schon mal vor kurzem an einem Spionage-Thriller versucht… aber der ist noch nicht sonderlich gut durchdacht. Der muss erst mal ruhen, um eine gewisse Reife zu erhalten!
Ansonsten tendiere ich aktuell zur Weltraumfantasy (Science Fantasy) und einer Detektivgeschichte (Krimi).
Meine Zielgruppe ist Kinder- und Jugendliteratur (ca. ab 12 Jahren aufwärts - es gibt keine Obergrenze)
So viel von mir. Wie hast du denn in unser schönes Forum gefunden?