Seid gegrüßt werte Forenmitglieder,
mein Name ist Raik und ich bin seit einigen Jahren sehr interessiert daran selber mal eine Geschichte zu schreiben. Am liebsten mag ich Abenteuergeschichten und eine solche, soll es nun werden.
Vor ca. 4 Jahren hatte ich mir Papyrus gekauft und „damals“ auch ein erstes kleines, nie veröffentlichtes Buch geschrieben. Das auch nur für mich und ganz enge Verwandte war. Nichts besonders aufregendes, aber ich hatte einfach mal losgeschrieben um überhaupt einmal soetwas zu starten und zu schauen ob es mir liegt. Nach knapp über 250 Seiten hatte ich es dann nach einem knappen Jahr fertiggestellt und ich war für mich zufrieden. Die Reise von Anfang bis Ende
mit was allem so dazugehört, war schon mal eine ganz neue Erfahrung, die mir sehr viel Freude bereitet hat. Darum soll es hier aber gar nicht gehen. Das sah ich eher als Test für mich, zum üben an.
Dieses Forum selbst verfolge ich recht rege, seit ich vor Jahren auf das Papyrus Programm gestoßen bin. (Was ich übrigens sehr gelungen finde)
Nun habe ich vor eine neue Geschichte zu schreiben, wie oben bereits angemerkt, ein Abenteuer.
Es soll im 16. Jahrhundert spielen, eher am Beginn. Über die genaue Jahreszahl bin ich mir noch nicht 100% einig. Ist aber für den Afang der Geschichte auch noch nicht so relevant. Denn mehr als das was ich euch gleich zeige, habe ich auch noch nicht. Ich könnte noch mehr ausholen, denke aber, dass das den Rahmen sprengen würde. Möchte auch eure Zeit nicht sinnlos vergeuden. ![]()
Es hat eine Weile gedauert mich zu überwinden und die ersten paar Seiten hier vorzustellen. Da ich weder etwas in diese Richtung studiert habe, noch irgendwelche Kurse besucht habe. Sondern einfach aus eigenem Antrieb heraus Freude am Schreiben gefunden habe.
Wenn der ein oder Andere von euch die Zeit findet und den Text lesen mag. Dann würde ich mich sehr über eine aufrichtige Kritik freuen. Leider kann ich dies nicht als PDF hochladen. Da es mir als neuen User untersagt ist. Ich hoffe der Spoiler Tag hilft, um den Post nicht ewig in die Länge zu ziehen. (hat nicht funktioniert, wenn jemand Hilfe dazu hat, dann gern schreiben)
Danke für eure Aufmerksamkeit.
Trubel auf den Straßen, Leute überall in den Gassen und auf
den Märkten. Das Jauchzen der Möwen und das Rauschen des
Meeres sind ebenfalls nicht zu überhören.
Jeder drängt sich an dem Anderen vorbei. Es ist einer dieser
Tage an dem Niemand etwas verpassen möchte.
Die Marktstände sind mit Waren aus aller Welt prallgefüllt.
Eine Handelsflotte erreicht noch vor Sonnenaufgang den
Hafen. Drei prächtige Karacken liegen vor Anker und werden
immer noch entladen. Sie bringen Gewürze wie Pfeffer, Zimt,
Muskat und Nelken aus Indien zu uns. Doch es werden auch
wertvollere Güter gehandelt, wie etwa Perlen, Edelsteine,
Elfenbein oder Seide.
Alle paar Monate legen diese Schiffe hier im Hafen von Porto
an und heute möchte auch ich endlich meinen Teil davon
abhaben.
Angelehnt an einer Mauer stehe ich und beobachte das
Treiben am Hafen. Dank meiner erhöhten Position, fällt es mir
leicht die Übersicht zu behalten. Nicht weit entfernt der
Kaimauern, stehen schon die ersten Marktstände. Der Platz
auf dem sie zu finden sind ist groß und in der Mitte befindet
sich ein eindrucksvoller Springbrunnen, aus dem eifrig das
Wasser fließt.
Die meisten dieser Stände bieten Meerestiere an. Wie etwa
Sardinen, Sardellen und Makrelen. Diese sind hier die
gängigsten Arten. Hin und wieder aber auch mal Seebarsch,
Dorade oder sogar Tintenfische.
Andere wiederum verkaufen Miesmuscheln, Austern oder
Seeschnecken. Der ganze Markt ist voll von all diesen Sachen.
Während auf unseren anderen Märkten auch tierische
Produkte, Getreide, Obst und Gemüse, Wein und viele
verschiedene Handwerkswaren verkauft werden. Sind es hier
eigentlich nur verschiedene Arten von Fisch.
Doch heute ist es anders, das Gedränge ist groß. Waren aus
Übersee haben uns erreicht. Einige davon werden direkt hier
gehandelt und gelangen ohne Umwege nach dem Abladen an
einige der Marktstände.
Zum Beispiel die vielen verschiedenen Gewürze. Durch diese
liegt heute ein ganz besonderer Geruch in der Luft.
Eine Mischung aus Zimt, Nelken und Muskat misch vermischt
sich mit dem der Fische und dem salzigen Duft des Meeres.
Wertvolle Waren wie Seide, Elfenbein, Perlen, Edelsteine und
Schmuck werden nicht direkt an die Marktstände geliefert.
Sondern gelangen in ein Lagerhaus, welches sehr gut bewacht
wird. Der Transport dorthin erfolgt auf Kutschen, die vor den
Schiffen beladen werden.
