Frage zum Klappentext

Liebe Schreibfreunde

Es ist so weit. Mein zweiter Roman wird bald auf die Leser losgelassen. Im Moment sind meine Testleser und ich noch fleißig dabei, diverse Fehler auszumerzen.

@Bommel hat mir ein fantastisches Cover erstellt, was ich euch hier später gerne vorstelle.

Beim Klappentext hatte @Suse Bedenken. Daher würde ich euch gerne um Rat fragen.

Worum geht es in der Geschichte?

Das erste Buch endete damit, dass die fertige Kugel Kontakt zu sieben Menschen aufgenommen hatte und die Ankunft ihrer Erbauer ankündigte.

Das zweite Buch knüpft direkt dort an und erzählt, wie es weiter geht. Die Fremden tauchen tatsächlich irgendwann auf der Erde auf. Im Gegenzug für die Möglichkeit, auf der Erde leben zu dürfen, bieten sie ihr hoch entwickeltes Wissen im Bereich Medizin und Technik an. Doch irgendwie sind die Ansichten und Erwartungen von Menschen und Aliens doch so verschieden, dass die Fremden mehr und mehr Einfluss nehmen.

Die anfängliche Euphorie kippt, als das Machtgefüge sich zu stark verschiebt. Die sieben Erstkontaktler haben eine unheimliche Verbindung zu den Fremden und versuchen, diese zu nutzen, um die Welt zu retten.

Ich weiß, es ist schwer, aus so wenig Information einen guten Klappentext zu basteln, aber ich möchte halt auch nicht zu viel verraten.

Hier ist mein Entwurf:

Sie kamen als Retter.

Unheilbare Krankheiten verschwinden. Revolutionäre Technologien verändern die Welt. Milliarden Menschen feiern die außerirdischen Besucher als Beginn einer neuen Epoche.

Doch der Frieden ist nur eine Illusion. Ein weltweiter Blackout und die schleichende Übernahme von Politik und Wirtschaft stürzen die Menschheit in ihre größte Krise. Die sieben Mitglieder des Erstkontaktteams geraten in einen Wettlauf gegen die Zeit.

Ein packender Science-Fiction-Thriller über Erstkontakt, Menschlichkeit und die Frage, ob Individualität stärker sein kann als ein perfektes Kollektiv.

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Ich finde ihn gut und passend….

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Zunächst einmal meinen Glückwunsch dazu, dass Du bereits auf dem besten Weg zu Deinem bereits zweiten Roman bist , während ich immer noch an meinem ersten arbeite.
Ich kenne Deinen ersten Roman noch nicht, ein paar Dinge im Text zu Deinem neuen Roman sind mir jedoch aufgefallen. Deshalb ein paar Anmerkungen hierzu:

Dies als Titel des Romans lässt mich sofort (weiter)denken, dass sie es wollten, aber nicht geschafft haben und gescheitert sind. Ich würde nie erwarten, dass das Buch mir aufzeigt, dass und wie sie es geschafft haben. Vielleicht bin ich allein damit, aber wenn die Intention ist, den Ausgang offen zu lassen, dann würde dieser Titel dies bei mir definitiv nicht bewirken.

Meines Erachtens kann man Besucher nicht als Beginn einer Epoche feiern, da Epochen sich auf Zeiträume beziehen. Zudem spricht man zumindest im engeren Sinn von einer Epoche, wenn man auf eine bestimmte Zeit zurückblickt, nicht unbedingt prospektiv.

Die “schleichende Übernahme von Politik und Wirtschaft” verstehe ich nicht in der Verbindung mit blackout. Ja, sie sind dann noch mehr gefordert als zuvor. Aber wieso “schleichend”, Politik und Wirtschaft bestimmen m. E. heute bereits fortwährend das Geschehen und Nicht-Geschehen. Nichts anderes würde ich erwarten als das Managen der (Blackout)Krise. Mit “stürzen…in größte Krise” nimmst Du hier viel vorweg. Willst Du dies bereits an der Stelle, oder willst Du vielleicht nur von “stellen die Menschheit vor kaum überwindbare Hürden” oder etwas in der Richtung verraten?

Über die gleich doppelte Verwendung des Begriffes stolpere ich hier. Das mag daran liegen, dass der Begriff “Erstkontaktteam” mehr nach Behördensprache als nach Thrillersprache klingt. Vielleicht kann man dem Team zu Beginn des Romans einen knackigen, passenden Namen verpassen oder es nach dem Namen/Nicknamen etc. eines Mitgliedes benennen?

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So empfinde ich es auch. An dem Klappentext ist kaum etwas auszusetzen, außer, dass er dem Leser nichts persönlich anbietet, um ihn neugierig zu machen. Der Text könnte zu vielen anderen Inhalten passen. Ich kenne das neue Manuskript nicht, zu dem ich herzlich gratuliere, aber ich weiß vom ersten, dass bestimmte Personen involviert sind. Versuche dich, lieber @Koebes vielleicht von dem allgemeinen, intellektuellen und distanzierten Ton zu lösen, um ihn menschlicher und emotional nahbarer zu machen.

