Es ist passiert. Ich muss mein aktuelles Projekt eine Weile auf Eis legen.
Ich habe mich nach mehr als 25.000 Worten in eine Sackgasse geschrieben, aus der ich nach jetzigem Stand nicht mehr so einfach rauskomme. Jedenfalls nicht, ohne die Logik komplett außer Acht zu lassen.
Ich muss das jetzt sich setzen lassen. Zwei Möglichkeiten - entweder mir fällt was ein, um diese Sackgasse zu verlassen, ohne die Logik allzusehr zu vergewaltigen oder ich muss komplett und eingehend überarbeiten.
Man wird sehen
Eine schwierige Entscheidung, die ich sehr gut nachvollziehen kann. So ging es mir mit Buch drei und auch jetzt mit einem Projekt. Beide Male bin ich den Schritt gegangen, noch einmal komplett neu anzufangen. Beim ersten tat es besonders weh, weil es schon fertig war. Jetzt geht es fast einfacher, da „nur“ knapp 12.000 Wörter stark.
Aber leicht bin ich den Schritt beide Male nicht gegangen.
Daher: vollstes Verständnis. Und die schnelle Eingebung, wie es am besten weitergeht!
Wenn du magst, kannst du ja gerne die Logik hier dazu schreiben und wir versuchen gemeinsam zu retten was geht :)!
Gerne, dauert aber noch etwas, ich muss zuerst eine Art Inhaltsangabe erstellen.
Lass den Kopf nicht hängen. Womöglich ist es gar nicht so schlimm. Dein Protagonist kann nicht einfach als Übersprungshandlung die Autoschlüssel nehmen und nach Spanien fahren?
(das klingt jetzt vielleicht witzig - aber ich war in meinem Leben mal in einer ausweglosen Situation und überlegte, was hindert mich daran, Madrid im Navi einzugeben und dem ganzen zu entkommen? Und als ich mir diese Freiheit bewusst wurde, konnte ich die Situation meistern.)
Damit will ich sagen:
Manchmal kommt ein distanzierter Beobachter (wir ) vielleicht auf eine Idee, die gar nicht vor Augen hast.
Ein wichtiger und richtiger Punkt!
Ich sage immer „solange ich Teil des Problemkreises bin, brauche ich eine Außenperspektive, um Dinge zu ordnen“.
Das wohl nicht, zumal er südliche Länder nicht mag
Genau die versuche ich mir in den nächsten Tagen (oder Wochen?) zu verschaffen
Danke für das Angebot - ich versuchs mal.
Zunächst - es soll eine Art Spin-Off zu den insgesamt vier Romanen werden, in denen zwei Protas die tragende Rolle gespielt haben.
Die Geschichte beginnt auf einem Golfplatz, wo ein Golfer auf seiner Runde in einem Wasserhindernis eine Leiche findet. Der Plot (obwohl ich nicht plotte) ist, dass auf dem ehemaligen Militärgelände der US-Army, das heute eben jener Golfplatz ist, ziemlich hässliche Hinterlassenschaften liegen. Giftig, explosiv, was auch immer.
An der Stelle habe ich mich in eine Sackgasse manövriert. Ich weiß nicht, wie ich erklären soll, dass nach Jahrzehnten plötzlich jemand dieses Zeug entdeckt. Ich weiß (noch) nicht, wie ich die Pläne der Stadtverwaltung, dort ein neues Baugebiet auszuweisen, unterbringe.
Diese beiden Punkte kann ich bisher nicht unter einen Hut bringen.
Wenn das mit den Hinterlassenschaften den Tatsachen entspricht, sollte irgendjemand in der Verwaltung davon wissen. Weiter bin ich noch nicht
Toll! Eine Idee ganz nach meinem Geschmack.
Und wenn du dich vom Militär verabschiedest und ein Irrer Leute umbringt, der Golfer hasst? Oder die Golfer haben etwas mit krummen Immobiliengeschäften zu tun?
Illegale Hinterlassenschaften, die nirgends vermerkt sind.
Ist nicht außergewöhnliche Praktik.
Als Kölnerin, in direkter Nähe zum Militärflughafen (und deren Behausungen von früher hier) mit mindestens einem Bombenfund pro Woche: Das weiß keiner, echt nicht. Gerade in Militärgebieten. Hier wird so einiges beim Garten umgraben in den ehemaligen Wohnblocks gefunden. Und wenn das schon nicht für deutsche Gebiete dokumentiert ist, dann woanders bestimmt nicht.
