Ich habe in den letzten Tagen „Blind“ von Joe Hill gelesen und von Anfang an gedacht, seine Art zu schreiben hat mich an Joe Landsdale erinnert. Aber ich kann es nicht belegen, ist nur so ein Gefühl. Jetzt meine Frage an die Fachleute hier. Gibt es eine Möglichkeit so etwas zu überprüfen? Quasi eine Checkliste zum kontrollieren, ob sich der eine Autor vom anderen hat inspirieren lassen. Wobei es mir nicht um irgendwelche Plagiatsvorwürfe geht, sondern ich fände es einfach spannend zu wissen. Und hätte auch gerne gewusst woran ich das erkenne. Allerdings ohne noch mal studieren zu müssen.
Das einfachste wäre wohl, Mr. Hill (Stephen Kings Sohn?) zu fragen. Uff zu einer Lesung. Oder eine Frage an die Agentur.
Eine validierte wirksame oder unwirksame Checkliste gibt es abseits der KI-Detektor-Geschäftemacher sicher nicht, sonst gäbe es nur noch böse Verdächtigungen.
Na ja, Joe Hill hat das Vorwort zu einer Landsdale Anthologie geschrieben. Eine gewisse Affinität wäre da naheliegend…
So Bachman-artig? ![]()
Nein, ich weiß. Horrorautoren unter sich .
Ich möchte den Gedanken einwerfen, dass ein Autor unter Pseudonyym ein Buch veröffentlich und sich dadurch Stilähnlichkeiten ergeben, da es de facto ein und dieselbe Person ist.
Gruß aus MG
Klaus
Was hier aber nicht der Fall ist. Landsdale hat bereits den Bram Stoker Award gewonnen, als Hill gerade begann sich zu rasieren…
Um kurz direkt darauf zu antworten.
Ja, die Komparististik ist Bestandteil der vergleichenden Literaturwissenschaft. Da wird genau das gemacht.
Des weiteren gibt es Datenbanken von Unis, wo man Studienarbeiten, Bachelor-, Masterarbeiten und Promotionsschriften findet. Vieles kostenfrei als PDF. Ich hatte mal einen Link dazu gepostet - bin gerade nicht am PC. Kann ich aber später PN mit ein paar Links schicken.
Ich hab mir da endlos viel Kram durchgelesen zum Thema Horror…
Wenn es wichtig ist kann ich nächste Woche mal zuhause in meiner Sammlung schauen. Ich hab recht viel Sekundärliteratur zum Thema Horror.
Das klingt super. Die PN mit den Links nehme ich gerne. Werde mich dann da mal durchwühlen. Wobei ich hoffe, dass einiges davon auf Deutsch ist. Mein Englisch reicht nur noch für den Urlaub.
Und falls du Sekundärliteratur zum Thema Horror hast, dass du empfehlen kannst, freue ich mich auch! Möchte dir aber keine arbeit damit machen. Also keinen Stress, wegen mir.
Ich finde Sekundärliteratur immer auch interessant und beim Horror noch mal mehr. Würde mir da gerne mehr Wissen anlesen. Aber wie gesagt, es gibt da für mich keinen Zeitdruck. Aber ich bin gespannt.
Danke dir!
Vielleicht verrät es der Joe Hill ja sogar in seinem Vorwort zur Anthologie …
Gerade geschaut. 10€ bei Kindle. Ich würde den 10er investieren, wenn es mir unter den Nägeln brannte…
“Joe was painting with leaded gasoline, shitty beer, ruptured organs, and mother’s tears”
Joe Hill über Lansdale
Aus einem Aufsatz: Lansdale vs King/Hill Parallelen
Joe R. Lansdale betont in den einlei-
tenden Worten zu »Das hohe Gras«, das
er diese Kurzgeschichte vor der Gemein-
schaftsarbeit Joe Hills und Stephen Kings
geschrieben und vor allem auch veröf-
fentlicht hat. Die Idee des mannshohen
Grases, in dem sich »Dinge« aufhalten, ist
beiden Geschichten gemeinsam. Aber im
Gegensatz zu den grotesken Übertreibun-
gen bei Hill/King bleibt Joe Lansdale sei-
ner Linie deutlich treuer und konzentriert
sich auf Stimmungen.
… da kann man also einiges recht einfach finden.