Ich habe Papyrus gerade gekauft, mein Skript hochgeladen und bin schon bedient. Silbentrennung macht er nicht, Funktion für Seitenumbrüche kann ich nicht finden. Ich hoffte auf eine Erleichterung beim Schreiben, habe aber nur Arbeit. Kann jemand helfen?
Sehr schön! Bei so einer Einleitung würde ich am liebsten mit RTFM antworten.
Text > Sprache und Silbentrennung. Das ist ein Textattribut. Du musst dich also mit Absatzformaten und Textstilen beschäftigen, um die Silbentrennung für deine Standardformate einzuschalten.
Command-Enter oder Strg-Enter oder Einfügen > Festes Seitenende. Es gibt auch Absatzattribute, die dafür sorgen, dass ein Absatz auf einer neuen Seite beginnt (für Überschriften sinnvoll).
Ich auch. Du meldest dich hier an, hoffst auf Hilfe und bist nicht mal bereit, mit einem einfachen Hallo zu beginnen.
Anstatt mal die Hilfefunktion zu bemühen, schiebst du die Arbeit anderen zu.
Ja. Das Handbuch.
Das liegt als „Papyrus Handbuch.pap“ im Installationsordner im Verzeichnis „Anleitung“. Dort findest du beispielsweise im Abschnitt „2.1 Grundsätzliches: Was beim Schreiben zu beachten ist“:
„Seitenumbrüche : Papyrus kümmert sich automatisch darum, dass Deine Kapitel auf neuen Seiten beginnen. Benutze dafür (wie gerade weiter oben beschrieben) Formatvorlagen, die automatisch einen Seitenumbruch erzwingen.
(Die Einstellungen dazu findest Du auch im Menü »Absatz« → »Erweiterte Absatzformatierung«).“
Ich finde, dass 2 Klicks, 1 x im Hauptmenü und 1 x im Untermenü nicht als “Arbeit” zu bezeichnen sind.
Der/dir Threadersteller wird wohl gewohnt sein, Layout mit der Leer- , Enter und Tabtaste zu machen.
Ja nu. Ich kann ja nicht von einem neuen Programm erwarten, dass es genauso arbeitet wie das alte. Wäre es so, bräuchte ich kein neues zu kaufen.
Gutes Argument.
Ich weiß noch meine Papyrusanfänge: War wie Fahradfahren auf Gleisen, du kommst ans Ziel, spürst hinterher aber jeden Knochen.
Für mich war es eher wie ein Wechsel von einer alten Propellermaschine zu einem Learjet. Man muss erst lernen, wofür all die Knöpfe sind, aber dann fliegt man schneller und sicherer.
Ein neues Programm verlangt immer Einarbeitungszeit. Mal ist die Lernkurve steiler, manchmal flacher. Papyrus gehört zu den Programmen, deren Lernkurve relativ flach ist. Man kann also starten und gleich loslegen, um zu schreiben. Mal zum Vergleich: Die Lernkurve vieler 3D-Grafikprogramme ist ziemlich anspruchsvoll. Es ist schwer, über die ersten Hürden zu kommen, bis der erste Quader so auf dem Bildschirm zu sehen ist, wie man es sich wünscht. Da kann man schon mal das Handtuch schmeißen!
Andererseits gehört das Handbuch von Papyrus nicht gerade zu der Sorte „leichtverständlich“. Und irgendwo zwischendrin als Neuling mal anfangen zu lesen und verstehen scheitert oft an derzeit unverständlichen Begriffen und Vorwissen. Vielleicht sollten sich die Macher von Papyrus mal dazu entschließen, eine Einführung zu schreiben, in der wiederkehrende Begriffe mehr, als nur einmal erklärt werden, eben aus der Sicht eines Einsteigers und nicht aus der Sicht eines wissenden.
Willkommen im Forum.
Die Bedienung des Programm ist zwar intuitiv, aber ein bisschen Einarbeitung braucht es schon. Es gibt zahlreiche Tutorials, ein Handbuch und dieses Forum.
Dir wurde ja schon geholfen, also wünsche ich dir Erfolg mit deinem Buch.
Ich habe noch kein komplexes Programm gesehen, dessen komplette Leistungsfähigkeit mit einer simplen Anleitung zu erfassen wäre.
„Anfangen“ bedeutet doch „von Anfang an“, oder? Man sollte ein gewisses Grundverständnis von Computern haben und auch das heutige Umfeld wie Internet oder Cloud sollte nicht völlig unbekannt sein. Wenn ich mich nicht sehr irre, sind alle Dinge, die mit Papyrus selbst kommen, im Handbuch auch erläutert.
Handbuch, Tutorials, Beispieldokumente, Videos, Community – was denn noch alles?
Ich habe hier noch gedruckte Handbücher aus Atari-Zeiten. Schon damals gab es genau eines und nicht mehrere; schon damals waren die Handbücher strukturiert, damals noch in „Stufen“.
Vielleicht sollte man das wieder aufnahmen, was in den 90ern (bspw. im Handbuch zu papyrus 4 auf Seite 25) noch in einem Abschnitt „Stufe I – Der Umgang mit Ihrem Computer“ stand:
„Ein ernstes Wort vorne weg: Lesen Sie die Anleitungen (Fußnote: Was ich natürlich um so lieber von mir gebe, da ich gerade selber an einer schreibe. Ist natürlich andererseits bei denen, die noch nicht bis hier gelesen haben, Papierverschwendung …)! Lesen Sie mindestens die von Ihrem Computer bzw. dessen Betriebssystem sowie von papyrus; und wenn Sie sich wenigstens dazu hinreißen lassen, dies Handbuch durchzublättern.
