SciFi Geschichte Neu

Also gut, alle die es gestern gesehen haben, wissen das ich den Text schon einmal gepostet habe. Hier ist er nochmal, leicht überarbeitet. Gerne hätte ich, so wie gestern auch, eure ehrliche Meinung dazu. Er ist eine SciFi Geschichte und ja, ich weiss nicht, vielleicht auch einwenig eine „coming of age Story“? (Auch wenn letzteres nie mein Plan gewesen war).
Ich habe das Gefühl das meine Geschichte Plotmässig eher eigen ist, auch wenn das in diesem kleinen Abschnitt wohl noch nicht so sehr zur Geltung kommt. Was meint ihr dazu? Seit bitte ehrlich, positiv und negativ ist beides erwünscht.

Es gibt so ein paar Dinge die mir am meisten Sorgen machen, doch ich warte erst mal auf eurer Feedback, um zu sehen ob das überhaupt auffällt, oder ob ich mir um das vorkommen falsche Gedanken mache.

Zwischen zwei Welten

„Hey!“
Überrascht schlug Kim die Hand von seiner Schulter, doch stattdessen wurde der Arm gepackt,
“Komm Kim!”
Nach kurzem Ziehen rannte sein Kumpel ohne ihn los.
Kim sah ihm hinterher,
„Darf ich gehen, Meister?“
Und schon war er ihm nach.
Ausser Atem legten sie die restlichen Meter durch die steinigen, dunklen Wände des Bunkers zurück.
„Spae, was ist?“
sprach Kim, hart atmend. Selbst nach zehn Jahren hatte sich sein Körper nicht vollständig an die 1,12 G gewöhnt, die hier im Bunker herrschten.
Spae ignorierte ihn.
Sachte ging er vor einem Terrarium in die Knie. Die Hände wurden zusammengefaltet und das Kinn darauf gestützt, eine Geste, die er ganz klar von Kim übernommen hatte. Doch seine Haut sprach noch immer die eigene Sprache:
So durchsichtig und delikat, dass man glauben konnte, das Blut darunter pulsieren zu sehen, waren alle Pigmentzellen auf ein ehrfürchtiges Weiss gewechselt.
„Ist es nicht wunderbar?“
In Trance lagen seine grossen dunklen Augen auf dem Tierchen.
Ein sorgfältig gebasteltes Nest aus Blättern, Holzsplittern und Steinen stand in der Mitte und darin sass ein kleines hilfloses Küken.
Mit geschlossenen Augen und der Haut so zart und nackt wie ein Schmetterlingsflügel war es unter der Wärmelampe und lebte vor sich hin.
Spaes Haut pulsierte.
Im ganzen Leben hatte er, neben vierzehn seiner eigenen Art und Kim, nur Labormäuse gesehen.
Kim stand dicht hinter ihm,
„Er ist vor zehneinhalb Stunden geschlüpft.“
Sprach Spae tonlos und kam leise auf die Füsse. Er öffnete den Deckel und mit einer Ehrfurcht, mit der man sonst nur Feenstaub anfasst, griff er nach dem Küken. Zärtlich, mit den Händen umschlossen, zog er es raus, darauf achtend, ihm mit keiner einzigen seiner Halbkrallen auch nur nahezukommen.
„Mein kleiner Cotton, du bist schon jetzt der schönste Rabe der Welt.“
Fest zog er den Händekokon an die Brust. Kim lächelte.
„Es ist der erste Rabe, den du je gesehen hast.“
sprach er leise.
„Aber auch der schönste.“
Beteuerte Spae kräftig und lächelte, so gut es seine ausserirdische Muskulatur zuliess. Eine weitere Geste, die er von Kim übernommen hatte,
„Darf ich auch mal?“
Kim griff nach dem Händekokon.
„Nein, sicher nicht, sonst kriegt er noch kalt!“
Genervt schnaubte Kim.
„Ich bin sogar zwei Grad wärmer als du, und abgesehen davon ist es auch mein Vogel.“
Einmal strich Spae dem Tier zart über den Kopf, bevor er ihn widerwillig hergab,
“Aber nur kurz.”
„Weisst du, dass ich das Ei geklaut habe und ich mit all den Kratzern bezahlt habe, die mir der Muttervogel verpasst hat? Ausserdem habe ich dir die Materialien fürs Nest geholt und dir die Würmer gebracht und …“
„Das arme Ding braucht Essen!“
Grau schlug auf Spaes Haut und wie ein Gummiball sprang er auf. Mit grossen Sprüngen eilte er quer durch das Labor zu einer Kiste und kam mit einem fetten Wurm zurück. Dem hungrigen Küken wurde es in den Schnabel geschoben und wieder war er weg.
Und dann wieder da, und dann wieder weg – doch diesmal kam er mit einer ganzen Tüte zurück. Er setzte sich neben Kim und begann mit dem Füttern.
„Du hast nur das beste Futter verdient, Cotton.“
Noch ein Wurm wurde ihm in den Schnabel geschoben. Das Küken reckte den Kopf und sofort rutschte Spae näher ran. Sorgfältig streckte er den einen Finger zwischen Kims Hände und kraulte Cottons Hals.
„Meinst du, es hat funktioniert?“
Fragte Spae.
Stolz drehte sich Kim zu seinem Freund und ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen,
„Das werden wir in ein paar Tagen sehen.“
Er zögerte kurz.
„Sofern er dann noch lebt.“
Empört zuckte Spaes Haut schwarz auf und er riss den Finger zurück.
„Natürlich wird er das! Wir haben es tausendmal im Simulator durchgespielt, da kann nichts schiefgehen!“
„Es bleibt immer ein Restrisiko, und eure Computer haben bis dahin doch noch nicht mal Raben gekannt.“
Seine Antwort war zwischen ernst und provozierend, und wütend griff Spae nach dem Vogel und zog ihn behutsam an die Brust,
„Der spricht nur Blödsinn, Cotton“,

