Vielen Dank für eure bisherigen ausführliche Rückmeldungen. Einige der angesprochenen Punkte, insbesondere zum Lesefluss, habe ich bereits überarbeitet. Da die Leseprobe augenscheinlich auch im Internet veröffentlicht wurde, nehme ich sie an dieser Stelle raus.
Hallo,
ich habe jetzt einfach mal durchgescrollt, ohne zu lesen und habe schon Fragen:
- Warum fängst du für jeden Satz eine neue Zeile an? Ist das beabsichtigt?
- Die vielen, was „nicht-ist“ stören mich schon, bevor ich überhaupt den Inhalt kenne.
Morgen werde ich deinen Text lesen und kann dann mehr dazu sagen.
Hallo,
Danke für den ersten Eindruck! Die Formatierung ist tatsächlich beabsichtigt. Ich bin gespannt, wie du den Text nach dem Lesen empfindest. ![]()
Ich muss gestehen, dass mich die Formatierung extrem stört. Sätze jeweils mit einer eigenen Zeile (so verwirrend, nicht gleich erkennen zu können, wer gerade etwas sagt) zu betonen, ist ein Stilmittel, um die Inhaltsschwere ‘sacken’ zu lassen, zu verstärken. Doch viele dieser Sätze erhalten auch mit diesem Silmittel (das, nebenbei, deshalb nur sparsam eingesetzt werden sollte) keine Bedeutungsschwere, sie bewirken das Gegenteil: Distanz zum Leser. Meine war leider nach wenigen Sätzen schon zu groß, um weiterzulesen. Somit konnte ich vielleicht zumindest Frage Nummer vier beantworten.
Trotzdem, unbedingt weitermachen. Meine ist nur eine Meinung! ![]()
Ich habe deinem Text nun komplett gelesen und finde das Setting und die Idee sehr gut. Die Formatierung stört mich allerdings in gleichem Maße wie Heather.
Was mich weiterhin stört sind die vielen Stakkatosätze. Ich nutze sehr kurze Sätze auch oft, um Schwung in eine Szene zu bringen. Du setzt sie jedoch so häufig ein, dass der Inhalt auf der Strecke bleibt, weil sie den Lesefluss stören.
Was ich nach dem ersten Überfliegen schon angemerkt hatte: Mir persönlich gefällt es nicht, wenn aufgezählt wird, was alles nicht ist.
Beispiel:
Er war nicht schwer. Er war leicht.
Was er nicht war, kann man ersatzlos streichen.
Zudem ist mir dein Text mit zu vielen Wiederholungen gespickt. Ich würde in dieser Richtung massiv kürzen.
Wie gesagt, Idee und Setting finde ich gut.
Die Formatierung nervt. Zuviel Stakkato, keine Tempowechsel. Erst durch den geschickten Wechseln von Termpo anziehen (kurze Sätze) und Tempo herausnehmen entsteht ein guter Lesefluss. Die subjektive emotionale Komponente könnte man deutlicher herausarbeiten. Grundsätzlich ist das ein interessantes Setting. Die Konfrontation zwischen dem Emir und der Journalistin finde ich in ihrem Verlauf unglaubwürdig. Auch wenn ich erkenne, auf welches Trope das herausläuft. Was mir inhaltlich auffällt: Eine Foto-Journalistin, die sich wie ein Special Forces Agent verhält? Müsste zumindest aus ihrer Vita begründet sein. Ansonsten: Kürzen, kürzen, kürzen! Und natürlich: weitermachen!
Mir gefällt die Idee und das Setting. Sprachlich muss noch gefeilt werden.
Die angesprochenen Kritikpunkte kann ich unterschreiben.
Was mir persönlich nicht gefallen hat, ist der Prolog. Der erste Satz hat mich fast weiter wischen lassen. Er klingt einfach nicht gut, schon gar nicht als Eröffnung. Ich weiß, was du sagen willst, aber der müsste für meinen Geschmack noch bearbeitet werden. Dann verstehe ich die Zweiteilung innerhalb des Prologs nicht. Einen Prolog verstehe ich als etwas Kompaktes, etwas was die Geschichte besser verstehen lässt. Der zweite Teil vom Prolog sollte meiner Meinung nach das erste Kapitel sein.
