Der Schritt Social Media / Sorge vor Kommentaren

Liebe Community,

ich möchte Ende diesen Jahres mein Buch veröffentlichen. Nach langer Überlegung möchte ich dafür einen Account auf der Instagram Plattform anlegen.

Ich möchte mein Buch über Klarnamen veröffentlichen (ist ganz interessant, da mein Name zufälligerweise gut zu einem Fantasy Buch passt). Ist ein Young Adult Fantasy Roman ohne Romanze.

Nun Folgendes „Problem“: Ich bin in der Lehre tätig. Ich habe Sorge, dass es möglicherweise zu doofen Kommentaren kommt. (Ich arbeite mit Lernenden von 16-60 Jahren).

Natürlich muss man damit immer rechnen, aber ich hoffe vorallem auf Beiträge von Personen in verwandten Berufen, die Lehrtätigkeiten umfassen o.ä.

einerseits lebe ich nach dem Motto, dass ich es bereuen werde wenn ich es nicht tue andererseits ist die Angst nunmal da.

Freue mich über Zuspruch/motivierende Worte von euch und euren Umgang damit , wenn ihr ähnliche Gedanken teilt.

Lg

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Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu dem ja offensichtlich fertigen Buch! Offen gesagt verstehe ich noch nicht das Problem. Ein Klarname alleine birgt ja noch wenig Risiken für beleidigende Kommentare. Warum solltest du bei einem Fantasy-Roman überhaupt deinen Beruf thematisieren, bzw. warum erhoffst du dir insbesondere Beiträge von verwandten Berufen?

Ich selbst habe vor Jahren ein Ki-Ju-Buch (magischer Realismus) unter Halbpseudonym veröffentlicht, habe eine Website (mit wahrer Vita und Bild) und hatte einen Instagram-Account (unter dem selben Halbpseudonym), der sich thematisch nur mit meinen Veröffentlichungen befasste. Nicht ein einziges Mal bin ich auf meinen (ehemaligen) Beruf angesprochen worden. Dein Social Media Auftritt sollte idealerweise deine Veröffentlichungen zum Inhalt haben. Ich erkenne dein Problem (noch) nicht. Überschneidungen gäbe es ggf. nur bei Autobiografien, aber bei fiktiven Geschichten …?

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Hallo, danke für deinen Beitrag. Insbesondere erhoffe ich mir Beiträge von Verwandten Berufen, da ich im Rahmen meiner Lehrtätigkeit täglich mit gleichen Lernenden in Kontakt komme und da schon in die Öffentlichkeit „rücke“. Bzw diese auch Fähig sind, Social Media zu Verwenden. Ich habe die Befürchtung, dass es mich weniger professionell in meinem aktuellen Beruf wirken lässt.

Vielleicht ist es irrational aber es ist Tatsächlich eine Sorge, die gerade jetzt Aufkommt

Auch ich gratuliere zu deinem Buch. Für mich war es ein “erhebendes” Gefühl, als das Baby endlich da war. Wenn ich dich recht verstehe, hast du Sorge, dass deine Schüler dein Baby verreißen? Oder du möchtest als Lehrer keinen Fantasyroman schreiben? Auch wenn Fantasy nicht so richtig mein Ding ist, bleibt es doch sowieso eine große Leistung einen abgeschlossenen Roman mit einer stimmigen Geschichte zu schreiben und zu veröffentlichen. Darauf kannst du stolz sein!

Negative, doofe Kommentare kommen immer. Davon darfst du dich nicht beeinflussen lassen. Sch… drauf.

Ich habe mein Buch unter einem Pseudonym geschrieben, vermarkte es aber nun auf Social Media auch unter meinem Klarnamen. Ich bin momentan auch in der Erwachsenenbildung tätig und bespreche bisweilen auch das Abenteuer “Buch “ mit meinen Schülern. Das findet immer nur positive Resonanz. Die Blöden Kommentare kommen immer nur von Leuten die ich nicht kenne.

Also, trau dich und stehe über unqualifizierten Posts. Es ist dein Baby und auf das kannst du stolz sein.

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Gerade erst gesehen. ich unterrichte Marketing und Mathematik. Mein Roman “Q-FINITY” ist ein Near Future Thriller, der in die Richtung meines Stoffes geht. Es bleibt aber immer die Bewunderung der Schüler, dass der Lehrer auch Bücher schreibt. Also mach dir keine Sorgen, solange du nicht in irgendeiner Schmuddelecke schreibst. Das würdest du dann aber nicht unter deinem Klarnamen machen.

