Man könnte doch auch mal in der Fastenzeit statt auf Fleisch, Alkohol, Nikotin und/oder Social Media auf das letzte Wort verzichten. Oder aufs Recht-haben-müssen.
Ich mein ja nur. Ein bisschen Zeit zum Schlammcatchen habt ihr ja noch. Ab morgen ist dann aber Rrrruhä. Und wenn ich wiederkomme habt ihr eure Zimmer aufgeräumt, Krachmacherbande, elende!
Was bitte willst DU jetzt noch? Wir haben das bereits unter uns geklärt! Da braucht es jetzt nicht Dich dazu, um nochmal Öl ins Feuer gießen!
Und langsam verstehe ich sogar, warum er keinen Bock mehr hat …
Ich habe es immer noch nicht geschafft, deine Geschichte zu lesen. Vielleicht komme ich am Wochenende dazu.
Ich hab gerade ab Kapitel 1 gelesen. ![]()
Als allererstes, ich lese sehr selten Krimis, erst Recht von Autorinnen.
Das hat einzig mit meinen Vorlieben und natürlich Vorurteilen zu tun.
Und ja, es holt mich nicht wirklich ab. Das war auch zu erwarten, Vorurteil ist eine Mauer, die sehr selten bricht.
Und ich gehöre ja auch nicht zu deiner erwartbaren Kundschaft. Das ist auch überhaupt kein Problem, es gibt genügend Leute da draußen, die einen anderen Geschmack haben, wie der Meine.
Ich bin auch ziemlich sicher, du würdest Teile meiner Schriften auch nach wenigen Sätzen zur Seite legen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das Texte hier sehr ernsthaft und kritisch beurteilt werden. Das ist gut so. Aber man muss sich auch nicht jeder Kritik ergeben, ja Orthographie, Grammatik und so. Aber aus ein paar Absätzen, lässt sich selten ein klares Bild erstellen.
Die einzige wichtig Info ist da: ich würde weiter lesen wollen. Dann ist dein Ziel schon erreicht.
Hallo Carlo-Valentino,
es ist sehr schade, dass du so empfindest. Ich empfinde das nicht so. Als du vor kurzem verkündet hast, dass du einen Verlag gefunden hast, der dein Buch verlegt, haben sich sehr viele SPler für dich mitgefreut, dir gratuliert und beglückwünscht. Darum verstehe ich es einfach nicht.
Liebe Heidi,
sorry, dass ich noch nicht deine Leseprobe gelesen habe…um die es ja geht…hole ich aber noch nach, versprochen ![]()
LG ![]()
@Suse…Ich finde nicht, dass du dich rechtfertigen musst, warum du dir jenes oder welches leisten oder nicht leisten kannst. Das geht niemanden etwas an. Da ich dich kenne, kann ich behaupten, dass gerade du die Schriftstellerei mit all ihren Kniffeligkeiten absolut ernst nimmst und professionell betrachtest. Geradezu verkniffen, monkmäßig, was Grammatik-Korrektorat, Buchsatz etc. betrifft.
Ich musste es einfach mal loswerden und schreibe nun an meiner Geschichte weiter. Mit Heidis Geschichte habe ich auch schon angefangen.
@Carlo-Valentino Carlo Ich finde, dass du damit einen Schritt zu weit gehst. Du redest von Professionalität Dazu gehört aber auch, dass man solche Unterstellungen bezüglich der Motivation der Sp ler zurücknimmt. Solche Leute gibt es…aber sicher nicht hier. Genau genommen konnte ich niemanden finden, der Verlagsautoren schlecht behandelt. Da schließe ich mich Rippchen an. Ich habe mich immer für dich gefreut und das auch gezeigt. Genauso wie andere auch. Vielleicht muss man nicht immer so empfindlich sein und jedes Wort auf die Goldwaage legen.
… und in erster Linie sollte sich niemand für etwas rechtfertigen müssen. Was, wer mit seinem Geld tut, geht erst einmal keinen etwas an. Da sind Bewertungen fehl am Platz, denke ich.