„Dann ist er jetzt tatsächlich geschlüpft, darf ich ihn kurz sehen?“
Überrascht drehten sich die beiden um. Der Cheflaborant Legin stand hinter ihnen, und Spae reichte ihm das Küken.
„Natürlich, Sir.“
Mit dem Küken in den Händen verschwand Legin zu einem der einzigen zwei Computer, die das spärlich eingerichtete Labor zierten. Mehr hatte in die kleine Raumkapsel, oder auch „Schrottbüchse“, wie sie der Meister nannte, damals nicht gepasst.
Vor mittlerweile dreissig Jahren war die kleine Crew von fünfzehn Lamein ins All katapultiert worden. Oder wenn man die Crew fragte: vor 547 Umdrehungen, umgerechnet fünfzehn Jahre, denn sie waren so schnell gereist, dass sie in der Kapsel eine massive Zeitverzerrung durchlebt hatten.
Die Kapsel war nicht grösser als ein grosses Einfamilienhaus gewesen, und der Wohnraum war noch kleiner. Denn ein grosser Teil war ins Recyclingsystem gegangen, und der Rest war vollgestellt mit eingepackter und vakuumierter Ausrüstung, für die der Platz gefehlt hatte, genutzt zu werden.

Die beiden stellten sich dicht hinter Legin, der das Tier zu untersuchen begann.
„Geht es ihm gut?“
Mit seinen gut 167 Zentimetern blickte Spae Legin locker über den Kopf. In der Raumkapsel gross geworden, hatte die verminderte Schwerkraft deutlich seine Entwicklung gestört und er war zum grössten und feinsten der ganzen Crew herangewachsen.
„Bislang geht es eurem Küken hervorragend“, antwortete Legin.
„Aber für jetzt tut ihr es doch mal wieder ins Nest; weitere Untersuchungen machen wir später.“
Das Tier wurde Spae überreicht, der damit sofort zum Terrarium eilte.
Kim griff nach ein paar Würmern und schlenderte hinterher.
„Ein bunter Rabe, Spae, so etwas gab es noch nie.“
Er wechselte zurück ins Schweizerdeutsche Spae nickte, auch wieder eine Geste, die er ganz klar von ihm übernommen hatte.
„Er wird noch viel hübscher als der aus Fluch der Karibik, da kann Cotton einpacken. Unserer ist der echte neue Cotton.“
Kim lachte, und ruckartig drehte sich Spae vom Terrarium zu Kim.
„Warum hast du mir eigentlich nicht direkt ein Papageienei gebracht?“
„Weil es in der Schweiz keine Papageien gibt, Spae“,
sprach Kim belehrend, doch der überhörte dies.
„Ist schon irgendwie lustig: Die ganze Erde ist eine Kugel, und doch ist sie wie ein Mosaik zusammengebastelt…“
„Es gibt halt verschiedene Klimazonen und endlose Meere und –“
„Jaja, ich weiss schon. Es ist trotzdem witzig“,
„Wenn du meinst.“
Er zuckte die Schultern und liess sich neben Spae zu Boden gleiten.
„Ist das bei euch anders?“
Obwohl sie sich nun schon seit bald zehn Jahren kannten, hatten sie noch so gut wie nie über Spaes Heimatplaneten Amera gesprochen. Das Einzige, was feststand, war, dass es Ross 128b sein musste und dass die kleine Crew keine sehr gute Beziehung zu ihm hatte.
„Ich weiss nicht, wie es dort ist“, murmelte Spae nach kurzer Überlegung,
„Kann schon sein, aber es ist mir egal.“
Sie schwiegen einige Sekunden.
„Kim?“
„Ja?“
„Hast du mir den Weltatlas?“
„Ach stimmt.“
Die ganze Aufregung mit dem Vogel hatte ihn komplett abgelenkt. Er packte seinen Rucksack von der Laborecke und zog ein fettes Buch heraus,
„Hier, es ist der schönste und grösste, den ich dir finden konnte.“
Weiss vor Freude flammte Spae auf und riss ihm das Buch aus den Händen. Neugierig blätterte er durch, bevor er es plötzlich beiseitelegte und nach Kim griff,
„Danke! Das ist der schönste Atlas, den ich je gesehen habe.“
Kim lachte, während er sich aus dem übermütigen Griff zu befreien versuchte,
„Das sagst du bei jedem.“
„Aber es stimmt“, drückte Spae nach.
Kim schüttelte sich,
„Er ist der Grösste, den ich finden konnte. Dann hast du was zu tun, während ich in den Ferien bin.“
Dass er Spae gefallen würde, hatte er gewusst. Nicht nur, weil es ein Buch war, sondern auch, weil es so dick und voll war, dass er sich stundenlang darin verlieren konnte. Er würde jeden Kleinsttext mindestens siebenmal durchgehen, bis er ihn gefühlt auswendig konnte. Dazu war das Buch auch voll mit Fotos von überall auf der Welt und unzähligen Vögeln und anderen Tieren.

