Ich könnte den ganzen Tag schreiben. Wirklich.
Meine Geschichten sind… sagen wir mal, eigen. Bis jetzt habe ich sie auf Inkitt veröffentlicht – einfach, um zu sehen, ob sie überhaupt ankommen. In meiner Familie liest nämlich keiner. Und wenn doch, dann höre ich lieber auf Fremde …
Aber jetzt? Jetzt werde ich den nächsten Schritt wagen. Eines meiner Babys über KDP veröffentlichen. Klingelt eigentlich einfach…
Der eine sagt: „Mach’s unter deinem echten Namen!“ – Äh, warum? Mein Pseudonym hat mir bisher auch gute Dienste geleistet.
Der nächste: „Du brauchst einen Lektor!“ – Gut, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen oder entführen?
Und dann noch: „Das Cover ist das A und O!“ – Ja schön. Aber was mir gefällt, muss nicht jedem gefallen. Und umgekehrt.
Ich komm mir vor wie in der Schule, wo alle die Lösungen kennen – außer mir. Dabei will ich doch einfach nur schreiben.
Also, raus mit der Sprache: Wie habt ihr das gemacht? Ohne Schönreden, ohne einen Dschinn zu beschwören – wie seid ihr diesen Wahnsinn angegangen?
Du triffst Entscheidungen und lebst mit ihnen. So habe ich es gemacht.
Beim ersten Buch darfst Du alle Fehler machen, die Dir einfallen (lies: nicht auffallen).
Was Du falsch machst, kannst Du beim zweiten Buch besser machen.
Ich mache Dir Mut, indem ich Dir sage: Auch ich habe Fehler gemacht. Doch um diese zu vermeiden, braucht es Erfahrung. Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch Erfahrung (ja, auch anderer!). Das ist wie mit Hubraum (nur, hilft Dir da der Hubraum von anderen eher selten!).
Irgendwann erreichst Du den Punkt, an dem Du es einfach tun solltest, Risiken eingehen.
Das Leben findet im Präsens statt und nicht im Konjunktiv und Irrealis.
Ich habe mich bei meinem ersten Buch an absolut nichts gehalten. Ich habe meinen Kopf ausgelehrt, das ganze in ein passables Format gegossen und bei BoD abgeladen. Heraus kam etwas, das auf den ersten Blick ganz OK war. Dank einiger Grafikfähigkeiten konnte ich das Cover selbst gestalten und es ist aus jetziger Sicht doch ziemlich schlecht geworden. Dank einer sehr kritisch lesenden Frau, hatte ich so etwas wie meinen privaten Lektor, und doch blieben Fehler und Lücken, die mir erst im Nachhinein aufgefallen sind.
Bei meinem zweiten Buch habe ich das Gelernte dann soweit korrigiert, obwohl ich noch immer mit meinem privaten Lektor arbeite, das Layout immer noch selbst mache (jetzt aber mit ordenlichem Buchsatz), und die Grafik auch noch selbst erstelle. In gleichem Atemzug habe ich von meinem ersten Buch eine Neuauflage erstellt, in der ich die alten Fehler korrigiert habe (auch das Cover).
Doch all das ist erlernbares oder deligierbares Handwerk, das mehr oder weniger unemotional vonstatten geht. Das wichtigste ist und bleibt das Schreiben selbst. Wenn das Deine Leidenschaft ist, kümmere Dich in erster Linie darum. Lass Dir da auch nicht hineinreden, den irgendwie wissen es alle angeblich besser. Doch wenn man nur nach den Formeln und Ratschlägen schreibt, die man so liest und hört, verliert man schnell seine eigene Persönlichkeit - und die soll in den Geschichten doch spürbar bleiben, oder?
Brauchst du dein Text als PDF (print) oder epup (E-Book)
Beim E-Book kommt das Impressum nach hinten. Beim Printmedium nach vorne.
Ein Bild für ein Cover (ohne Titel und Text) → Bilder kannst du dir von einem Künstler zeichnen lassen (z.b bei fiverr zu finden), ein Bild kannst du auch bei Mindjourney KI Premium - mit Rechten die dir gehören, kreieren lassen.)
Du brauchst ein Rückentext.
