Herzlichen Glückwunsch!
Ein herzliches Willkommen auch von mir!
Was den Spaß am Schreiben betrifft, schließe ich mich @JoJosson an. Es macht auch irre Spaß, einfach nur für einen selbst zu schreiben. Einem selbst eine Gedankenwelt erschaffen, in die man sich zurückziehen kann.
Viel Erfolg dir bei deinem Projekt!
Grüßle aus’m Nürnberger Land
Steffi
Hey, Willkommen in unserer lustigen Runde.
Der Weg des Schreibens ist sehr unterschiedlich. Ich persönlich glaube, dass man mit jedem Werk besser wird. Mein erstes Buch habe ich nach 50% abgebrochen, weil ich zu viel hineingestopft habe. Alle fünfzig Seiten hätte man einen Mavel Film draus machen können. Das erste richtige Buch war … ein langer Weg. Es war recht schnell fertig (1 Jahr?) , aber Korrekturen zogen sich ewig (Jahre) hin. Ich wusste nicht, ob es fertig ist - und hatte irgendwann kein Gespür mehr, wie die Qualität des Textes ist.
Beim zweiten Buch (Naavorth) habe ich das erste mal nach Plänen gearbeitet. D.h vor der Arbeit (damals arbeitete ich von 10 - 19 Uhr) waren ein paar Seiten drin. Regelmäßig kleine Häppchen (und sei es 2-3x die Woche) ist besser als ein „Schreibwochenende“. Denn ich benötige kleine Pausen, um die Fortschritte meiner Handlung zu überdenken.
Das dritte Buch war ein Herzensprojekt (Schwertsünde). So richtig viel Fantasy auf die Leser loslassen, die ich sonst nur sparsam einsetzte und trotzdem eine interessante, in sich selbst glaubwürdige Welt erschaffen.
Mein optionaler Rat: Übe den langem Atem. Das heißt, eine Geschichte auf vielen Seiten zu Ende zu bringen. Du kannst mit Kurzgeschichten anfangen, und dich über Erzählungen steigern. Lerne auch mal Längen zulassen, die trotzdem so interessant sind, dass sie den Leser in die Geschichte saugen. Fantasy leidet derzeit etwas an „Über-Epic“. Das heißt man trifft in der Handlung 3 Drachen, 12 Dämonen und einen Halbgott. Kann man auch eine spannende Geschichte über einen Schmied mit zittrigen Fingern schreiben, der mit seinem rostigen Schwert loszieht, um Rache zu üben?
Bau am Anfang nicht zuviele „wichtige“ Charaktere ein. Setzte auf wenige wichtige Protagonisten. So hast du mehr Zeit, die Persönlichkeit der Charaktere auszuarbeiten. Finde heraus, wie dir das Schreiben Spaß macht. Ich z.b skizziere lose die Handlung, manchmal nur das nächste Kapitel → und schreibe organisch drauflos. Was könnte als nächstes passieren? Welche Sinne spielen in der Szene eine Rolle (also was sieht, fühlt, hört, schmeckt der Charakter) Ist es beißender Wind, der ihm entgegenpeitscht? Ist es eine laue Sommernacht, in der die Grillen zirpen? Ich sehe das Buch während des Schreibens als Film vor Augen.
Andere planen alles penibel durch und haben daran große Freude eine Welt zu bauen: Finde den Weg für dich heraus.
Ich habe nun 5 Bücher „als eher unbekannter Selfpuplisher“ veröffentlicht und korrigiere aktuell das 6te Buch. Nebenher arbeite ich am 7ten. Die bisherigen Bücher sind eigenständige Werke, die nicht zusammenhängen.
Aktuell habe ich mein Schreibfokus gefunden (in meiner jetzigen Lebenssituation ohne Probleme) und erarbeite eine Rohschrift pro Jahr garantiert, vielleicht auch eine zweite.
Leider bin ich immernoch sehr langsam im Korrigieren, dass zieht sich über Monate hin. Daher wirds wahrscheinlich ein Buch / Jahr → was deutlich besser ist als mein 3-7 Jahre für ein Buch, in der Vergangenheit
herzlichen Glückwunsch
Hallo Tapio
ja da hast Du recht mit dem Fantasy Genre. Für mich hat es sich für die ersten Schritte passend angefühlt. Ob es dabei bleibt? Wer weiß.
Ich musste sehr schmunzeln über Deine Aufzählungen der Drachen, Halbgötter und Dämonen, da es den Kern der Sache eindeutig trifft
Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt, ob ich meinen Kopf „ausschalten“ kann … der ist immer recht laut. Und hoffe sehr darauf auch irgendwann an dem Punkt der Veröffentlichung anzukommen.
Schreiben kann ich auch nur nach der Arbeit oder am Wochenende… mal sehen.
Vielen Dank für Deine Tips und Deine Zeit
Lg
Keine Sorge, das geht sehr vielen hier und generell den meisten Autoren so. Die allerwenigsten können wirklich vom Schreiben leben oder machen das hauptberuflich. Den meisten Schriftstellern geht es also wie Dir: sie schreiben vor/nach der Arbeit, am Wochenende, im Zug, oder im Urlaub.
Wenn Du Dir jetzt überlegst, dass viele es trotzdem schaffen, irgendwann ihr erstes Buch fertigzustellen, ist das sehr motivierend. Warum solltest Du es also nicht schaffen, Deine Geschichte zu Papier zu bringen?
Was man wirklich braucht ist ein langer Atem und manchmal starke Nerven, aber die Reise macht viel Spaß. Ich habe noch nie etwas veröffentlicht und wahrscheinlich auch noch nichts geschrieben, das es wert wäre, verlegt zu werden. Aber ich habe jetzt 20.000 Wörter für meinen ersten Roman geschrieben, beobachte schon jetzt, wie ich besser werde und das ist ein verdammt gutes Gefühl. Es macht Freude und beschäftigt den Kopf auch abseits vom Schreibtisch. Manchmal überlege ich im Alltag, was Sarah in Situation XY tun würde, oder wie Jacob hier reagieren könnte, und daraus entstehen manchmal richtig gute Ideen für Szenen, die dann auch oft sehr lebendig sind.
Ganz viel Spaß beim Schreiben! Eine Idee mit Potenzial hast Du ja schon, und das ist zum Anfangen das Wichtigste.
Edit: Dabei hat mir die Community hier schon sehr geholfen übrigens. Egal wie blöd die Fragen sind, Du bekommst immer hilfreiche Antworten und Tipps. Wenn Du den Mut hast, einen Deiner Texte zu veröffentlichen, bekommst Du richtig Input. Ich, wie gesagt, auch Anfängerin, habe es getan. Gab eine Menge Kritik, aber ich habe mich zu keinem Zeitpunkt angegriffen gefühlt. Hat es mich weitergebracht? Aber Hallo! Ich kann jetzt viel besser ganz neue Fehler machen^^
Hehe.
Matthäi der Sohn des Schreibers, der mit Gebhart Stahl aus Reichsburg geflüchtet ist, lässt alle schön grüßen, vor allem @Cheezy. Er schwört Stein und Bein, dass Worldbuilding ein ziemlich coole Sache ist. Jedenfalls bastelt er gerade mit seinem Vater an einer neuen Welt, während seine Kinder im Garten von Stahls Geliebter, der Hexe, mit einem echten Drachen spielen und Miriam von Antinome den Umgang mit der Labrys lernt. Vielleicht schaut er ja mal demnächst wieder vorbei hier.
Whatever, Cheezy - schreib! Wir sind gespannt was du uns zu erzählen hast.