Guten Morgen. Hier ein Neuling ;-). Wie kann eine Figur im Text verfolgt oder gefiltert werden, um die Plausibilität des Charakters zu prüfen? Ist das ähnlich möglich wie der „Dialogfilter“ oder gibt es die Möglichkeit von Erwähnung zu Erwähnung zu springen oder in der verlinkten Karte ein Untermenü mir allen Stellen im Text, wo der Charakter auftaucht?
Vielen Dank.
Hi Falko, es gibt ein sehr hilfreiches Tool in Papyrus

Der Organizer ist eine Übersicht aller Kapitel, in denen Figuren, Gegenstände und Orte angezeigt werden, die du in deinem Projekt anlegst und die im Text erwähnung finden. Du kannst dir den Zeitstrahl anschauen und nachverfolgen, welche Szenen oder Ereignisse in welchem Kapitel geschehen.
Eine Alternative zum Organizer stellt die Suchfunktion für den Text dar.
Du hast ja nach einer Filterfunktion für Charaktere gefragt, die gibt es tatsächlich nicht.
Aber du kannst dich behelfen, in dem du im Dokument auf „Bearbeiten“ → „Suchen/Ersetzen“ gehst und dann in der Suchmaske den Namen deiner Figur eingibst. Dann kannst du zu jeder Passage springen, in der die Figur Erwähnung findet und querlesen, um die Entwicklung gezeilt zu verfolgen.
Probier es aus.
Viel Spaß wünscht dir der Leon ![]()
Und dann auf einem Denkbrett mit Szenenname eine Kurznotiz erstellen.
Eine wunderbare Ergänzung.
So kann Falko die Entwicklung quasi live verfolgen ![]()
das klingt hilfreich, danke.
Man kann übrigens im Organizer einen Filter auf den gewünschten Charakter einstellen. Schreibmodus → (unten) Einstellung → Navigatoreinstellung → Figuren.
Ich nehme die Figurendatenbank als zentrale Stelle. Allerdings weichen diese auch schnell mal vom Romantext ab. Denn wenn ich den Textschreibe, will ich nicht rausgerissen werden und die Figurendatenbank pflegen.
Deshalb muss ich reglmäßig (in Leerlaufzeiten) die Datenbank nachpflegen. Dies ist noch relativ einfach bei körperlichen Merkmalen, wenn zum Beispiel grüne Augen braun werden.
Schwieriger sind die charakterlichen und geistigen Merkmale. Hier muss man den gesammten Text ins Auge nehmen. Hier hilft auch nicht die Suchfunktion, da man selbst indirekte Einflüsse eines Charakters berücksichtigen muss, auch wenn er nicht da ist.
Deshalb lass ich dabei ein CustomGPT (Dr. Psy ist sehr gut.) über den Text laufen und ein psychologisches Profil von einem Charakter erstellen. Dann kann ich entscheiden, ob ich mir den Charakter so vorstelle. Außerdem kann ich einen Abgleich mit dem Charakterbogen aus der Datenbank machen.
Das hat mir schon eine Menge Textmüll aus der Figurendatenbank gespühlt und aus einer Nebenfigur, die den Protagonisten mal in eine eine oder andere Richtung schubsen sollte, zum (geheimen) Hauptbösewicht gemacht.
Stimmt, an die Verwendung von KI hatte ich garnicht gedacht.
Bitte erklär mir den „Dr.Psy“ CustomGPT Prozess doch, wenn du magst. Verrückt, was es alles gibt ;-).
Bei ChatGPT kann man sogenannte CustomGPTs erstellen. Dahinter steckt einerseits ein Prompt, damit man nicht immer per Copy und Past arbeiten muss. Was aber noch wichtiger ist, man kann Dateien mit Wissen hochladen. Manche haben noch zusätzlich verbindung zu einer App.
So babe ich ein solches CustomGPT für die Stilverbesserung erstellt, in dem ich ein Worddokument mit einer Liste von schwachen Verben, Füllwörtern und Zeitgleichheiten hochgeladen habe. Damit entscheidet nicht mehr die KI, was ein Füllwort ist.
Man kann aber auch CustomGPTs von anderen nutzen, wenn sie es für alle freigegeben haben. Manche sind Müll, andere verbessern die KI in eine spezielle Richtung. Es gibt praktisch zu allem eine spezielles CustomGPT (Physik, Marketing oder auch Spiele). Wie oben gesagt, man muss sie ausprobieren. Für Psychologie finde ich „Dr. Psy“ gut. Um die Technischen Probleme auszudiskutiern „[GER] Professor Ingenieuer“.
Ich bin mir nicht sicher, ob es das auch im kostenlosen Account gibt.
Nur mal eine ganz kurze Frage zwischendurch - ernsthaft nicht provokativ gemeint - Habt ihr eigentlich keinen Spaß daran, eure Figuren selbst auf Plausibilität zu überprüfen? Das macht doch viel Freude und beim Durchstöbern des Textes kommen einem doch immer wieder auch neue Gedanken und Ideen.
Es ist eine Frage der Prioritäten. Will ich (endlich mal) einen Roman fertigschreiben oder tagelang nach Fehlern suchen, die man auch in ein paar wenigen Stunden findet.
Ich suche oft Wochen und Monate, werde aber trotzdem fertig. Für mich gehört das zum Kreativitätsprozess dazu.
Natürlich sollst du so arbeiten, wie es dir Spaß macht. Ich wundere mich nur. Deshalb meine Frage.
Ich schreibe neben einer 40h Arbeitswoche und einem Sozialleben. Ich habe nur ein paar wenige Stunden in der Woche um zu schreiben und selbst dazu muss man sich nach der Arbeit häufig zwingen (Netflix und Sofa rufen aus der Ferne
).
Wie bei der Arbeit. Wenn man begrenzte Ressourcen hat, dann muss man sie einteilen und das Beste daraus machen.
Mal abgesehen davon, so kreativ finde ich den Prozess, nach Fehlern im Aussehen oder der falschen Beschreibungen in der Figurendatenbank zu suchen, nicht. Die grünen Augen werden wieder blau. Das sehe ich mehr als Fleißarbeit um Hilfmittel, wie die Figurendatenbank, aktuell zu halten. Das hilft mir dann beim wirklich kreativen Prozess.
Da haben wir ja schon den Übeltäter! ![]()
Nicht falsch verstehen. Wenige Stunden ohne Netflix. Mit Netflix gar nichts.![]()