Papyrus 12 - Buchdesigner - nur 3 Formate?

Hallo zusammen, :slight_smile:

ich habe gestern auf Papyrus 12 geupdatet und erst einmal den Buchdesiger ausprobiert. Dort ist mir aufgefallen, dass rechts, wo die Formate eingestellt werden, nur 3 Formate editiert werden können:

Für die Überschriften sind das KAPITEL, ÜBERSCHRIFT unds ÜBERSCHRIFT 1.

In meinem Sachbuch verwende ich aber eine ganze Reihe weiterer Formate, wie ÜBERSCHRIFT 2, 3, 4 usw. Kann ich diese Formate NICHT im Buchsdesigner ändern? Ist der Buchdesigner nur auf die 3 angegeben Basisformate beschränkt?

Ich habe dazu im Handbuch nachgesehen, versucht YT-Videos zu finden, war aber leider nicht erfolgreich.

Ich denke aber, ich verstehe was noch nicht oder falsch :slightly_smiling_face:

Habt ihr einen Tipp für mich?

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Die hierarchischen Unter-Überschriften werden passend zu dem von Dir gewählten „Überschrift 1“ angepasst, so dass zum Einen der Stil weiter passt und zweitens aber auch die Größenverhältnisse stimmig sind und vor allem die Registerhaltigkeit des Fließtexts weiter für die Zeilen linker und rechter Seiten aufeinander „einrastet“, wie es sein sollte.

Der Buchdesigner lebt ja gerade davon, dass er die grundsätzlichen Dinge zur Auswahl anbietet (zentriert, nummeriert, Zeichensatz, Größe, …), aber dann den Rest automatisiert.

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Hallo Ulli,

herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ich muss mich in das ganze System ohnehin erst eindenken. Ja, deine Erklärung macht natürlich absolut Sinn. :slightly_smiling_face:

Aber was ist, wenn ich den Stil für Überschrift 2 dann projektintern weiter verfeinere – ein paar Punkte größer, im Gegensatz zur zentrierten Kapitelüberschrift 1 dann linksbündig usw.? Manchmal ist eine Unterkapitelüberschrift etwas länger, dann muss sie vielleicht manuell ausgerichtet und angepasst werden.

Benutze ich danach den Buchdesigner noch ein zweites, drittes, viertes Mal, „zerhaut“ er mir dann wahrscheinlich meine verfeinerten Einstellungen?

Naja, ich bin im Moment so oder so noch halb am Verzweifeln. Man findet zur Version 12 kaum tiefergehende Tutorial-Videos; das Handbuch selbst ist zwar umfangreich und erklärt vieles mit vielen Worten, manches trotzdem nur rudimentär.

Zum Beispiel das grundsätzliche Verständnis der drei Formate im Buchdesigner:
Meine Sachbücher sind nach dem einfachen Schema „1. Hauptkapitel … 1.1 Unterkapitel“ aufgebaut.

Bisher (vor V. 12) habe ich wie folgt formatiert:
Die Hauptkapitel sind Überschrift 1, klappt perfekt …
Die Unterkapitel sind Überschrift 2, ebenfalls okay …

Jetzt im Buchdesigner gibt es das plötzlich nicht mehr:
KAPITEL – was soll das sein? Entspricht das Überschrift 1?
ÜBERSCHRIFT 1 – ist dann was?
ÜBERSCHRIFT – noch eine Überschrift, vielleicht Zwischenüberschriften?

Ich habe im Handbuch das ganze Kapitel über den Buchdesigner gelesen. Auf Seite 126 wird dazu in zehn Zeilen auf die drei Formate eingegangen. Das war’s! Wie soll ein Newcomer denn da verstehen, was gerade passiert?

Ich würde mich wirklich über einen Tipp in die richtige Denkrichtung freuen. Wahrscheinlich fehlen mir einfach ein paar Praxismonate Papyrus. :joy:

Das eben ist dann ja keine „Verfeinerung“, denn damit „brichst“ Du den durchgängigen Stil einerseits, und vor allem dann die Möglichkeit, dass der Buchdesigner Dir das Wichtigste bewahrt - nämlich die Registerhaltigkeit.

Du kannst alles selbst machen, mit eigenen Formaten - aber dann musst Du Dich um die Layout-Geschichten selbst kümmern.
Dir das abzunehmen ist das Ziel des Buchdesigners.

