Gedankenspiel: Antagonist & Protagonist tauschen die Seiten

Wenn ihr Lust auf ein Gedankenspiel habt, dann seid ihr hier richtig. Ich hätte Interesse an euren Schwarmgedanken.

Ich habe mal Twists für eine Geschichte gesucht. Eine hat mich besonders fasziniert, weil ich mir keinen Reim darauf machen kann, ob’s funktionieren würde. Die Idee war: In der Mitte des Plots sind Protagonist und Antagonist gezwungen, ihre Seiten zu tauschen, um ein größeres Übel zu verhindern (was zu tiefen moralischen Konflikten und neuen Allianzen führt).

Beispielsweise:

  • Der Protagonist befürwortet etwas
  • Der Antagonist lehnt etwas ab
  • Etwas passiert, das Antagonist und Protagonist in ihren Grundsätzen erschüttert oder ein neuer Feind tritt auf, der zu einem Shift auf die jeweils andere Seite führt.
  • Dann lehnt der Protagonist etwas ab, wofür er zuvor noch gekämpft hat
  • Und der Antagonist ist für etwas.

Mir ist leider absolut kein Grund eingefallen, der das Beispiel glaubwürdig machen würde. Was könnte solch einen Seitentausch auslösen? Ich bin gespannt auf eure Ideen.

Im Grunde wie du gesagt hast: etwas sollte sie in ihren Grundfesten erschüttern!
Was wenn eine Wahrheit über etwas herauskommt, die ihre jeweilige Motivation für oder gegen etwas zu sein in Frage stellt?
Wenn der Protagonist für etwas ist, weil er überzeugt ist, dass es gut ist… und es kommt heraus, dass er getäuscht wurde oder sich geirrt hat - das könnte einen Sinneswandel auslösen.
Es müsste aber natürlich schon etwas ziemlich bedeutsames sein, damit gleich zwei Menschen sich komplett für die andere Seite entscheiden. :blush:

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Trump

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Das sehe ich auch so, die Figuren müssen von etwas überzeugt sein, politisch, ideologisch, religös.
Etwas, auf das ihre Lebensphilosophie aufbaut: Pflicht, Treue, Ehre, Glaube, Gebote, Weltanschauung.

Verrat in der Freundschaft ist immer guter Stein, der ins rollen gerät.

Oder, eine Bedrohung, durch die sowohl für den Protagonist, als auch für den Antagonist dermaßen viel auf dem Spiel steht, dass sie gezwungen sind, ihre Überzeugungen und Prinzipien über Bord zu werden.

Grundsätzlich wünscht sich der Leser Konflikt zwischen Figuren, Wandel und Veränderung, mit der er sich identifizieren kann. Glaubwürdige Entwicklungssprünge der Figuren.

Deshalb würde ein bloßes shiften der Rollen langweilig sein. Zudem hätten die doch Gefährten. Was würden die denn sagen? Oder folgen die blind? Werden die ebenfalls bekehrt?
Interessanter wäre es, wenn Protagonist und Antagonist gezwungen sind, wegen einer äußeren Bedrohung zusammen zuarbeiten. Sie können ihre jeweile Ansicht immer noch grundlegend ändern, aber eben zum Zweck, die Bedrohung zu bekämpfen.
Eventuell werden sie Freunde, vielleicht nur zum Schein, oder einer der Beiden bemächtigt sich der Macht, die von der besiegten Bedrohung übrig bleibt und löst eine neue Bedrohung aus. Dann haben wir Verrat.
Wer weiß schon, welche tollen Ideen dir dazu einfallen. :slight_smile:

Den habe ich als Knirps geliebt. Der trifft in etwa deine Prämisse

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Nehmen wir ein fantasy- setting.
Der eine, nennen wir ihm mal Dunkelmann glaubt an den Lichtgott (Sonne)
Der Gegenpart Frau Strahlemann glaubt an die heilige Finsternis, den nur Nachts herrscht Ruhe und Frieden.

Sie merken beide, sie sind in der Truemanshow
Verdammt, Dunkelmann erkennt, Dunkelheit ist ein guter Verbündeter, da kann man sich besser verbergen und munkeln.
Frau Strahlemann muss zugeben, kämpfen kann man am besten am hellerlichten, dann erkennt man seinen Feind besser.

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Ich mag Gedankenspiele … eine Möglichkeit wäre der Preis für etwas, dass der Protagonist benutzt, ist nicht bekannt.

Fantasysetting:
Stellen wir uns vor Gutmensch Protagonist ist Magiewirker und nutzt dazu diese schwarzen Obsidiane … und der Antagonist findet Magie abstoßend.

In der Mitte es Plots stellt sich heraus, um Magie zu wirken zu können, müssen die Seelen von Menschen in Obsidiane verbannt werden. Das hat immer „Die Institution“ gemacht, welche die Obsidiane an ihre Magiewirker verteilt.
Das lehnt Gutmensch Protagonist ab und will keine Magie mehr wirken. Der eher pragmatische Antagonist, will aber das gemeinsame Ziel erreichen und entschließt sich selbst Magie zu wirken, trotz des Preises.


SciFi Setting:
Die Siedlung Akelium im Sirius System ist in Gefahr. Merkwürdig schnellwachsende Pilze bedrohen die Bewohner, da ihre Sporen eine Art giftigen Nebel auslösen.
Protagonist Gutmensch gehört zum Pionierteam, und beseitigt diese mannsgroßen Pilze mit Flammenwerfer und Dynamit :wink:
Antagonist ist Biologe und erforscht sie.
In der Mitte der Handlung stellt sich heraus, dass die Pilze mit einem Myzel miteinander verbunden sind und offenbar eine gewisse Schwarmintelligenz besitzen. Indem sie geometrische Zeichen funken, zeigen sie, dass sie intelligent sind.
Gutmensch Protagonist von den Pionieren bekommt eine Sinnkrise und kann „intelligentes Leben“ nicht bekämpfen. Er will von den Pilzen lernen und sie erforschen.
Antagonist Biologe vermutet, dass die Pilze invasiv diesen Planeten besetzt haben, das ursprüngliche Leben vertilgt haben und setzt daher den Kampf gegen sie fort.

(oder so :wink: )