Exposé: etwas besser?

Nach der sehr benötigten Hilfe habe ich mich nochmal intensiv mit dem Exposé herumgeschlagen…
Anbei die zweite? dritte? Fassung:
Splitter der Wahrheit ­ Exposé.pdf (52,6 KB)

PS: mit welcher Schriftart formatiert ihr eure Normseiten? Ich habe zurzeit Courier Gr.12 in Benutzung, doch frage mich ob bei circa 160k Wörtern 928 Normseiten stimmen können?

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Was noch fehlt, ist der Pitch…Sonst sehr gut – von der Aufteilung

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Prüfe mal, ob das Komma hier zu viel ist:
denn Deimos, ist längst

Prüfe mal, ob hier ein Komma fehlt (zwischen versinkt und muss):
und als das Land im Chaos versinkt muss Alethea mit aller Kraft an ihrem Ziel, an ihrer eigenen Wahrheit festhalten.

Diese Stelle finde ich verwirrend:
Bald begreift sie, dass es um mehr als nur eine alte Freundschaft geht, denn Deimos, ist längst nicht mehr ihr alter Kamerad Zelus.

Hier würde ich versuchen, die ganzen nicht zu vermeiden:
Im Laufe der Handlung lernt sie nicht nur, dass Verurteilungen ihren Wert nicht beeinflussen, sondern auch, dass sie selbst nicht das Recht besitzt über andere zu urteilen.

Ich glaube, hier fehlt ein Komma:
Die Dorfbewohner beschuldigen sie für diese Zerstörung verantwortlich zu sein.

Hier würde ich den streichen:
Die Dorfbewohner beschuldigen sie für diese Zerstörung verantwortlich zu sein.

Prüfe mal, ob nach versuchen ein Komma fehlt:
und versuchen die langwierige Reise nach Lysandria zu umgehen.

Meiner Meinung nach ist die Inhaltsangabe zu lang. Ich habe an dieser Stelle aufgehört, zu lesen. Ein Agent würde vielleicht ähnlich empfinden wie ich.

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Hallo Asteriscus,
wie schon gesagt - das ist nicht mein Genre, daher nur ein paar ganz allgemeine Hinweise. Mir scheint, das „worldbuilding“ hast Du sehr detailliert und professionell betrieben. Vermutlich funktioniert das auch als Roman. Aber am Exposé - das ist ja Dein entscheidender Aufschlag für den Verkauf an einen Verlag - würde ich noch arbeiten.
Woran es mir (von außen betrachtet) fehlt: Worum geht es eigentlich im Kern? Was will Alethea konkret? Was ist der Hauptkonflikt? Wer ist das „antagonistische“ Zentrum?
Du reihst hier sehr viele Plot-SItuationen aneinander, unzählige Namen (15 und mehr, glaube ich) - man verliert daher schnell die Orientierung, muss die Namen ständig dekodieren (Person?`Ort? Religion? …) - es ist natürlich auch ein sehr umfangreiches, komplexes Werk, mutet für mich nach einem Mehrteiler an.

Ich würde, was das Exposé betrifft, vorschlagen: „reduzieren, statt expandieren“, Namen vielleicht durch Erklärungen („ein Schmuggler“ …) ersetzen/ergänzen - und v.a. die ursächlichen Zusammenhänge zwischen den Ereignissen noch klarer machen, sonst wirkt es wie eine Reihe zufällig aufeinanderfolgender Begebenheiten.
Ansonsten: sehr viele starke Motive, die m.E. absolutes Potential zeigen.

PS: und ja, wie @Suse oben sagt: die Kommas!! Die müssen noch richtig gesetzt werden :wink:

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Nein, 160k Wörter würden eher so bei ca. 640 (plus/minus X) Normseiten landen.
Hast du denn überhaupt denText auf Normseiten hin umformatiert oder nutzt du einfach nur irgendeine Formatvorlage? Ich vermute letzteres.

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Der Aufbau deines Exposés erscheint mir ausführlich und gut durchdacht, wie @Phlox aber schon sagt, denke ich auch, dass du am Inhalt noch eine ganze Menge feilen musst.

Schon der Klappentext liest sich nicht optimal.
So fragt man sich z.B., wer Alethea eigentlich ist. Eine Priesterin, Zauberin, Kriegerin, Lehrmädchen, Dienstmagd, Bettlerin, etwas ganz anderes oder auch alles zusammen? Da wären ein paar erklärende Worte nicht schlecht.
‘Deimos, der Tempelherr, ist nicht mehr ihr alter Kamerad Zelus’. Aha. Muss man das wirklich schon im Klappentext wissen, wo man als Leser von sämtlichen näheren Zusammenhängen noch keine Ahnung (und ehrlich gesagt auch noch kein Interesse) hat? Ansonsten gibt es noch ein paar nebulöse Andeutungen, mit denen man leider auch noch nichts anfangen kann.
Ein Satz wie ‘Selbst die Wahrheit enthüllt ihr scheinheiliges Inneres’ macht ein näheres Verständnis auch nicht einfacher, ich zumindest weiß nicht, was damit gemeint ist.

Das eigentlich Manko ist aber, dass man sich fragt, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Für einen Klappentext, der ja einen potenziellen Käufer verleiten soll, weiter bis zum ersten Kapitel zu blättern, ist das tödlich.
Es steht hier kein persönlicher Konflikt in Aussicht, nur eine farblose Protagonistin, die sich mit irgendwelchen Kräften herumschlagen muss, um irgendetwas herauszufinden.

Um das Interesse des Lesers zu wecken, ist das zu wenig, zu unpersönlich und zu allgemein gehalten.
Wichtig: Die Leser interessieren sich zunächst einmal ganz konkret für ein Einzelschicksal, i.d.R. das des Protagonisten. Der sollte sich mit einem ganz persönlichen Konflikt herumschlagen müssen, zu Deutsch, er steckt in irgendeiner Scheiße. Diese muss jetzt spannend genug klingen, dass man wissen will, ok, was steckt da dahinter und wie kommt er oder sie da wieder raus?
Sobald der Leser am Haken hängt, kannst du die Sache weiter ausbauen und die Probleme weiter ausufern lassen, denn jetzt hat er einen Anreiz, die Sache weiter zu verfolgen.

Die richtigen Zutaten hättest du, du hast sie hier nur denkbar ungünstig präsentiert.

Auch die Inhaltsangabe liest sich leider eher abschreckend als verlockend. Du schüttest hier eine ganze Wagenladung an Namen, Orten und Ereignissen über den Leser aus. Dabei scheinst du kaum zwischen wirklich wichtigen und eher nebensächlichen Dingen zu unterscheiden, eine Begebenheit reiht sich an die andere, doch man fragt sich nach wie vor, worum es eigentlich geht.
Was will Alethea, was ist ihr Ziel. Wer und was steht ihr dabei im Weg, wer ist der Antagonist, was erreicht sie, wo scheitert sie und wo landet sie zum Schluss?
Die Entwicklung, die sie auf diesem Weg durchmacht, die entscheidenden Stationen und die wichtigsten Weggefährten (gute wie schlechte) gehören in die Inhaltsangabe.
In deinem Fall heißt das: Eine ganze Menge kürzen und dafür sehen, dass du die wesentlichen Punkte der Handlung ansprichst.

Bitte nicht den Mut verlieren, das wird schon, so ein Exposé ist eigentlich immer verdammt kompliziert zu schreiben!

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