Das Grundgerüst steht. Jetzt muss noch mehr Fleisch an die Sätze.
Trotzdem
. Mach da weiter.
Erstmal Willkommen in unseren Forum!
Ich habe deinen Text mit Unterbrechungen gelesen … weil ich nicht hereinkam. Lässt du dir eigentlich technisch bei den Texten helfen? Irgendwie lesen sich bestimmte sprachliche Bilder unsauber. Auch die Nicht-Sätze empfinde ich als störend. Seltsamerweise weiß ich nicht genau warum, weil ich nutze auch in meinen Texten mal Nicht-Sätze und auch Satzfragmente, aber warscheinlich war es einfach die Häufung. Meine Empfehlung. Zwischendurch »Umwelterleben, oder innere Emotionen« mehr ausschmücken. Ich glaube, das beides ist, was mir fehlt. Es wird »technisch beschrieben«, was passiert, aber ihr Gefühl dazu wird nicht hingschrieben. Es könnte ja einen Unterschied geben (sie hat Angst) und ihre Handlung (zeigt keine Angst), das wird angedeutet … aber irgendwie fehlt mir innere Reflexion. Das sie sich einmal wie Acht Jahre alt fühlte, war die einzige Reflexion, die ich gelesen habe. Als Schreibübung könnte man jemanden beschreiben, der stundenlang durch die Wüste wandert und mit einem Geier redet, der ihn verfolgt. Da muss man kreativ werden, damit das nach zwei Seiten noch interessant zu lesen ist. ![]()
Aber macht ja nichts! Wichtig ist weitermachen. Es gibt beim Schreiben nicht DEN Weg und die Wirkung mag auf andere Menschen anders sein, als auf mich. Nimm die Kritik jedenfalls nicht zu Herzen, sonders schau, welcher Eindruck dir helfen kann.
Hi. Ich denke, das könnte gut werden. Gefällt mir. Allerdings schließe ich mich an: Es sind zu viele Stakato-Sätze. Einige als Stilmittel einzusetzen, hat was…aber du hast es zu viel genutzt. Den Prolog – auch den Anfang – hingegen finde ich gut. Formatiere den Text mal anders, streiche einige Stakkato-Sätze, auch diese nicht schon wieder etc.-Sätze. Du hast von allem etwas zu viel. Weniger ist hier mehr.
Ich kann mich den Kommentaren der anderen Rezensenten nur anschließen. Die Absätze nach jeder Zeile und die kurzen Stakkatosätze zerstören den Lesefluss, es kommt keine rechte Stimmung auf.
Dann zwischendurch ein nicht gekennzeichneter Perspektivwechsel, als der Emir den Raum verlässt und sich seinen Hengst geben lässt. Audrey kann das nicht gesehen haben, die sitzt in ihrer Zelle hinter einer verschlossenen Tür.
Dann stört mich das Setting. Ein Emir begibt sich zum Verhör einer verirrten Journalistin und dann verhält er sich wie ein Schlägertyp vom Remmo-Clan aus Berlin-Neukölln? Nicht glaubwürdig.
Dann empfinde ich Audreys Reaktionen doch etwas befremdlich und nicht unbedingt realistisch, die in ihrer Situation, wie @Orlando es beschreibt
Nicht glaubhaft. Egal, wie stark die Frau ist, hier würde man ein anderes Verhalten erwarten.
Und dann die Beschreibung des Emirs:
Das wirkt sehr aufgesetzt, übertrieben und klischeehaft.
Läuft das Ganze auf „Enemies to Lovers“ hinaus?
Ich bedanke mich für die Leseprobe und wünsche Dir für Dein Projekt viel Glück und Erfolg. Ich bin an dieser Stelle raus.