„Spae …“
Kims Tonfall änderte sich leicht und Spae nahm dies sofort wahr,
„Ja?“
Die Haut graute beunruhigt ab, als er Kim in die Augen blickte. Auch dies war eine Geste, die er von Kim gelernt hatte. Die anderen Lamein kümmerten sich nicht so sehr um gegenseitiges Ansehen und noch weniger um Augenkontakt.
Anschauen gab es, wenn es ein ernstes oder langes Gespräch war oder wenn es romantisch wurde. Zumindest war Letzteres in den Filmen so, und Augenkontakt gab es, wenn es tödlich war.
„Es ist erst Anfang Monat, und dieser Atlas – ich habe kein Geld mehr, dich regelmässig zu besuchen. Ich musste sogar noch von meinen Eltern klauen.“
Spaes Miene verdüsterte sich.
„Aber Kim, du findest ja sogar zu Fuss zu uns. Du brauchst diese Gondel doch nicht mal.“
Mit seinem bestmöglichen Lächeln grinste er Kim schmeichelnd an.
„Natürlich finde ich auch ohne Gondel hier rauf! Aber das sind mindestens zwei Stunden Marsch, und sogar ich muss ab und an mal schlafen.“
„Unglaublich.“
„Was? Dass auch ich schlafen muss?“, Die Antwort war höhnisch.
„Nein, nein.“ Eifrig schüttelte Spae den Kopf,
„Dass du hier hinauffindest, ohne dich zu verlaufen. Aber irgendwie weisst du dann doch immer wieder, wodurch. Ich könnte das niemals. Ich meine, du könntest dich in alle Richtungen verlaufen, Kim. Sobald du dich nur einmal im Kreis drehst, ist ja nichts mehr so, wie es war. Ich finde es unglaublich, was du als Mensch kannst.“

„Könntest du auch, Spae.“
Erschrocken wirbelten sie herum. Legin hatte sich unbemerkt hinter sie gestellt. Das meiste des Gesprächs konnte er nicht verfolgen, doch sogar er hatte im Laufe der zehn Jahre das eine oder andere Wort Schweizerdeutsch oder, wenn man sie fragte, „Irdisch“ gelernt.
„Du hast es einfach noch nie versucht“, setzte er auf Lameiisch fort, und Kim nickte nachdrücklich.
„Wenn ihr meint“, Spae blieb kritisch. Er wusste noch genau, wie überfordernd es gewesen war, als sie sich nur schon hier in diesem gefundenen Bunker breitgemacht hatten. Wie viel Platz es auf einmal gab und dann noch der ganze Planet dazu …
„Und wenn du dich doch mal verläufst, werde ich dich einfach orten.“
Die Worte waren scherzend gemeint, doch schlagartig verfinsterte sich Kims Miene.
„Hey, Kim … So habe ich das doch nicht gemeint.“
Kim schnaubte, und Spae versuchte, es weiter wettzumachen.
„Chips sind doch nicht da, um Freunde zu orten; sie sind da, um Filme zu geniessen. Das heisst, mit dir zusammen macht es jetzt doppelt so viel Spass.“
Kim lächelte widerwillig, während er sich einige Wochen zurückversetzte:

