Da ich auch Drehbücher schreibe und früher jahrzehntelang lektoriert habe: Rechtschreibfehler und „bayrisch ausgeschriebener“ Text waren für mich immer rote Tücher. Einmal beim ersten Auftritt eines Charakters darauf hinweisen, dass die Figur „mit einem starken (nieder-/ober-/Münchner)bayrischen Dialekt“ spricht, und dann die Takes auf hochdeutsch lediglich mit bayrischem „Sprachgefühl“ ausstatten; das wäre meine Empfehlung. Auch wenn das bei einem Buch von 2009 wahrscheinlich als Tipp zu spät kommt.
Das Umwandeln von Drehbuch zu Prosa ist mMn schwerer als andersherum. Ich würde davon abraten, den Drehbuchtext als Fließtext in Papyrus reinzukopieren und nur epische Teile dazwischen zu drücken, denn das liest sich oft sehr mühsam. Das ganze Ding neu denken und komplett neu aufsetzen ergibt mMn mehr Sinn.