Verlieren ist keine Niederlage, sondern ein Lernprozess, sagt man. Und ich habe viel gelernt im letzten Jahr! Seit ein paar Tagen weiß ich, dass eine weitere meiner Kurzgeschichten für einen Wettbewerb selbigen nicht für sich gewinnen konnte, und ich so wieder Stoff für meine nächste Sammlung habe. Bis das so weit ist, stelle ich manchmal einen Verlierer auf meiner Website vor, aber heute hatte ich spontan die Idee, mein letztes Scheitern befristet hier vorzustellen, in der Hoffnung, andere hätten Lust mir in lockerer, zwangloser Form mit ihren nicht siegreichen Short-Storys zu folgen. Es wäre doch schade, sie in einem Ordner in Vergessenheit geraten zu lassen.
Zur Zeit gibt es im Forum nach meinem Empfinden zu selten Abgeschlossenes zu lesen, nehme ich Klappentexte, Auszüge und Romankonzept-Vorstellungen mal aus. Der Seitenwind wird, vermute ich, vom veränderten Jetstream selbst verweht, und erst zum Winter hin, wird der Adventskalender vielleicht erwachen.
Edit: Die Datei „Flug 2426“ habe ich nun entfernt, da sie Bestandteil einer späteren Sammlung werden soll. Auf Wunsch sende ich sie gerne via PN zu, oder ihr wartet einfach auf die Sammlung.
Ich will das trotz großer Sorgfalt nicht ausschließen, es war etwas knifflig, da die kleinen Teilszenen z.T. in der Vergangenheit stattfanden (wie Rückblenden), aber in das gegenwärtige Unglück übergehen.
Ich würde den Satz gerne präzisieren: Eine Absage ist noch kein Beweis des Scheiterns. Sie ist ein Ergebnis ohne vollständige Diagnose, sie kann zum Lernprozess werden. Aber nur, wenn man den Grund für die Absage mitgeteilt bekommt.
Sie können zu viele, zu ähnliche Geschichten bekommen haben. Oder sie passeten nicht zum Thema, oder persönliche Vorlieben der Herausgeber …
Habe drei Kurzgeschichten eingereicht, keine hat den Zuschlag bekkommen. Ist mir egal, da ich nicht weiß warum. Im Gegenzug wächst meine Anthologie Geschichte um Geschichte.
Ich denke, wenn die Geschichte befristet vorgestellt wird, verschwindet sie dann doch irgendwann.
Oh, das tue ich immer! Schon vor der Gewissheit hatte ich diese Geschichte in meine neue Sammlung eingebaut – es wird der zweite Band. Es fehlen nur noch zwei Wettbewerbsloser (sind ebenfalls schon im Inhaltsverzeichnis aufgeführt ), die ich mit Gewissheit allerdings erst im Januar 2027 verwenden kann. Deswegen steht auch diese nur befristet hier.
Entschuldige bitte, ich stehe gerade ein wenig auf dem Schlauch, denn ich verstehe den Grund (noch) nicht.
Geschichten sind ein bisschen wie Wasser. Sie finden immer ein Weg zum Ziel. Sie wollen gehört oder gelesen werden. Da meine ihr Ziel weder über meine Bücher (Kurzgeschichten haben keinen Markt) noch über meine Website erreichen, suchen manche gelegentlich neue Wege. ‚Befristet‘ bedeutet in meinem Fall nur, dass sie hier im Forum maximal so lange aufrufbar ist, bis das neue Sammelbändchen erscheint, denn doppelt moppeln will ich nicht.
Mach das nicht. Die sich selbst erfüllende Prophezeiung:
Auch Geschichten haben eine Seele und sie geben sich beim Wettbewerb weniger Mühe, zu gefallen, wenn sie wissen, dass es einen Rettungsschirm gibt. Etwas Druck kann nicht schaden.
Es ist schwierig mit Kurzgeschichten, aber keinen Markt würde ich nicht gerade sagen. Und wenn ich meine Geschichten hier veröffentliche, kauft ja erst recht niemand mehr mein Buch. Hier einstellen und dann löschen finde ich auch irgendwie doof. Entweder stelle ich etwas zur Verfügung oder nicht.
Da es nur eine von 13 oder 14 ist, sehe ich es eher wie eine Leseprobe oder einen Appetizer. Ruf mal in einem Shop die Leseprobe eine Sammlung oder eine Anthologie auf, da ist, je nach Länge, eine bis zwei Storys für jeden lesbar.
Meinetwegen kann die Story auch stehenbleiben, aber alte Story-Beiträge werden ohnehin nicht mehr aufgerufen und sorgen womöglich nur für digitale Obstipation. Und sollte es denn höchst unwahrscheinlichen Fall geben, dass jemand auf genau diese Story scharf ist, der darf gerne in mein Sammel-Taschenbuch investieren.
Ja, schon. Aber weiter oben hast du gesagt, doppelt gemoppelt magst du nicht. Wie dem auch sei. Wer meine Geschichten kostenfrei lesen möchte, darf gern meine Homepage besuchen. Dort habe ich auch jeweils das 1. Kapitel meiner Romane zur Verfügung gestellt.
Ich kenne nur Grabstätten für ebensolche. ‚Friedordner‘ beispielsweise. ‚Friedschubladen‘, ‚Friedhefter‘ oder auf Wunsch auch eine würdige Feuerbestattung. Aber in diesem Metier kennst du dich besser aus.
Gut Ding will Weile haben. Das gilt für das Schreiben gleichermaßen, wenn man am Ende zufrieden sein möchte. Erkläre das mal deinen Figuren – sie werden es verstehen (müssen).