wir als Quartalsschriftsteller haben es endlich geschafft. Zumindest haben wir alle Szenen und in jeder steht was drin. “Fertig” würde ich es noch nicht nennen. Aber eine Version, die man überarbeiten kann.
Vom Schreiben keine Ahnung, wollten wir vor 20 Jahren zu viert (!) ein Buch schreiben. Wie man sich denken kann, hat das nicht geklappt. Nach vielen Jahren “da müssten wir mal wieder ran”, haben wir uns als Rentner 2-3 mal im Jahr 3 Wochen Urlaub genommen und an unseren Texten gearbeitet. Blöd nur, dass die meisten Ideen des SciFi Romans nach 20 Jahren bereits verblassende Realität waren. War z.B. damals die Idee unseres Gedichtgenerators noch hoch innovativ, lacht uns die KI heute aus.
Morgen ist unser Urlaub wieder vorbei und wir würden euch gerne die ersten Seiten einmal zur Begutachtung einstellen, ehe wir im Dezember in die erste Überarbeitung einsteigen. Um mal ein Gefühl zu bekommen, wie jemand, auf unsere Zeilen reagiert.
“Eine Gesellschaft, die Gefühle als Schwäche verdammt und Unsterblichkeit durch Unfruchtbarkeit erkauft”
Wenn ihr das herausarbeitet und den Schwerpunkt hier setzt habt ihr einen Mords-Subtext, der schlicht gut ist.
Nicht so gefällt mir:
Der Titel. Abrasax erinnert mich zu sehr an Abraxas, den Raben der Kleinen Hexe. Das ist (in meinen Augen) uninspiriert
Namensgebung überhaupt. Paula & Co ist klar und gut und bekannt. Alles mystische finde ich in vielen Fantasy-Stories etwas zu überfrachtet. Zu “gewollt”. Da habe ich keine Lösung, ist aber mein Eindruck.
Die Ansprache: “An die geneigten Leser:innen”. Meine subjektive, nicht zeitgemäße Meinung: aus meiner Sicht spricht nichts dagegen Personen mit Liebe “Leserinnen und Leser” oder ähnlich einzuladen. Ebenso ist “Held:innen” für mich ein Auslöser solche Ansprachen im positivsten Falle nur noch zu überfliegen. Das muss heutzutage nicht mehr Dein Fehler sein - es ist durchaus möglich, dass ich das Problem bin.
Das erste Kapitel ist stilisitisch gut.
Ich muss aber meinen Eindruck relativieren: ich habe recht fix gelesen und nicht gründlich analysiert.
Habe die Datei jetzt erst geöffnet. Beim Willkommensgruß habe ich die Datei direkt wieder zugemacht.
: * / in oder innen geht für mich gar nicht.
Kommt das in der Geschichte auch vor oder nur als Begrüßung? Wenn’s nur die Begrüßung sein sollte, gebe ich mir noch mal einen Ruck.
Wir sind sicher noch lange nicht fertig.
Ich habe gelernt, dass man feedback nicht kommentiert. Deshalb nur eine kurze Anmerkung: Im Rest des Buches wird nicht gegendert und das lässt sich leicht in der Ansprache wieder herausnehmen.
Das hört sich sehr gut an! Danke fürs Feedback.
Dass man Feedback nicht kommentiert, habe ich noch nie gehört und finde es auch nicht sinnvoll. Wieso ist es falsch, in einen Dialog zu treten?
Verteidigen sollte man sich nicht oder rechtfertigen, aber über Feedback zu reden ist doch sinnvoll.
Wie oft habe ich schon gemeckert und anschließend gesagt: „Ach ja. Stimmt auch nun wieder.“
Es ist doch gut, sich auszutauschen.
Ich denke du hast recht, @Suse Wir sind hier nicht in einem Mitarbeitergespräch. Das ist sicher etwas anderes.
Unser Buch ist eine Herausforderung. Für uns, aber auch für die Leser. Die Handlung ist komplex und verschachtelt und ob das mit dem Spannungsbogen so funktioniert? Da haben wir noch keine Einschätzung zu. Deshalb ist unser nächster Step das Lesen der über 500 Seiten als ganzes. Dann wissen wir hoffentlich mehr.
Den Prolog finden wir beide gut gelungen, deshalb haben wir uns getraut diesen mit euch zu teilen. Die Folgeszenen? Vielleicht am Ende unseres nächsten Urlaubs?
Im Verlauf des Buches gibt es verschiedene Handlungsstränge.
Da sind diese unsterblichen Wesen die aus einem anderen Universum sind und die Erde entdeckt haben. Hier haben wir noch längst nicht alle Ideen im Buch formulieren können.
