Nicht mehr ganz taufrisch - Ü50, versuchte ich mich über drei Jahre darin, ein Buch zu schreiben. Angefangen hatte ich aus heiterem Himmel. Ohne Plot und ohne Ahnung.
Ich wusste nicht warum, hatte noch nicht einmal großen Spaß daran - es war eher wie ein Zwang.
Nach 350 Seiten in Word, war mir meine Tasche, samt Laptop und USB-Stick zur Datensicherung, im Zug nach Rom abhanden gekommen.
Im Nachhinein betrachtet, mein größtes Glück!
Trotz des herben Verlustes, verbrachte ich zehn herrliche Tage damit, an den schönsten Plätzen der ewigen Stadt, die Handlung des verlorenen Buches zu konservieren. Ausgestattet nur mit Bleistift und Notizbuch.
Ohne zu wissen, was ein Plot ist, war ich dabei meinen ersten zu erschaffen.
In einem Straßencafé beobachtete mich eine Fremde. Sie kam zu mir und fragte, woran ich schrieb. Ich bat sie, sich zu setzen und erzählte von meinem Buch-Unglück.
Wir verbrachten die ganze Nacht miteinander. Nein - nicht so, wie ihr jetzt vielleicht zu denken gewillt seid, das hätte ich hier nicht erzählt.
Wir haben Charaktere kreiert, ich lernte, wie man Figuren entwickelt, was Spannungsbögen sind, welche Dramenmodelle und Erzähl-Perspektiven es gibt, was man unter einen guten Schreibstil versteht, was von all dem zu mir und zu meinem Buch passen könnte und wie spannend unter diesen Gesichtspunkten das Schreiben noch werden konnte.
Ich wusste nicht, wer diese Frau war, die mir die nächsten Tage, Abende und Nächte unermüdlich Lehrstunden erteilte. Wir sprachen viel über das Schreiben und lesen von Büchern, diskutierten lange über meine Lieblingsserie - bis sie sich als Autorin von genau dieser geoutet hatte.
Im Juni dieses Jahr werde ich zum zweiten mal in meinem Leben heiraten. Ratet mal, wer die Auserwählte ist?
Mein Buch ist inzwischen fertig. Die Agentin meiner Zukünftigen hat es bei einem Verlag untergebracht. Es wird Anfang nächsten Jahres erscheinen.
Ob es gut ist? NEIN - es gibt keine guten und schlechten Bücher. Aber zu jedem Buch finden Leser, die es gut finden. Sind es mehrere, wird das Buch zum Erfolg!?
Aber was ist beim Schreiben Erfolg? Für die meisten Autoren jede Veröffentlichung. Egal wo und egal wie oft es gekauft und gelesen wird. Persönlich wertete ich es sogar schon als Erfolg, eines fertig bekommen zu haben.
Warum ich einst anfing zu schreiben? Ich weiß es noch immer nicht so genau, aber mir schwant es - oder glaubt ihr an Zufälle?
Seit geraumer Zeit lese ich hier mit. eher sporadisch und selektiert. Am liebsten mag ich die reinen Schreibthemen.
Es ist daher an der Zeit, einmal Hallo zu sagen und mit meiner kleinen Minibiografie Einblicke zu meinem Schreibhintergrund zu gewähren.
In diesem Sinne, ein schönes Wochenende!
Dann herzlich willkommen, Harald. Du scheinst ein echter Glückspilz zu sein.
Herzlich willkommen.
Na, das ist ja mal eine interessante Story. Da könnte man glatt ein Buch drüber schreiben.
Herzlich willkommen!
Herzlich Willkommen!
ich gebe @Koebes recht, schon die Art wie du zum Schreiben gekommen bist bzw. der Weg zu deinem Erstling ist ja eine eigene Geschichte wert! War sehr interessant zu lesen ![]()
Herzlich Willkommen Harald ![]()
Die Geschichte eurer ersten Begegnung wäre auf jeden Fall eine schöne Liebesgeschichte. Ist es nicht so, dass das Leben die schönsten Geschichten schreibt ![]()
Willkommen bei uns. ![]()
Da bist du ja schnell bei der Sache. Die ersten Wörter meines Erstlings haben im letzten Jahrtausend das erste Licht der Welt erblickt, und hat bis 2022 gebraucht, das erste Mal gedruckt zu werden.
Macht nichts, ich sogar mit noch weniger. Mit Signum II aus dem Atari.
Rom ist voller Borseggiatori.
Das Wunder von Rom?
Glückspilz, meine Frau arbeitet in einem Recylingunternehmen und könnte meine Bücher dem … lassen wir das lieber.
Dir doch auch.
Dann tobe dich hier aus, wir sind ein lustiger Haufen, mit jeder Menge an Buchstaben in den Köpfen.