„Ich gehe wandern, gut?“, rief Kim noch ins Haus, und bevor seine Eltern es ihm verbieten konnten, knallte er die Tür zu und griff in den Hosensack. Doch da war nichts. Er erstarrte und war sofort zurück im Haus. Mit zunehmender Hektik begann er, sein Zimmer zu zerlegen, doch die strahlend weisse Karte war nicht zu finden. Ausser sich rannte er zurück raus und begann, alle Wege des kleinen Dorfes auf und ab zu laufen. Doch ohne Erfolg. Fest presste er die Lippen zusammen, als ihn allmählich eine riesengrosse Scham überfiel. Er hatte Meister Tek hoch und heilig versprochen, diese Karte nicht zu verlieren, und nun war noch nicht einmal ein Jahr vergangen und sie war weg. Sie war der Schlüssel zum Bunker, womit die Zeiten, in denen er sich die Hände an der Schleuse blutig schlagen musste, vorbei hätten sein sollen. Doch die Karte war weg, nach gerade mal einem Jahr, und das war nicht nur absolut respektlos ihnen gegenüber, es konnte auch hochgradig gefährlich werden.
Der kalte Abendwind strich durch seinen Pullover und er schauderte. Die Hände fest in die Hosensäcke gedrückt setzte er missmutig seine Suche fort. Noch heute Abend musste sie gefunden werden, und wenn nicht, musste er spätestens morgen beichten gehen. Erschöpft fiel er auf eine Bank. Meister Tek wollte er so nicht unter die Augen treten.
Lange starrte er in die Sterne hinauf, die wie Diamanten am Nachthimmel hingen. Doch das war das Problem von morgen, heute kamen noch ganz andere Probleme. Kim verzog das Gesicht. Es musste schon fast Mitternacht sein. Seine Eltern würden ihn so was von ausschimpfen. Schwerfällig wurde der Heimweg eingeschlagen.
Vielleicht musste er morgen nur die Schule schwänzen. Es war ohnehin nichts Wichtiges, dann konnte der ganze Tag gesucht werden.
Mit zusammengepressten Lippen war er durch das Gartentor. Unauffällig wollte er sich ins Zimmer schleichen, doch sein Vater lauerte ihm bereits auf.
Am Arm gepackt schleifte er ihn ins Wohnzimmer, wo auch seine Mutter wartete.
„Kim, bitte“, seine Mutter lehnte sich über den Tisch.
„Kann ich schlafen gehen? Ihr sagt immer, pünktliches Schlafen sei wichtig, und es ist schon verdammt spät.“
Kim rückte den Stuhl vom Tisch weg und wollte sich soeben verziehen, als sich sein Vater einmischte:
„Kim! Bleib.“
Entnervt setzte er sich wieder.
„Was tust du? Du bist jeden Tag irgendwo, du kommst immer zu spät – deine Noten sind zum Schämen, und du gibst dir auf keine Art auch nur ein klein bisschen Mühe, irgendwas zu ändern! Wenn du mir nicht sofort sagst, was du den ganzen Tag tust, werde ich dein Taschengeld sofort halbieren!“,
Fuhr ihn sein Vater an.
Kim zuckte zusammen; all sein Geld floss jetzt schon in diese eine Bergbahn, die ihn aufs Winterhorn brachte. Bald würde er sechzehn werden, und dann hatte er ohnehin ein Problem. Er schlug auf den Tisch.
„Das ist mir scheissegal!“
„Sprich nicht so mit uns!“, herrschte ihn sein Vater an, doch bevor er weitersprechen konnte, schaltete sich seine Mutter beschwichtigend ein.

Dieser Abend ging schrecklich ätzend vorüber, und als er am nächsten Nachmittag todmüde über die letzten Steine kroch, liess er sich erst mal komplett fertig vor der Bunkertür nieder. Vielleicht musste der Besuch einfach verschoben werden. Gefährlich war die Karte ja nicht mehr.
Ein Klassenkamerad hatte die Karte beim Schulausflug tatsächlich gefunden. Kim fiel noch tiefer in sich zusammen. Er hatte komplett überreagiert, und es hatte in einer Prügelei geendet. Schliesslich hatte Kim die Karte ins Grillfeuer geworfen, und nun war sie verbrannt. Frustriert erhob er sich vom Stein und schüttelte den Kopf. Nein. Er wollte Spae jetzt sehen. Und so hatte er kleinlaut das Zahlenschloss der Bunkertür geöffnet und danach minutenlang an die Schleuse geschlagen.
Kurz darauf sass er bei Meister Tek im Zimmer und hatte gebeichtet.
„Du hast sie also verloren?“ Meister Tek setzte sich zu ihm auf den Boden und liess sich in einen Sitzsack gleiten. „Weisst du eigentlich, wie gefährlich das für uns werden könnte?“
Kim schluckte.
„Ich habe sie jetzt deaktiviert, Kim, aber wenn sie gefunden wird und jemand sie untersucht und dann merkt …“
Kim schluckte und sah sich missmutig um. Meister Teks Zimmer war das einzige, das nicht rein funktional eingerichtet war. Es hatte einige Decken für die ganze Crew, Sitzsäcke und sogar einige undefinierbare, merkwürdige Bilder an der Wand von schwarzen und roten Strichen. Und trotzdem war er hier so fremd wie an keinem anderen Ort des Bunkers.
„Ich habe die Karte jetzt ja verbrannt, Meister“, sprach er kleinlaut, und bevor Meister Tek antworten konnte, mischte sich eine dritte Stimme ein:
„Ist doch halb so wild, Meister, die Karte ist ja kein Phönix.“
Kim zuckte zusammen, und leicht genervt intensivierte sich Meister Teks Farbe einen Augenblick. Spae stand im Türrahmen, und es war klar, dass er nur darauf wartete, dass Kim entlassen wurde. Wieder wandte er sich an Kim.
„Ich habe doch gesagt, du sollst dich einfach chippen lassen, Kim.“
„Ich will nicht“, versuchte sich Kim vergebens noch ein letztes Mal zu wehren.
„Es ist keine Schande, jeder Einzelne von uns ist gechippt, und dann wäre das nie passiert …“