Dann ist da Moritz, der tragische Autor mit Schreibblockade und und seine Frau Emily, deren Konflikte nur allzu mächtig sind.
Paula, die introvertierte etwas paranoide Programmiererin die mit ihrem Rugbyteam durch dick und dünn geht . Denkt sie. Bis zu dem Unfall. Mit all ihrem Familienstress und einem verborgenen Trauma.
Die Geschichte von Guiseppe Polito wird von Paula und Moritz ans Tageslicht gezerrt, bis sie sich mit den seltsamen Alienstimmen verknüpfen lässt.
Alles hört sich logisch an, könnte aber auch nichts weiter als ein Ausdruck von Paulas seelischer Verfassung sein.
Und all diese Stränge versuchen wir zu verweben und zu einer Geschichte werden zu lassen.
SciFi ist es also nicht wirklich. Aber welches Genre sollen wir benennen?
Danke für deine Sicht. Das ist sicher ein Problem für jemanden, der das Buch ansieht. Das haben wir noch nicht so durchdacht.
Wir haben den Titel gewählt (Abrasax ist die ursprüngliche Form von Abraxas), weil sich dahinter eine großer mythologisch-philosophischer Kontext verbirgt, der gut zu unserer Geschichte passt.
Dein Eindruck ist nicht falsch. Wir wollten Namen kreieren, die der absoluten Andersartigkeit gerecht werden und trotzdem in einem « irdischen » Dialog verwendet werden können.
Darüber würde ich mir erst ganz zum Schluss Gedanken machen. Auf jeden Fall hört sich das alles sehr interessant an. Im Laufe der nächsten Tage werde ich eure Leseprobe lesen.
Die einen möchte nicht, dass du es so machst, die anderen wollen nicht, dass du es anders machst.
Daher: Du entscheidest, ob du genderst. Lass dich nicht durcheinanderbringen.
Sonst schließe ich mich dem Feedback hier an.
Ich stimme Suse zu: Schaut mal, wohin die Reise geht. Spätestens am Ende, wisst ihr, in welchem Genre ihr euch bewegt. Mir fällt das auch manchmal schwer, vor allem wenn es in verschiedene Genres passen würde.
Hi,
ich habe leider schon wieder keine Lust mehr, weiterzulesen. Zieht sich das mit den Fußnoten durch? Ich mag keine Fußnoten, andere stören sie nicht, mich schon. Extremstes Beispiel bisher: Andreas Eschbachs (er ist mein Lieblingsautor, das ist in diesem Zusammenhang wichtig) hat in seinem „König für Deutschland“ Fußnoten, die zum Teil mehr Platz einnehmen als der Text der Geschichte. Wäre er nicht er, hätte ich sein Buch umgehend aus der Hand gelegt. Einfach schrecklich. Daher meine Frage als erstes Feedback: Kommen bei euch viele Fußnoten vor?
Tja, die Fußnoten. In meinem Erstling war ich auch der Meinung, dem vermeintlich dummen Leser alles erklären zu müssen - und hab das schnell wieder sein lassen. Jeder Leser kann heutzutage selber goggeln, wenn er etwas in einem Buch nicht versteht. Was ich allerdings noch mache, ist, am Ende eines Romans auf lokale Eigenheiten eingehen, auf historische Hintergründe usw. - das letzte Kapitel heißt also immer “Anmerkungen des Autors”.
Finde ich auch ein ganz schwieriges Ding. Es gibt wenige Autoren, bei denen das perfekt funktionierte.
Jeder der danach kommt wirkt leider ein wenig, wie ein Nachahmer. Das ist vergleichbar mit humorvoller, absurder Fantasy nach Terry Pratchett. Kann funktionieren, aber meist eher nicht.
Klarer Gegner davon, obwohl es in meinem aktuellen Projekt eine Hilfestellung wäre. Ich erkläre Begriffe der Raumfahrt (z.B. EVA) textimmanent.
Moritz ist manchmal etwas eigenwillig. Ich persönlich finde Fussnoten auch anstrengend. Aber da es ausschließlich in der Ansprache ist, lassen wir es ihm hier durchgehen.
Das finde ich eine super Idee. Ich weiß nur nicht, ob das bei uns funktionieren würde. Moritz, der Autor, ist ja eine Romanfigur - und wer sollte das dann aufklären ? Moritz selbst? Das glaubt ihm doch keiner. Und wir? Wir wollen uns da eigentlich nicht einmischen.
Ich denke weiter darüber nach, aber das fordert mich schon heraus.