Irgendwie aus dem Schreiben geraten

Kennt ihr das: Ihr hattet im superviel Spaß und Befriedigung am und durchs Schreiben. Plötzlich geratet ihr aus dem Flow. Ich habe über ca. 10 Jahre nahezu täglich an meinen Projekten gearbeitet, diverse Kurzgeschichten und auch zwei Romane fertiggestellt und letztere auch - bisher erfolglos - bei diversen Verlagen eingereicht. Und seit mehr als einem Jahr bin ich nur noch Leser hier im Portal und in meiner Büchersammlung. Habe keine Inspiration, keine echte Motivation, wieder etwas Neues zu entwickeln. Ich bin unzufrieden damit und hoffe, ihr könnt Tipps für einen neuen Kick geben.

2 „Gefällt mir“

Hi,
bei fiction-writing.de gibt es jeden Monat 2 Schreibaufgaben, die dich inspirieren könnten.
Textarbeit bei Fiction Writing

1 „Gefällt mir“

Obwohl Agnostikerin liebe ich das Bibelzitat „Alles unter dem Himmel hat seine Zeit …“ Unser aller Leben ist vollgestopft mit To-dos, mit Terminen und Zwängen – warum sollte ich dieses Muster auch noch in meine kostbare freie Zeit übertragen?

Für dich gab es eine Zeit, in der dir das Schreiben viel bedeutete, dir etwas schenkte, was du dir gut tat. Ganz offensichtlich benötigst, hast oder ‚suchst‘ du nun andere Tätigkeiten oder Beschäftigungen. Wenn du nicht gerade schreiben musst, um davon zu leben, solltest du nicht mit aller Gewalt dagegen ankämpfen. Nach meiner persönlichen Erfahrung kommt nur Murks dabei heraus, über den ich mich dann nur ärgere und der mich weiter runterzieht. Ausnahme: Profischreiber, die in der Routine bleiben sollten, sich aber zeitweise im Umfang beschränken könnten.

Vielleicht bist du aber gar nicht generell aus dem Schreiben raus, sondern nur in einer Phase der Inspiration? Dann öffne deine Sinne bewusster dafür, gehe raus, belausche und beobachte Menschen und/oder die Natur, beschäftige dich mit interessanten Fakten aus aller Welt und aus allen Sach- und Fachgebieten, lies viel und mache dir in einem Büchlein handschriftliche Notizen (gut fürs Gehirn, nicht alles digital zu machen). Dann könnte es eines Tages ‚klick‘ machen und eine tragfähige Idee schält sich heraus und mit ihr die Lust, ja, der Drang wieder schreiben zu wollen und zu müssen!

Womöglich hilft auch der kleine Druck, so wie zu Schulzeiten: Schreibe zu einem festen Thema etwas Kurzes. Kurzgeschichten-Wettbewerbe sind dafür ideal. Auch später zu lesen, wie die Gewinner das Thema angegangen sind. Sind wir zeitweise mit der Fülle aller Möglichkeiten und Ideen überfordert – kann so ein Fokus helfen, sich wieder zu disziplinieren. Willst du dir die Freude am Schreiben bewahren, setze dich nicht zu großem Druck aus. Die Zeit wird kommen, wenn sie reif ist.

Und wenn alles nicht hilft – entspann dich! Überlege, warum du überhaupt schreiben willst, obwohl es nicht geht. Es gibt bei fast jedem Dinge, die später betrachtet nur eine Episode in unserem Leben waren. Dann lass ohne Reue los. Später wirst du dann erzählen: „Ach ja, ich habe früher auch mal geschrieben. Das war eine schöne Zeit!“

Hi. Ich kenne das auch und habe das immer wieder, manchmal über Monate. Mittlerweile akzeptiere ich es, bis die Lust und die Inspiration wiederkommen. Manchmal reicht es, wenn ich ein besonders gutes Buch lese, ein bestimmtes Musikstück höre oder eine interessante Filmszene sehe. Ich zwinge mich zu nichts. Alles passiert zur rechten Zeit. Wenn du die Zeit brauchst, wird es einen Grund haben.Ein anderes kreatives Outlet ist manchmal auch hilfreich. Z. B. Zeichnen, Fotografieren oder wie in meinem Fall Coverdesign.Du könntest auch einfach anfangen, jeden Tag ein wenig zu schreiben … und wenn es nur zwei, drei Sätze sind.Das wird wieder. Wenn es noch etwas dauert, dann ist es eben so….

L.G