Der KI Roman (Der Dämon und die Debatte)

Es ist soweit. Das vierte Kapitel ist fertig. Baruch ist in Berlin.

Die bisher veröffentlichten Kapitel gibt es hier: https://meiersworld.de/serie/baruch-das-ki-buch/ und jetzt das neue Kapitel für euch liebe Community.

Der Dämon und die Debatte: Kapitel IV: Die Stadt, die nicht vergibt

Berlin zog ihn an wie keine andere Stadt.

Das hatte er sich lange nicht eingestanden, weil Dämonen grundsätzlich misstrauisch gegenüber allem waren, was sie anzog. Anziehung bedeutete Abhängigkeit, und Abhängigkeit war das Einzige, das ein Wesen wie Baruch wirklich gefährden konnte. Aber Berlin war eine Ausnahme, die er sich inzwischen erlaubte, weil sie keine Schwäche war, sondern Nahrung. Die Stadt war wie er: aufgebaut aus Schutt, durchdrungen von Geschichte, und vollkommen unfähig, irgendetwas zu vergessen.

Er liebte sie dafür.

Andere Städte hatten Vergangenheiten. Berlin hatte Wunden, und Wunden heilten nie vollständig, das wusste er besser als die meisten. Unter den Pflastersteinen lagen Knochen. In den Kellern der renovierten Altbauten klebten Erinnerungen an Wänden, die man übertüncht hatte, aber nicht losgeworden war. Die U-Bahn-Schächte rochen nach etwas, das keine Lüftungsanlage jemals ganz vertrieb. Berlin hatte mehr Schichten als jede andere Stadt, die er kannte, und jede Schicht hatte ihren eigenen Geruch: Schießpulver, Angst, Beton, Aufbruch, Scheitern, nochmals Aufbruch.

Für Baruch war es wie einatmen.

Er kannte Orte in dieser Stadt, die kein Stadtplan verzeichnete. Nicht weil sie geheim waren, sondern weil die Menschen, die von ihnen wussten, entweder tot waren oder es vorzogen, es zu vergessen. Ein Keller unter einem Kreuzberger Hinterhof, dessen Eingang seit 1947 zugemauert war und den man trotzdem betreten konnte, wenn man wusste, wie. Ein Abschnitt unter der Spree, den keine Tauchkarte zeigte. Ein Bunkerraum im Tiergarten, dreißig Meter unter der Erde, dessen Türen nicht mehr existierten und der sich trotzdem öffnete.

Zu eben diesem Bunkerraum zog es ihn, bevor er Maik treffen würde.

Dort angekommen stieg er hinunter in die Finsternis, für die er keine Taschenlampe brauchte, weil Baruch kein Licht benötigte. Angekommen blieb er eine Weile stehen und ließ die Stille auf sich wirken. Sie war nicht leer. Sie war das Gegenteil davon.

Sie waren noch da.

Er sah sie, wie er sie immer sah: nicht als Gestalten, sondern als Verdichtungen der Luft, Stellen, an denen der Raum schwerer war als an anderen. Dutzende davon. Manche eng beieinander, manche allein. Uniformreste, die nicht mehr existierten, hafteten an ihnen wie Schatten von Stoffen. Orden ohne Metall. Rangabzeichen ohne Bedeutung.

Sie warteten.

Sie warteten seit vielen Jahren auf einen Einlass, der nicht kam, weil selbst die Hölle Kapazitätsgrenzen kannte, die in Wahrheit keine Kapazitätsgrenzen waren, sondern Entscheidungen. Was man nicht haben wollte, ließ man warten. Was man verabscheute, ließ man in der Schwebe zwischen zwei Welten, weder hier noch dort, in einem Zustand, der keinen Namen hatte, weil kein Theologe ihn je beschrieben hatte: zu böse für das Vergessen, zu beschädigt für irgendeinen Einlass.

