[QUOTE=NoSi]
Diesen Einwand verstehe ich nicht ganz. UNDO bedeutet für mich «STRG-Z». Oder «Bearbeiten ►Rückgängig». In wieweit das Inkonsequenz bzgl. einer Ablehnung von Drag&Drop in einem Treeview bedeutet, müsstest Dur mir bitte erläutern.
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Die Inkonsequenz sah ich darin, dass Du die persönliche Abneigung für Copy&Paste bei Anderen mit dem Hinweis auf STRG-Z (Undo) zu entkräften versuchst, dieses jedoch scheinbar bei Deiner persönlichen Abneigung gegen Drag&Drop für nicht beachtenswert findest. :). Bedenke bitte dabei auch, dass Befürworter von Drag&Drop allen Anschein nach ebensowenig Probleme mit „zerschmissenen Bäumen“ haben wie Copy&Paste’er mit flüchtigen Zwischenablagen.
[QUOTE=NoSi]
Wenn es „Klickflächen“ gibt, kann man die auch mit Tastenbefehlen belegen und den Dialog mit der Tastatur steuern. Das ist einerseits einer Textverarbeitung (mit den Fingern … ) angemessen und andererseits mit einer erheblich geringeren Fehlerwahrscheinlichkeit behaftet.
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Ich finde Copy&Paste bei reiner Tastaturbedienung sinnvoller. Natürlich kombiniert mit reichhaltigen Tastenkürzel um Wörter, Sätze, Absätze oder ganze Abschnitte zu selektieren. Eine sinnvolle Erweiterung für Papyrus wäre ein Tastaturgesteuertes ein-/ausrücken des markierten Bereichs (in Hinsicht auf die Gliederung). Ob das bei der gegebenen Implementierung so leicht möglich ist, bin ich jedoch nicht so sicher.
[QUOTE=NoSi]
Also ich habe eine Wiederholungsrate für die Tastatur eingestellt, die es recht komfortabel macht, Befehle mehrfach aufzurufen. Einfach die Finger liegen lassen ist erheblich bequemer, als mit der Maus Streckenverrenkungen durchzuführen.
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Das sehe ich (zumindest für mich gesprochen) anders. Eine Maus ist immerhin noch analog bedienbar. Ich kenne beim Tastenrepeat eigentlich bei sowas eher One-off Fehler (oder auch mehr). Ich kann mir vorstellen, dass das bei entsprechend geschulten Reflexen funktioniert - aber das wäre dann ja wohl keine generelle Alternative zu D&D.
[QUOTE=NoSi]
Es ist nicht so einfach, eine größere Gruppe – das ist ja eines deiner Hauptargumente – gezielt an eine bestimmte Stelle in einer Liste zu verschieben, wenn man die Eigenbewegung mit einer Listenbewegung synchronisieren muss.
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Ich bin nicht sicher - arbeitest Du hin und wieder mit Macs? Bei Windows ist Drag&Drop tatsächlich nicht so durchgängig und stimmig realisiert. Viele UI-Konzepte in Mac OS basieren auf Drag&Drop; dementsprechend ist das System so gestaltet, dass man tatsächlich auch dabei gut navigieren kann. Nachdem ich beruflich sowohl massiv mit Windows als auch mit Mac OS X Benutzern zu tun habe, sehe ich tendenziell tatsächlich, dass Windows-Nutzer häufiger C&P statt D&D nutzen und umgekehrt.
[QUOTE=NoSi]
Eine Lösung sollte immer so angelegt sein, dass eine große Gruppen Menschen ohne Mühe das gesteckte Ziel erreichen kann. Das ist mit dedizierten Knöpfen und/oder Tastenbefehlen jedenfalls eher sicher gestellt als mit Drag&Drop. Schau einfach mal älteren Menschen zu – ich rede jetzt nicht von Computeranfängern, sondern von durchaus versierten Anwendern. Da gibt es schlicht motorische Argumente, warum die Maus nicht unbedingt die beste Lösung darstellt. [Ich kenne darüber hinaus hinreichend junge Leute, die mich manchmal zweifeln lassen, ob die Maus tatsächlich das geeignete Eingabegerät ist – ich schule gelegentlich am Computer.]
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Naja - ich finde dennoch, dass dies eine Sache der Übung/Gewöhnung ist. Unter Mac OS X sind viele Dinge mit D&D sehr Mühelos nutzbar. Ich hoffe, wir können uns zumindest darauf einigen, dass Mac OS X weder als besonders benutzerunfreundliches noch als besonders Mühsames OS gilt. Einer meiner Kunden ist 90 und kommt mit der Bedienung seines Macs hervorragend zurecht. Was ich damit sagen will: Vielleicht liegt es ein wenig am „Ökosystem“, der Art und Weise wie ein System aufgebaut und strukturiert ist und wie alle Konzepte ineinandergreifen. Bei Mac OS ist Drag&Drop ein fundamentaleres Konzept als bei Windows. Ich finde, dass man als Entwickler die Mac-Varianten seiner Anwendung auch so gestalten sollte, wie man es als Mac-User erwartet. Eines der ersten Dinge die ich in der neuen Inhaltsübersicht probierte war etwas mit D&D zu verschieben. Es wirkte wie eine willkürliche Einschränkung, dass es nicht ging.
[QUOTE=NoSi]
Natürlich kann man alles mit Undo rückgängig machen. Ist halt die Frage, warum ich das brauche: Weil eine Funktion so unsicher implementiert ist, dass ich mehrere Anläufe benötige (was dann ebenfalls zu einem Karpaltunnelsyndrom
führen kann), oder weil ich mich dazu entscheide, eine planmäßige Operation aufgrund von Umdenken, Neubedenken, was auch immer, zurück zu nehmen.
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Usability hat auch etwas mit Erwartungshaltung der Benutzer zu tun. Ein Mac-Benutzer wird eher korrekt funktionierendes Drag&Drop erwarten als ein Windows-User. D&D unter Mac OS ist alles andere als unsicher, sondern ein integraler Bestandteil des Bedienkomforts. Es tut mir weh das sagen zu müssen, aber auch die Konfiguration der Toolbar-Icons (Knöpfchen statt D&D) ist beispielsweise verglichen mit dem unter Mac OS üblichen Verfahren einfach nicht gut. Darüber kann ich hinwegsehen, weil Papyrus dafür an vielen anderen Stellen Dinge besser macht - trotzdem muss ich schon sagen, dass Papyrus sich in Bezug auf Mac-Usability schon gerne noch weiterentwickeln dürfte. *
Jochen
*) Ja Ulli, ich weiß, dass das womöglich als Spartenmarkt auf den ersten Blick nicht interessant erscheinen mag - allerdings gibt es Firmen wie Nisus oder die Redlers, die mit Mac-only Schreibzeugen scheinbar gut genug verdienen um mindestens zu überleben. Ich wage einfach mal zu behaupten, dass die Grundidee und viele Konzepte in Papyrus den Mac-Konkurrenten überlegen sind - die Präsentation und Usability jedoch nicht immer. Wenn an letzteren Themen noch Dinge verbessert werden, dann sehe ich für Papyrus richtig gute Chancen im Mac-Markt.