Ich weiß das besser als wie du!

Meine Mutter hat immer gesagt: „Ich geh jetzt im Bett.“ Deshalb nehme ich diesen falschen Satz doch nicht automatisch als richtig wahr. Sie hat sich dann immer aufgeregt, wenn ich sie gefragt habe, welche Strecke sie denn zurücklegen möchte.

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Haha, sehr gut! Da warst eben schon immer eine Klugscheisserin :rofl: Da können wir uns ja die Hand geben. Vielleicht hat der Rest deiner Aufwachs-Umgebung das ausreichend kompensiert (Also nicht das Klugscheissen, sondern das „im“)?

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Ich glaube, ich war die einzige Person in meinem Umfeld, die ins Bett gegangen ist. Die wenigen Ausnahmen sind in’s Bett gegangen.

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Könnte korrekt sein, aber nur, wenn das Bett auch dem oder der „In“ gehört. Vielleicht ein Koreaner?

Die einzig korrekte Schreibweise ist:
Ich bin älter als Wie.

LG

Moment mal: Der Hinweis auf denn ist gut, aber es muss das als ersetzen, also:
„Er sieht mehr wie ein Hippie aus denn wie ein Mathelehrer.“

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Leider nein, @Waldfried. Das „als“ ist bei Ungleichheit ausnahmslos die korrekte Konjunktion.

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Na eben nicht ausnahmslos:
„Der Anschluss der Vergleichsgröße mit denn ist veraltet, außer in Verbindung mit je … sowie zur Vermeidung von zweimaligem als“:
„Angsichts der begrenzten ärztlichen Möglichkeiten sind Mediziner weniger als Heiler denn als Berater gefragt. (Internetbeleg)“
(Duden-Grammatik 2016, S. 378)

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Eben hatte ich mal kurz das Gefühl, ich hätte es verstanden. Schon wieder vorbei.

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Hallo Waldfried, inwiefern belegt das deine Verwendung von „wie“ bei einem Komperativ mit ungleichheit?

puh - 12 Stunden später und schon werden die ersten Sonderfälle ausgegraben :wink: .

„Sie dachte, dass er mit dieser albernen Mütze mehr wie ein Hippie aussah als wie ein Mathelehrer.“

Hier kommt man ins Schleudern, weil es kein Adjektiv gibt, an dem man sich orientieren könnte.
Wir haben aber ein Adverb: mehr. Es ist die komparative Form von ‚viel‘. Auch in diesen Fällen gilt: Der Komparativ verlangt ‚als‘, wir haben einen Vergleich mit Ungleichgewicht.

Man könnte den Satz auch anders formulieren:

'Sie dachte, dass er mit dieser albernen Mütze einem Hippie ähnlicher sah als einem Mathelehrer.

Der Sinn ist derselbe geblieben, aber hier sieht man es sofort: ‚ähnlicher‘ ist die Vergleichsform, also muss es ‚als‘ heißen.

Bittebitte, sobald ‚als‘ oder ‚wie‘ als Vergleichspartikel gebraucht werden, ist die Kombination von beiden falsch. Immer!

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Aber weil die Deutsche Grammatik ja so überaus amüsant ist, gibt es natürlich auch Fälle, in denen als und wie zusammen auftreten können:

Auf der Autobahn wie ein Verrückter zu rasen, ist immer noch gefährlicher, als wie eine Schnecke entlang zu kriechen.

Warum geht es hier und weiter oben nicht?
Weil das ‚wie‘ hier kein Vergleichspartikel ist, sondern zur Wortgruppe ‚wie eine Schnecke‘, bzw. ‚wie ein Verrückter‘ gehört.

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Danke, so werde ich das umformulieren, so klingt es schöner!

Wie in meinem Beispiel: zwei Vergleiche (Verrückter und Schnecke bzw. Hippie und Mathelehrer) werden miteinander verglichen.

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Gar nicht. Es belegt die mögliche Verwendung von als zur Vermeidung von als als oder als wie.

Bei einem Komparativ mit Ungleichheit habe ich das wie nicht verwendet, sondern nur für Gleichheit.

Gemäß deiner schönen Formel

gilt aber
(er sieht aus wie ein Hippie) {mehr/eher} als (er sieht aus wie ein Mathelehrer),

also
„er sieht mehr wie ein Hippie aus {als/denn} wie ein Mathelehrer.“

„Die Kombination als wie statt des bloßen als ist veraltet“ (Duden-Grammatik 2016, S. 378). Im Beispiel von @_Corinna ist als wie aber nicht „statt des bloßen“ als kombiniert, sondern als vergleicht Ungleiches und wie vergleicht Gleiches, beides steht eher nur „zufällig“ nebeneinander; man könnte die Juxtaposition prinzipiell auch so auflösen:

„Er sieht mehr wie ein Hippie aus als dass er wie ein Mathelehrer aussieht.“

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Vielen Dank auch dir, auch so sieht es besser aus als in meinem Satz.
Jetzt werde ich diese drei unschönen (wenn auch grammatikalisch korrekten) Sätze in meinem Buch mal anhand eurer Tipps umformulieren.

Nicht ganz. In deinem Beispiel teilen sich beide Komponenten das Verb ‚aussehen‘. Wir haben also einen direkten Vergleich.
Wenn du sagen würdest,

Sie dachte, dass er mit dieser albernen Mütze mehr wie ein Hippie aussah als wie ein Mathelehrer zu wirken

Würde es gehen.

In meinem Satz wird einmal gerast wie ein Verrückter und dann gekrochen wie eine Schnecke.
Es sind zwei verschiedene Verben und damit zwei in sich geschlossene Elemente, die miteinander verglichen werden, praktisch ein Vergleich im Vergleich.

„Er sieht mehr wie ein Hippie aus als dass er wie ein Mathelehrer aussieht.“

So geht es auch, weil zwei Verben vorhanden sind. Dass es zweimal dasselbe ist, lässt den Satz halt etwas komisch und umständlich klingen.

Ja, irgendwie klingt es komisch, aber doch besser als „als wie“. Man stolpert beim Lesen auch dann über diese Kombination, wenn sie korrekt ist.

Warum überhaupt so umständlich?
Warum nicht: Wie ein Mathelehrer wirkte er nicht gerade. Sein Äußeres erinnerte mich eher an einen Hippie.

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Das wäre in diesem Fall die mit Abstand beste und eleganteste Lösung!

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Habt ihr vielleicht auch noch eine schöne elegante Lösung für „Zusammenleben mit A wäre wahrscheinlich eher wie mit B als wie mit C“?
(… „eher wie mit B, als dass es wie mit C wäre“ → ist schon besser, aber noch nicht elegant.)

„Das Zusammenleben mit A käme eher dem mit B gleich, weniger dem mit C.“

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