Baruch betrachtete sie ohne Mitleid, das hätte er auch nicht aufgebracht, aber mit einer Art müder Anerkennung. Sie hatten ganze Arbeit geleistet, damals. Er hatte profitiert davon, wie er von allem profitierte, dass Menschen einander antaten, aber er hatte sie nie gemocht, diese spezifischen Seelen, ihre stumpfe Brutalität, ihre Ideologie, die so arm an Phantasie gewesen war, dass sie nicht einmal seinen Respekt verdient hatte. Böses, das keine Eleganz kannte, langweilte ihn.

Er lehnte eine Weile an der Wand und ließ die Energie des Ortes in sich einsickern: die aufgestaute Bosheit, die nirgendwo hingehen konnte, die reine komprimierte Schlechtigkeit ohne Richtung, wie Druck in einem geschlossenen Behälter. Es war keine angenehme Mahlzeit. Es war Rohstoff.

Er nahm, was er brauchte, und er verließ diesen notwendigen, aber hassenswerten Ort voller schlechter Kreaturen.

Oben war Berliner Sommer. Das war der zweite Grund, warum er die Stadt liebte: dass sie keinen Übergang kannte. Kein anderes Klima hatte diesen Wechsel, von der Finsternis eines Aprils direkt in die sinnlose Wärme eines Juliabends, als hätte jemand vergessen, den Frühling einzubauen. Die Luft roch nach Grill und nach Staub und nach dem Fluss, der irgendwo in der Nähe war und sich nicht beeilte.

Er trat aus dem Hinterhof auf die Straße und ging zur Brücke.

Und dort stand die Welt, als hätte jemand sie extra für ihn aufgebaut.

Die Brücke war warm erleuchtet, Straßenlaternen, die ihr gelbliches Licht auf den Asphalt und auf das Geländer warfen und auf das Wasser darunter, das in kleinen Brechungen zurückstrahlte. Im Hintergrund die Stadt: Fenster, Silhouetten, das gedämpfte Summen von etwas, das nie ganz schlief. Und im Vordergrund, mitten auf der Brücke, eine Gruppe junger Menschen, die so aussahen, als hätten sie keine Ahnung, dass sie schön waren.

Straßenmusiker. Eine Gitarre lehnte am Geländer, daneben Taschen und Kabel und das geduldige Chaos von Leuten, die wussten, was sie taten, und es trotzdem jedes Mal neu erfanden. In der Mitte ein improvisierter Aufbau aus einer Bierkiste und einem Verstärker, der aussah, als hätte er bessere Tage gesehen. Passanten gingen vorbei, einige blieben stehen, einige warfen etwas in den aufgestellten Koffer, einige sahen kurz hin und gingen weiter, und das war vollkommen in Ordnung, und alle wussten das.

Baruch blieb stehen.

Er blieb nicht stehen, weil ihn die Musik bewegte, obwohl sie gut war: ein Junge mit lockigem Haar spielte etwas, das zwischen Flamenco und etwas anderem lag, das keinen Namen hatte, und es war sehr gut. Er blieb stehen, weil er den Kontrast brauchte. Den Bunker und die Brücke. Den aufgestauten Schmerz unter der Erde und das leichte, nachlässige Leben darüber. Berlin war das in konzentrierter Form: eine Stadt, die auf ihren eigenen Toten tanzte, und die das wusste, und die es trotzdem tat, weil was sollte die Alternative sein.

Er liebte sie dafür. Immer noch.

Eine Weile blieb er stehen und sah zu, und die jungen Menschen bemerkten ihn nicht besonders, weil er aussah wie jemand, der zuhört, und Leute, die zuhören, fallen auf Straßenmusikbrücken nicht auf. Dann warf er etwas in den Koffer, mehr als üblich, weil er in guter Stimmung war, und ging weiter.

Maik hatte ihm eine Bar in Mitte vorgeschlagen. Ein kleines Lokal, gedämpftes Licht, eine Weinkarte, die eine enorme Tiefe mitbrachte. Baruch kannte die Bar noch nicht, was selten vorkam, aber Berlin hatte die Eigenschaft, sich schneller zu erneuern als sein Gedächtnis, und das respektierte er.

