Kosten

Bislang bin ich nur Hobbyschreiber und schreibe für ein paar Bekannte und Freunde.

Mal angedacht, ich wollte etwas mehr daraus machen, was für Kosten würden dabei auf mich zukommen?

Zum einen lege ich Wert auf eine Präsensbibliothek, soll heißen: Eine kleine Auflage soll auch in Buchform herauskommen, noch vor den herantreten an einen möglichen Verlag.
Meine Stücke sollten nach einer abschließenden Überarbeitung dann zwischen 300 und 700 Seiten liegen.

Bislang habe ich gute Erfahrungen mit ‚Wir machen Druck‘ gemacht, die drucken aber nur bis 600 Seiten, die ich bei einigen Werken übersteigen würde. Formate wie DIN A5 würden mir am geeignesten erscheinen, da ich so die Formatierung gleich beim schreiben im Auge behalten würde.

Und was kommt dann?
Wenn meine Versuchstiere (Leseratten) sagen, ja, fühlt sich gut an. Kann man so machen.
Wie würde es weiter gehen und was würde das Kosten?

Ich weiß nicht so genau, was du meinst, aber wenn du veröffentlichen willst, suchst du dir einen SP-Dienstleister, z. B. BoD, Amazon etc., oder du bewirbst dich bei Agenturen und Verlagen. Was du brauchst, ist ein gutes Cover, Exposé, Klappentext…Lässt du das professionell machen, bist du ein paar hundert Euro los. Hinzu kommt ein mögliches Lektorat/Korrektorat. Da bist du schnell bei ein paar tausend Euro.- Hast du einen Verlag, übernimmt der die Kosten.
Machst du alles selbst, kostet es nichts… Du lädst deine Daten bei deinem Dienstleister hoch und das war’s PS: Der Dienstleister wird natürlich an deinen Tantiemen beteiligt.
Dann kommt noch Marketing etc

Hallo Kapalaran,

Nachfolgend findest Du einen Beitrag von mir im Original, den ich schon vor acht Tagen in einem anderen Thread zu Werbekosten veröffentlicht habe. Ich habe dort alles aufgeführt, was man machen kann und zum Teil machen sollte. Man wird dann schnell einen vier- bis fünfstelligen Betrag los. Selbst wenn Du nur die aus meiner Sicht unbedingt notwendigen Aktivitäten durchführen lässt wie Lektorat, Korrektorat und professionelle Covergestaltung durch eine Agentur, landest Du bei einem vierstelligen Betrag.
Hier folgt nun der Originalbeitrag aus dem anderen Thread:

Ich kann aus meinen eigenen Marketing-Erfahrungen im letzten Jahr berichten. Die E-Book-Version meines Buches („Everest-126") kam im Dezember 2024 bei Amazon KDP heraus, die Print-Version (BoD) im Januar 2025 und das Hörbuch im Juli 2025. Eine besondere Ausstattung wiesen alle Versionen nicht auf.

Werbung für die E-Book Version und die Print-Version hatte ich bis Mitte März nicht durchgeführt, dann habe ich eine Agentur beauftragt, bei Amazon KPD kostenpflichtige Ads bis Jahresende zu schalten. Hinzugekommen ist noch ein Book Trailer auf der Amazon-Produktseite.

Innerhalb von zwei Wochen erreichte das Buch den Amazon-Bestseller-Status in den Kategorien „Klettern“ und „Chemie“, im Oktober wurde im Rahmen des „All-Stars-Bonus ein dreistelliger Bonus ausgeschüttet.

Weitere Marketing-Maßnahmen waren Lesungen, Teilnahme an Messen (LBM, BuchBerlin), Pflege der Website, Instagram-Kanal, Buchblogger-Aktionen, Schaltung (teilweise kostenpflichtig) redaktioneller Beiträge in Anzeigenblättern, VHS-Broschüre (Berlin) und Flight-Magazine („Discover Germany, Austria and Switzerland, Nov. 2025), Teilnahme an „Autor sucht Couch.“

Sämtliche Aktivitäten wurden von mir unter dem Aspekt getestet, ob sie den Verkauf, den Bekanntheitsgrad von Buch und Autor fördern und letztendlich nach Steuern zu einem Gewinn führen. Das Prinzip war absichtlich so gewählt, dass das Budget zunächst eine sekundäre Rolle spielt.

