Hallo. Ich bin neu hier und überlege für Buchsatz zukünftig Papyrus12 zu nutzen statt Indesign.
Ich arbeite viel mit detailmanipulation der Typo wie Ligaturen, sperren auf Zeichenbasis, Leerzeichenbreiten und Skalieren der Zeichen auf Zeilenbasis.
Das geht in Indesign ja über ein Schriftmenü sehr intuitiv und ist etwas, dass ich dringend brauche.
Ich arbeite im Marketing. InDesign ist mehr das Tool des Print-Kollegen, aber ich hab auch Zugriff darauf.
Wenn ich meinen Buchsatz mit Papyrus statt mit InDesign erstelle, dann nur, weil ich bewusst auf die von dir genannte Detailarbeit verzichte, um einen Prozess zu verschlanken, der letzten Endes ohnehin kein Geld einspielen wird.
Papyrus kann nicht mithalten mit dem sehr spezialisierten InDesign. Das bedeutet nicht, dass man mit Papyrus nicht auch ordentliche Ergebnisse erzielen kann. Aber man muss halt Abstriche machen. Bei mir ist das kein Problem, weil ich für meine Bücher das, was du beschreibst, für überzogen halten würde.
Wenn du dir also die beschriebene Mühe auf Zeilenebene machen möchtest und dazu in InDesign eingearbeitet bist - dann würde ich dir empfehlen: bleib dabei. Du wirst sonst immer wieder an Grenzen stoßen, bei denen Papyrus mit dieser Profi-Software nicht mithalten kann.
Wenn du deinen Veröffentlichungsprozess allerdings etwas verschlanken möchtest und deswegen auch bereit bist, von deinen hohen Anforderungen herunterzugehen - in diesem Fall kannst du auch mit Papyrus ein ordentliches Ergebnis erzielen und einiges an Aufwand einsparen.
B/H bezieht sich auf das Breite-zu-Höhe-Verhältnis in der Zeichensatzauswahl unter Text > Zeichensatz. Hierbei werden die Zeichen etwas gestaucht.
Sperrung findet man unter Text > Sperrung. Hier kann man verschiedene Einheiten wählen, wobei pt sicherlich am intuitivsten ist. Negative Werte führen dazu, dass ich der Buchstabenabstand verringert.
Super. Danke.
Das ist genau was ich gesucht habe. Zwar etwas umständlicher aber mit einer Stilvorlage mit den Parametern leicht als Preset anzuwenden. Oder wirkt sich der Stil immer auf den ganzen Absatz aus?
Du musst darauf achten, ein Textstil-Format zu erstellen und kein Absatzformat. Das heißt, unter Absatz > Formatvorlagen muss die Checkbox „Absatzformatierung“ ausgeschaltet sein. Ein so erstelltes Textstil-Format kannst du auf beliebige Zeichen, Wörter oder Wortgruppen anwenden, ohne den ganzen Absatz zu beeinflussen.
Wenn ich einen Zeichenstil dann anwende, zeigt das Menü trotzdem nur den Absatzstil an. Die Änderung wird zwar übernommen, aber eine Kontrolle, wo manipuliert wurde gibt es dann nicht. Oder übersehe ich etwas?
Bei den Symbolleisten-Icons gibt es „Text-Formatvorlage auswählen“, das gesondert den Textstil anzeigt. (Erreichbar über Rechtsklick „Symboleisten-Icons konfigurieren…“.) Habe ich bei mir unterhalb der Absatzformatanzeige eingesetzt.
So. Nach einigem Hin- und Hertesten fehlt mir noch das Erzeugen weicher Umbrüche. Also mittels Tastenkombination eine Trennung anders setzen. Das muss doch machbar sein. Ohne ist Buchsatz für mich nicht möglich👋🏻
An der passenden Stelle Cmd-Minus bzw. Strg-Minus drücken. Diese Trennungen haben Vorrang vor automatischen Trennungen. Um eine Trennung zu verhindern, fügt man die bedingte Trennung am Ende eines Wortes ein.