Gruß Alexander.
Ein herzliches Willkommen auch von mir!
Ich schließe mich meinen Vorrednern an, deine Geschichte „auf dem Weg zum Buch“ ist tatsächlich ein Roman wert… oder eine mehrteilige Kurzgeschichten-Sammlung! ![]()
Ich persönlich schreibe am liebsten kürzere Geschichten und verbinde diese dann zu einem Buchprojekt. Ich folge dabei dem „roten Faden“, der sich meist spontan entwickelt und mich auch nach dem Schreiben noch eine Weile begleitet.
Ich schreibe ziemlich viel und fast jeden Tag. Das hilft mir meine Kreativität voll auszuleben. Übrigens haben schon einige Forianer eigene Bücher veröffentlicht und so schwierig ist das auch nicht. Man muss nur konsequent „am Ball bleiben“, beim Geschichten schreiben. Ich wünsche dir ebenfalls ein schönes Wochenende und falls du zufällig mal „Mein Leben ist anders“ lesen willst, dieses Werk und seine zwei Nachfolger sind bereits veröffentlicht! ![]()
Gruß
Super Girl, die ist noch U50… ![]()
PS: Ich mach kein Geheimnis draus. Bin noch 37 Jahre jung, bald 38.
Frischling… Oder Küken… ![]()
Ein Einstand wie ein Romanbeginn, und du scheinst wirklich ein Glückspilz zu sein. Herzlich willkommen hier an Bord!
Herzlich Willkommen bei uns Forum!
Guten Morgen und einen lieben Dank für die herzliche Begrüßung in euren Reihen!
Gibt es wirklich Glückspilze?
Ursprünglich entstand dieser Begriff für jemanden, der wie ein Pilz aus dem Boden schoss. Ein Emporkömmling, dessen Aufschwung eher seinem Glück als seinem Können zugeschrieben war. Aus dieser Perspektive betrachtet bin ich auf jeden Fall ein Glückspilz.
Nach heutiger Auslegung ist ein Glückspilz jemand, der das Glück gepachtet hat.
Bei meiner ersten Hochzeit war ich sehr jung gewesen. bin früh zum glücklichen Vater geworden und viel zu früh Witwer. Und damit alleinerziehender Vater einer Dreijährigen; hatte mich das Glück verlassen? Rückblickend betrachtet habe ich akzeptiert, dass das Leben niemals auf geraden Wegen verläuft. Aber ich hatte mit meiner ersten Frau eine glückliche Zeit, sie hat mir eine Tochter geschenkt, ich darf mich nun seit 28 Jahren einen glücklichen Vater, bald einen glücklichen Schwiegervater und meine Hoffnung - irgendwann auch einen glücklichen Opa nennen.
Zum Thema Glück fällt mir ein Reim des Dichters und Schriftstellers Clemens Brentanos ein. Eine Strophe (ich glaube die erste) aus seinem Gedickt „Glück“.
Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.
Also, gibt es Glückspilze? Ja - nach zeitgemäßer Definition ist es nicht das Privileg Einzelner, einer zu sein.
Wir alle sind Glückspilze!
Ob meine persönliche Geschichte zum Roman taugt? Naja - manchmal ist das wahre Leben fast zu kitschig, um literarische verarbeitet zu werden … mein Genre ist es jedenfalls nicht.
Wenn sich dem jemand annehmen möchte, gerne! Ich unterstütze jederzeit mit Details und Infos. Nur Namen müssen geändert werden.
Euch allen einen glücklichen Samstag!
Ich lese Deinen Text nachher in der Bahn.
Aber Glückspilze gibt es, das haben die schon in den 60er gewusst. ![]()
Servus Harald,
auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen!
Ein wunderschöner Einstand!
Und danke für deine Ausführung zum Thema Glück! Sehr treffend!
Kaum keimt hier ein bisschen Niveau auf … Sorry muss man das gleich wieder ins Lächerliche ziehen???
Herzlich willkommen Harald,
ja, es sollte wohl so sein. Synchronizität nennt man das wohl …
Herzlich Willkommen hier, Harald, und herzlichen Glückwunsch zur Verlobung. Was für eine schöne Liebesgeschichte!
Liebe Grüße, Arletta
Oh, es ist auch nicht mein Genre, aber ich glaube, der passende Autor könnte eine tolle Liebes-/Lebensgeschichte daraus zaubern.
Das sind jetzt eher die Pilze, die nicht unbedingt zum Glück führen ![]()
Danke, aber warum so bierernst? Ist ein wenig Spaß nicht auch gerade das schöne an diesem Forum?
Naja, vielleicht etwas langweilig - aber mit viele fiktivem Beiwerk könnte es klappen ![]()