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Sie kamen als Retter.
Das ist ein Satz, der Aufmerksamkeit auf sich zieht. Allerdings musste ich den Text zweimal lesen, um zu merken, dass “sie” sich auf “die außerirdischen Besucher” bezieht. Und das Bild vom “Retter” wird ein paar Sätze später schon als “Illusion” entlarvt. Deshalb würde ich diesen Satz streichen.

Unheilbare Krankheiten verschwinden. Revolutionäre Technologien verändern die Welt. Milliarden Menschen feiern die außerirdischen Besucher als Beginn einer neuen Epoche.
Den Absatz finde ich gelungen, den würde ich als Einstieg nehmen.

Doch der Frieden ist nur eine Illusion.
Den Satz finde ich ebenfalls gelungen.

Ein weltweiter Blackout
Das englische Wort “Blackout” würde ich unbedingt ins Deutsche übersetzen. Ohne Zusammenhang weiß der Leser nicht, ob hier “Stromausfall” oder “Filmriss”/”Amnesie” gemeint ist. Und sind es jetzt die Außerirdischen, die dafür verantwortlich sind?

und die schleichende Übernahme von Politik und Wirtschaft
Diesen Satzteil finde ich sprachlich nicht gut. Hier hätte ich zum besseren Verständnis gern ein Subjekt und ein Verb, beispielsweise: “Die Außerirdischen [Subjekt] löschen [Verb] nicht nur wesentliche Erinnerungen der Menschen, sondern nehmen [Verb] auch immer mehr Einfluss auf Politik und Wirtschaft.

stürzen die Menschheit in ihre größte Krise.
Ja, passt gut zum Genre “packender Science-Fiction-Thriller”.

Die sieben Mitglieder des Erstkontaktteams
Oh, nee, “Erstkontaktteam” ist viel zu sperrig. Und viel zu distanziert und unpersönlich. Und nur für diejenigen verständlich, die Band 1 gelesen haben.
Mein Vorschlag: Such dir eines deiner sieben Mitglieder aus und gönne ihm drei Sätze, durch die der Leser eine Verbindung bzw. Interesse aufbauen kann.
Beispiel: “Der Physiker Heinz Meier war gemeinsam mit sechs anderen Wissenschaftlern beim ersten Kontakt zu den Außerirdischen zugegen gewesen. Sie alle haben seitdem eine innere/geistige Verbindung zu den Fremden, die Heinz unheimlich ist. (…oder besser etwas tieferes Menschliches, Persönliches, wie sich das auf Heinz auswirkt)”

geraten
Nein, hier bloß kein Passiv! Das sollen doch die Helden sein, oder? Die brauchen Aktiv und mehr Motivation!

in einen Wettlauf gegen die Zeit.
Ja, das passt zum Genre. Wettlauf gegen die Zeit war auch ein wesentliches Element von Band 1, richtig? Damit holst du die Leser von Band 1 ab.

Ein packender Science-Fiction-Thriller
Ja, sehr gut, der potentielle Buchkäufer will das Genre wissen, das gehört entweder auf die Titelseite oder in den Klappentext.

über Erstkontakt,
nee, “über Erstkontakt”, das finde ich viel zu unkonkret und distanziert ausgedrückt

Menschlichkeit und die Frage, ob Individualität stärker sein kann
Ja, gefällt mir.

als ein perfektes Kollektiv.
Wo kommt denn “perfekt” jetzt plötzlich her? Vielleicht wäre das besser aufgehoben weiter oben bei “schleichende Übernahme”, dass die Außerirdischen mit ihrer Einflussnahme Perfektion und Kollektivismus anstreben und deshalb Individualität unterdrücken wollen?

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Klingt spannend. Band eins hat ja auch nach Fortsetzung geschrien. :partying_face:

Bei deiner Beschreibung musste ich an https://de.wikipedia.org/wiki/V\_–\_Die_außerirdischen_Besucher_kommen denken.

Warten wir es ab.

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Den Anfang finde ich gut, ich würde aber diesen Absatz ändern, ich finde ihn auch zu sperrig, und so sehr muss es gar nicht ins Detail gehen:

Doch der Frieden ist nur eine Illusion. Ein weltweiter Blackout und die schleichende Übernahme von Politik und Wirtschaft stürzen die Menschheit in ihre größte Krise. Die sieben Mitglieder des Erstkontaktteams geraten in einen Wettlauf gegen die Zeit.

Vorschlag, so vielleicht?

Doch das neue Zeitalter entwickelt unheilvolle Schattenseiten, die die Menschheit in ihre bisher größte Krise zu stürzen drohen.
Für die sieben Mitglieder aus dem ursprünglichen Kontaktteam beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit …

P.S.: Das ‚perfekt‘ würde ich aus dem Kollektiv auch streichen!