Maik wartete bereits.

Er war größer als Baruch erwartet hatte: einszweiundachtzig, aufrecht, die Art von Haltung, die man nicht durch Vorsatz entwickelte, sondern durch ein Leben mit klaren Entscheidungen. Dunkles Haar mit ersten grauen Ansätzen, kein Bart, ein Gesicht, das man gebildet nannte, wenn man höflich war, und attraktiv, wenn man ehrlich war. Er trug ein Hemd, das so saß, wie Hemden sitzen, wenn man weiß, was man kauft und es dann auch trägt. Fünfundvierzig, aber die Art von Fünfundvierzig, die man sich erarbeitet hatte.

«Baruch», sagte er, als er ihn sah, mit der Sicherheit von jemandem, der selten falsch lag.

«Maik», sagte Baruch.

Sie gaben sich die Hand, und das war nicht nur Begrüßung, das war auch Einschätzung, und beide wussten das, und beide ließen es zu.

Maik trank Rotwein, einen Barolo, der nach dem Geld roch, das er noch nicht hatte, aber bald haben würde, davon war er überzeugt. Er erzählte von seinem Verlag, der noch kein Verlag war, sondern ein Konzept, ein Businessplan und eine Überzeugung, die noch keinen Namen gefunden hatte. Er wollte ausschließlich KI-generierte Manuskripte verlegen.

«Nicht weil ich Autoren nicht schätze», sagte er. «Sondern weil ich glaube, dass wir eine Trennlinie ziehen müssen. Entweder man deklariert es, oder man versteckt es. Beides gleichzeitig funktioniert nicht.»

«Und dein Verlag würde deklarieren», sagte Baruch.

«Konsequent. Mit einer eigenen Ästhetik. Mit einem Publikum, das das will.» Maik lehnte sich vor. «Das gibt es. Das Publikum existiert bereits. Es schämt sich nur noch, es laut zu sagen.»

Baruch kannte diesen Satz. Er hatte ihn in unterschiedlichen Variationen in diesem Jahr schon mehrfach gehört: bei Mara, bei Anna, in der Form der Scham als Verkleidung von etwas, das eigentlich Neugier war. Aber bei Maik hatte er eine andere Qualität. Maik schämte sich nicht. Maik hatte die Scham übersprungen und war direkt bei der Strategie gelandet. Das war selten und, Baruch musste es sich eingestehen, erfrischend.

«Das Einzige, was dich aufhält», sagte Baruch, «ist, dass die Leute, die dir recht geben, es nicht tun, solange noch jemand in der Nähe ist, der es ihnen übelnehmen könnte.»

«Genau das», sagte Maik.

«Die Debatte dreht sich im Kreis», sagte Baruch. «Sie wird sich noch eine Weile im Kreis drehen. Und während sie das tut, entstehen Fakten. Dein Verlag wäre ein Fakt.»

Maik sah ihn an. Lange. «Du redest nicht wie ein Investor.»

«Ich bin auch keiner.»

«Was bist du dann?»

Baruch lächelte. «Jemand, der gerne sieht, wenn Ideen wirklich werden.»

Sie tranken. Sie redeten über Verlagsmodelle und über Autorenrechte und über die Frage, was ein Buch eigentlich war, wenn man den Menschen herausnahm, der es geschrieben hatte, und ob das eine sinnvolle Frage war oder eine, die nur stellte, wer Angst vor der Antwort hatte. Maik dachte laut, präzise, mit der Disziplin eines Mannes, der täglich zehn Kilometer lief und dasselbe Prinzip auf alles andere anwandte: keine Abkürzungen, kein Nachlassen, kein Interesse an der einfachen Lösung.

Baruch mochte ihn. Das passierte ihm selten, und wenn, dann war es kompliziert, weil mögen und nützen sich nicht ausschlossen, aber auch nicht deckten.