„Und zum Thema Filme”
Nahm Spae das Wort wieder auf,
“Willst du nicht doch noch ein einziges Mal kommen, bevor du gehen musst? Dann können wir zusammen –“
„Spae, ich muss übermorgen –“
Kim blickte auf seine Armbanduhr.
„Nein, es war schon Mitternacht, wir gehen schon morgen. Und ich muss auch noch meine Sachen packen.“
Er war wohl noch einer der Einzigen in seinem Alter, der mit einer traditionellen mechanischen Armbanduhr herumlief, doch diese war essenziell, wenn er Spae besuchte und sein Telefon zu Hause lassen musste.
„Ja, aber einen Film schauen dauert ja nur zwei Stunden, Kim. Du kannst doch deine Sachen in den nächsten zwanzig Stunden packen und danach noch in der Nacht einmal kommen? Du wärst dann nur sechs Stunden weg von zu Hause, das merkt doch niemand.“
„Ich muss auch noch schlafen…“
„Das kannst du doch im Flugzeug, oder?“
Spaes menschlich bettelnder Blick zusammen mit einer hoffnungsvollen weissen Haut haftete auf ihm,
„Und abgesehen davon brauchst du doch nicht ganze zwanzig Stunden, um zu packen, da kannst du ja auch noch mal schlafen –“
„SPAE!“
Wütend rutschte Kim rückwärts.
„Die nächsten zwanzig Stunden wird es Tag sein, ich kann doch nicht bei Sonnenlicht –“
„Du könntest die Läden runterlassen.“
„Nein, kann ich nicht! Du verstehst das einfach nicht. Doch lass mich endlich mal in Ruhe!“
Spae vergraute beschämt, und wandte den Blick ab.
„Es tut mir leid, Kim, aber ich liebe dich einfach.“
Kim errötete. Spae streckte die Hand aus und nach kurzem Zögern griff er zur papierigen Hand seines Kumpels. Egal wie sehr er ihn nervte, er konnte einfach nicht böse auf ihn sein. Nicht für lange. Niemals konnte er sich vorstellen, sein Leben so einsam zu verbringen. Vorsichtig löste er sich,
„Ich muss jetzt wirklich nach Hause, sonst verdrehen mir meine Eltern wieder den Kopf.“

Als er eindreiviertel Stunden später im Dorf stand, drückte er sich noch einmal hinter das Nachbarhaus, wo er viele Sekunden lang den erschöpften Atem und den harten Puls unter Kontrolle bekam. Er war viel zu schnell gelaufen, leicht drehte sich ihm der Schwindel, und kurz wurden die Augen geschlossen, doch als der erste Vogelsang den Morgen ankündigte, sprang er auf. Vielleicht schliefen seine Eltern noch.
Und tatsächlich, diesmal war das Glück auf seiner Seite. Auf weichen Sohlen kletterte er über das Vordach die Hauswand hoch zum Fenster im zweiten Stock, wo er sich hindurchdrückte und geräuschlos im Zimmer verschwand.
Er schloss das Fenster, legte sich zurück ins Bett und nach ein paar Sekunden war er weg.

° ° °

„Kim, sei morgen bitte ausgeruht und um sechs Uhr startklar, wir müssen den Flieger um elf erwischen.“
„Ja, natürlich, Mama.“
Normalerweise glaubte ihm seine Mutter nicht, wenn er so brav sprach, doch diesmal war einfach klar, dass er es tatsächlich sein musste. Ansonsten wären ganze sechshundert Franken plus Hotel im Eimer und das würden sie ihm niemals verzeihen.
Zart schloss sie die Zimmertür und nachdenklich legte Kim das Kinn auf die Hände und starrte über den Schreibtisch in den Sternenhimmel.
Ganze vier Wochen würde er weg sein, das war ein Vielfaches länger, als er Spae jemals zuvor allein gelassen hatte.
Vielleicht musste er doch noch einmal sehen gehen. Ein Blick auf die Uhr, es war gerade mal zehn vor elf. Wenn man schnell ging, waren es höchstens eine Stunde vierzig. Müde rappelte er sich auf die Füsse, kletterte aus dem Fenster und befreite lautlos wie ein Schatten das Fahrrad aus der Garage. Dann ging es los. Zumindest der erste Teil konnte mit diesem überwunden werden.
Nach nur einer Stunde fünfzig kletterte er ausser Atem über die letzten Felsen in das Geröll hinab und verschwand durch die Bunkertür und der Schleuse in ihr Gemach.
Auf leisen Sohlen kam er unsicher vor dem Labor zum Stehen. Eigentlich war es das oberste Gebot, sich erst bei Meister Tek zu melden, doch irgendwie wollte er zuerst Spae sehen. Vielleicht schlief er gerade und er konnte sich ohne weiteres wieder herausschleichen.
Unauffällig schielte er ins Labor. Doch da war kein Spae. Sein Blick wanderte zurück zur Schleuse, doch nein, gehen wollte er auch nicht. Und abgesehen davon wusste Meister Tek ohnehin schon längst, dass jemand reingekommen war, die Schleuse hatte es gemeldet, also ging auch er sich besser melden.
Er klopfte an.
„Herein?“
Erklang Meister Teks Stimme, er schien gerade vertieft. Leise trat er ein.
„Guten Tag, Meister. Ich wollte mich lediglich anmelden.“
„Guten Tag, Kim. Meinst du nicht, es hat ausserordentlich lange gedauert, von der Schleuse bis hierher zu finden?“
Kim errötete, doch Meister Tek bemerkte dies nicht. Die mangelnde Menschenkenntnis und teilweise Farbenblindheit schützten ihn immer wieder. Wobei Rot eigentlich genau die eine Farbe war, die sie sehen konnten.
„Verzeihen Sie mir. Ich bin eben langsam gelaufen.“
Es war wieder einmal die dümmste Ausrede, die man geben konnte, doch das waren seine Ausreden leider immer.
„Ist ja alles gut, Kim, behalte es einfach bitte im Kopf.“
„Natürlich.“
„Also, dann willkommen zurück. Ich nehme an, du suchst nach Spae?“
Kim nickte.
„Er sollte im Waschraum sein. Ich glaube, er übt gerade mit Cotton das Fliegen.“
Kim verschluckte sich, sprach kurz „Danke“ und eilte davon.