P.P.S.: Ich würde unbedingt noch irgendwo einen Hinweis anbringen, dass man den ersten Band zuerst lesen sollte, um hier durchzublicken.

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@Koebes - Das würde ich auf gar keinen Fall machen!

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Als Buchkäufer, der den Klappentext liest, fände ich es schon wichtig, ob es hier um eine weltweite Stromausfall-Katastrophe geht oder um Amnesie/Gedankenkontrolle. “Blackout” könnte beides meinen.

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Da hast du recht, aber das muss dann eben aus dem restlichen Klappentext hervorgehen. Ich finde den gesamten Klappentext bis jetzt noch suboptimal. Er packt nicht, macht nicht neugierig, lässt einen vorbeischauen.

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So unterschiedlich funktioniert Leserwahrnehmung. Gerade diese beiden Sätze finden sich auf nahezu jedem Thriller und sind m.E. ‘abgedroschen’, weil distanziert und viel zu allgemein. Suche nach einer originelleren Lösung. Vllt. ähnlich: Ein Science-Fiction-Thriller, dessen mitreißende Spannung aus dem (tödlichen?) Konflikt zwischen menschlicher Individualität und einem außerirdischen Kollektiv entsteht. Oder so ähnlich. :blush:

(Sag schon @Koebes – sind die Borg gekommen?)

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Ja, in dem Punkt sind wir uns einig. Aber ich würde die Distanz weniger an diesen beiden Phrasen festmachen und mehr daran, dass im Klappentext nicht von Individuen die Rede ist, sondern von “außerirdischen Besuchern”, “der Menschheit” und “dem Erstkontaktteam”.

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Wie man es dreht und wendet, meines Erachtens muss Koebes da unbedingt noch mal ran.

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Das meinte ich ebenfalls schon in einem weiter zurückliegenden liegenden Kommentar. :wink: Da sind wir uns einig!

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Ich meine, das hier ist ein Folgeroman, deswegen müssen keine Erstleser geködert werden. Wer hier einsteigt, kennt die Kugeln bereits und möchte wissen, wie sich die Story weiter entwickelt, und dafür finde ich den Klappentext so eigentlich schon sehr gut. Er verrät nicht zu viel, weckt aber das Interesse, wie es mit den Kugeln weitergeht.

Man könnte vielleicht auch noch einen Satz drüberstellen:
„XX Monate später sind die Kugeln überall auf der Erde präsent.“

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Lustigerweise finde ich deine eigenen, unverstellten Worte zur Erklärung für den folgenden Klappentext viel spannender. Vielleicht ist das dein Eingangstor: Schreib den Klappentext ähnlich, aber kürzer und knackiger – schon ist er individueller. Ein Beispiel:

Ich bin gerade mit “Nano” fast fertig und vergleiche den Klappentext (natürlich ein anderes Thema), der viel individueller am Buchthema dran ist und somit neugierig macht. Erkennst du den Unterschied?

“Panik, Planlosigkeit, politisches Totalversagen - für diese Krise sind wir nicht bereit. Der neue Katastrophen-Thriller von Bestseller-Autor Phillip P. Peterson.

Das Forschungszentrum in Köln ist das fortgeschrittenste seiner Art und das Vorzeigeprojekt der deutschen Regierung. Hier wird an Nanotechnologie experimentiert, um winzige Maschinen zu schaffen, die unser Leben von Grund auf verändern können. Das Versprechen ist groß, das Restrisiko vernachlässigbar. Heißt es.

Doch gerade als der Bundeskanzler zu Besuch kommt, gelingt es Terroristen, die Anlage mit einer explosiven Drohne zu beschädigen. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen versagen, und Nanomaschinen gelangen in die Umwelt. Als sie anfangen, sich unkontrolliert zu vermehren, ahnen nur wenige, welch ungeheure Katastrophe sich anbahnt.”

(Quelle: Amazon)

Edit:

Wie auch im Zitat-Klappentext könnte gleich am Anfang Bezug auf den ersten Thriller (Titel erwähnen) genommen werden.

Dann ein Satz als Zusammenfassung als Zusammenfassung des ersten Romans und einen kurzen, aber persönlichen Appetizer-Zusammenschnitt auf den zu erwartenden neuen Inhalt. Knackiger Abschlusssatz oder auch Frage (Schaffen XYZ es rechtzeitig, ABC aufzuhalten/zu bekämpfen/abzuwenden … zu was weiß ich …?).

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Ich habe den Threadtitel geändert, da ansonsten vielleicht Externe über Google mit einer Suche nach dem Buchtitel darauf stoßen.

Danke für den Hinweis @Bommel

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Liebe Freunde

Vielen Dank für eure Anregungen. Ich war leider den ganzen Tag über in einer wichtigen persönlichen Angelegenheit eingebunden und konnte nicht zeitnah antworten.

Ich schaue mir eure Hinweise an und werde den Klappentext entsprechend anpassen.

Nochmals vielen Dank.

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