Die Zahl der verkauften Exemplare lag zum Jahresende in einem vierstelligen Bereich.

Die Einnahmen (nicht Gewinn!) aus online-Verkäufen, Verkäufen auf Buchmessen und Lesungen beliefen sich zum Jahresende 2025 auf einen vierstelligen Betrag. Das Finanzamt hat mir meine kompletten Ausgaben, die sich auf meine schriftstellerischen Aktivitäten bezogen, für das Steuerjahr 2024 komplett (vorläufig!) anerkannt.

Wenn man das so liest, klingt das auf den ersten Blick gar nicht so schlecht.

ABER! Und das ist ein sehr bedeutsames ABER!

Die meisten Maßnahmen haben sich unter ökonomischen Gesichtspunkten weder als effektiv noch effizient erwiesen. Einen signifikanten Effekt auf die Buchverkäufe hatten die Veröffentlichung des E-Books auf Amazon KDP mit Schaltung von Ads, Lesungen sowie eingeschränkt die Teilnahme an Buchmessen. Das Hörbuch betrachte ich als luxuriöse Investitionsruine. Der Rest ist Staub und Schatten und hat nur Dienstleister bereichert.

Die Gesamtausgaben für meine Schriftstellerei übersteigen deutlich die Einnahmen, steuermäßig wurden nur Verluste generiert. Bei Fortführung ohne Gewinne droht die Einstufung meiner Schriftstellerei als „Liebhaberei ohne Gewinnerzielungsabsicht“ mit der Option, dass ich Steuern nachzahlen muss. (Wird nicht passieren.)

Fazit

Ja, man kann mit viel Geld sehr schnell Verkäufe, Bewertungen, Bekanntheitsgrad, etc. in relevante Höhe treiben, wenn man bereit ist, ein Marketingbudget im 4-5stelligen Bereich aufzustellen UND die richtigen Marketingmaßnahmen zu ergreifen. Dies dürfte fast jedes Buch schaffen, wenn es von guter inhaltlicher Qualität ist – wobei „gut“ sehr interpretationsfähig ist – ein Lektorat und Korrektorat durchlaufen hat und ein professionell gestaltetes Cover mit professionellem Klappentext aufweist.

Wie man schnell erkennt, ist das verfügbare Marketingbudget ein entscheidender Faktor und dieses ist bei uns Selfpublishern deutlich limitiert! Viele von uns leben von der Rente und die ist nicht gerade üppig. Da bleibt für das Schreiben nicht viel übrig.

Aus meiner Sicht ist aber der ganz entscheidende Faktor das primäre Ziel der Schriftstellerei:

** Schreibe ich, weil ich davon lebe(n muss)?*
** Schreibe ich, weil es mir Spaß macht?*
** Schreibe ich aus therapeutischen Gründen? (für mich, für andere)*
** Schreibe ich, weil ich berühmt werden will, und einen Bekanntheitsgrad wie Fitzek, Schätzing et al. erreichen möchte?*
** Schreibe ich, weil ich den Lesern eine Botschaft mitteilen möchte?*
** Schreibe ich vielleicht aus mir noch ganz unbekannten Gründen?*

Ich habe für mich eine Entscheidung getroffen, die auch hilft, eine klare Ausrichtung für das Marketing zu treffen:

Ich schreibe

a) weil es mir einfach Spaß macht, und eine sinnvolle Tätigkeit im chronisch voranschreitenden Senium ist.

Weiterhin möchte ich innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre steuertechnisch eine „schwarze Null“ schreiben. (Damit das Finanzamt nicht unruhig wird.)

Daher fällt mein Marketingbudget für 2026 deutlich kleiner aus und wird nicht mehr mit der Gießkanne verteilt. Hörbuch, bezahlte redaktionelle Beiträge, Schreibseminare u.a entfallen.

Ich bin gespannt, wie 2026 läuft und wünsche allen Papyristi hier im Forum neue Buchprojekte, steigende Verkäufe, tolle Lesungen, bewundernde Rezensionen und vor allem VIEL SPASS!

P.S.
Berühmt bin ich schon. Ich werde auf der Straße regelmäßig erkannt — von meinen Nachbarn. :wink:

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Kosten?:
Achtung, keine Rechtsberatung :stuck_out_tongue: nur ein Erfahrungsbericht.

Der günstigste Weg. Du bist Selfpuplisher und machst alles selbst.

  1. Du nutzt einen Print - on - Demand Dienstleister. Dein Buch existiert imaginär bei diesen Anbieter und jedes Mal wenn jemand eines bestellt, wird es tatsächlich gedruckt und versendet.

Dort gibt diverse Anbieter. Sehr bekannt ist BOD (books on demand). Ich glaube die Kosten sind bei irgendwas mit einmalig 100€/ je Buch. Die kümmern sich ein bisschen darum, dass dein Buch in der Landesbibliothek landet und du eine deutsche ISBN hast (Der normale Buchhandel kann nur damit dein Buch finden und kaufen.)

Oder du nutzt KDP (Kindle Direkt Puplishing → Amazon). Das kostet gar nichts, du bekommst eine amerikanische ISBN und wirst auschließlich nur über Amazon gefunden. Musst dich aber um den Versand an die Bibliothek selber kümmern. (Ab 20 exemplaren nötig)


Cover:
KDP bietet einen Coverdesigner im Webtool an. Dort brauchst du nur noch ein Bild, könntest theoretisch aber auch nur mit Farbe und Design und Standardlayouts arbeiten.
0€

Für mein erstes Buch habe ich ein Stilleben fotografiert:
grafik

Für mein zweites hat eine Freundin ihre Buntstifte gespitzt und mir ein A3 Bild gezeichnet:

das hat beides 0€ und etwas Aufwand gekostet.

Inzwischen lasse ich mir Coverbilder anfertigen, wobei ich immernoch den Amazon Cover Designer einsetze:
grafik
Ich nutze Midjourney Premium, das kostet 10€/Monat und ist etwas umständlich zu bedienen. (discord server) Ich glaube @tomP hat mich darauf gebracht, da man angeblich Rechte an den erstellten Bildern hat.

Damit hast du Text und Cover → Dein Buch ist fertig und kann erworben oder vertrieben werden.

Impressum: Deine Privatadresse (0€)

---------- du siehst: Der Minimalweg kostet erstmal wenig. -------------

Meine Extrakosten: :wink:

Gute Bilder bei Bedarf (+ x € Kosten)
Mitglied im Selfpuplisherverband (+ x Kosten)
Website Speicherplatz: Ja, ich habe eine Website und die kostet ein paar Euros im Jahr.
Webadresse/Domain Name. Ja, die kostet meist extra, oft im Paket mit dem Punkt davor.
Impressum Anonym: Ich nutze einen Dienstleister, damit nicht meine Privatadresse im Impressum steht. Auch der kostet mich 100€/Jahr.

Allerdings werden es bei mir auch immer mehr Bücher, wodurch es sich mehr lohnt.

Bessere Software (Papyrus )
Bessere Tastatur (Keychron ) (Ich besitze einen gewissen Tastaturfriedhof)

und dann … ist da noch die Sache mit der Werbung.

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Oder du nutzt epubli. Kostet auch nichts. Deutsche ISBN.

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Auch ein Anbieter, der ähnlich arbeitet wie BoD ist tolino Media: E-Book kostenlos, Taschenbuch € 18,90 einmalig; deutsche ISBN, auffindbar im deutschen Buchhandel, Pflichtexemplar DNB, Eintrag im VLB.

Ich veröffentliche auch parallel bei KDP.

Zu diesem Thema generell gibt es hier im Forum schon mehrere Threads.

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