Mir spukt zur Zeit eine Idee im Kopf, wo ich den Anfang voller Enthusiasmus geschrieben habe.
Dabei bemerkte ich allerdings, dass Wollen und Können doch weit voneinander klafften.
Da muss ich erst noch ein gewaltiges Stück üben, den grosse, ja wirklich grosse Literatur bedarf nicht nur einer grossen Idee. Nein, meine Freunde des geschriebenen Wortes. Auch das Handwerk will beherrscht sein.
Wie wahr, wie wahr. Weise gesprochen, mein Lieber. ![]()
Also … ich habe ja oben beschrieben, wie ich mit meinen Ideen à la Frankenstein umgehe.
Wenn es dann mal einer Deiner (guten!) Ideen nicht von der Intensivstation, Aufweckraum oder der Reha ins wirkliche Leben schaffen sollte, dann kannst Du Dich gerne vertrauensvoll an mich wenden. ![]()
Ich brauche dann nur noch eine dunkle, gewittrige Nacht mit ordentlichen Blitzen, am besten in einer verlassenen Burg – ein Glas Rotwein wäre bei den Wiederlebungsversuchen auch nicht verkehrt –und die untoten Ideen kehren aus der Pathologie als „Weltliteratur“ zurück. Nicht immer hübsch anzusehen (s. Frankenstein), respektive zu lesen, aber immer interessant …
Anbei die handschriftliche Manuskiptseite von dem zitierten Buch. „It was on a dreary night of november…“ (Frankenstein, Chapter 9)
Oh my goodness!
Du besitzt die Originalmanuskriptseite? Wärst Du bereit, diese an mich für einen kleinen Obulus zu veräußern? ![]()
Leider (!) nur ein Nachdruck. Aber das Ohr von Van Gogh hab ich mal für 5 Pfund im Camden Market Flohmarkt im Einmachglas gekauft. Tauschen?
Ich komme ins Grübeln …
Also, ich nehme das Ohr und die Frankenstein-Seite, dafür biete ich Dir eine Originalmanuskriptseite aus „The picture of Dorian Gray“ von Oscar Wilde an (s. Foto). Die habe ich neulich im Keller zwischen dem 23. und 24. Band eines gewissen Adolf H. gefunden (habe ich von den Großeltern geerbt) UND Honeckers Badelatschen aus Plaste und Elaste aus Schkopau.
Haben wir einen Deal?
Ganz groß! Ist das ein Abdruck des Manuskripts? Die Handschrift hätte ich mir anders vorgestellt.
Ich hab tatsächlich mal ca 1992 in London in der British Library ein Original von Lewis Carol „Alice in wonderland“ vor mir gehabt. Damals war die noch im British Museum angegliedert und man konnte sich Manuskripte vorlegen lassen. Unglaublich: sehr viele kleine Zeichnungen und Randbemerkungen dabei. Hat mich nachhaltig beeindruckt.
Frankenstein gibt es übrigens als Nachdruck beim SP Verlag. Nicht wirklich für ganz kleines Geld - aber andere kaufen sich eine Stationkarte für das ganze Jahr oder eine Brian May Gitarre (Kumpel von mir hat das gemacht).
PS Tatsächlich habe ich einmal in Honeckers Sauna gesessen - war inzwischen ein Ferienhotel. Vermutlich waren da zumindest DNA Fußpilzrückstände… Sauna war schlicht, die Badumgebung schickes Marmormosaik - halt ein ganz normaler Mann des Volkes. ![]()
Den Dorian Gray und viele andere Manuskripte gibt es ebenfalls beim SP-Verlag. Ich glaube, wir nutzen da dieselbe Quelle ( Das Manuskript des Bildnis des Dorian Gray)
Auf so einen Nachdruck für 220,- € hätte ich schon Lust! So ein Buch atmet auch noch als Kopie Geschichte. Allerdings würde es dann doch irgendwann im Regal verstauben, weil sich englischsprachige Handschriften eher schwer lesen lassen.
„Alice im Wonderland“ im ORIGINAL in der Hand gehalten zu haben, darum beneide ich Dich!
Für mein gerade im Entstehen begriffenes Werk durfte ich im Museum für Naturkunde in Berlin 150 Millionen Jahre alte Fossilien von Dinosauriern in der Hand halten – allerdings nicht lange: dafür waren sie zu schwer.
Was Honis Fußpilz-DNA anbetrifft, die nehme ich nicht. Probiers mal auf Camden Market. Übrigens, ein fantastischer Ort. Selten so viel Spaß gehabt wie dort. ![]()