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Hm, mal ein Worte aus dem Bauchgefühl heraus. Sei stolz auf Dein Werk. Absolut. Überleg trotzdem, ob Du es nicht doch pseudonymisiert vermarkten willst. Da Du ja Insta ansprichst (aber sei bitte nicht böse, nicht so klingst, als ob Du da täglich unterwegs bist), kann Deine „Kampagne“, um die es ja irgendwann geht, mit zwei Mausclicks mehr auch auf facebook stattfinden. Womit sich Deine Reichweite vergrößert. Dann dort auf beiden Plattformen unterwegs zu sein, macht man es sich mit einem Pseudonym einfacher, weil:

  • Deine Vita frei erfunden sein kann
  • Deine Kommentare, Videos etc. vom Pseudonym kommen
  • Du frei und ungebunden von bisherigen Lebensumständen agieren kannst
  • es keine Historien-Recherchen über Dich geben kann
    Noch ein Wort zu Deinen Sorgen. So schnell wird die Reichweite nicht wachsen, dass Du sofort in aller Munde bist. Das ist ein lkangwieriger Prozess, Follower wollen mühsam angefüttert und dann bei Laune gehalten werden.
    Viel Erfolg!
    Markus
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Erstmal möchte ich dir zu diesem Schritt die Angst nehmen. Du kannst Kommentare, die für dich unangenehm sind verbergen. Die sieht dann keiner mehr.

Nur, dass es diesen Kommentar gibt.

Zum Anderen ist es sehr unwahrscheinlich, dass dein Account direkt auf eventuelle Hatter trifft. Du kannst einwenig steuern, in welcher Bubble er bevorzugt erscheint. (Hashtags)

Und zum Letzten, die Community ist meist desinteressiert oder wohlwollend.

Viele Fantasy-Autoren waren Lehrende, und ihre Professionalität wurde nie in Frage gestellt. Okay, Social Media war bei den meisten noch kein Thema! Aber mal ehrlich, wer selbstbewusst genug ist, ein selbstverfasstes Buch zu veröffentlichen, muss leider auch lernen, mit Kritik umzugehen. So harsch, wie du sie befürchtest, wird sie in der Regel gar nicht sein. Und wenn – wie geht der Spruch mit dem Aufstehen und dem Krönchen richten?

Ich fürchte, das größere Problem wird sein, überhaupt Aufmerksamkeit auf dem gigantischen Buchmarkt zu finden! Dennoch, wenn deine Angst so übermächtig ist, leg dir ein Pseudonym zu – vielleicht auch nur ein halbes wie ich.

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Ich bin seit ziemlich genau zwei Jahren auf Instagram und habe in der Zeit eine Trilogie veröffentlicht, die ich bereits vorab mit vielen Beiträgen kontinuierlich “beworben” habe.
Derzeit folgen mir dort 270 Accounts (Bots jedweder Art entferne ich immer sofort, sonst hätte ich vermutlich längst die 1000 geknackt). Ich selbst folge etwa 500 Accounts und bin aktiv, also kommentiere regelmäßig, teile Beiträge von anderen etc.

Neben Instagram habe ich weitere Accounts bei:
Threads: 263 Follower
Bluesky: 222 Follower
Facebook: 54 Follower (die waren mehr oder weniger von Anfang an da und seither tut sich nichts mehr)
TikTok: 37 Follower (dort mache ich allerdings auch fast nichts)

Und von Anfang an eine eigene Webseite auf Wordpress-Basis. Die erste lief von 08/2024-07/26 und hatte in der Zeit ca. 11.000 Aufrufe, die neue läuft seit Anfang August und hat aktuell 414 Aufrufe.

(Achja, einen privaten Blog gibt es ja auch seit 2015. So fing das mit dem Schreiben ja letztlich an bei mir. :wink: Dieser hat derzeit 71 Abonnenten und etwas über 23.000 Aufrufe.)

Kommentare oder auch nur Likes auf einen Beitrag zu erhalten waren Anfangs absolute Sternstunden. Kommentare sind immer noch extrem selten. Auf dem Markt ist so viel los, dass du, denke ich, froh sein kannst, überhaupt welche zu bekommen. Sichtbarkeit, bzw. von der eigenen Zielgruppe gefunden zu werden, ist das größte Problem aller Autor:innen.