Moderne Programme und Computer mit modernen graphischen 32-Bit-Betriebssystemen sind zwar schon recht anwenderfreundlich, und man muß auch nicht immer alles wissen. Aber man sollte wenigstens wissen, was so alles geht und nicht nur die Hälfte der hilfreichen Möglichkeiten kennen.“
Bei einem Programm für 350 Euro kann man eigentlich davon ausgehen, dass nicht alles selbsterklärend ist und man den einen oder anderen Blick ins Handbuch werfen muss.
Macht sich auf jeden Fall besser, als hier im Forum aufzuschlagen und sich als erstes bei der Community über die ganze ‚Arbeit‘ zu beschweren.
Oh ja! Vielleicht kennt hier jemand noch eine der alten Blender-Versionen, damit konnte man ohne Handbuch und Anleitung buchstäblich gar nichts machen.
Du hast recht: Man muss natürlich auch verstehen und lesen wollen!
Aber hier geht es um den Einstieg! Und so ein Einstieg kann eigentlich nur die einfachsten Grundlagen behandeln. Alles andere muss man sich erarbeiten.
Nichtsdestotrotz: Das Handbuch ist nicht aus der Sicht des Einsteigers geschrieben worden!
Ich verwende Papyrus seit der Version 7.x und ich denke, dass ich vielleicht 35% der Funktionen verwendet und verstanden habe. Aber wenn ich im Handbuch nach gewissen Informationen suche, werde ich selten fündig. Es ist einfach zu kompliziert geschrieben. Deshalb muss ich nach weiteren Informationen in anderen Kapiteln suchen. Das mag aber an individuellen Dingen liegen.
Manchmal hilft eine andere Ausdrucksweise dabei, auch wenn sie länger ist, das gelesene auch zu verstehen und zu verinnerlichen.
Das meiste, was ich über Papyrus weiß, stammt aus diesem Forum - von anderslautenden Erklärungen. Vieles habe ich auch durch die Arbeit mit Papyrus selbst herausgefunden und ich gebe es gern anderen Benutzern weiter, was meine eigenen Kenntnisse auch wieder erweitert hat. Ja, und inzwischen weiß ich auch, wo ich im Handbuch suchen muss, um ein Problem zu verstehen.
Es hilft definitiv nicht, das Handbuch wie einen Roman zu lesen - in einem Durchgang. Das verwirrt nur! Am Besten ist es, in Ruhe ein Problem nach dem anderen anzugehen und es immer wieder in der Praxis auszuprobieren und zu testen. Aber auch so wird einiges nicht im Gedächtnis hängenbleiben, vieleicht auch, weil man eine bestimmte Funktion nur ganz selten benutzt.
Und manches auch nur in wenigen Zeilen, obwohl dazu ein ganzes Kapitel notwendig wäre. Den Zeitstrahl habe ich zudem immer noch nicht kapiert.
Ich nutze Papyrus seit 2015. Täglich!
Du hast recht: Man muss natürlich auch verstehen und lesen wollen!
Aber hier geht es um den Einstieg! Und so ein Einstieg kann eigentlich nur die einfachsten Grundlagen behandeln. Alles andere muss man sich erarbeiten.
Nichtsdestotrotz: Das Handbuch ist nicht aus der Sicht des Einsteigers geschrieben worden!
Das ist das ganz natürliche:
Das Handbuch ist von Fachleuten geschrieben, die können gar nicht mehr so tief denken, wie ein Anfänger.
Und wenns der Anfänger schreiben müssste, kennt er die Grundlagen nicht.
Man muss sich schon ein bischen in die Materie reinarbeiten wollen.
grüße..Ali
Ich persönlich mag das Tutorium sehr gerne. Eine tolle Idee.
Und tatsächlich kann ich anfängliche Schwierigkeiten und den Frust darüber nachvollziehen. Den Ton für einen Einstieg in ein neues Forum fand ich etwas … unglücklich.
Und natürlich gehört ein wenig “einfuchsen” in Menüpunkte etc bei jedem Programm dazu. Ausprobieren muss ich auch bei Word, Scrivener, OpenOffice, etc…
Aber ich kann jeden nur ermutigen einfach mit einem “Probeprojekt” auszuprobieren. Sollte halt nicht der wichtige Text, sondern ein Trainingsprojekt sein. Insgesamt ist Pap12 ein Hammer - die beste Investition seit langem (Space X Aktien ausgenommen).
Das ist die klassische Herausforderung, nicht nur das Programm weiterzuentwickeln und neue Funktionalitäten einzubauen, sondern auch die Dokumentation für unterschiedliche Nutzergruppen gut fortzuschreiben. Dazu kommt, dass die schriftstellerischen Bedarfe und Erwartungen sich dabei deutlich von den eher technischen Erwartungen an eine Textverarbeitung bzw. ein Layoutprogramm bzw. ein Officeprogramm (und was Papyrus sonst noch alles kann) unterscheiden können. Ich wünsche mir bspw. schon seit Jahren, dass ich alle Parameter präzise numerisch eingeben kann, ohne immer wieder „grobmotorisch“ mit der Maus hantieren zu müssen. Aber wie wir wissen: „Einem jeden Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“
Ich kenne Papyrus schon über 35 Jahre und lerne immer noch hinzu, gerade auch durch viele hilfreiche Erläuterungen hier in der Community. Es wäre oft sehr wünschenswert, diese direkt in das Handbuch aufzunehmen. Aber auch diese Arbeit muss eben korrekt gemacht werden; das ist eine Herausforderung für sich.