A) Du lädst bei KDP deine Daten hoch.
b) KDP macht eine Rechtschreibprüfung und du kannst diese Anmerkungen nochmal anschauen.
c) KDP stellt einen „Online Cover Creator“ zur Verfügung, mit deinem Bild und den Vorlagen, sowie deinen Rückentext, kannst du dein Cover erstellen.
d) in einer „online vorschau“ siehst du dein fertiges Buch. Hier prüfst du das Layout und bei Bedarf kannst du dein ganzes Buch lesen Bei Printmedium auf Satz achten (linksbündig, oder nicht etc)
e) du gibts ein paar Daten an: Zielgruppe, Preis, etc.
f*) damit du Geld verdienen kannst, braucht KDP ich glaube deine Steuernumer. Schon ein paar Jahre her, aber stelle dich darauf ein, ein paar Daten einzugeben. Und diese Daten gehen in die USA
Generelles:
Pseudonym: Ich bin gegen Pseudonyme, denn du kannst gegenüber einen Verlag schwerer beweisen, dass du dieses Portfolio hast, wenn deine Bücher mal erfolgreich sind.
Beim Verlag unter Pseudonym verliert man ggf. Rechte an den Verlag. (z.b dass man das Pseudonym nicht mitnehmen darf usw.)
Bücher brauchen ein Impressum, bei dem eine Ladungsfähige Adresse steht. Beim Verlag ist es der Verlag. Bei Privatpersonen ist es deine Privatadresse. Selbst wenn du draußen ein Pseudonym im Cover verwendet, würde man hier wissen, dass du es bist. Du kannst das weglassen (technisch - weil es niemand bei KDP prüft) , aber das bringt dir bei Erfolg rechtlichte Probleme. Ich nutze einen Dienstleister als ladungsfähige Adresse, der mir Post einscannt und zusendet.
Mittelfristig empfiehlt es sich bei Amazon.de eine Autorenpage zu haben. Mit Pseudoym - schwieriger.
Sind deine Themen extrem exotisch, sodass du Sorgen um deinen Arbeitsplatz und Gesichtsverlust haben müsstest, dann empfehle ich Pseudonym + Dienstleister. Namen kann es ja doppelt geben …
den Tipp finde ich wirklich gut… ich habe bei meinem Erstling erstmal alles runtergeschrieben und dann alles mehrfach hintereinander korrigiert. Besonders die erste Korrektur war dann recht mühsam, weil es eben doch eine ganze Menge von sprachlichen Unfällen gab.
Beim aktuellen Projekt habe ich mir daher angewöhnt, bevor ich losschreibe, den vorherigen Text nochmal zu überarbeiten - das hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass ich schnell wieder drin bin
na ich schliesse mich dem ohne zu zögern an. Cover sind mir als Leser sowas von egal… ich habe wirklich noch NIE in meinem Leben in ein Buch geschaut, weil es so einen schönen Umschlag hatte. Bei ebooks ist mir das nochmal egaler. Der Anreisser/Klappentext war da für mich immer viel wichtiger und dann mal eine Leseprobe, wenn ich unsicher war
Ich bin so was von begeistert und kann es kaum glauben, dass ich nicht allein bin auf der Welt. Ein schönes Cover ist toll, aber ein Cover, das nicht toll ist, hält mich nicht davon, das Buch zu kaufen. Außerdem ist das alles ohnehin Geschmackssache.
Oh Mann! Das ist das noch erleben darf. Ich bin schon so oft dafür angemault worden. Und nun finde ich doch tatsächlich Leute, die das ganz genau so sehen wie ich. Ach. Herrlich!
Ich denke, damit gehörst du zu einer sehr kleinen Minderheit unter den Leserinnen und Lesern. Das gut gestaltete, zum Genre passende Coverdesign ist das Plakat für dein Buch. Zumindest im stationären Buchhandel. Sein Stopp-Effekt im Umfeld anderer Bücher schafft Erstinteresse und lässt deine Zielgruppe nicht einfach vorübergehen, ohne die Chance gehabt zu haben, das Juwel dahinter zu entdecken.
Ich muss mich hier @Orlando anschließen. Covers sind wichtig. Sogar sehr wichtig.
Zuerst einmal: Das ist lustig Das meine ich ernst. Nein, es ist nicht die Berufsvereinigung von Covergestalter, sondern die gesamte Werbeindustrie und das gesamte Verlagswesen.
Alle Verlage der Welt folgen denselben Richtlinien des Cover-Designs. Sie tun das, weil sie mit absoluter Sicherheit verschiedene Cover mit verschiedenen Lesern getestet haben und immer wieder zum gleichen Schluss gekommen sind: Eine erste Entscheidung, ob ein Buch überhaupt in die Hand genommen wird, fällt aufgrund des Covers.
Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube, hier im Forum herrscht ein Missverständnis darüber, weshalb es Covers gibt. Covers sagen nichts über das Buch oder dessen Inhalt aus, sondern Covers zeigen an, zu welchem Genre ein Buch gehört. Bei einem guten Cover kann man von zwei Meter Entfernung (Buchhandlung) oder auf einem Kindle E-Book-Reader (also sehr klein und in schwarz und weiß) sofort erkennen, ob es ein Krimi, ein Liebesroman, ein literarisches Werk oder ein Sachbuch ist. Das ist die wahre Aufgabe des Cover-Designs. Denn ob wir es wollen oder nicht, die meisten Leser suchen nicht nach einem Autor - zumindest in den wenigsten Fällen -, sondern nach einem Buch in einem spezifischen Genre.
Das war jetzt ein längerer Kommentar. Aber ich dachte mir, es ist vielleicht interessant zu hören, weshalb alle Covers in der Buchhandlung - zumindest jene von Verlagen - irgendwie gleich aussehen.
Danke für eure Worte, eure Gedanken und eure Ehrlichkeit. Jeder Schritt auf diesem Weg ist ein Lernprozess – und eure Erfahrungen machen ihn ein Stück klarer. Ich nehme viel mit und bin gespannt, wohin die Reise geht. Bis bald!
Ich habe mich von alldem genauso erschlagen gefühlt, wie du am Anfang. Ehrlich gesagt, hat sich das auch nach einem Jahr nicht geändert. Bin neugierig und wollte mal horchen, wie es bei dir läuft. Was ist denn deine aktuelle Baustelle? Cover? Buchsatz? Schriftlizenzen? Oder bist du vor lauter Recherche nicht weitergekommen?
Oh ja, das Gefühl kenne ich nur zu gut! Ich gehe gerade meine aktuelle Geschichte durch und feile noch ein bisschen daran. Beim Buchcover hatte ich es bisher leicht, weil ich hauptsächlich auf Inkitt veröffentlicht habe. Aber Recherche macht mir eigentlich Spaß – da kann ich mich richtig reinfuchsen.
Was mich derzeit beschäftigt, sind Patentrecht und Marketingrecht. Da tun sich immer neue Fragen auf. Und bei dir? Was ist gerade deine größte Baustelle?
Patent- und Marketingrecht?
Oha, was für ein Roman planst du? Oder meinst das Urheberrecht?
Von Inkitt höre ich heute zum ersten Mal. Hab eben mal kurz geguckt. Kann man sich die Plattform ähnlich vorstellen, wie Wattpad? Dafür könntest du vermutlich ein eigenes Thema eröffnen. Da interessieren sich bestimmt noch mehr für.
Ach, mich beschäftigen gerade so Sachen wie, wie muss ich mich vorbereiten, wenn ich das erste Mal als Autor eine Messe besuche (auch wenn ich keinen eigenen Stand habe) und natürlich der Dauerbrenner: Wie bekomme ich Bewertungen, nachdem der Roman schon veröffentlicht ist?
Nicht nur das Cover ist wichtig. Seiten wie Inkitt ersetzen auf gar keinen Fall ein Lektorat und Korrektorat auch mit dem Layout musst du dich noch mal Intensiv beschäftigen. Die vielen überflüssigen Leerzeilen mitten in Szenen, wo weder ein Zeitsprung ist, der Handlungsort nicht wechselt und auch die Person aus deren Sicht erzählt wird und wechselst solltest du alle Streichen. Auf Online Archiven ist das zwar gerne gesehen, war für mich absolut unverständlich ist, aber in Büchern sollte es nicht sein, da leiten Leerzeilen einen Wechsel ein.
Hallo, ich schreibe seit jeher unter Pseudonym. Es soll mir nur Ärger in der heutigen Zeit ersparen. Bislang kein Problem, habe allerdings auch noch nicht viel verkauft. Das Cover richtet sich nach meinem Buchtitel. Daraus leite ich das Aussehen ab. Klänge und Farben habe ich zum Beispiel mit einem bunten Xylophon ins Rennen geschickt. Im Internet findet man immer etwas passendes.
Nein, ich bin auf der Suche. Ich stelle mir auch die Akteure zusammen anhand der Personen, die ich mir aussuche. Dann werden meine Geschichten lebendig. Ich kann mir sie besser vorstellen und wie sie aggieren in den verschiedensten Situationen. Ich suche mir auch die Orte aus, wo das passiert. Somit kann ich diese auch ziemlich genau beschreiben.