Sprich, entweder möchtest Du einheitliche Überschriften im ganzen Buch, wie es professionell sein sollte, mit eigentlich allen sinnvollen Gestaltungsmöglichkeiten, aber einfach zu handhaben und eben sicher im Layout, mit gutem Durchschuss und Registerhaltigkeit.
Hier hast Du eben die Wahl zwischen zentriert oder linksbündig, mit oder ohne Nummerierung. Papyrus (!) kümmert sich dann um die Formate, Du hast das vom Hals.

Oder Du willst daran dann - selten nötig - doch noch manipulieren - dann benutzt Du eigene Formatvorlagen und kannst an denen drehen, bis es quietscht.
Braucht man nur zumeist nicht, und es verkompliziert die Angelegenheit auch enorm. Dem Layout tut’s auch zumeist nicht gut, oder man muss selbst sehr ins Detail gehen, um eben doch wieder alles perfekt hinzubekommen - vor allem die „heilige Kuh“, die Registerhaltigkeit.

Hier überkomplizierst Du - der Sinn des Buchdesigners ist ja gerade, dass man nicht mehr in die Tiefen des Verständnisses (!) des guten Buchdrucks einzutauchen braucht.
Und trotzdem - oder eigentlich gerade - ein perfektes Ergebnis bekommt.

Gerade dadurch, dass man auch mal herumprobieren kann, sieht man ja schnell, wann es passt. Und das isses dann auch schon, und genau so soll es sein, vom Ansatz des Buchdesigners her.

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Hallo Ulli,

ich glaube, jetzt hat es KLICK gemacht :slight_smile:

Unter diesem Gesichtspunkt macht das alles natürlich Sinn. :+1:

Wenn ich jetzt noch „kapieren“ würde wie im Folgenden die Zusammenhänge sind,
wäre ich glaube ich erst einmal „glücklich“ (ich zitiere mich mal selbst):

„Jetzt im Buchdesigner gibt es das plötzlich nicht mehr:
KAPITEL – was soll das sein? Entspricht das Überschrift 1?
ÜBERSCHRIFT 1 – ist dann was?
ÜBERSCHRIFT – noch eine Überschrift, vielleicht Zwischenüberschriften?“

Übrigens
Kompliment: ein ganz tolles Forum mit sehr vielen freundlichen und hilfsbereiten Menschen!
Speziell an dich: Mit einer so schnellen Reaktion auf meine Frage, hätte ich nicht gerechnet. :+1:

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Falls hier etwas weiter geht, bleibe ich mit dran.
Weswegen?
Weil ich gerade versuche den Buchdesigner zu verwenden. Heute erster Versuch. Allerdings einfacher. Nur Roman, Taschenbuch (softcover) mit normalen Kapiteln. Aber tricky wird es an der ein und anderen Stelle sicher. Zumindest für greenhorns wie mich. :dizzy:

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Hallo Ulli, ich schraube seit Stunden an meiner Textdatei mittels Buchdesigner. Du lachst vielleicht, aber für mich ist das praktisch neu.
Eine Frage bitte (es wird nicht bei der Einen bleiben):

Ich habe nun das Taschenbuchformat 19*125 mm gewählt. Habe vor bei Epubli zu veröffentlichen. Derzeit ist als Schrift „Lora“ eingestellt. Weißt du, ob die bei Epubli durchgeht, ohne die Schriftart importieren zu müssen?
Falls nicht, könntest du mir bitte eine Schriftart anraten, mit der ich kein Gschiss hab. :wink:
Genre: Satire/Thriller
Es muss nichts außergewöhnliches sein, aber sehr gut lesbar.
Danke schon mal. :slight_smile:

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Hallo zusammen, :smile:
Hallo Kick, :+1:

also inzwischen bin ich hier, was was den Buchdesigner mit seinen drei einstellbaren Überschriften angeht, ernsthaft am verzweifeln. Und glaubt mir: Ich habe probiert und experimentiert.

Dabei ist das, was ich brauche, ganz einfach (nur zwei simpele Formate):

SACHBUCH - numeriert mit
„1. Kapitel - zentriert 20 P - immer neue Seite: 1/6 Seite spacing“ und
„1.1 Unterkapitel - 14 P - linksbündig“
Zwischenüberschriften Fließtext fett (mach ich im Text selbst) - FERTIG

/

Im Buchdesigner habe ich: KAPITEL - ÜBERSCHRIFT 1 - ÜBERSCHRIFT

Nach unzähligen Experimenten bekomme ich es NICHT hin:

  1. zu verstehen, was diese drei Einstellungen überhaupt bewirken oder zusammenhängen.

