Schreib, was Du liest

Die Evakuierung.
Wir stiegen ein in München in den Bus. Der hielt unterwegs immer wieder an, um noch mehr Leute aufzunehmen. Sie alle, wurden wie auch wir, nach Berchtesgaden verfrachtet, evakuiert. Der Führer hatte dafür gesorgt, dass kinderreiche Familien, aus den Städten, auf das Land verschickt wurden. Das fand ich gut, denn die Bombenangriffe in München, begleitet mit dem Auf und Ab, des Sirenengeheuls, ließ uns immer vor Angst erzittern. Nach einer langen Fahrt, hielt der Bus, schließlich in der Ramsau, vor einem großen Gasthaus. Alles aussteigen und in den Gastraum! Ertönte es. Hier saßen und standen wir nun und warteten darauf, was sich tun würde. Schließlich kam ein beleibter Herr, mit einer Begleitung, in einem feschen Dirndl. Er hielt eine Liste in Händen, auf der wir alle verzeichnet waren. Weil es schon Mittagszeit war, wurde an Jeden ein Teller Suppe verteilt. Der Dicke, fing nun an, die Anwesenden, der Reihe nach aufzurufen, wobei er Jedem sagte, wohin er sich begeben müsse. Wir, meine Mutter, meine ältere Schwester, mein jüngerer Bruder und ich, sollten in einen Bauernhof in Schwöbbrück, welcher nahe der Ache; einem Bach; lag. Mir fiel in dem Gedränge eine Preußin auf, die immer wieder rief: „Meine Ingeborch, meine Ingeborch, hat noch nichts zu essen gehabt“. Das, während wir Anderen, geduldig warteten, bis wir an der Reihe waren. Diese Frau empfand ich, gerade mal 7, als sehr unangenehm. Sie wurde mit ihrer Ingeborg, zum Haus Eder geschickt, welches auf einer Anhöhe, oberhalb der Straße nach Königssee lag.
Diese Frau fing mit meiner Mutter zu streiten an: „Nein, nach Schwöbbrück, gehören wir und sie müssen in das Haus Eder“.
Meiner Mutter war es egal. Gehen wir halt in das Haus Eder Dort wurden wir von der netten Bäuerin, mit einem Becher Milch, für jeden, von uns Kindern, empfangen. Das Haus Eder und die Umgebung am Hang, war für uns, wie ein Paradies. Der Bauer Eder, baute für uns Kinder, kurz nach unserer Ankunft, eine Schaukel unter dem Seitendach des Kuhstalles.
Die Preußin, musste unten im Hof Schwöbbrück, kräftig im Stall und in der Scheune, zulangen. Was ihr nicht so gut gefiel. Da kam sie zu meiner Mutter: „Tut mir leid, das war ein Missverständnis, Sie müssen nach Schwöbbrück und wir gehören zu den Eders“.
Nun aber blieb meine Mutter hart „Jetzt sind wir hier und bleiben auch hier“.
Als wir Ende des Krieges wieder zurück nach München gingen, weinte ich mich 10 Jahre lang in den Schlaf, vor Sehnsucht nach den Eders und den schönen Bergen.

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Sie all wurden, wie auch wir, nach Berchtesgaden evakuiert.
Oder
Sie alle wurden wie wir nach Berchtesgaden evakuiert.
Das Doppel verfrachtet, evakuiert ist schwerfällig.

Der Führer hatte dafür gesorgt, dass kinderreiche Familien aus den Städten auf das Land verschickt wurden.
Weniger Kommas.

Das fand ich gut, denn die Bombenangriffe in München, begleitet mit dem Auf und Ab_ des Sirenengeheuls, ließ uns immer vor Angst erzittern.
_= Kein Komma. Nach Das fand ich gut. könntest du auch einen Punkt machen.

Nach einer langen Fahrt_ hielt der Bus_ schließlich in der Ramsau_ vor einem großen Gasthaus.
Im Text gibt es allgemein zuviele Kommas. Schau mal im Internet nach Kommaregel.

Bei direkter Rede ist eine neue Zeile angesagt. Das macht das Ganze übersichtlicher.
Diese Frau fing mit meiner Mutter zu streiten an:
„Nein, nach Schwöbbrück, gehören wir und sie müssen in das Haus Eder“.

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Lieber Milar, ich danke Dir, für Deine gerechte Kritik. Die vielen Komas, waren immer schon mein Problem. Ich will aber versuchen, das in Zukunft besser zu machen.00
Liebe Grüße.
Lyrikfan11

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