Ich hab jetzt mal quer gelesen und möchte nur zu dem letzten Punkt etwas beitragen.
Jeder weiß es: Ein Forum ist ein Ort, wo Menschen zusammenkommen, das ist jedem klar. Austausch ist Benefit. Das ist eine Chance. Wer nur mit seinem Lektor kommuniziert, dem entgehen mitunter Details, die vielleicht nur auffallen, wenn man sich nach Außen öffnet. Wenn ein Lektor nicht den Unterschied zwischen Trense und Halfter kennt, kann man ihm das nicht unbedingt vorwerfen. Ein zwölfjähriges Reitermädchen hätte es jedoch besser (und billiger) bewerten können. Im fertigen Buch ein vermeidbarer Fauxpas.
Alles, was ich sagen will:
gerade in einem Forum gibt es unter dem gemeinsamen Nenner („Ich schreibe gerne“) eine umfangreiche Fachexpertise, die weit über Grammatik & Stil & überhaupt das Schreiben hinausgeht. Natürlich respektiere ich jeden, der keinen Austausch möchte: das ist völlig ok. Nur sinken damit die Chancen, wenn mal zu einem Fachthema Fragen sind, dass sich jemand findet, der gerne und vielleicht etwas ausführlicher einen Teilabschnitt probeliest oder aufwändiger korrigiert. Auch andere fachliche Fehler finden hundert Augen eher, als nur vier.
Das würde ich zumindest in meine Überlegung mit einbeziehen.
Hallo zusammen,
ist ja jetzt schon vieles hier gesagt worden. Ich gebe auch nur einen Fingerhut voll Senf dazu.
Ich glaube die Motivation zum Schreiben ist bei jedem unterschiedlich. Das da unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen ist auch ganz normal.
Ich habe dieses Forum bisher als „sicheren Ort“ kennengelernt. Ich wünsche mir, dass das auch so bleibt.
Zum eigentlichen Thema: Die Leseprobe von @Heidi86
Ich konnte sie gut lesen und hatte keine Störgefühle. Das mag daran liegen, dass ich noch echt neu in der Schreiberei bin. Aber ich lese zwischendurch gerne Krimis und ich glaube, dass die Geschichte gut funktionieren kann. Gerade die Motivation der Protagonisten wird für mich schon mal greifbar.
Hallo @Heidi86 ,
zu Deinen Fragen / Deinem Text:
- Prologe/Epiloge: ja, sinnvoll und gerne gelesen. Wenn es zu dem Stil der Erzählung passt. Das scheint mir hier der Fall zu sein.
- Rotlichtmilieu: Nein, keine Triggerwarnung. Im späteren Buch wird allein im Klappentext vermutlich deutlich, was die Erwartung des Lesers sein darf. Allein das Genre „Krimi im Rotlichtmilieu“ ist Triggerwarnung genug. Der „Tatort“ warnt auch nicht vor Morden.
- Herzlichen Glückwunsch zu der Recherchestory - die würde ich einem kurzen Nachwort erzählen. Und auf jeder Party.
- Ziel des Prologs: ja, ist gelungen. Klar ist das foreshadowing so unauffällig wie ein Erdbeben, aber es bedient die Story und ist ein guter Einstieg. Der „Rucksack“ der Moni Sturm ist mir etwas zu viel Klischee. Der „telling name“ (Sturm) ist toll, die Hintergrundstory der traumatisierten Kämpferin etwas abgedroschen. Aber es liest sich alles gut und flüssig, also lohnenswert!
Nicht gefragte Auffälligkeiten: Im Prolog sind mir persönlich zu viele abgedroschene Formulierungen: betörendes Lächeln, gespenstische Schatten, wohlgeformte Brüste… da gibt es noch mehr - und eigentlich etwas zu inflationär. Da wäre eine Kürzung / Überarbeitung für meinen Geschmack nötig.
