Kapitelaufteilung & Zeitabläufe

Hallo zusammen,

ich arbeite derzeit an meinem Roman und beschäftige mich gerade mit der Frage, wie sich Kapitelstruktur und Zeitsprünge sinnvoll gestalten lassen.

Aktuell umfassen bei mir etwa zwei Kapitel einen einzigen Tag. Während sich diese Einteilung beim Schreiben stimmig anfühlt, frage ich mich zunehmend, ob dadurch ungewollt ein zu regelmäßiger, taktender Rhythmus entsteht.

Mir ist bewusst, dass hier viele in ganz unterschiedlichen Genres schreiben und nicht unbedingt im New-Adult-Bereich zu Hause sind. Dennoch würde mich eure Herangehensweise sehr interessieren. Wie habt ihr (beim Lesen und/oder Schreiben) die Zeitabläufe und Aufteilung der Kapitel am liebsten?

Ich freue mich auf eure Gedanken und Erfahrungen.

So, dass sie sich der Story unterordnen. Es muss die Handlung voranbringen & nicht an ein festes Zeitraster gebunden sein.

z.B.

Kapitel 1: Beschreibt den Morgen von Tom, der übelgelaunt seine Küche zerlegt, weil er gerade erfahren hat, dass seine Frau fremdgeht. Detaillierte Darstellung des Vormittags. Bis zum Mittag ist er im Supermarkt gewesen, hat sich mit dem Vermieter gestritten und in Talbots Bar zulaufen lassen. Zeit: 3 Stunden.

Kapitel 2: beginnt mit “Die folgenden vier Tage verbrachte er damit das Chaos, das ihm Jack Daniels und Danielle (seine Frau) eingebrockt hatten.” Ein Satz, vier Tage…

Also: Plot rules.

So mache ich das.

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Genau so mache ichs auch.

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Volle Zustimmung.

Bei Lichte betrachtet geht es ja auch gar nicht anders. Man könnte höchstens mit der Auswahl der Szenen daran etwas ändern. In Michels Beispiel kann man überlegen, ob es in den vier Tagen noch etwas erwähnenswertes gibt. Wobei es schon die Story weiterbringen sollte, andernfalls lässt man die Szene besser weg.

Ich glaube, offen gestanden, dass diese Kapiteleinteilungen (wenn ich mich als Leser beobachte) nicht so wichtig sind. Sie sagen doch eh kaum etwas aus.

Ich (als jemand, der kurze Kapitel mag) kriege die Krise, wenn ich im Kindle sehe: Noch 1 Stunde und 20 Minuten verbleibend. Andere stehen genau auf sowas.

Einige bezeichnen Kapitel nur durch Nummern. Und ich frage mich dann manchmal, was diese Person wohl bewogen haben sollte, ausgerechnet dort eine neue Kapitelnummer zu beginnen.

Ich würde mir also an deiner Stelle nicht allzu viele Gedanken darüber machen und das tun, was dir sinnvoll erscheint.

Zu dem, was du schreibst:

In meinem Krimi habe ich etwas Ähnliches gemacht wie du: Die Handlung startete genau an dem Tag, an dem ich auch mit dem Schreiben dazu angefangen habe. So ist dieses Buch nun in Tage unterteilt. An manchen schnellen Stellen auch in Stunden oder Minuten. Gerade die Tage-Einteilung trifft es nicht unbedintgt. Darum hatte ich dann über der Tage-Einteilung noch eine Art Kapitel bzw. Teil-Einteilung gemacht. Schön. Das wären jetzt tatsächlich Kapitel. Aber ob jemand Fremdes meine Einteilung wirklich so vollständig nachvollziehen kann, würde ich infrage stellen.

In meiner Fantasygeschichte bin ich dann wieder einen anderen Weg gegangen. Aufgrund der vielen Handlungsorte habe ich dort bei jedem Wechsel des Handlungsortes ein neues Kapitel begonnen. So gibt es kürzere und längere Kapitel. Das erscheint mir dort aber zweckmäßig zu sein.

An deiner Stelle würde ich einfach mal in mich reinhören. So wirklich viel falschmachen kannst du da nicht.

Ähmmm. Gerade gesehen. @tomP

Ähnlichkeiten mit lebenden usw Toms in diesem Forum sind in meinem Beispiel rein zufällig. (Gilt auch für Danielles, falls es sie hier gibt) :joy:

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Zeit- und Ortswechsel, Perspektivwechsel, längerer Abstand zwischen zwei Handlungen

Hier hast du es selbst geschrieben. Genau das ist einer von vielen Gründen für ein neues Kapitel.

Ich habe meinen Kapiteln früher immer Überschriften gegeben. Irgendwann habe ich es gelassen und auch - wie du - nur noch nummeriert.

Der nächste Roman bekommt wieder Überschriften, vermute ich aus heutiger Sicht.

Eine Einteilung - wie auch immer sie geartet sein mag - halte ich für sinnvoll, liebe @Lidi .

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Ich lese gerade drei Bücher gleichzeitig, weil ich sie so Scheiße finde. Und dort frage ich mich gerade immer, warum die wann ein neues Kapitel einbauen. Und irgendwie auch, warum die überhaupt so viel schreiben. Hätten doch einfach die Seiten leerlassen können - wäre auch hübsch gewesen :slight_smile:

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Oh je, gleich 3, die doof sind? Schrecklich.

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Ich habe nie Nummern vergeben. Im Gegenteil. Ich habe Überschriften und hab die Nummern davor rausgenommen.

Kluge Entscheidung. Damit kann man Stimmungen erzeugen. Das tun Nummern nicht.

Ach so. Sorry. Falsch rum gelesen.

Ich finde, es hängt von der Geschichte ab. Überschriften sind schwierig, weil sie aussagekräftig sein sollten, gleichzeitig aber nicht zu viel verraten dürfen.

Meine Überschriftenentscheidung hängt damit zusammen, dass es eine Art Episodenroman wird, wir aber noch nicht wissen, wie wir diese Episoden miteinander verknüpfen.

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Beides absolut richtig.

Bei meinem aktuellen Projekt würde das auf Grund der Struktur nicht passen. Daher nummeriere ich schlicht.

Muss halt zum Text passen…

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