Meinst du damit, dass dir alle Bücher, die du zuende liest, gleich gut gefallen? Oder soll man von Haus aus alles gleich gut finden und mit 5 Sternen bewerten?
Man muss ja nicht nur nörgeln, aber etwas differenzieren darf und sollte imho schon sein.
Gefallen hat mehr mit Geschmack zu tun, als mit der reinen Qualität.
Und nein, ich vergebe nicht nur 5 Sterne.
Die Kugel von @Koebes hat von mir 4 Sterne bekommen.
Ich unterscheide auch nicht zwischen Verlag und sp.
Wenn ich aber Rezzesionen lese mit., da ist noch Luft nach oben, oder hat seine Längen,.
Empfinde ich sie als doch anmaßend, von oben herab.
Vor etwa zehn Jahren, ich hatte selbst noch nichts veröffentlicht, begegnete ich bei Instagram einer jungen Frau, die als Selfpublisherin gerade ihr ihr Debüt herausgebracht hatte. Durch Social Media hatte sie sich zuvor schon eine sehr große Fangemeinde aufgebaut, die nun entsprechend positiv bei ‚A‘ bewerteten. Da ich selbst neugierig geworden war, kaufte und las ich das Buch auch, weil ich wissen wollte, wie ein solcher Erfolg von Null auf Hundert möglich ist. Ich wurde bitter enttäuscht, weil das Buch ein simpler, naiv und flach geschriebener OMG-Tearjerker war/ist. Gelernt habe ich, dass man eine Fanbase benötigt, um als Selfpublisher mit vielen Rezensionen Aufmerksamkeit und Neugier zu wecken. (Für mein Naturell leider ein Totschlag-Argument.)
Jahre später fiel die Autorin mir dadurch auf, dass der selbe Schmöker inzwischen fast zweitausend positive Rezensionen aufwies, was mir seltsam vorkam. Ich begann schon an meiner Urteilskraft zu zweifeln, als ich mir diese Einzeiler-Kommentare genauer ansah: Ähnliche, wiederkehrende Formulierungen von Absendern, die nur dieses Buch bewertet haben. Soviel zu: ‚A‘ achtet darauf, dass die Rezensionen den Richtlinien entsprechen. Mag sein, dass die Autorin durch den Kauf dieser Rezensionen gute Verkäufe generieren konnte – für mich ist das Betrug am Kunden, der Geld für eine qualitativ hoch bewertete Ware bezahlt und letztlich enttäuscht wird. Das schadet ALLEN SPlern.
Gerade weil ich weiß, wie übersensibel hier viele Autorinnen und Autoren sind, bewerte ich sie grundsätzlich nicht mehr. Viele scheinen den Sinn und Zweck von Rezensionen auch grundsätzlich falsch zu verstehen. Eine ehrliche Bewertung, auch wenn sie inhaltlich nur auf den einen Rezensenten zutrifft, ist ein Indikator für mein Tun. Wie viel ich davon annehme, ist mir selbst überlassen. Natürlich freuen wir uns alle über ein Lob. Ich nur dann, wenn es ehrlich ist.
Was ist denn daran anmaßend, wenn man anmerkt, dass ein Buch ganz oder teilweise langweilig ist? Kapier ich nicht. Und „Luft nach oben“ sagt doch, dass der Stoff / die Idee gut war, aber man mehr daraus hätte machen können. Da ist in meinen Augen nichts, was herablassend wäre,wenn man so etwas schreibt.
Ja, kann man genauso machen.
Zu bedenken wäre da aber, ist es nur mein persönlicher Eindruck?
Bin ich kompetent genug, um mich als Richter aufzuspielen?
Und schlussendlich auch, sind meine Werke um so viels besser?
Die Sternewertung ist eine andere Geschichte.
Was bedeuten 3 Sterne? Mathematisch unter 60% Zufriedenheit. Das ist vielleicht der persönliche Eindruck.
Nichtsdestotrotz aber eine negative Kaufempfehlung.
@Ho.Ro
Aber ein Buch bewerte ich doch als Leser, als zahlender Kunde. Nicht als Autor. Ich bin kein Mechaniker, würde doch trotzdem eher nicht gut bewerten, wenn nach der Reparatur die Bremse nicht funktioniert. Nur, weil ich es selbst nicht besser kann. Und ein Kommentar wie ‚hat Längen‘ ist doch auch hilfreich für den Autor, um beim nächsten mal eventuell darauf zu achten.
interessanter Ansatz, aber ich glaube, hier werden zwei völlig verschiedene Perspektiven vermischt die des Produzenten und die des Konsumenten.
Die Kompetenz Frage ich muss kein Sternekoch sein, um zu schmecken, dass die Suppe versalzen ist. Als zahlender Kunde bin ich die einzige Instanz, die über meine investierte Zeit und mein Geld entscheidet. Das hat nichts mit sich als Richter aufspielen zu tun, sondern mit einer persönlichen Kaufentscheidung basierend auf Marktsignalen.