„Spinnst du eigentlich? Der hat ja noch nicht mal richtig Federn!“ Ungläubig schlug er sich auf den Kopf, als er im übermässig heissen Waschraum zu Boden glitt.
„Sicher kann der fliegen, oder?“
Aufmunternd sah Spae zu Cotton, doch als das kleine, fast nackte Küken sich noch immer nicht rührte, nahm er es doch wieder von der Waschmaschine Spae setzte sich zu Kim, dem der Schweiss bereits von der Stirn triefte.
Der Waschraum war immer heiss, doch Spae musste die Temperatur für das Küken nahe an Wärmelampenhitze hochgedreht haben. Aus dem Hosensack holte Kim ein Stück Altbrot und begann, es zu füttern.
„Wie alt ist er jetzt eigentlich? Ich habe die Zeit irgendwie nicht ganz im Griff“, übernahm Spae das Wort.
„Man sieht doch schon am Aussehen, dass er noch nicht flügge ist.“
Konfrontativ musterte Kim ihn, fuhr dann aber fort:
„Und abgesehen davon habe ich doch noch beim letzten Besuch gesagt, dass ich morgen vier Wochen weg bin, sprich, er kann noch keinen Tag älter sein. Er ist gut zwei Tage alt.“
„Ja, eben, dann sind es jetzt nur noch wenige Stunden.“
„Das nennt sich noch mindestens vier Wochen“, knurrte Kim und griff selbst sachte nach dem Küken.
Ein riesiger Stolz machte sich in seiner Brust breit. Es hatte funktioniert, und nicht nur die Farben, auch das schnellere Wachstum des ersten Federkleids. In Rot, Gelb, Grün und Blau stoppelten die ersten Federn bereits hervor.
„Und es geht ihm noch immer hervorragend. Legin hat ihn wieder abgecheckt.“
Sprach Spae und streckte die Hand aus. Nach einigen Sekunden gab Kim nach und übergab das Küken.
„Der hat ja schon richtig kalt“, murmelte Spae erschrocken, sprang auf und rannte Richtung Labor.
Kim schlenderte hinterher.
„Also, Spae, wir wollten doch einen Film schauen?“
Der Terrariendeckel wurde geschlossen, ein Tuch darübergelegt und vorsichtig wurde abgedunkelt.
„Ja, stimmt! Aber ich dachte, du kommst nicht mehr?“
Mit einem besorgten, ängstlichen Grau musterte er Kim.
„Oder ist irgendwas passiert?“
„Nein, nein, ich dachte einfach, ich komme doch noch einmal. Ich kann ja im Flugzeug schlafen.“
Kim lächelte schief und bald lagen sie zusammen vor der Leinwand.
Spae schob den Film in den Videoplayer, den Kim ihm einmal gebracht hatte, und die Komödie, die Kim aus dem Keller geklaut hatte, begann zu spielen.
Ein schwerer, müder Druck legte sich über Kims Augen und Kopf. Gerade noch spürte er, wie Spae einen Arm um ihn legte und sich sachte zu ihm zog, wo er den Kopf in seiner Schulter vergrub. Offensichtlich glücklich, dass Kim zu müde war, ihn wegzuschieben.

„Kim, der Film ist fertig …“
Er schreckte hoch.
„Seit wie lang?“
Heftig rieb er sich den Schlaf aus den Augen.
„Seit einiger Zeit, ich dachte einfach, ich wecke dich mal auf, nicht dass du noch zu spät–“
„Scheisse!“
Kim starrte auf die Uhr, es war halb fünf.
In eineinhalb Stunden ging es los. Zurück auf den Füssen flog er zur Schleuse,
„Tschüss!“
Mit einem Sprung nach dem anderen ging es den ganzen Bergweg hinunter. Hart schlug es in Schienbein und Knöchel, doch er ging immer schneller und schneller. Noch im Schritt flog er aufs Fahrrad und bald war das Dorf zu sehen.

