Fragebogen für Testleser

Ein Fragebogen, den ihr euren Testlesern zum Ausfüllen geben könnt und damit - hoffentlich - ein differenziertes Feedback bekommt. Zumindest bekommt man damit mehr als das klassische ‚gefällt mir‘. :wink:

Nichts davon ist in Stein gemeißelt, deswegen absichtlich als PAP-Datei und nicht als PDF. Ihr könnt also noch weitere Punkte mit dazunehmen, diejenigen streichen, die ihr nicht braucht oder die Sache sonstwie abändern.

fragebogen testleser2.pap (43.7 KB)

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He @Yoro, vielen Dank. Das war einer der Punkte die auf meiner To Do oder To Search Liste standen.

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Hallo,

vielen Dank, dass du ihn zur Verfügung stellst!

Sobald ich mal Testleser habe, werde ich den sicherlich mal etwas individualisiert dazu reichen :smiley:

VG
Scherbengericht

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Toll, Yoro. Da hast du eine ausgeklügelte Unterlage für deine Testleser geschaffen. Gratuliere, ist sehr gut.

Allerdings befürchte ich, dass mit deiner Unterlage meine Testleser gelegentlich etwas überfordert wären.
Deine Unterlage ist aus meiner Sicht vor allem für Personen geeignet, die über ein gewisses Wissen/Vorbildung zum Schreiben haben (erfahrene Autoren, Lektoren …).
Da für mich zum Zeitpunkt des Testlesens ganz klar im Vordergrund steht, zu wissen, was ein ‚ganz gewöhnlicher‘ Leser bemerkt/empfindet, habe ich für meine Testleser das einfache Blatt hier zusammengestellt. Das gibt mir für diese Schreibphase den gewünschten Input.

Das tiefergehende, fachliche, kommt dann beim Lektorat.

Testleserblatt.pap (14 KB)

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Ja, es ist sehr ausführlich. Ich dachte, so ist alles Wesentliche abgedeckt und jeder kann es dann nach Wunsch und Voraussetzungen an seine Testleser anpassen.

Waba, dein Testblatt finde ich auch total klasse!

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Hallo, @Yoro,
vielen Dank für Deine Fragen für Testleser. Ich habe es bei mir gespeichert. Ich habe allerdings bei den Ziffern zum Ankreuzen noch eine weitere Spalte mit der Nummer 6 hinzugefügt. (Man könnte das an Schulnoten anlehnen, die kennt so ziemlich jeder.)
Der Hauptgrund für diese Ergänzung ist jedoch ein anderer: Es ist immer günstig, bei solchen Ankreuzfeldern möglichst keine ungerade Zahl zu haben, weil die Leute, die sich nicht so recht entscheiden können, dann der Einfachheit halber das Kreuz immer in der Mitte machen (also bei 3).
Ich werde nochmal drüber nachdenken. Vielleicht reduziere ich die Anzahl der Bewertungsmöglichkeiten auch auf 4. Dann entspricht es nicht mehr so sehr den Schulnoten, aber die Testleser müssen sich schon mal auf gut (3 oder 4) oder schlecht (1 oder 2) festlegen. Eine „goldene Mitte“ gibt es dann nicht mehr. Und das ist viel hilfreicher für den Autor, als wenn sich ein Testleser immer diplomatisch mit einer 3 aus der Affäre zieht … :slight_smile:

LG
Pamina

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Pamina, das leuchtet ein und wäre zu überlegen.
Man kann sich den Fragebogen ja nach Lust, Laune, Gewichtung und Testlesern individuell gestalten, ich werde ganz sicher auch nicht jedes Mal das volle Programm abfragen.

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Liebe @Yoro

Ich möchte mich sehr herzlich bei dir bedanken für diesen hervorragenden Fragebogen an Testleser, den du uns da schon vor fünf Jahren zur Verfügung gestellt hast. Jenen meiner Testleser:innen, die ich nicht aus der ohnehin überaus kompetenten Papyrus-Community rekrutiert habe, wird der wirklich sehr viel helfen. Das ist wahres Gold wert. Danke, danke danke!