Egal ob unter Klarnamen oder Pseudonym würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall so bald wie möglich (also quasi gestern) anfangen, mir dort Follower aufzubauen, Kontakte zu Bloggern zu knüpfen etc.

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Herzlichen Glückwunsch.
Ich finde die Entscheidung gut, den Klarnamen zu verwenden.
Vermutlich werden gar nicht so viele aus der realen Welt nach dir bei SoMe suchen. Ich habe da nur wenig Schnittmengen.
Meine Arbeitsumgebung ist von homophoben Männern geprägt, es gab nie Probleme und schon gar keine Kommentare auf SoMe, obwohl ich unter Klarnamen schreibe, meine Bücher teilweise explizit sind und einige BDSM enthalten.
Bei meinen Fantasybüchern hatte ich da nie Sorgen, aber ich habe mich bewusst entschieden, beim Klarnamen zu bleiben. Ich mache viele Lesungen und bin auf Messen, da möchte ich nicht als XXX angesprochen werden. Aber das ist eine Grundsatzentscheidung.

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Hallo, Glückwunsch und alles Gute für die Publikation vorweg!

Ich veröffentliche seit Jahren mit Klarnamen. Auf Instagram gab es bisher keine blöden Kommentare. Erwarte besser nicht, dass da überhaupt viel los ist von Anfang an. Wenn deine Bücher dann in online-Shops erhältlich sind, bekommst du natürlich auch dort sowieso Kommentare/Rezensionen und da gibt es immer Hater, die dir einfach mal aus Spaß eine 1-Sterne Bewertung verpassen oder eine miese Rezi. Das ist da noch viel leichter als auf Instagram, weil anonymer. Damit musst du leben wenn du ein Buch rausbringst. Es gibt dafür aber eben auch sehr viel positiven Zuspruch. Meine persönliche Erfahrung ist, dass sich das berufliche und persönliche Umfeld viel weniger für deine Bücher interessiert als du denkst und vermutlich dann auch nicht für das, was andere darüber auf Instagram sagen.

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Hi. Ich denke, die Angst kennt jeder. Sei es eine böse Rezension oder negative Kommentare auf Social Media. Ich glaube, das gehört jedoch dazu…zumindest, wenn du etwas veröffentlichst. Gewöhnt man sich daran? Teilweise … Gott sei Dank sind die überwiegenden Kontakte positiv. Zumindest bei mir.
Tröstlich ist: Nahezu alle Bücher bekommen schlechte Rezensionen. Ich habe noch keins gefunden. auch keinen Bestseller, der nur nette Kommentare bzw. Rezensionen hat. Halte dir einfach vor Augen: Man kann es nicht jedem rechtmachen. Geschmäcker sind unterschiedlich. Und dann gibt es natürlich auch Menschen, die von Grund auf schon eine negative Einstellung haben und sich durch negative Kommentare oder Rezensionen selbst erheben wollen. Bezüglich des Klarnamens: Da kann ich nicht mitreden, ich veröffentliche unter einem Pseudonym.

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Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Erstlingswerk! Well deserved! :+1:

Ich veröffentliche unter Pseudonym und bin auf Instagram sowie mit einer eigenen Webseite unter diesem Pseudonym öffentlich sichtbar. Diese virtuelle Figur trenne ich komplett von mir als Privatperson, und wenn es mal negative Kommentare geben sollte, dann trifft es eben meinen Avatar und nicht mich.

Auch sind solche Spielchen („Pranks“) wie nicht bestellte Pizzalieferungen an meine Privatadresse so gut wie ausgeschlossen. Zwar habe ich bisher noch keine negativen Erfahrungen auf Insta oder woanders gemacht, aber ich lebe entspannter, wenn ich weiß, dass ich privat anonym bleibe. Meine Entscheidung übrigens, ein Pseudonym zu wählen, hatte technische und marketingtechnische Gründe. Ich bin dann bei meinem Urgroßvater in 10. Generation (geboren1575) fündig geworden: Name als Autor, E-Mail-Adresse, Insta-Account, alles war noch frei. Mein Vorschlag: Probiere es doch einfach mit einem Pseudonym, outen kannst Du Dich dann immer dort, wo es Dir zweckmäßig erscheint.

