Aw: Copieren / Zitieren / Quellen - wie richtig ?
[QUOTE=ing max]
Für das Schreiben über Planung, Aufbau, Messung von Röhrenverstärkern
ist das Verwenden von Schaltungen, technischen Teilbeschreibungen,
Herstellerdatenblätten und Detailbildern manchmal unerlässlich.
Vermutlich ca. 10% meines geplanten Buches wird das ausmachen.
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10% sind umproblematisch.
Es gibt ja viele Fachpublikationen mit Review-Charakter. Die bestehen fast zu 100% aus Zitaten - und haben trotzdem einen gewissen Wert, weil die Autoren die Leistung vollbringen, all diese Einzelfunde in einen Gesamtkontext einzubetten und aus überall verteilten Flickstücken quasi ein einheitliches Lehrstück zu machen.
[QUOTE=ing max]
In alten Fachzeitungen sind meist die Autoren angegeben,
jedoch nicht ermittelbar oder bereits verstorben.
Betreffende Verlage verweisen auf Urheberschaft bei
„Schreiberling“, können also keine Verwendungszustimmung abgeben.
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Das ist so ziemlich der worst-case.
Urheberrecht ist zuweilen eine eklige Sache.
Der Punkt ist: Geschätzte 99% der Fachartikelautoren bzw. deren Erben sind eher stolz als verärgert, wenn Du sie zitierst. Auch dann, wenn das Zitat eine Skizze beinhaltet (vorausgesetzt, die Quelle ist sauber benannt).
Aber das eine Prozent, das anders tickt, bricht Dir unter Umständen das Genick, weil es Dich auf zweiunzwanzig Fantastilliarden verklagt. Unabhängig davon, ob die Betroffenen Recht bekommen - die schlaflosen Nächte, die sich im Verlauf eines jahrelangen Urheberrechtsprozesses einstellen, willst Du nicht haben.
Bleibt nur noch, Skizzen notfalls nachzuzeichnen (wie viele vor Google Maps für Anfahrtsskizzen z.B. Teile von Stadtplänen abgezeichnet haben) und Texte mit eigenen Worten wiederzugeben.
Bezüglich reiner Datenblattinhalte gilt meines Wissens aber kein Urheberrecht. Aber auch hier würde ich es zumindest reformatieren; sieht ja auch besser aus als schlecht lesbare Scans alter Drucke.
Im übrigen fange bitte nicht mit Floskeln an wie „Im Laborbericht des Rumopselinstituts von Hastenichtgesehen wurden Messungen durchgeführt, die ergaben, dass Röhren aus Glas sind“. Das bläht den Text auf und hindert am Lesen. Besser so:
„Röhren sind aus Glas(1).“
Und in einer Fußnote oder am Ende im Literaturverzeichnis:
(1) Hastenichtgesehen: „Laborbericht XY“, Rumopselinstitut (1999)