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Ja, ich finde den auch Klasse :slight_smile:

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Super! Vielen Dank für die Fragen. Jetzt wollen wir doch mal sehen. :nerd_face:

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Danke für das Ausgraben. Passend zu Frage, ob man Testlesern ein Testbuch gibt, wollte ich einen Blick genau auf diesen Thread werfen…

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Hallo Ihr Lieben, da mich die Frage nach den Testlesern gerade auch umtreibt, habe ich mich hier mal ein wenig eingelesen. Toll Eure Vorschläge mit den Fragebögen. Allerdings geht es mir auch so, dass sie mir schon zu spezifisch sind oder zu wenig aussagekräftig. Ich habe für meinen Coming-of-Age-Roman einfach nur ein paar Fragen zusammengestellt, die ich Euch hier auch gerne zur Verfügung stelle. Wenn jemand von Euch Zeit und Lust hat, das Manuskript zu lesen, es sind 481 Normseiten (ca. 100.000 Wörter). Meldet Euch bei mir.
Fragen für meine Testleser.pap (5,0 KB)

Ich nehm dazu mal Stellung:

Gesamteindruck

Hat dich die Geschichte bis zum Ende getragen?

Wenn die Leute sich langweilen, teilen sie dir das dort mit, wo es langweilig wird. Oder sie werden niemals fertig :slight_smile:

Gab es Stellen, an denen du das Buch aus der Hand gelegt hast? Warum?

Meine Erfahrung ist, dass viele Testleser niemals am Ende ankommen.

Wolltest du wissen, wie es weitergeht?

Das haben die bei mir im Text angemerkt.

Figuren

War Clara für dich glaubwürdig?

Konntest du ihre Entwicklung nachvollziehen?

Welche Figur mochtest du besonders? Warum?

Gab es Figuren, die blass oder überflüssig wirkten?

Das sind Fragen, die man tatsächlich am Ende stellen kann.

Handlung

Gab es Stellen, die unverständlich waren?

Wer soll sich denn daran am Ende noch erinnern. Das schreiben die Leute direkt als Kommentar.

Waren manche Kapitel zu lang oder zu kurz?

Das auch.

Hast du irgendwo den roten Faden verloren?

Genau wie das.

Gab es Wendungen, die dich überrascht haben?

Und auch das schreiben sie dir in den Text.

Sprache

War der Schreibstil angenehm zu lesen?

Der Schreibstil kann je nach Kapitel sehr variieren. Ich hatte einen Testleser, der hat mich drei Bände lang gefeiert, weil er meinen Stil so mochte. Ich hab immer noch einige seiner lobenden Kommentare als Anmerkung für mich stehenlassen. Mit dem vierten Band wurde er nicht fertig - es war ihm auf halber Strecke zu langweilig. In meinen Augen ist der vierte Band der beste :slight_smile:

Du willst so eine Angabe beim zugehörigen Text haben.

Gab es Dialoge, die künstlich wirkten?

Wer soll sich denn daran am Schluss erinnern. Auch das willst du im Text haben.

Gab es Wiederholungen oder Passagen, die man kürzen könnte?

Und das hier auch.

Spiritualität

Waren die spirituellen Themen für dich nachvollziehbar?

Hast du dich irgendwo belehrt oder missioniert gefühlt?

Kann man am Schluss fragen.

Welche Szenen waren besonders überzeugend, welche weniger?

Wenn du das vollständig haben willst, dann direkt hinter den Szenen.

Ende

Hat dich das Ende zufrieden zurückgelassen?

Blieben Fragen offen, die beantwortet werden sollten?

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Eine letzte Frage

Wenn du der Autorin nur einen einzigen Rat geben dürftest – welcher wäre das?

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Ich bin da voll bei @tomP - ich will die Kommentare direkt im Buch an den jeweiligen Stellen haben.

Meine Strategie war, eine extra Papier-Testleseausgabe im A4-Format mit breitem Kommentarrand auszugeben und vor dem Testlesen mehrmals sehr klar zu kommunizieren, dass ich möglichst viel ungefilterte Kritik haben möchte - einfach spontan reinkritzeln, ohne sich große Gedanken darüber zu machen, ob das diplomatisch genug formuliert ist und wie ich das wohl aufnehmen werde.

