Soll Leute geben, die tun sowas (ich gehöre allerdings auch nicht dazu).
Ich glaube per se nicht, dass ich ein Happy End brauche, bei mir scheint das vom Genre abzuhängen.
Gerade bei Horrorromanen mag ich es, wenn die Story einen geradezu katastrophalen Ausgang findet. Das Spukschloss, das alte Asylum und der Wald voller Wendigos sollen bitte unbedingt weiterhin verflucht bleiben und auf ihre nächsten ahnungslosen Opfer warten. Von mir aus kann auch gern alles hoffnungslos zu Grunde gehen und nichts als Asche und Staub von allem zurückbleiben. Ein Happy End im Genre Horror ist nichts für mich.
Bei Fantasyromanen mag ich es hingegen gar nicht, wenn das Böse triumphiert. Vielleicht habe ich auch einfach zu wenige Fantasywerke gelesen, um mir da eine Meinung bilden zu können.
In Kriminalgeschichten und Thrillern bin ich für nahezu jeden Ausgang offen. Voraussetzung: Das Ende ist schlüssig, es bleiben keine Fragen offen und die Lösung wurde nicht auf den letzen zehn Seiten irgendwie an den Haaren herbeigezogen, weil jetzt doch noch irgendein Mörder her musste. Ich habe mal ein Buch gelesen, in dem kurz vor Schluss plötzlich ein Sohn auftauchte, der natürlich ein Genie war und die ganze Zeit versteckt mit im Haus lebte. Er hatte dann sämtliche Morde begangen, die im Roman vorkamen.Es gab im ganzen Buch weder Hinweise auf eine zusätzliche Person im Haus noch auf einen verschwundenen Sohn oder irgendetwas in dieser Richtung. Genau deshalb hat mich das Ende so geärgert: Der Roman hat vorher wirklich gut funktioniert, aber die Auflösung wirkte plötzlich hineingeschoben. Für mich sollte ein Twist im Nachhinein wenigstens ein paar Spuren sichtbar machen. Bei Quick Win https://quickwin-casino-de.de/ ist es ähnlich mit Bonusmechaniken oder Spielregeln: Überraschungen sind okay, aber sie sollten aus dem System selbst kommen und nicht wie eine nachträgliche Erklärung wirken. Schade, weil mir das Buch bis dahin echt gut gefallen hatte.
Sehr gut auf den Punkt gebracht, und ich sehe das mit dem genreabhängigen Ende ganz genauso. Gerade beim Horror wäre ein Happy End für mich fast Verrat am Genre. Das Grauen soll bleiben, sonst nimmt es der ganzen Geschichte im Nachhinein die Wucht. Dein Bild vom verfluchten Wald, der auf die nächsten Opfer wartet, trifft es perfekt.
Und dein Krimi-Beispiel, autsch. Das ist genau der Bruch, der ein sonst gutes Buch komplett ruinieren kann. Ein Ende muss aus dem funktionieren, was vorher da war, sonst fühlt man sich als Leser schlicht veräppelt. Ein plötzlich auftauchender Genie-Sohn ohne einen einzigen Hinweis vorher ist kein Twist, das ist einfach nur unsauber erzählt. Da verstehe ich den Ärger über die investierte Zeit total.
Beim Fantasy geht’s mir übrigens ähnlich, das triumphierende Böse mag ich da auch nicht so recht.