Lachen musste ich bei der „körperlichen Reaktion im Zentrum…“. Schreib doch einfach Erektion, wenn da eine ist…
Der zweite Teilabschnitt „Intro Moni“ ist nüchterner und stimmig. Etwas stören mich einige lange Nominalgruppen, bzw Relativkonstruktionen „das Gesumme der lästigen Stubenfliegen, die ihr mit Pflaumenmus bestrichenes Brot…“. Aber das ist ausschließlich persönliches Empfinden meines Lesegeschmacks.
Also: insgesamt gefällt es mir gut. Mach bloß weiter.
Dankeschön!
freut mich, dass du beim Lesen keine Störgefühle hattest. Ich stehe, wie du, mit der (Prosa)Schreiberei auch noch ganz am Anfang. Über die Motivation der Protagonistin habe ich lange nachgedacht. Sollte ein guter Ausgangslevel für die Entwicklung der Figur und nicht zu klischeehaft sein. Letzteres wird different gesehen. Schön, dass sie für dich greifbar ist.
Liebe Grüße, Heidi
Danke Michel,
das foreshadowing so unauffällig wie ein Erdbeben, klasse beschrieben! Meinst du, es braucht noch ein wenig Tarnanstrich?
Ja, der Typus traumatisierter Kämpfer ist unter fiktiven Ermittlern wirklich sehr verbreitet. Wobei ich mich auf die Ermordung des Vaters beschränke.
Vater und Mutter gestorben, miserable Kindheit, Waisenhaus, den falschen Mann ausgesucht, Gewalt in der Ehe, Scheidung und Alkoholproblem … man könnte durchaus noch tiefer in die Klischeekiste greifen.
Zu den abgedroschenen Formulierungen, langen Nominalgruppen und Relativkonstrukten …
Da hast du vollkommen Recht. Der Text ist noch in Rohform. Aber ich habe immer eine Audiodatei zum Stand der Schrift und höre diese beim Autofahren oder zum Einschlafen. Dabei ist mir das auch schon aufgefallen.
Die körperliche Reaktion im Zentrum seiner Lust, war anfangs nur eine körperliche Reaktion. Zweifel an der Eindeutigkeit (könnte ja auch ein Schweißausbruch sein) führten dann zum Zusatz im Zentrum seiner Lust
Erektion finde ich als Wort furchtbar. Der selbe Stimmungskiller wie Brustwarzen … Sagt oder denkt man(n) wirklich in so einer Situation: „oh, ich habe jetzt eine Erektion“?
Okay, eine körperliche Reaktion im Zentrum der Lust - entspricht vermutlich auch keiner realitätsnahen Wortwahl. Ich werde nochmal darüber nachdenken.
Dein positiver Gesamteindruck freut mich. Natürlich ziehe ich das Ding durch! Steh ja schließlich bei der Domina in der Pflicht …
Auf keinen Fall! Ein Buch, dass Mord im Milieu ankündigt, hat seine Maske doch längst fallen lassen. Verschleierung wirkt da eher ermüdend (auf mich).
sehe ich auch so, danke für die Bestätigung.
Liebe Heidi,
ich finde:
- es braucht kein Prolog/Epilog…(die lese ich nur bei meinen Lieblingsschriftstellern…und selbst die benutzen es sehr selten
-Triggerwarnung weglassen. (der Klappentext sollte dem Leser zeigen, was ihn erwartet)
-deine Idee finde ich sehr gut und dass du Recherche betreibst, ebenfalls - bei der Leseprobe sind mir (wie auch schon Michel sagte) zu viele Klischees und unnötige Adjektive drin, ist aber kein Problem, da es ja die Rohfassung ist
auf jeden Fall ein interessantes Thema, ich wünsche dir viel Spaß beim Weiterschreiben…und ja…dranbleiben
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LG ![]()
Liebe Gabi,
danke für dein Feedback. Die Entscheidung Prolog ja/nein werde ich erst treffen, wenn ich mit der Überarbeitung beginne. Zum Thema Tirggerwarnung sind die Meinungen sehr eindeutig. Nicht nötig …
Adjektive, Klischees … daran werde ich gleich im ersten Überarbeitungsgang arbeiten.
Liebe Grüße, Heidi
Das siehe ich auch so.
Dein Geld, deine Einkäufe.