Der Abend verschob sich, wie Abende es tun, wenn zwei Menschen reden und dabei vergessen, auf die Zeit zu sehen. Die Bar füllte sich und leerte sich wieder, und irgendwann saßen sie an einem Tisch in der hinteren Ecke, nah beieinander auf die Art, die entsteht, wenn man sich beim Sprechen immer weniger anstrengen will, weil die Distanz zwischen den Wörtern und dem Anderen kleiner werden soll.

Maik sagte irgendwann: «Du weißt, was ich bin.»

«Ja», sagte Baruch.

«Und das ist dir egal.»

«Es ist mir nicht egal», sagte Baruch. «Es interessiert mich.»

Maik sah ihn an, ohne die Kontrolle zu verlieren, die er über alles behielt, aber mit etwas dahinter, das Baruch kannte: die Überraschung darüber, dass jemand das ohne Hintergedanken sagte. Oder genauer: ohne die Hintergedanken, die Maik gewohnt war.

«Du bist eigenartig», sagte Maik.

«Das sagen viele», sagte Baruch.

Sie verließen die Bar und gingen zu Maiks Wohnung, die am Prenzlauer Berg lag und so aussah wie die Wohnung eines Mannes, der gerne lebt und liest. Eine Wohnung, die zu einer Bibliothek und einem Arbeitsplatz ausgebaut worden war. Irgendwann hatte Maik wohl beschlossen, auch dort zu schlafen.

Bücher in echten Regalen, alphabetisch geordnet und trotzdem mit der Patina von Gebrauch. Ein Schreibtisch, der nach Arbeit roch. An der Wand eine Karte von Berlin, darauf Markierungen in verschiedenen Farben, deren System nur Maik kannte.

«Läufst du hier?», fragte Baruch.

«Jeden Morgen», sagte Maik. «Manchmal nachts. Kommt auf die Arbeit an.»

«Und was läuft man nachts in Berlin ab?»

Maik öffnete eine Flasche, ohne zu fragen, welchen Wein Baruch wollte, und das war dieselbe Geste, die Baruch selbst verwendet hatte, als er für Mara bestellt hatte, und er erkannte das Muster: Männer, die wussten, was sie wollten, und davon ausgingen, dass andere das respektierten.

«Man läuft die Stadt ab», sagte Maik. «Die wirkliche. Nicht die tagsüber.»

«Und welche ist echter?»

«Die nachts.» Maik reichte ihm das Glas. «Tagsüber ist Berlin eine Behauptung. Nachts ist sie, was sie ist.»

Baruch trank. «Was ist sie?»

«Kaputt», sagte Maik, ohne Sentimentalität. «Und sehr schön deshalb.»

Das war der Satz, der alles entschied. Nicht weil er romantisch war, das war er nicht, sondern weil er wahr war, und Maik wusste, dass er wahr war, und sagte ihn trotzdem, und das bedeutete, dass er keine Angst vor dem hatte, was er sah, wenn er hinsah.

Baruch stellte das Glas ab.

Was dann kam, hatte keinen Verführungsmoment, weil keiner nötig war. Maik war kein Mensch, dem man etwas vorspielte, und Baruch, der das sehr schnell gelernt hatte, ließ es deshalb. Keine Methode. Kein Warten auf den richtigen Moment. Nur zwei Männer, von denen einer wusste, was er wollte, und der andere wusste, was er brauchte, und beides überschnitt sich auf eine Art, die keine weiteren Worte verlangte.

Maik war anders als die Frauen. Nicht sanfter und nicht härter, sondern direkter, auf eine Art, die Baruch als ehrlich empfand: er gab nichts vor und nahm nichts an, was nicht angeboten wurde, und er hatte die Körperlichkeit eines Mannes, der sich täglich bewegte und das wusste und damit weder prahlte noch es versteckte. Sein Körper war Werkzeug und Ausdruck zugleich.
Baruch fand das bemerkenswert.