Der Vergleich mit eigenen Werken das ist ein klassischer Logikfehler. Ob ich selbst bessere Bücher schreibe oder nicht, ist für die Qualität des vorliegenden Buches völlig irrelevant. Wenn ich ein Auto kaufe, das klappert, ist meine Kritik berechtigt, egal, ob ich selbst Ingenieur bin oder gar kein Auto bauen kann.
Die 3 Sterne Mathematik das 3 Sterne was eigentlich Durchschnitt/OK bedeutet heute schon als negative Kaufempfehlung wahrgenommen werden, ist doch genau der Beweis für die massive Entwertung des Systems. Wenn alles unter 5 Sternen als Scheitern gilt, verlieren die Sterne jede Aussagekraft.
Genau deshalb ist meine 500-Bewertungen-Regel ein reiner Selbstschutz. Es geht nicht darum, den Autor abzuwerten, sondern die ‚Gefälligkeits-Blase‘ aus Freunden, Familie und Rezensions-Gruppen zu umgehen. Erst ab einer gewissen Masse schlägt die echte, ungefilterte Leserstimme durch.
Am Ende ist der Markt kein Streichelzoo für Autoren-Egos, sondern ein Ort, an dem Leser ehrliche Orientierung suchen.
und weil ich wiedermal meine eigene Regel nicht befolgt habe, habe ich Q-Finity gekauft. Ärger mich selbst für das hinausgeschmissene Geld und Zeit.
Okay, bleiben wir bei diesem hinkenden Vergleich.
Hier gibt es zwei Optionen:
- Ich bitte um ein Gespräch mit dem Koch und erläutere ihm, warum mir sein Essen nicht geschmeckt hat. Das ist fair und er kann daraus lernen.
- Ich bedanke mich beim Personal, verlasse das Restaurant und schreibe eine miese Bewertung.
Letzteres ist in meinen Augen billig und zeugt nicht von einem erwachsenen Verhalten.
Apropos erwachsenes Verhalten. Bist du etwa Denis Scheck?
PS
Ich finde es ehrlich gesagt zum Kotzen, dass du so ganz nonchalant in einem Nebensatz das Buch eines Autors unserer Community verreißt, selber aber stets verweigerst, etwas von dir offenzulegen.
PPS
Ich lese auch Korrektur, vielleicht kann ich dich da ein wenig unterstützen.
Ernsthaft Frage: Ich höre von dir nur Negatives über die Bücher von Foristen. Warum liest du Bücher von uns? Hat das irgendeine tiefere Bewandtnis?
Ein Richter verurteilt. Ein Leser beurteilt. Ja, ich fühle mich kompetent, Texte dahingehend zu beurteilen, ob sie mir gefallen oder nicht.
Nein mein Name ist nicht Denis Scheck, wer soll das sein?
Ich habe schon mehrfach erwähnt das mein Versuch ein Buch zu schreiben kläglich gescheitert ist. Eine befreundete professionelle Lektorin hat mir das mitgeteilt. Darum bin ich dann umgeschwenkt und schreibe mit Ki.
Einen Entwurf von einem Roman gibt davon hier im Forum (12 Stunden Experiment). In der Zwischenzeit habe ich diesen Entwurf aufgearbeitet darf ihn aber wegen den zwischenzeitlich geänderten Forenregeln nicht mehr posten. Außerdem herrscht hier die Meinung das Ki geschriebenes nicht interessiert. Das repektiere ich. Soviel zu mir.
ich bin hier hergekommen weil ich mir Papyrus Autor gekauft habe, danach bin ich wie oben geschrieben gescheitert. Da ich aber schon mal hier war wollte ich wissen wie andere nicht schreiben.
Ich habe bisher 3 Bücher von hier schreibenden Autoren gekauft wo mich das Thema interessiert hat. Eines war schlecht 2**, 1 war sauschlecht 1*, eines war gut 4****. Alle haben tolle Rezensionen die meisten mit 5 Sternen. Bewertet bei Amazon habe ich kein einziges.
Okay. Aber dann wäre es doch nett, wenn du auch mal etwas Positives sagst. Z. B. über das Buch, dem du 4 Sterne geben würdest.
Es ist Uwe Hermanns „Die Tage nach dem Lärm“. Soviel ich gesehen habe stellt er hier nur seine Bücher vor, daher habe ich nichts geschrieben. Den auch zu dem Buch hätte ich eine kleine kritische Frage.
Wir sollten aber wieder zum Threadthema Rezensionen zurück …
Jupp, das möchte ich auch nicht in Abrede stellen.
Aber es ist ein Unterschied, ob ich eine Kaufempfehlung abgebe (oder eher nicht), oder ob ich eine Kritik schreibe.
