Figuren - oder wie Ordnung in das Chaos bringen

Jetzt muss ich mich „outen“. Ich lese sehr gern Bücher mit mehreren Strängen, Familienfehden, Geheimnissen, Rückblenden/ Prologen usw. Ich mag große Welten, die zahlreich bevölkert sind. Solange alles sinnvoll miteinander verbunden ist und jede Figur die Handlung voran bringt oder einen emotionalen Beitrag leistet, zähle ich nicht nach und wird es mir auch nicht zu viel. Die Namen hab ich nach Jahren wohl nicht immer alle sofort parat - na und? George R.R. Martin, Joanne K. Rowling/ R. Galbraith entwerfen lebendige Charaktere. Alleine für Game of Thrones sollen es um die 3000 sein. (Hab ich mal gehört) Eine unerhörte Fähigkeit, die mich begeistert- für die Geschichte und den Autor. Es gibt kein zuviel - es gibt gut oder weniger gut gemacht und Leser, die das mögen oder nicht.
@Nachtfalke - geh nach deinem Bauchgefühl. Es ist deine Story- nur du kannst entscheiden, wer wichtig ist. Ich würde jedenfalls nicht kürzen/ vereinfachen, wenn es zu Lasten der Story ist.

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Mich erinnert das an meinen noch immer unvollendeten Hochwasser-Roman. 8 betroffene Ortschaften, 8 Bürgermeister, 8 Feuerwehrkommandanten, eine Bundeswehreinheit, eine Rettungsstelle, ein Altenheim, zwei Schulen, insg 8000 betroffene Menschen, die aus 10 Perspektiven die Ereignisse einer Woche erzählen. Kurz spielte ich mit dem Gedanken „Kill your Darlings“ umzusetzen und merkte: Ich entwickle mich zum Massenmörder. Die Charakterkarten retteten einigen Protas das literarische Überleben.
Es ist nicht einfach, ja, aber das wurde ja auch nicht versprochen, oder? Viel Glück und Hirnschmalz für deinen Sportroman.

PS: Ich komm schon schmerzfrei bis ins 5. Stockwerk. Mit dem Aufzug. Liebe Grüße aus der sonnigen Rehab!

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Höher muss man auch nicht.

Nicht. Einfach: nein. :metal:

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100 Personen?

In der Bibel tauchen über 3.000 auf. In „Krieg und Frieden“ irgendwas zwischen 500 und 600.

Also noch viel Luft nach oben :sunglasses:

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:grin:
Auszug aus 1. Chronik Kapitel 11:
Die streitbaren Helden waren diese: Asaël, der Bruder Joabs; Elhanan, der Sohn Dodos aus Bethlehem; Schammot, der Haroditer; Helez, der Peloniter; Ira, der Sohn des Ikkesch, aus Tekoa; Abiëser, der Anatotiter; Sibbechai, der Huschatiter; Ilai, der Ahoachiter; Mahrai, der Netofatiter; Heled, der Sohn Baanas, der Netofatiter; Ittai, der Sohn Ribais, von Gibea in Benjamin; Benaja, der Piratoniter; Hurai, von Nahale-Gaasch; Abiël, der Arbatiter; Asmawet, der Bahurimiter; Eljachba, der Schaalboniter; Haschem, der Guniter; Jonatan, der Sohn Schages, der Harariter; Ahiam, der Sohn Sachars, der Harariter; Elifal, der Sohn Urs; Hefer, der Mecheratiter; Ahija, der Peloniter; Hezro, der Karmeliter; Naarai, der Sohn Esbais; Joel, der Bruder Nathans; Mibhar, der Sohn Hagris; Zelek, der Ammoniter; Nachrai, der Beerotiter, der Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja; Ira, der Jattiriter; Gareb, der Jattiriter; Uria, der Hetiter; Sabad, der Sohn Achlais; Adina, der Sohn Schisas, der Rubeniter, ein Hauptmann der Rubeniter, und dreißig Mann waren bei ihm; Hanan, der Sohn Maachas; Joschafat, der Mitniter; Usija, der Aschtarotiter; Schama und Jëiël, die Söhne Hotams, des Aroëriters; Jediaël, der Sohn Schimris; Joha, sein Bruder, der Tiziter; Eliël, der Mahawiter; Jeribai und Joschawja, die Söhne Elnaams; Jitma, der Moabiter; Eliël, Obed, Jaasiël aus Zoba.

… absoluter Weltbestseller! :grinning:

… jau. Nur noch getoppt vom Münchner Telefonbuch der 80er (welches leider nie verfilmt wurde)! :wink:

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Stimmt nicht. Ich halte das Telefonbuch von Melbourne dagegen (1997, auch nicht verfilmt).

Ja und sage noch Mal jemand was gegen „elbische“ Namen.

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Und wenn, dann hätte Nicolas Cage die Rolle aller männlichen Darsteller A-K erhalten…

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jaaaaaaa

Danke für die vielen hilfreichen Hinweise. Und auch die lustigen - nicht ganz so hilfreichen Beiträge :wink:

PS:
Zum Thema Bibel und Geschichte, könnte ich eine ganze Menge sagen, aber ich verkneife mir das an dieser Stelle.

Ich dachte, du zitierst Buchtitel o.O

Ich sehe da auch ein kleines Problem.
Wenn ein Statist auftaucht, dann musst du ihm ja eine Rolle zuteilen. Das heißt du beschreibst seine Tätigkeit, oder seine Aufgabe in der Szene.
»Joseph trat zu mir, er war der hiesige Dorftrottel. Die Flasche Fusel, die er mir reichen wollte, lehnte ich dankend ab. «

Das geht ohne Namen flüssiger und falls du über Klarnamen oder grau wiedererkennbare Pseudonyme nachdenkst, noch besser.
Denn ein leicht dümmlicher Schrankenwärter ist für ihn, falls er sich angesprochen fühlt eine Ohrfeige. Jeder andere wird aber keinen Verdacht schöpfen und es ist wasserdicht. In der Art, damit kann er ja nur mich meinen und das ist Rufmord.