Drabbles-Kürzestgeschichten

Eins hab ich noch: :laughing:

Es fehlen noch einhundert Rosinen, dann bin perfekt, duftend nach Orangen, Zitronen, dick gezuckert, buttrig triefend.

„Hmmm, riech doch mal, Hilde“ rief die Frau, die mich erstanden hatte. Dann wurde es plötzlich dunkel. Wo war ich? Ich fiel in ätzende Flüssigkeit, duftete nicht mehr, in Einzelteile zerlegt. Unrühmliches Ende, welch Schmach.

Paul, Meisterbäcker des berühmten Striezels geriet in die Schlagzeilen der hiesigen Lokalzeitung. Grund waren Beschwerden zweier Damen, die nach dem Genuss seines Stollens Verstopfung erlitten. Ein Einlauf erlöste ihre Pein. Paul beteuerte, dass alle Zutaten von ausgezeichneter Qualität waren, die Damen die einzigen waren, die seinen Striezel nicht vertrugen.

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???

Ich-Perspektive…der Striegel :laughing:

ähhhh, arg…der Striezel…

Ach so! Ich sollte erst ab nachmittags solche Sachen lesen. :joy:

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:rofl: :rofl:

Es fehlen noch einhundert Spatenstiche, bis das Loch tief genug ist. Wahrscheinlich würden die guten zwei Meter schon reichen, ich grabe nur sicherheitshalber weiter. Und fürs Hochgefühl, das sich einstellt. Eine Schaufel Erde fliegt hinaus.
Zweiundsiebzig.
Man kann die Freiheit direkt riechen. Freiheit duftet nach Wald, Regen und Würmern. Habt ihr nicht gewusst, wa? Grab ich tief genug, komm ich locker bis China! Aber da will ich gar nicht hin.
Siebenundvierzig.
Bisschen verrottet riecht es auch hier unten. Nur, falls ihr euch fragt.
So, scheiß auf hundert, das reicht. Eine letzte Schaufel Erde, dann kommt die Alte weg. Für immer.

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Huihui… :laughing:super :+1:

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Paradigmenwechsel

Es fehlen noch einhundert Schritte. 4000 Schritte am Tag, so stand es im Apothekenblatt, und man ist gesund. Die Forschung hatte sich von den 10 000 auf 4000 zurück korregiert.

Ilse schappt nach Luft. Ihre Beine schmerzen. 3900 steht auf dem Fitbit an ihrem Arm. Die Enkelkinder hatten ihr den Fitbit zu Ostern geschenkt. Schön ist das Ding ja nicht aber es zählt mit.

Ilse schiebt ihren Rollator ein kleines Stück nach vorne. Vorsichtig setzt sie erst den linken und dann den rechten Fuß nach. „Halte durch“, sagt sie sich. „Nur noch 98 Schritte und Du bist wieder gesund.“

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Sehr schön, gefällt mir :grinning: :four_leaf_clover:

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Schönes Spiel. Hier mein Versuch, obwohl ich kein Fan bin, :sunglasses:

Es fehlen noch einhundert … Tore um die aktuelle Dominanz eines Fussballvereins zu beschreiben.

Tore mit dem Kopf erzielt, mit dem Fuß, dem Bein, der Brust und dem A…, zurecht und nicht zurecht.

100 Tore mit Geld geschossen? 100 Tore Langeweile? 100 Tore Frust in Dortmund, in Leverkusen und beim FC?

Die einen sehen das so und die anderen sehen das anderswo.

Tore von Deutschen, von Engländern, von Österreichern, Franzosen, Südkoreanern, Japanern, Serben, Senegalesen und Kolumbianern.

Tore geschossen von Weißen, Schwazen, Asiaten, Jungen und Alten.

Tore für dich und für mich, für die Fans, die Deutschen und die ganze Welt.

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und Paradigmen - beide sehr gelungen!

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Es fehlen noch hundert Küsse beim Maitanz mit Anna auf dem Dorfplatz. Während die Dorfmusi eher quietschend einer Gugge-Musik ähnelte, nehme ich sie jetzt zärtlich in meine Arme. Kurz vor dem ersten Kuß auf dem erhöhten Tanzboden schlug die Pauke so heftig, das Anna erschrocken nach hinten trat, den tanzenden Bürgermeister erwischte, der dann krachend vom Tanzboden auf den mit teils vollen Biergläsern drapierten und geschmückten Tapeziertisch krachte. Die dort sitzende Schützenbruderschaft sprang schreiend auf. Die Dorffeuerwehr dachte an eine Schlägerei und zielte mit der alten Feuerspritze an der vier Männer kräftig pumpten mit genauem Wasserstrahl in die Menge. Hurraaah!

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ist doch gut gelungen :+1:…danke an alle für die schönen Geschichten…macht Spaß :grinning:

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Es fehlen noch einhundert Worte, nein, mir fehlt nur ein einziges Wort, das ich von Dir seit Monaten nicht mehr gehört habe. Du, der kaum so schnell reden wie denken konnte. Ein Gestern gibt es genauso wenig wie ein Morgen für Dich. Heute besteht aus fünf Buchstaben, deren Sinn weggebröckelt ist. Ich verstehe, dass Menschen in Deiner Umgebung nur noch ein »Er« und ein »Sie« sind. Manchmal hoffe ich, dass Du wirklich mich meinst, wenn wir zusammen sind, wenn ich Dich in den Arm nehme, dich tröste, wenn Du in Deinem Zimmer die Orientierung verloren hast. Sag ein Wort: Sabine.

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@LeonMalte Diesmal verstehe ich (zu gut), was Du meinst. Sehr schön geschrieben.

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