Ich hatte meinen Testlesern zusätzlich auch noch gesagt, dass ich auch jede Art von eigenen Ideen und Änderungsvorschlägen wertschätzen würde. Etliche Autoren hier im Forum scheinen das nicht zu wollen; der Testleser soll nur auf mögliche Probleme aufmerksam machen, der Autor will sich die Problemlösung selbst überlegen. Ich bin da anders, ich hätte gern die Ideen meiner Freunde eingearbeitet, Hauptsache das Buch wird besser. Leider war die Ausbeute an kreativen Testleser-Ideen sehr gering, aber ich habe es zumindest versucht.

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Ich halte es auch so. Allerdings gebe ich meinen Testlesern ein Format, das exakt dem der Endausgabe entspricht. Da ist dann leider kein Rand für die Bemerkungen und die Testleser müssen zwischen die Zeilen kritzeln. Hat denen bisher aber nichts ausgemacht.
Warum stelle ich nicht ein anderes Format zur Verfügung, so wie du? Damit die Testleser auch gleich am Buchsatz rummeckern können und überhaupt das richtige „Feeling“ fürs fertige Buch bekommen. Soll heißen: Cover und alles andere drum und dran ist ebenfalls schon enthalten. Ich könnte schließlich auch einen Schreibfehler im Impressum haben, den ich nicht bemerke. Das wäre dann nach der Veröffentlichung extra doof.

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Noch was vergessen: Meine Testleser bekommen noch zusätzlich ein Anschreiben von etwa 1 Din a 4 Seite mit meiner Erwartungshaltung und worauf sie beim Lesen besonders achten sollten.

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@Suse … Ich hab mich für mein Buchprojekt noch nicht vom Verlagstraum verabschiedet. Meine dritte Überarbeitungsrunde wird sich vielleicht noch Jahre hinziehen, und danach wird eine umfassende vierte Überarbeitungsrunde kommen; zumindest so lange kann ich es mir noch gönnen, noch vom Verlagsvertrag zu träumen.

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Du hast manchmal die Situation, dass sich Testleser zu sehr mit deinem Text identifizieren. Die haben dann eine tolle Idee und verstehen nicht, warum du es nicht so schreibst, wie sie wollen. Das kann ausgesprochen schwierig werden. Mitunter diskutieren sie mit dir auf Seite 200 und lassen nicht gelten, dass die Story leider achtmal so lang ist und dass das, was sie sich wünschen ein nicht zu flickendes Loch reißen würde.

Darum macht es Sinn, Testleser zu fragen. Du solltest dir aber immer darüber klar sein, dass es deine Geschichte ist. Du bist der Spezialist - nicht die. Das bedeutet aber auch für dich den ständigen Eiertanz zu machen, ob deine Testleser recht haben mit dem, was sie sich wünschen.

Darum würde ich eher den Ansatz verfolgen, mich von Testlesern inspirieren zu lassen.

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Ja, da hast du recht. Es kann aber nicht schaden, über Vorschläge ernsthaft nachzudenken. Oder besser gesagt: Es kann vielleicht der eigenen Psyche schaden, aber nicht dem Buch. :upside_down_face:

Eine meiner Testleserinnen fand mein Buch viel zu lang und zu komplex und hat vorgeschlagen, dass ich mich für ein einziges Thema und einen einzigen Handlungsstrang entscheide und alles andere wegstreiche.
(In meinem Buch kommen nur zwei Personen vor, aber die haben jeder seine innere Entwicklung, natürlich auch äußere Erlebnisse, und dazwischen entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen ihnen.)

Diese Kritik war für mich schmerzhaft gewesen. Nach viel Nachdenken habe ich mich dafür entschieden, alle Handlungsstränge drinzulassen, aber doch ein paar Themenbereiche, die ich angeschnitten hatte, aus dem Buch raus zu nehmen. Das Buch wurde dadurch besser, und darauf kommt es an.

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