Hej-do herzallerliebste Schreibgeschwister!
Ich bin (noch eine Woche) auf Rehab, aber mir geht es - abgesehen von der Trauer um den verpassten Auftritt auf der LBM - sehr gut. Zumindest kann ich jetzt schmerzfrei laufen und freue mich, als krönenden Abschluss, am Karfreitag meinen Hausberg Ötscher im Mostviertel, auf den ich vor vielen Jahren meiner Frau einen Heiratsantrag gemacht habe, zu erklimmen (auch wenn ich mich vorm Abstieg etwas fürchte).
Gestern beehrten mich zwei Freunde (den einen habe ich 45 Jahre nicht gesehen) mit einem Besuch hier auf der Rehab und unterbreiteten mir ein Angebot das ich nicht ablehnen will: nämlich in unserer Region ein Projekt namens Oral History durchzuführen, bei dem es darum geht die Lebensgeschichte von alten und hochbetagten Menschen aufzuzeichnen - und zwar so, wie sie selbst es erzählen, ohne weitere Interpretation. Das ist tatsächlich eine bestimmte Technik der Geschichtsforschung, zu der es auch von der Historischen Fakultät der Uni Wien klare Anleitungen gibt. Der Böhlau-Verlag hat vor vielen Jahren eine fast fünfzigbändige Buchserie herausgegeben, die sich aber vor allem auf Westösterreich und die Zeit vor 1945 bezieht.
Meine Frage an euch: Kennt ihr dieses Konzept oder hat sich gar schon jemand damit aktiv beschäftigt und wie sind eurer Erfahrungen dazu? Über Tipps und Ezzes von meiner Lieblingscommunity wäre ich sehr dankbar - schreibt sie mir einfach hier rein oder als PN.
Ab Osterdienstag (gibts sowas überhaupt, ihr Christenmenschen?) werde ich euch hier wieder öfters drangsalieren. Bis dahin faste ich noch ein bisschen mit meinen Wortspenden und versuche, meine Beine vom letzten Yoga-Retread zu entknoten.
Liebe Grüße an alle aus dem grauslich kalten Ösiland!