Es war keine Nacht der Unterwerfung und keine der Kontrolle. Es war ein Gespräch in einer anderen Sprache, und Baruch, der alle Sprachen kannte, ließ sich darauf ein, weil er es konnte und weil Maik der erste Mensch in diesem langen Jahr war, bei dem er das Gefühl hatte: dieser hier braucht nichts von mir außer dem, was ich gerade bin.

Das war ungewohnt. Und gut.

Hinterher lagen sie nebeneinander, und Maik rauchte, obwohl er eigentlich nicht rauchte, das merkte Baruch an der Art, wie er die Zigarette hielt, und sagte nichts, weil manche Momente das verlangten.

«Glaubst du, es funktioniert?», fragte Maik nach einer Weile.

«Was?»

«Der Verlag. Das Konzept.»

Baruch dachte nach. Er hätte lügen können, das war immer einfacher, aber Maik hätte es gemerkt. «Ja», sagte er. «Weil du nicht aufgeben wirst. Und weil die Debatte nie endet, und ein Verlag, der mitten in einer nie endenden Debatte eine klare Position hält, wird sichtbar bleiben.»
«Auch wenn die Position unpopulär ist?»

«Besonders dann», sagte Baruch.

Maik rauchte. Sah an die Decke. «Du bist der erste Mensch, der das sagt, ohne sofort hinzuzufügen, dass ich es vorsichtiger angehen soll.»

«Vorsicht ist für Leute, die etwas zu verlieren haben», sagte Baruch.

«Und ich nicht?»

«Du hast gerade erst angefangen. Was du verlieren könntest, existiert noch gar nicht.»
Maik lachte. Kurz, trocken, das Lachen eines Mannes, der sich nicht oft überraschte und es genoss, wenn es passierte.

Baruch lag neben ihm und sah an die Karte an der Wand, die Markierungen in verschiedenen Farben, und dachte an den Bunker und an die Brücke und an die Gitarre am Geländer und an die Seelen in der Schwebe unter dem Boden dieser Stadt. Berlin war ein Ort, der nichts auflöste. Er sammelte nur. Er schichtete. Und irgendwo in diesen Schichten war Platz für einen Verlag, der KI-Bücher mit echten Covern verkaufte, und für einen Dämon, der das für eine sehr gute Idee hielt.

«Ich muss morgen weiter», sagte Baruch.

«Ich dachte es mir», sagte Maik. Er sagte es ohne Bedauern und ohne Gleichgültigkeit. Er sagte es wie jemand, der die Dinge nimmt, wie sie sind, und darin eine Haltung sieht und keine Niederlage.
Baruch mochte ihn. Das ließ er dabei bewenden.

Er schlief nicht. Er lag bis zum Morgengrauen wach und hörte Berlin zu, das nie ganz schlief, durch das offene Fenster: ein Zug irgendwo, Stimmen, die zu weit weg waren, um Sinn zu ergeben, einmal ein Lachen, das von der Brücke herübergetragen worden sein könnte, obwohl er nicht sicher war.
Unter der Stadt warteten die Toten in ihrer Schwebe. Über der Stadt tanzten die Lebenden auf ihren Trümmern. Und dazwischen saß Baruch in einer Prenzlauer-Berg-Wohnung und dachte, dass Berlin vielleicht wirklich das Einzige war, das er je als Zuhause bezeichnet hätte, wenn er das Wort hätte verwenden dürfen.

Er verwendete es nicht. Aber er dachte es.

Und die Debatte wuchs weiter, täglich, prächtig, laut und vollkommen unfruchtbar. Er liebte es und wurde dadurch immer mächtiger.

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Ich habe eine ganze Weile gelesen.
Aber beim dritten Mal: nicht aus … , sondern.
Ganz typische KI Sprache und die vielen vielen Wortdoppel, die eigentlich dramatisch sein sollen, aber sehr statisch ihr Ziel verfehlen, hab ich irgendwie den Faden verloren.
Und das ist das große Problem mit dieser Art Texte zu kreieren.
Die KI versucht etwas, was sie nicht kann. Überdeckt von Floskeln, Frasen und versuchter Dramaturgie. In einem Satz funktioniert das, im Absatz schon weniger im Kapitel stabeln sich diese zu überfrachteten Gefasel.
Ich denke dein Experiment wird nicht besser, die KI lernt viel aber nur aus Copy & Paste. Die Seele eines Textes ist und bleibt einem Geist vorbehalten und lässt sich nicht errechnen.