All dies erblicke ich vom Dach eines Hauses, das sich
unmittelbar am Marktplatz befindet. Auf den dreistöckigen
Wohnhäusern, die den Markt zur Hälfte umgeben, lässt sich so
Einiges erspähen. Die Gebäude sind in einem Halbkreis
angeordnet und bilden die Grenze zwischen dem vor mir
liegenden Markt- und Hafenbereich. Und den sich hinter mir
befindenden Stadtteilen.
„Nun gut.“ Sage ich mir und klettere von diesem flachen
Dach vorsichtig auf den unter mir liegenden Balkon. Ich muss
dabei leise vorgehen und meine Schritte mit Bedacht wählen.
Denn in dem Gebäude unter mir, befinden sich mir völlig
fremde Personen. Ich habe nämlich kein Interesse, sie darauf
aufmerksam zu machen, dass ich mich eine Weile auf deren
Dach herumtrieb.
Also gehe ich zur Kante des Daches, knie mich hin. Greife mit
meinen Händen den Dachvorsprung und kann so, langsam und
mit den Füßen voran. Auf das Geländer des Balkons klettern.
Zuerst eine Fußspitze, dann die Andere. Vorsichtig lasse ich
mich herab und kauere mich direkt unter das Fenster. Mit
einer langsamen Bewegung, recke ich meinen Kopf immer
weiter nach oben. Bis ich durch das Fenster hineinschauen
kann.
Die Luft ist rein, niemand ist zu sehen und ich atme beruhigt
aus.
In dieser Stadt wird es nicht gern sehen, wenn sich Fremde auf
dem Balkon anderer tummeln. Ich nehme an, in jeder anderen
Stadt ist es genauso. Würde man mich entdecken, würde man
mich direkt als Dieb abstempeln. Dabei würde es nicht mal
stimmen, zumindest dieses Mal nicht. Wenn ich etwas
gestohlen habe, dann die wundervolle Aussicht von weiter
oben.
"Also gut, dann wolle wir mal. " Flüstere ich mir
selbstbewusst zu und schaue mich dabei nach rechts um, um
den weiteren Abstieg zu planen.
"Jetzt habe ich dich, du räudiger Dieb. " Rief jemand.
Mein Kopf dreht sich leicht nach rechts und somit zum Markt.
"Welchen unbegabten Langfinger haben sie denn dieses Mal
erwischt. " Denke ich mir, kann aber nichts erkennen.
Ein kalter Schauer überkommt mich und läuft mir über den
Rücken. Als ich im selben Moment feststelle, dass jemand
hinter mir auf dem Balkon steht. >> Oh nein. << Ist mein
Gedanke.
Ich drehe mich ein Stück weiter nach rechts und sehe einen
größeren Mann mit Vollbart und einem stumpfen Gegenstand
in der Hand stehen. Uns trennen bloß gute zwei Meter. Jetzt
muss ich schnell Handeln.
Da ich gerade schon meinen nächsten Schritt geplant habe.
Reagiert mein Körper in dieser stressigen Situation einfach nur
noch. Meine Hände umklammern bereits das Geländer des
Balkons. So, dass ich mich daran etwas nach oben abdrücken
kann. Um im fast gleichen Atemzug mit einem beherzten
Sprung darüber hinweg zu hüpfen.
Da hier die Gebäude dicht an dicht stehen. Ist der Balkon des
Nachbargebäudes nur einen guten Meter entfernt und auch
nur ungefähr einen Meter niedriger.
Keine allzu große Hürde für jemanden wie mich. Der genauso
drahtig aussieht wie das Geländer des soeben erreichten
Balkons. Der aufgebrachte Mann steht noch auf dem Anderen
und blickt mit finsterer Mine auf mich herunter.
„Wenn ich dich erwische, wirst du nie wieder bei
irgendjemandem einbrechen.“
Diese Worte nehme ich wahr, suche aber eifrig nach einem
Weg um aus dieser misslichen Lage zu entkommen.
Da die Wohnhäuser hier alle recht ähnlich aufgebaut sind und
fast nur in der Höhe variieren. Hat jedes davon einen Balkon,
was mir meine Flucht erleichtert. Meine Zeit drängt, also
überlege ich nicht lange und hüpfe zum nächsten Balkon und
dann zum Nächsten und so weiter.
Dies alles geschieht in wenigen Augenblicken. Es ist so weit.
Meine Füße berühren die Pflastersteine aus denen der
Marktplatz erbaut wurde.
„Puh, das hätte mein Ende sein können.“ Denke ich mir.
Währenddessen blicke ich herauf und sehe den Mann mit dem
unsanften Gemüt.
Er steht immer noch auf seinem Balkon und brüllt irgendetwas
herunter. Von dem aber nur vereinzelte Fetzen zu verstehen
sind. Die vielen Menschen auf dem Markt, sorgen dafür dass
hier unten kaum jemand etwas davon versteht. Gott sei Dank.
Etwas sicherer fühle ich mich nun. Ich blicke ein letztes Mal zu
ihm nach oben, um mich zu vergewissern, dass er nicht doch
noch nach unten kommt. Und andererseits um ihn mir
einzuprägen, damit ich weiß, wem ich in Zukunft aus dem Weg
gehen sollte.
Nun wird es Zeit sich aus dem Staub zu machen. Ich muss mein
Glück nicht noch mehr herausfordern.
Doch wie hatte er mich entdeckt? Bei meinem Blick durchs
Fenster, konnte ich niemanden erkennen. Sei es, wie es wolle.
Darüber kann ich mir auch später noch Gedanken machen.
Ich muss näher an die Schiffe heran. Denn vom Dach aus,
bekam ich zwar einen groben Überblick. Weiß jedoch noch
nicht, was von welchem Schiff entladen wird.
Um den von eben erhöhten Puls unter Kontrolle zu
bekommen, laufe ich entspannten Schrittes durch die Gassen
des Marktes.