„Und sag mir bitte nicht, dass du schon morgen um sechs wandern gehst!“
Entrüstet starrte seine Mutter ihn an.
„Ich konnte nicht richtig schlafen! Und abgesehen davon habe ich noch fünf Minuten!“
„Wir sagten sechs Uhr Abfahrt, nicht Aufwachen!“
Fünfzehn Minuten später sassen sie zusammen im Auto, sein Koffer noch halb offen. Essen oder Trinken hatte es keines gegeben.
„Wir holen es am Flughafen.“
War das Einzige, was seine Mutter gesagt hatte, bevor sie ihn ins Auto gescheucht hatte.
Das war schon mal ein guter Ferienbeginn. Allein die Tatsache, dass seine Eltern beschlossen hatten, dass er mit sechzehn seine erste Flugerfahrung brauchte und sie ihn irgendwo auf diesem verdammten Mosaikplaneten entführen durften, nervte ihn. Doch jetzt kotzte es ihn erst richtig an.

Ich wollte den Text wirklich lesen, aber mit der Formatierung ist das nicht möglich. Man macht nicht nach jedem Satz einen Absatz. Absätze macht man wenn der Charakter, der Ort oder die Zeit wechselt.

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Ich weiss, aber irgendwie hat sie mir die einfach eingesetzt als ich Kopie paste machte. Und dann dachte ich mir ich las es einfach mal, da ich das schon öfters bei anderen gesehen habe und mich gewundert habe ob das einfach die neue Norm ist (Vielleicht wird es mir anders angezeigt, kann das sein? Ich habe Apple)
Aber ich versuche es nochmal zusammen zukriegen.

Also gut, ist zusammen :slight_smile:

Also ich habe jetzt nur bis hierhin gelesen und muss gestehen: Ich kapiere kein einziges Wort. Worum geht es überhaupt?
Darüberhinaus:
Wieso ist in einem Bunker 1,12 G? Bewegt er sich?
Welche Haut spricht welche Sprache? Was bedeutet das?
Was ist ein ehrfürchtiges Weiß?
Dunkle Augen liegen auf einem Tier? Wie kommen sie da hin? Ich weiß, was du meinst, finde es aber unpassend formuliert. Oder weiß ich es doch nicht? Wie können Augen in Trance sein?
Zart und nackt wie ein Schmetterlingsflügel: nackt???
Dann spricht Spae tonlos? Häh?
Es wird so verwirrend, dass ich mich nicht zurechtfinde.

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Ich muss leider gestehen, dass ich auch etwas irritiert bin. Der Text ist seltsam formatiert. Fließtext heißt so, weil er hintereinander fließt, ohne Zeilenwechsel. Wörtliche Rede unterbricht das Schema. Im Dialog immer wechselnd. Ein Absatz wird nur für einen Szenenwechsel oder eine Veränderung gesetzt oder auch mal an sinnvollen Stellen, wenn der Fließtext allzu lang würde (kommt heute nur noch selten vor).

Was wirklich auffällt, ist deine Wahl der Formulierungen, die entweder daher rühren, dass Deutsch nicht deine Muttersprache ist, oder ein ‚Übersetzer‘ am Werk war, oder du versuchst besonders ‚literarisch‘ zu schreiben. Der Text wirkt aber dadurch nicht natürlich, nicht authentisch, sondern künstlich und maniriert. Ich habe ein Faible für Wortkreationen und neue Metaphern, aber eine Haut, die delikat ist? Pigmentzellen, die in ehrfürchtiges Weiß wechseln, Augen, die in Trance auf einem Tier liegen? Ehrfurcht, mit der man sonst nur Feenstaub anfasst?

Ich denke, es gibt Texte, besonders die, die sich einer Innenschau widmen, die mit einer inneren Auseinandersetzung ringen, können durch stilsichere Sprache gewinnen. Soll eine Story erzählt werden, sollte sie straight und authentisch, spannend oder mitfühlend mit der Sprache rübergebracht werden, die der Erzähler auch selbst im Alltag nutzt, um verstanden zu werden. „Weiss (sic) vor Freude flammte Spae auf … (…) Aber es stimmt, drückte Spae nach …“.
Mir geht es ein wenig wie @Suse, ich verstehe den Sinn des dialoglastigen Geplänkels einfach nicht. Vielleicht auch, weil uns Vorabinfos fehlen? Hast du dir selbst einmal diese Zeilen laut vorgelesen? Manchmal merkt man erst dann, dass man sich unglücklich ausgedrückt hat. Womöglich bin ich aber auch nur die falsche Zielgruppe.

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Ich hingegen liebe Science-Fiction und mir geht es trotzdem so wie dir.

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Ich verstehe nicht, warum du manche Sätze so schreibst wie du es tust. Als Beispiel ein Satz, den du in deiner ersten (gelöschten) Version geschrieben hattest:

Ich hatte daraufhin vorgeschlagen:

„Er stützte sein Kinn auf die zusammengefalteten Hände.“

Stattdessen machst du den Satz noch verquerer.

Von wem wurden seine Hände zusammengefaltet?
Wer stützt sein Kinn darauf?

Warum schreibst du Sätze nicht so, wie du sie sprechen würdest?

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Beispiel für umständliche, unnatürliche Formulierung:

Himmel, der Junge wurde nur müde! :face_with_hand_over_mouth:

Beispiel für deine wahre Stimme:

Bleib genau dabei! Muss nicht immer drastisch sein, aber bitte natürlich. (Und jage den Text unbedingt durch ein Rechtschreibprogramm! Ich bin die Queen der Flüchtigkeitsfehler, ich nutze diese Option auch gern und häufig.) Wird schon!!