  2. Obwohl ich oben rechts die Schriftgröße ändere (KAPITEL: 20P - Überschrift 1: 14P ), setzt er eigenständig die Schriftgröße auf 20 zurück. Im Manuskript sind dann Kapitelüberschriften und Unterkapitel-Überschriften wieder gleich groß. Dann steht plötzlich wieder „KAPITEL:“ davor, obwohl ich es in "(1). " geändert hatte. Beim nächsten Mal klappt es dann plötzlich wieder.

  3. Warum sind diese drei Einstellungen getrennt anwähl- und editierbar, wenn man sie dann tatsächlich NICHT getrennt voneinander einstellen kann?

/

Ich hoffe wirklich, dass mir da jemand auf die Sprünge helfen kann.

(Und an die Entwickler: Es kann doch nicht sein, dass ihr so ein wichtiges Feature im Handbuch auf Seite 126 mit 20 knappen Zeilen erledigt. … )

Dankeschön auf jeden Fall fürs Lesen :sweat_smile:

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Das »Buchdesigner«-Tool ist schon eine tolle Sache. Leider doch sehr rudimentär anwendungsfähig.

Die Registerhaltigkeit konnte man schon früher gewährleisten, wenn man die Absatzformate typografisch mit »Punkt« definiert.

Was ich vermisse: Bücher werden nicht selten in Teile gegliedert. Das Format »Abschnitt« (die Benennung finde ich schon problematisch) hilft da ohne das Werkzeug »Buchdesigner« weiter. Macht aber bei der Verwendung von Buchdesigner wieder Probleme (das Format wird nicht erkannt).

Zielführender wäre, wenn die üblichen Standards im Buchdesigner bedient würden.

Buchteil
Buchteil-Untertitel
Kapitel (alternativ nummeriert)
Unterkapitel (alternativ nummeriert)
Szenentrenner

Und wenn bei einer Bearbeitung im »Buchdesigner« (wie bereits von einem anderen Poster erwähnt) nicht alles wieder zerschossen wird, wäre das auch eine tolle Sache.

Von einer EPUB-Generierung will ich jetzt gar nicht erst anfangen.

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Hallo ichbinschulz :+1:
Hallo zusammen,

genau das, hatte ich nach einem fast 150 Euro treuren Update auch erwartet; und das war auch der Hauptgund für das Update:

Ein Buchdesigner, der es mir als Basiskenner ermöglicht, Buchdesigns für meine Sachbücher erstellen und auszuprobieren. Und zwar jederzeit! Nicht nur nach dem Schema: 1x einstellen und dann bloß die Finger davon lassen, weil sich möglicherweise alles verstellt (freundliche Version von „verhaut“).

Einfach mal zwischendurch probieren, wie mein Buch mal so oder so aussieht. Es in verschiedenen Varianten betrachten, experimentieren usw.

Was ich jetzt gemacht habe:

Ich habe mir mit ChatGPT einen PAPYRUS-BERATER (Projekt) gebaut. Alle Handbücher als PDF hochgeladen, alle Links unter Quellen vermerkt und ihn dann mit Deep-Research und Deep-Thinking darauf losgelassen.

Das Ergebnis bestätigt meine Annahmen. Die KI sagt, der BD ist für das formale Konzept. Bei den drei Überschriftstypen geht es NICHT darum alle DREI einzustellen, sondern sich für EINEN TYP zu entscheiden. Bei mir wäre das ÜBERSCHRIFT 1. Wenn DIESE Basis passt (auch alles andere), sollte man den Buchdesigner verlassen und die Formate für Ü1, Ü2 (…) in den Formatvorlagen selbst seinen Wünschen anpassen.

Also: Ü1 zentriert, 20 P, jeweils auf neuer Seite usw. … / Ü2 linksbündig 14 P …

Danach sollte man den Buchdesigner ganz in Ruhe lassen und sein Buch schreiben :joy:

Hab ich gemacht, klappt, und Buchdesigner ist zu. SCHADE!

Denn unzufrieden mit dem BD bin ich trotzdem. DAS kann man seinen Käufern bei einem 350 Euro Produkt anders, einfacher und plastischer mit Beispielen und Beispielprojekten erklären. Eine Tutorial-Video Reihe, nur zum Buchdesigner, ist doch schnell erledigt. Das sind doch alles Schreibprofis - hoffe ich wenigstens :blush:

Meine Miniabhandlung hier ist übrigens nicht negativ gemeint, PAPYRUS ist ein tolles Autorenprogramm. Die Unklarheiten wären nur vermeidbar … :innocent:

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Warum willst du das überhaupt so machen? Binde die Schriften einfach in das PDF ein, das mach Papyrus von alleine.

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