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Es klingt ein bisschen, als wäre das eine Berufsschule. Da hätte ich ein weniger Bedenken - eigentlich sind junge Erwachsene recht vernünftig und ein »Hihih, guck mal, eine Romanze von Lisa der Anatomielehrerin!«, würde ich irgendwo zwischen 13-16 packen.
Lernende die 16, 17 sind und eine Ausbildung machen sind dagegen so überfordert, dass dein Buch ihr geringstes Problem ist. Dass sich da eine Gruppe 25er lustig macht - möglich - aber ganz offenbar nicht dein Problem. Du schreibst Bücher, dass ist durchaus angesehen.

Allerdings nutze ich aktuell kein Social Media.

Du hast dein Buch geschrieben und bist bereit, aus dem Schatten zu treten. Allein das stelle ich mir schon als etwas vor, das eine gehörige Portion Mut erfordert.

Die Angst vor ‘negativer’ Kritik oder doofen Kommentaren kann ich total nachempfinden (vor meiner ersten Unterrichtsgestaltung in Pädagogik war mir schlecht, schwindelig, ich hatte Bauchweh im Knie und meine Dozentin war unnachgiebig: “Dirk. Sie werden das richtig gut hinkriegen.” Danke dafür. Nach fünf Minuten war ich im Flow, die Reaktionen der anderen Leute im Kurs wundervoll wertschätzend.

Auch in jüngeren Jahren war es in Gaming- und IT-Communities häufig so, daß Leute unter Pseudonym geschrieben haben. Vor 30 Jahren war der Diskurs in den Foren allerdings auch ein völlig anderer. Es gab Flamewars, Beleidigungen, man hat sich gegenseitig „ignored“. Die Qualität hat sich in den letzten Jahren bedauerlicherweise drastisch verändert. Das hilft einem rational denkenden Menschen, der seine Herzensangelenheit mit anderen Menschen teilen möchte, natürlich ganz und gar nicht. Pseudonyme sind praktisch: Man kann sich hinter einem Alias verstecken und Dampf ablassen. Analog zum Autofahren: Man sitzt, umgeben von Blech, in seinem Gefährt und der „Schleicher“ da vorne/ „Raser“ hinter mir ist in MEIN Territorium eingedrungen. Lichthupe, drohende Faust, Auffahren… klingt das nicht verdächtig nach den selben Trollen in den asozialen Medien, die scheinbar nur auf die Welt gekommen sind, um anderen Menschen den Tag zu vermiesen?

Aus solch einer - deiner - mutigen Handlung nimmst du jedoch eine einmalige Erfahrung mit: Einen Schritt ins Unbekannte gewagt zu haben und zu erleben, daß du selbst diesen Schritt getan hast.

Leute die sich blöd benehmen? Die gabs vor tausend Jahren schon, und wirds auch weiterhin geben. Ich denke, es ist wichtig sich zu erinnern, daß sich ‘soziale’ Angst fast immer auf eine einzige Zeile, in unterschiedlichen Formulierungen, reduzieren läßt: “Ich bin ein/eine Versagerin.” “Ich konnte es anderen nie recht machen.” “Ich bin nicht gut genug.”

Vielleicht hilft es dir, wenn Du deinen Blickwinkel von „was denken andere“ auf „Das bin ich. Meine Geschichte ist bereit, und ich wünsche allen Leserinnen und Lesern die gleiche Freude, die ich beim Schreiben erlebt habe“ veränderst.

Mit einem aufrichtigen „Hut ab vor deiner Leistung, ein Buch bis zur Veröffentlichung zu tragen“:

Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen :ocean: :woman_surfing: (Jon Kabat-Zinn)

Herzliche Grüße,

Dirk

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Ganz toller Satz!

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Ihr freundlichen Menschen… Herzlichen Dank für eure wertschätzenden, respektvollen Kommentare. Ich habe mir alle gerade durchgelesen und es hat mir das Herz erwärmt.

Über das Pseudonym denke ich nochmal nach. Vielleicht wäre es doch eine Option… da bin ich noch unschlüssig. Danke für den Anstoß.

Ihr habt recht-es wird immer Menschen geben, die kein konstruktives Feedback abladen.

Es hat mir schonmal ein besseres Gefühl gegeben, danke :slight_smile:

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