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Hast du mir ein Vorschlag zu einem Rechtschreibeprogramm? den tatsächlich habe ich ihn durch einen gelassen: Quillbot.com, und ihn natürlich auch auf Deutsch eingestellt.

Ich habe sie mir schon tausend mal laut vorgelesen. aber vielleicht ist genau das das Problem, das ich langsam einwenig abgehärtet wurde.
Deutsch ist meine Muttersprache und nein, es war kein Übersetzer am Werk, ich habe einfach geschrieben. Und ich liebe halt einfach zu schreiben und Sätze auszuprobieren. Vielleicht härtet man sich mit der Zeit zu sehr ab? keine Ahnung. Oder ich habe zu viel Gedichte gelesen und es irgendwie merkwürdig verinnerlicht. Oder zu viel Englisch gelesen, denn ich muss zugeben das die letzten Bücher alle Englisch waren, da dies meine zweite Muttersprache ist. Das Problem mit dem Feehenstaub kapiere ich jedoch gerade wirklich nicht ganz. Aber gut, ich werde es zu „normalisieren“ versuchen. Danke für das Feedback. Aber jetzt noch eine kleine Frage: der Einwurf in der Mitte, mit der verlorenen Karte (Wenn ihr versteht welcher :sweat_smile:, passt der dort rein, oder nicht. Denn mit dem habe ich irgendwie meine echte Zweifel. Es fühlt sich komisch, einwenig lang und unpassend an, aber irgendwie weiss ich sonnst nicht was ich damit tun sollte. :frowning_face:

Zu den 1.12 G, nein, da habe ich nur ein ganz „Normaler“ Schwerkraftsimulator gemeint. Mir ist klar das so was in echt nicht existiert und auch eher schwierig wäre, doch (Ausser ich spinne), gibt es das doch in relativ vielen SciFi Geschichten, oder? Ja, habe es gerade gegoogelt, Okay heissen normalerweise Grav Platten. Also du meinst ich sollte das explizit hinschreiben das es sich um eine GravPlatte handelt? ich dachte das sei für SciFi Leser selbstverständlich. Aber vielleicht bin ich da in der falschen Bubble oder zu übermütig.

Und Noch eine Frage, du verstehst wirklich garnichts? Ich habe nun allen Mut genommen und es meiner Schwester zum lesen gegeben und sie sagt sie versteht was los ist. ich weiss, sie ist eine Schwester und gibt wohl weniger gutes/neutrales Feedback als Fremde. Aber ich habe ihr nicht gesagt was es ist. Und finde es gerade sehr, ich weiss nicht, „komisch“?

Und jetzt habe ich es mal aus Neugierde durch GPT gelassen (Hat mich jetzt zu sehr gewundert,) und es konnte mir ebenfalls schritt für schritt genau erklären was passiert. (ich weiss, ist eine KI und will nur gutes sagen. Aber wenn es danach abschnitt für Abschnitt erklären kann, muss es es ja irgendwie doch verstanden haben)

Wisst ihr, eigentlich glaube ich schon das ihr recht habt, denn bislang scheint ihr mir vertrauensvoll und nett und ich weiss das ich eine Rechtschreibschwäche habe (Doch eigentlich habe ich es ja durch ein Korrekturprogram gelassen) und manchmal sehr eigen denke und auch noch nicht so erfahren bin mit schreiben. Doch das man wirklich „garnichts“ versteht? Geht das den anderen auch so? Oder war das einwenig übertrieben?

Finde es irgendwie lustig/interressant wie ich vorhin andere texte hier (Weiss nichtmehr genau wie sie geheissen haben), unteranderem der mit dem Spunten und Spelunken, und Seemann, gelesen habe und gesagt habe das ich nichts verstehe, und ihr euch alle so gewundert habt. So rein Instinktmässig würde ich behaupten das das irgendwie am Genre liegt, aber du liesst ja auch Sci Fi, sogar Andreas Eschbach, was ja auch eines meiner Lieblingsautoren ist. Keine Ahnung was ich denken sollte. Vielleicht liegt es am Alter? Doch eigentlich weiss ich garnicht wie alt ihr seid, und „sooo“ jung bin ich auch nicht. Mein Alter ist 24, ich weiss, für viele noch sehr Jung, aber was ich meinte ist, das ich keine 16 mehr bin, und somit auch nicht auf einem komplett neuen/eigenen „Niveau“ (glaub falsches Wort, aber ich glaube verständlich) vom Lesen.

Aber egal, ich habe jetzt lange über den Text gesprochen und werde versuchen es nocheinmal aufzuräumen. Mit den Zeitfehlern jedoch weiss ich nicht was ich tun sollte. Denn wenn mir das Korrekturprogramm diese nicht raus nimmt, habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung was zu tun bei all den Feinjustierungen. Bin Schweizerdeutsch, macht vielleicht auch einen Unterschied auf meine Sprechart. Wobei ich wohl nicht die einzig hier bin, die dies ist, also eine dumme Ausrede :crazy_face: