KDP – Holzschliffpapier

Taschenbücher, die über KDP angeboten werden, können jetzt auf Holzschliffpaper umgestellt werden.
Hat das schon jemand ausprobiert?

Vielleicht können wir hier Erfahrungen sammeln.

Pro: Umweltfreundlicher. (Vielleicht) und günstiger.
Kontra: Aufwand - Nutzen? Aussehen?

Ich bin auf eure Meinung/ Erfahrung gespannt.
Weiß jemand, wie Holzschliffpapier aussieht (cremefarben/ weiß)?
Ist ja keine neue Erfindung, und irgendwo habe ich gelesen, es würde schneller vergilben.

Antwort einer KI (weil ich das auch noch nie gehört habe):
Holzschliffpapier (auch als holzhaltiges Papier bekannt) ist ein Papier, bei dem die Holzfasern mechanisch durch Schleifen gewonnen werden, anstatt sie chemisch herauszulösen. Es enthält den natürlichen Holzstoff Lignin, was ihm ein hohes Volumen, Steifigkeit und eine gute Opazität (Undurchsichtigkeit) verleiht, es aber anfällig für schnelles Vergilben bei Lichteinwirkung macht. [1, 2, 3, 4, 5]
Es wird typischerweise für kurzlebige Printprodukte und spezielle Verpackungen eingesetzt: [1]

  • Zeitschriften und Zeitungen: Klassisches und preiswertes Zeitungspapier wird aus Holzschliff hergestellt.
  • Gedruckte Taschenbücher: Spezielle, leichte Varianten werden gerne für Taschenbücher verwendet, um das Buchgewicht zu reduzieren und ein angenehmes Griffgefühl zu bieten.
  • Kreative Anwendungen & Druck: Es wird auch für Bierdeckel, Menükarten oder Verpackungsmaterialien genutzt.
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Als ich mich das erste Mal (noch als Schüler) mit den Papierherstellungsverfahren beschäftigte, war da auch von Holzschliff die Rede. Später erfuhr ich, dass auch Baumwollfasern für die Papierherstellung verwendet werden, z.B. aus Lumpen, was ich mir damals als Jugendlicher kaum vorstellen konnte. Ich kann mich noch erinnern, dass beispielsweise auf dem Umschlag von Zeichenblöcken mit der Prädikat „holzfrei“ geworben wurde … aber das ist schon Jahrzehnte her oder wie BAP meint: „Verdam lang her“

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Mein erster Beruf ist Industriebuchbinderin. Ich habe manchmal mit solchem Papier gearbeitet. (Ist aber schon lange her, etwa Ende 80iger/ Anfang 90iger) Solches Papier gab es damals schon. Im Vergleich war es dunkler und sehr viel leichter. Ich mochte es, weil es sich weicher anfühlte und sich mit großem Abstand am Besten verarbeiten ließ. Auf solchem Papier sah ich jedoch nie einen Farbdruck. Es wurde eher für Taschenbücher verwendet; also nicht gebunden oder gesiegelt sondern geklebt, nicht mit festem Einband und eher “dünne” Bücher, die nicht gerundet wurden. - Also nicht wirklich hochwertig oder sehr langlebig. Sie sind zweckmäßig. Nach meinem persönlichen Geschmack ist es absolut in Ordnung für Text.

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Wie interessant! Danke für den kleinen Einblick.

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Ich habe mich näher mit dem Thema beschäftigt. Aber die Entscheidung fiel eher unfreiwillig, weil mir aufgefallen sind, dass meine Verlagsbücher, die ich im Regal stehen habe, nach wenigen Jahren vergilbt sind. Eins ist erst 2024 erscheinen. Da dort schon lange umweltfreundlich gedruckt wurde, vermute ich mal, es handelt sich um Holzschliffpapier.
Meine älteren Bücher aus SP, auch von KDP, sehen noch aus, wie sie aussehen sollten.
Meinen Lesern wurde ich wissentlich nie zumuten, dass sich das Aussehen meiner Bücher nach so kurzer Zeit derart verändert.