Einstieg in Papyrus-Base

So ziemlich alles, was ich über Papyrus weiß, habe ich mir durch den täglichen Umgang mit diesem tollen Schreib- und Layout-Programm selbst erarbeitet. Aus dem Handbuch, aus dem Benutzen von Papyrus und nicht zuletzt durch Eure Fragen und Hilfeersuchen und die Antworten darauf. Vielen Dank dafür! damit habe auch ich gelernt.

Ich habe versucht, möglichst viel anderen Einsteigern zurückzugeben, mit meinen Antworten und auch mit meinen Papyrus-Büchern - zumindest das, was ich selbst verstanden habe.

Schon manches Mal habe ich festgestellt, dass das Handbuch offenbar von Kennern für Kenner geschrieben wurde. Ein wirklicher Anfänger kann nur unter ständigen Kopfschmerzen daraus Informationen gewinnen, weil man glaubt, dass der eigene Kopf quietscht, also ein wenig Schmiere braucht. Aber immerhin gibt es in den Teilen A und B noch Links, die zu den entsprechenden Themen führen.

Das sieht im Teil C, Papyrus Base, anders aus - eben nur fett gedruckt. Geht man dem mit viel Mühe nach muss erst das Wichtige vom Unwichtigen getrennt werden. Sehr anstrengend. Ich bin fast daran, aufzugeben!

Lange Rede - kurzer Sinn: „Kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen?”

Vor allem interessiert mich (am besten an einem einfachen(!) Beispiel) wie die Datenbank für einen Serienbrief aussehen muss und wie sie mit dem Serien-Brief Kontakt hält? Und dann wären da noch die Variablen (Let A = Wert …) Kann man die dazu verwenden, Berechnungen in der Tabellenkalkulation zu vereinfachen?

Ich hoffe, dass meine Ansprüche an Einfachheit und Logik nicht zu hoch sind und dass mein Kopf endlich aufhört zu quietschen …

1 „Gefällt mir“

Ein brauchbarer Anfang ist die Adressen-Datenbank im Lieferumfang von Papyrus. Sie liegt im Ordner Adressen direkt im Programmordner. Am besten kopierst du sie in deinen Papyrus-Dokumente-Ordner, um damit arbeiten zu können.

Die Adressdatenbank enthält Felder für Name, Vorname, Anrede, Firma, Adresse etc. pp., also das meiste, was man zum automatisierten Briefeschreiben so braucht. Ein paar Beispieldatensätze (Adresseinträge) sind auch vorhanden, sodass man gleich loslegen kann.

Ein Serienbrief ist dann nichts anderes als ein Report aus der Adressdatenbank. Also ein Papyrusdokument, das mithilfe der Daten aus der Datenbank erzeugt wird.

Man wählt zuerst aus, welche Datensätze für die Serienbriefe verwendet werden sollen (alle, bestimmte Treffer einer Suche, auch die Sortierung spielt eine Rolle) und startet dann die Reportfunktion (F5). Hier bestimmt die Reportvorlage, welches Dokument aus den zuvor ausgewählten Datensätzen erzeugt wird. In der Reportvorlage befinden sich Datenfelder, die mit den Daten aus dem ausgewählten Datensatz gefüllt werden.

Wenn du einen vorformulierten Brief als Papyrus hast, kannst du ihn im Reportfenster als Vorlage hinzufügen (Datei hinzufügen). Nach einem Klick auf „Bearbeiten“ öffnet sich dieses Dokument und du kannst über Einfügen > Datenfeld an beliebiger Stelle im Text Datenfelder aus der Datenbank einsetzen. So lässt sich aus den Datenfeldern Anrede und Nachname eine individualisierte Anrede herstellen: Sehr geehrter Herr Schmidt oder Sehr geehrte Frau Meyer.

Die Datenfelder werden in der Vorlage zunächst nur als :right_arrow: Anrede, :right_arrow: Name, :right_arrow: Vorname etc. angezeigt. Erst beim Erzeugen des Reports werden sie mit Daten aus der Datenbank gefüllt. Für jeden ausgewählten Datensatz wird die Reportvorlage erneut mit den Daten gefüllt und das Ergebnis in eine Reportdatei eingefügt. Bei einem einseitigen Brief und 10 ausgewählten Adressen entsteht so eine 10-seitige Reportdatei mit jeweils einem individuellen Brief auf jeder Seite. Die Briefe kann man ausdrucken und per Post verschicken oder (mit etwas Konfigurations-Vorarbeit) per E-Mail verschicken.

Man kann auch Tabellen als Report erzeugen – sowohl als eigenständiges Dokument als auch als Einfügung in ein bestehendes Dokument. Ob das die Berechnungen vereinfacht, hängt vom konkreten Einzelfall ab. Bei variablen Datensätzen, die immer wieder in Tabellen verwandelt werden sollen, könnte das sinnvoll sein. Bei eher statischen Daten wahrscheinlich nicht.

7 „Gefällt mir“