Habt ihr Erfahrungen, Buchhändler um Lesungen zu bitten?
Mein Verlag organisietr drei events im Jahr. Allerdings lokal begrenzt.
Ich will selber aktiv werden.
Lieber @DeMühle.
Keinem geringeren als Julius Caesar schreibt man den denkwürdigen Satz „Lieber der Erste im Dorf, als der Zweite in Rom“ zu. Schätze die Region in der du lebst gerade als Autor nicht gering! Ich habe bei nur drei Lesungen in Leihbüchereien der Nachbarorte über hundert Bücher verkauft. Und Niederösterreich ist nicht berühmt für seine Lesefreundlichkeit. Die Begegnungen mit den Menschen haben mir mehr Freude gemacht als eine Million Sternchen beim großen A und mich sehr inspiriert, genau da weiterzumachen, wo sich das Leben dieser Menschen abspielt.
Den zweiten Tipp, den ich dir als ehemaliger Freelancer (20 Jahre als freiberuflicher Lehrer) geben möchte, ist: Lass dich auf den Marketingplan deines Verlages ein und zieh das straight für ein Jahr durch. Die haben sich was gedacht dabei, und du kannst nur lernen davon - und zwar mehr, als wenn du das auf der FH studieren würdest. Du musst nicht nächste Woche beim Bachmann-Preis oder in der Carnegie-Hall auftreten. Du hast Zeit zu lernen. Nutze sie, auch und gerade im Nachbardorf!
Und drittens: Bitte bedenke, dass jeder Post, jedes Mail, jeder Satz den du schreibst, eine Art Schaufenster ist, das zeigt, wie du schreibst. Also lass wenigstens ein Rechtschreibprogramm über deine Texte drüber laufen, ehe du sie jemand zu lesen gibst, auch wenn es nur ein Dreizeiler ist. (Ja, okay, ich weiß, ich schmeiße grade mit Steinen im Glashaus. Sorry. )