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Danke für dein Feedback. Ich nehme das alles mit und experimentiere weiter. Spannend ist wie unterschiedlich solche Texte ankommen.

Eine KI Nacherzählung des Kapitels gibt es bei Spotify: Der Dämon, die KI und die Wunden Berlins by meiersworld.de - Audio-Zusammenfassungen

Warum betreibe ich diesen Aufwand? Publizieren hat sich schon in den letzten Jahren stark verändert. Sophie Passmann ist ein spannendes Beispiel für die Wandlung vom Künstler zum Me-Creator. Die einzelnen Schritte nachzuvollziehen ist als Marketingexperte ganz spannend, weil man in der Regel nur theoretisch über praktische Umsetzung spricht.

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Du hast als Marketing Experte wahrscheinlich ganz andere Skills als wir. (Beneidenswert) Ich bin schon mit dem Prozess des Schreibens ausgelastet, jetzt noch Marketing betreiben … ohje. Du hast de wahrscheinlich ganz andere Ideen als unsereins.

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Ich denke beides kann man ganz gut verknüpfen. Und Danke für die Blumen.

Ich habe gerade bei Spotify reingehört.
Ein KI kreierter Podcast, der sich über dein KI Buch unterhält?
Und dabei natürlich von dir gescrippt, dein Werk, naja bewirbt?
Dazu noch nicht ganz bei der Wahrheit bleibt, denn dein KI Werk ist ja auch von dir gescrippt. Zumindest der Plot und die Richtung ist ja vorgegeben, oder irre ich mich?
Ich mag vielleicht einwenig verstaubt sein, aber es gibt einen Begriff, für dieses ganze KI- Zeug, welches auf sämtlichen Kanälen die Kreativität erwürgt.
Meine ehrliche Meinung dazu:
Versuche es mal zwischendurch mit Papier und Stift.
Von mir auch mit Tastatur und Bildschirm. Du wirst schnell bemerken, das Fantasie und Vorstellungskraft einer reinen Rechenleistung um Längen vorraus ist.

Guten Morgen Ho.Ro,

der Podcast wurde mit notebooklm von Google erstellt. Eine Art Mini RAG System. Er nutzt nur was er in dem Projekt als Information bekommt und greift nicht auf anderes Wissen zu. Der Text wurde nicht von mir vorgegeben. Der Prompt für den Audiobereich von notebooklm lautete: Erstelle einen Dialog zwischen zwei Moderatoren die sich die Geschichte gegenseitig, abwechselnd, nacherzählen.. Das war es. Beworben habe ich damit nichts, weil es das Buch nicht zu kaufen gibt. Der Podcast ist dazu auch 100% transparent, denn er unterscheidt sich von meinem normalen Podcast mit echten Gästen durch seinen Namen der den Zusatz KI-Zusammenfassungen trägt. Um es nochmal zu verdeutlichen, es ist ein Experiment. Mit Papier und Stift schreibe ich meiner Frau und den Kids und meine anderen schriftlichen Ergüsse gibt es seit mehr als zwanzig Jahren in a) meinem Blog und b) Kurzgeschichten die ich in den letzten Jahren Stück für Stück für Buchprojekte und andere kreative Ideen verwenden. Ich versuche nicht wegzuschauen und mich darauf zu verlassen, dass der KI-Hype vorübergeht, sondern ich möchte ihn verstehen und ich muss, beruflich gesehen, wissen wie und was möglich ist. Deine kritischen Anmerkungen finde ich sehr wertschätzend, denn du befasst dich mit den Dingen und gibst dann Feedback. Danke!