Inhaltsverzeichniss, für mich überhaupt notwendig?

"Hallo zusammen, :slight_smile:

zunächst hole ich es nach, mich in diesem Forum kurz vorzustellen. Mit nunmehr 70 Jahren gehe ich nun im Ruhestand einige meiner Sachbuchprojekte (Business, Psychologie) an, um sie dann über Amazon KDP als ePub und als Paperback anzubieten. Das Schreiben und verständliche Erklären fällt mir leicht; ich habe bereits an einigen Büchern, Kursen und Lernheften mitgewirkt. Bislang nutzte ich für meine Manuskripte und Entwürfe Obsidian, Seonote, InDesign und Co., möchte aber nun mit PAPYRUS 12 weitermachen. Ich freue mich, dass es dieses Forum gibt, habe schon eine Menge alter Threads quergelesen und finde die Community sehr nett. Ich versuche nun, mich ebenfalls hier einzufinden. Also nochmals: ein herzliches Hallo miteinander! :cowboy_hat_face:

Zum Hintergrund meiner Frage:

Ich habe mich in den letzten Tagen intensiv in die Logik des Inhaltsverzeichnisses hineingedacht. Es gibt neben dem Handbuch ja auch einige sehr interessante Threads aus den vergangenen Jahren. Als Sachbuchautor brauche ich für meine Projekte nur die Kapitel- und Unterkapitelüberschriften der ersten beiden Ebenen (1. / 1.1). Diese habe ich auch bereits eingerückt bekommen und den Zusammenhang der korrespondierenden Überschriften verstanden. Ich würde gerne mehr darüber lernen, wie ich die Datei _inhalt.pap konfiguriere, finde dazu aber nirgendwo eine Anleitung. Aber ansonsten ist alles okay.

Meine eigentliche Frage:

Brauche ich diese Art von Inhaltsverzeichnis überhaupt? Denn das ePub-Format (Kindle) baut sich sein Inhaltsverzeichnis selbst – und die PDF-Vorlage für das gedruckte Paperback [oder Hardcover] braucht keine Links. Wofür auch!

Ich könnte also einfach in der Titelei zwei Seiten Platz schaffen und mir ein schönes, kreativ formatiertes, „handgemachtes“ Inhaltsverzeichnis mit einer ansprechenden Design- und Schriftästhetik basteln – so, wie man es heutzutage in vielen guten Sachbüchern findet. Das wäre dann eine reine Textgestaltung. Beim ePub-Export nehme ich dieses Inhaltsverzeichnis dann einfach heraus. (?)

Denke ich da insgesamt richtig, oder habe ich da doch etwas übersehen?" :smile:

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Nein, du hast nichts übersehen. Wenn du es richtig konfigurierst, bekommt dein EPUB sein Inhaltsverzeichnis automatisch.

Nun will ich dich nicht davon abhalten, selbst ein „schönes“ IHV zu erstellen. Der Vorteil, wenn du dich in das von Papyrus einarbeitest, wäre allerdings, dass sich die Seitenzahlen anpassen, wenn du etwas ändest. Ich weiß ja nicht, von wie vielen Einträgen wir da bei dir reden.

Von mir jedenfalls der Hinweis: Mit etwas Mühe kriegt man das automatisch erstellte IHV auch sehr ansprechend gestaltet. Mir persönlich liegt es mehr, mir solche Automatiken zunutze zu machen. Ich gebe aber zu, dass man einen Moment braucht, bis man da auf Flughöhe ist. Gerade wenn man sich mit dem ersten Wurf nicht gleich zufriedengeben will.

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Für ein EPUB brauchst du kein gesondertes Inhaltsverzeichnis, weil es dort anhand der Überschriften automatisch generiert wird und auf dem Lesegerät jederzeit eingeblendet werden kann.

Bei einem gedruckten Buch würde ich in jedem Fall in IHV einplanen, schon allein deshalb, weil man sich damit einen Überblick zum Inhalt des Buches verschaffen kann, insbesondere bei einem Sachbuch.

Anbei der entsprechende Abschnitt aus der Hilfe von Papyrus 13 (aus dem Jahr 2008), als das noch genauer beschrieben wurde.
7_2_3 Verwendung der Vorlage _inhalt_pap.pdf (108,8 KB)

Im Prinzip ist die _inhalt.pap ein normales Papyrus-Dokument, das nur folgenden Inhalt hat:

  1. Eine Überschrift für das Inhaltsverzeichnis.
  2. Eine Stammseite für das Inhaltsverzeichnis, falls es eine eigene Gestaltung bekommen soll.
  3. Absatzformate für die Abbildung von Überschriften im Hauptdokument auf Einträge im Inhaltsverzeichnis.

Ein IHV kann man direkt im Dokument erzeugen oder in einem neuen Dokument unter Verwendung der _inhalt.pap-Vorlage. Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied: Für IHVs im Dokument selbst verwendet Papyrus die Querverweis-Funktion, durch die sämtliche Tabulator-Zeichen in den IHV-Einträgen durch Leerzeichen ersetzt werden. Bei einem externen IHV passiert diese Wandlung nicht und die Tabulatorzeichen stehen für Formatierungszwecke (z.B. Ausrichtung der Nummerierungen und Überschrifttexte an bestimmten Tabulatorpositionen) weiterhin bereit. Die folgenden Bilder verdeutlichen den Unterschied (Klicke auf ein Bild und danach auf den Pfeil nach rechts – bei jedem Klick wechselt das Bild und zeigt die Unterschiede).


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