Ich bin frische Benutzerin der Software, weil die Demo mich überzeugt hat.
Jetzt scheitere ich irgendwie daran, meine Quellen zu verknüpfen und ein Verzeichnis zu erstellen.
Folgende Situation:
Ich schreibe an einem Buch, in dem transkribiertr histoeische Briefe im Mittelpunkt stehen. Ich muss dazu einige Begriffe über Endnoten erläutern, um den Lesefluss zu erhalten. Die Endnoten habe ich auch hinbekommen, die stehen schick in einem Anmerkungsteil - noch lieber wäre mir, man könnte es pro Unterkapitel oder Szene immer neu ab 1 nummerieren, aber das ist wieder eine andere Baustelle.
Nun muss ich meine Endnoten ja auch irgendwie belegen und um nicht immer die Quelle händisch dahinterschreiben zu müssen, hatte ich gehofft, die Quelle verlinken zu können, sodass ich maximal die Seitenzahl oder den Link ergänzen muss.
Geht das denn? Und wie erstellt man überhaupt ein Quellenverzeichnis? Ich habe den ganzen Tag probiert und im Internet nach Lösungen gesucht und bin jetzt ziemlich frustriert.
Es gibt innerhalb von Endnoten keine Verlinkung, erst recht nicht in dem Sinne, dass eine Quellenangabe in einem bestimmten Format automatisch aus einer Datenbank an der gewünschten Stelle eingesetzt werden könnte.
Ich habe in meinen Arbeiten immer Kurzzitierformen benutzt und so eingetragen, wie sie eben aussehen sollen, also etwa nach dem Muster Autorenname Jahreszahl: Seitenzahl. Parallel habe ich eine Literatur-Datenbank angelegt mit den vollständigen bibliographischen Angaben zu jedem relevanten Werk.
Wenn ich nun im Hauptdokument ein Werk in o.g. Format zitiert habe, bin ich zur Literatur-DB gewechselt und habe dort in einem besonderen Feld oder einem Kommentarfeld eine Marke/ein Tag gesetzt wie „imBuchzitiert“ oder dergleichen. (Das geht m.E. genauso schnell wie eine Verlinkung.)
Wenn das Buch fertig ist (oder in einem beliebigen Zwischenstadium`, ruft man in der Datenbank alle wie beschrieben markierten Datensätze auf, alphabetisch sortiert, erstellt einen Report im gewünschten Format (dazu erstellt man eine Formatvorlage) und kopiert dieses Quellenverzeichnis in das Hauptdokument hinein (und kann es dort ggf. nachbearbeiten).
Fazit meines Vorschlages: (In den Text, hier der Endnoten) abgekürzte Quellenangeben, vollständige Angaben ein für alle Mal in die Literaturdatenbank, aus dieser zum Schluss Report der zitieren Quellen.
Vielen vielen Dank für die Antwort! Das hilft mir gerade so extrem weiter, ich kann gar nicht genug Danke sagen. Das Report erzeugen hat geklappt, auch wenn ich die Inhalte etwas anpassen musste.
Über die Kurzform der Quellen habe ich gestern auch noch nachgedacht, aber das hatte für mich wegen dem fehlenden Verzeichnis erstmal keinen Sinn.
Jetzt ist es umsetzbar und nimmt mir erstmal den Stress!
Vielen Dank dafür!
Hast du dir eine Literaturdatenbank aelbst angelegt oder verwendest du eine Vorlage? Ich habe das Gefühl, die vorliegenden Datenbanken funktionieren nicht für Online und Buch gleichzeitig gut.
Die mitgelieferte Datenbank ist rudimentär. Ich habe mir vor Jahren eine eigene angelegt und nach und nach erweitert. Sie ist persönlich und historisch gewachsen und sicher immer noch verbesserungsfähig, auch indem sie Felder “mitschleppt”, die aktuell oder individuell weniger interessant sind, was m.E. aber nicht stört. Erweitern, modifizieren oder löschen kann man immer noch.
Wer mag, kann sie sich mal ansehen und und das eine oder andere entdecken oder sich etwas “abgucken”. Ich lade sie hier (erst)mal(s) hoch mit drei Demo-Datensätzen und zwei Info-Datensätzen mit kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Feldern.
Das ist so toll, dass du das hier teilst, ich werde mir das auf jeden Fall anschauen.
Zu den anderen Fragen:
Die Endnoten fubktionieren also leider nur dokumentenweise - aber wenn ich die Auflistung fertig haben, könnte ich sie ja nochmal in einem Extra-Dokument vor Veröffentlichung strukturieren, oder?
Mit Online und Buch meine ich Quellen aus dem Internet und Bücher als Quellen. Beim Web zitiert man ja auch den Link und das Abrufdatim, während man bei Büchern die Seiten aufschreibt. Außerdem gibt es im Web nicht immer ein Erscheinungsdatum. Wenn ich etwas nicht befülle, bleiben am Ende immer die leeren Klammern oder Kommata im Literaturverzeichnis stehen, wenn ich den Report erzeuge. Frage mich also, wie man das klug löst, wenn man beides in seiner Literatur aufführt.
Ach so, jetzt verstehe ich. Nun, das Einfügen von Internet-Adressen und Abrufdaten ist für die Datenbank selbst kein Problem. Das kann man ja in das gleiche Feld schreiben wie bei Büchern Ort und Verlag oder bei Aufsätzen (unselbständigen Veröffentlichungen) Angaben zu Zeitschriften oder Sammelbänden mit Seitenzahlen.
Man kann natürlich auch separate Felder benutzen wie das schon vorhandene „url“ oder für das Abrufdatum ein neues kreieren. Das ist so auch der Fall bei der Papyrus-Recherche-Datenbank.
Das Problem mit dem Report unterschiedlicher Formate sprichst du hingegen völlig zu Recht an. Die Papyrus-Formelsprache ist an sich wohl mächtig genug, um hier mittels IF-THEN-Anweisungen etc. einiges zu bewerkstelligen (vgl. im Handbuch v.a. Kapp. 34.3.1 und 40), damit habe ich mich aber zugegebenermaßen bisher nur sporadisch beschäftigt. Stattdessen bin ich das Problem über manuelle Nachbearbeitung angegangen. (Auch der Recherche-DB ist kein passgenaues Reportformular beigegeben und man müsste sich selbst eins basteln.)
Die Klammern sind ein gutes Beispiel. Anstatt im Reportformular einen Befehl einzubauen, der den Reihentitel in Klammern nur ausgibt, wenn die DB einen solchen enthält, lasse ich das Literaturverzeichnis generieren und lösche im Nachhinein alle überflüssig und unerwünscht erzeugten „()“-Strings per Suchen-und-Ersetzen-Befehl. Entsprechendes gilt für “gestrandete” Kommata oder Punkte.
Ein anderes Beispiel ist die Unterscheidung zwischen Buchtiteln (oft kursiv gesetzt) und Aufsatztiteln (oft in Anführungszeichen gesetzt). Ich habe das schon mal gelöst, indem ich zuerst alle Datensätze des Publikationstyps „Buch“ unter Verwendung eines Reportformulars „kursiv“ und anschließend alle solche des Typs „Aufsatz“ über ein Formular mit Anführungszeichen ausgegeben habe. Beide Reporte wurden dann im Zieldokument gemischt (einfach via Menübefehl „Absatz“ > „Absätze/Zeilen sortieren“). Bei kürzeren Bibliografien lohnt sich das aber nicht. Entweder verzichte ich auf die unterschiedlichen Textauszeichnungen oder ich füge sie nachträglich ein.