Gruselhaus allein zu Haus
Was war das?
Da war doch ein Geräusch, oder? Ziemlich sicher war da ein Geräusch.
Der Herd in der alten Küche? Ausgeschaltet.
Die Marder im staubigen Dachboden? Seit letzter Woche im Urlaub.
Vielleicht der Wind in meinem Gebälk? Das wäre aber peinlich.
Ich lausche der Dunkelheit. Könnte natürlich auch nur Einbildung gewesen sein. Andererseits…
Ich sollte dem vielleicht trotzdem nachgehen. Ich werde einfach…einfach…auf mich aufmerksam machen. Genau. Ganz einfach.
…
Ach, das war bestimmt nich – Sei mutig, verdammt noch mal!
Also auf drei:
Eins…
…Zwei…
… Drei …
…
…Vier…
JETZT MACH ENDLICH!
„Hallo?“
Keine Antwort.
Natürlich keine Antwort. Warum sollte da auch eine Antwort kommen, wenn doch ganz offensichtlich nichts da drau – HEILIGE SCHEISSE, WAS IST DAS?!
Ein Lichtstrahl! Er blendet meine Fenster, aber ich sehe…hässliche Fratzen. Kreaturen in der Dunkelheit. Vier oder fünf. Ein ganzes Rudel. Der Lichtstrahl kommt direkt aus der Hand einer dieser Kreaturen.
Ich schreie. Sie schreien. Ihre kleinen Gesichter verziehen sich dabei…wie ekelerregend. Ich schreie lauter. In meinem Keller platzt eine Wasserleitung…das ist jetzt wirklich peinlich.
Bitte, lass es nur einfach vorbei sein! Bitte, bitte, bitte!
Ich öffne vorsichtig meine Fensterläden. Niemand zu sehen. Ich lausche wieder der Nacht. Kein Mucks da draußen.
Puh…
Jetzt muss ich erst einmal ein frisches Fundament beziehen, aber ich bitte euch: Erzählt das auf gar keinen Fall weiter, versprochen?