Und ja, es werden nicht nur Bomben und Blindgänger gefunden. Aber zu denen bekommen wir offizielle Warnmeldungen.
Oh, und für Neubaugebiete werden gern Bodenproben für was auch immer entnommen. Dabei findet sich schnell eine Handgranate oder so.
Ich arbeite im Tiefbau.
Ehemalige Militärgebiete werden nicht nur stichprobenartig untersucht, bei Baggerarbeit ist ein Kampfmittelbeseitigungsdienst vor Ort. Ebenso, wenn aus dem 2. Weltkrieg bekannt ist, das bombardiert wurde (Dresden)
Vielleicht hat das dortige Amt Bodenproben beauftragt?
Vielleicht gab es eine kleine Explosion auf dem Golfplatz, welche die anderen Sachen freilegte.
Vielleicht ist dein Hauptchar auch in einen alten Bunker der unterm Golfplatz liegt auf der Spur ?
Oder durch Starkregen am vortag wurden Sachen unter der Erde freigespült.
Ein Maulwurf mit Depressionen hat sie ausgegraben ?
Also es ist nicht unüblich das auf alten Militärgelände etc etwas unter der Erde liegen bleibt.
Das kann ich Dir mit verschiedenen Vorschlägen konstruieren. Lese gerade parallel zum Kochen (Shakshuka). Von daher gerne am Wochenende ein paar Ideen dazu…
Ich muss in solchen Situationen immer an ein Zitat von Albert Einstein denken:
Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.
Vielleicht eher: zu verbannen. Wegwerfen muss man es ja nicht. Ich hebe solche „Fehlschüsse“ auf, in der Hoffnung, sie irgendwann an anderer Stelle wiederverwenden zu können. Nur leider finde ich sie dann meistens nicht mehr wieder …
Das Gift könnte in Fässern tief in der Erde vergraben sein und langsam ausdünsten. Was normalerweise durch den Wind einfach verweht wird, könnte im Wasser gelöst so richtig gefährlich werden.
Zu der Frage, ob von der Stadt jemand etwas davon weiß: Vermutlich ist das in irgendeinem Archiv versteckt, aber wer schaut da noch nach, seit man mit Programmen Daten durchsuchen kann? Vielleicht ist da auch jemand bereit, sein Wissen gegen eine ordentliche Zahlung zu vergessen, weil die Bodenproben keine Gefahr ergeben haben? Was sich durch das Ausgasen gerade ändert?
Nur so Spontanideen.
Mein Bruder ist Vermesser. Zuerst öffentlich, danach in der Privatwirtschaft. Dabei werden Vermessungsmarken bei Baubeginn (und je nach Architekt zwischen den Baufortschritten auch zwischendurch) in den Boden gerammt. Je nach Bauvorhaben gehen diese Marken wenige Zentimeter tief in den Boden, beizeiten aber auch über 1 1/2 Meter. Beim Reinschlagen könnte man auf ein Fass stoßen?
Bzw bei meinem ehemaligem Arbeitgeber wird das Gebäude nebenan abgerissen. Dabei wurde vorab der kleine bisschen Gartenstreifen mit einem Bagger ca 10 Meter tief aufgegraben und es wurden Bodenproben genommen. 10 Meter ist schon ordentlich tief, dass man dabei irgendwo dazwischen auf ein paar Fässer stoßen könnte?
Die Stadtverwaltung braucht Geld? War bisher der Golfplatz in öffentlicher Hand und man hat ihn für eine Bagatellpreis an den lokalen Golfverein verpachtet? Aber durch die gute Lage kann man einen guten Preis erzielen und der Bürgermeister (selbst beim Verein) hat einen privaten Grund wenige Kilometer entfernt, der sich ohnehin ganz gut für einen neuen Golfplatz eignet. >> Win-Win-Situation quasi und der Geruch von Korruption ist nie verkehrt, gibt dem Ganzen noch ein wenig Griffigkeit.
Vielleicht? Nicht unbedingt?
Es gibt doch Leute mit Metallsuchgeräten, die sowas als Hobby haben. Gibts das nicht sogar für Kinder?