Das sollten zwei verschiedene Empfänger sein.
Ich weiß, das du das auch genauso machst. ![]()
Zu @s3chaos
Dinge wie: »ist das Geld nicht wert« sind kein erwachsene und respektbasierte Diskussionsbeiträge.
Ich erinnere mich noch an dein 12 Stundenroman.
Ich habe ihn sogar gelesen, glaube ich.
Wieviele Sterne hätte er deiner Meinung nach verdient?
Sicher, das wäre aber Kritik für den Autor und eben keine Bewertung. Du magst vielleicht keine entspannten Passagen, andere schon.
Natürlich, eine Rezension ist, sobald sie über Grammatik und Orthographie hinausgeht, immer ein persönlicher Eindruck.
Wie @Suse schon sehr richtig sagt, ich verurteile das Buch nicht, ich beurteile es. Und ich fühle mich ebenfalls kompetent genug, zu sagen, was mir gefällt, was nicht und warum.
Völlig egal, hier gehts ja nicht um meine Werke. Außerdem dürften nach dieser Logik dann nur Autoren rezensieren, weil die ‚normalen‘ Leser i.d.R. nicht selbst schreiben,
Ich wäre für eine Lösung irgendwo dazwischen. Wenns mir nicht schmeckt, weil ich z.B. den Schafskäse im Gratin nicht leiden kann und ich ihn trotzdem bestellt habe, ist es mein Problem. Ist das Essen aber verbrannt, versalzen etc, lasse ich es zurückgehen und möchte Ersatz.
Eine Kaufempfehlung (oder eben auch keine) ist eine Kritik. Man schreibt, ich würde das Buch kaufen, weil …
oder eben, ich würde es nicht kaufen, weil …
Man kann natürlich auch schreiben, super Buch, hat mir irre gut gefallen, unbedingt kaufen!
Nur, davon hat dann kein weiterer Potenzieller Käufer etwas.
Wie immer gibt es zu einem Thema mindestens zig Meinungen.
Ich finde das großartig ![]()
Wow. Auf das mit deiner verlorenen Zeit kann ich keinen Einfluss nehmen. Wenn dir Q-FINITY nicht gefallen hat, musst du nicht weiterlesen.
Was die Kosten anbelangt, gab es das Buch die ersten 5 Tage zum Nulltarif. Danach kam eine 1 Sterne-Rezession, die weitere Verkäufe augenblicklich unterbunden hat. Ich bin blitzartig von Platz 1 auf der kostenlosen Liste so auf 1.000.000 in der bezahlten Liste gefallen.
Ich glaube nicht, dass diese Bewertung von dir kam, die ein ganzes Buch verrissen hat, obwohl der Autor nur das erste Kapitel gelesen haben kann. Die ganze Bewertung hat sich nur auf den Anschlag im 1. Kapitel bezogen. Auf jedem Fall muss ich sagen, dass der Autor die Kritik sehr versiert formuliert hat. Es muss also jemand vom Fach gewesen sein. Ich habe mich auf meiner Homepage unter News mit diesem Thema befasst: News - Pete Muller
Wenn du also tatsächlich für Q-FINITY etwas gezahlt hat, schreib mir eine PN, ich erstatte die deine Kosten umgehend. Das meiste bekomme ich über die Tantiemen sowieso wieder zurück. Also, kein Problem.
Da ich nun, was ich eigentlich nicht wollte, doch zu diesem Thema Bewertungen Stellung genommen habe, hier meine Gedanken zu Sterne-Bewertungen.
Wir, die Selfpublisher und wir hier aus dem Forum haben uns doch auf einen 100 m Sprint mit Usain Bolt eingelassen. Was schon wagemutig genug ist. Wir stehen aber an den Startblöcken mit Neoprenanzug und Schwimmflossen und versuchen mit Usain mitzukommen. Da haben wir gegen die Verlage und die großen Vermarkter, von Anfang an keine Chancen.
Das scheint uns aber noch nicht zu reichen, wir sorgen auch noch für Gegenwind aus den eigenen Reihen. Deshalb vergebe ich entweder 5 Sterne oder nichts. Alles andere, 3 Sterne, sogar 4 Sterne halte ich für nicht nicht hilfreich. Durch meine evtl. zu gut gemeinten 5 Sterne , wird das Buch nicht automatisch zu einem Bestseller aber vielleicht eine nicht gerechtfertigte 1 Sternebewertungen ausgeglichen.
Mir sind tatsächlich auch 2 Rezensionen abhanden gekommen, die ich nicht unbedingt hier im Forum verortet hatte. Ich habe die Chatgpt dazu befragt. Die KI meinte, dass die Bewertungen zu wohl formuliert waren sodass die KI das einer anderen KI zuordnet. Deshalb, wenn ihr von mir eine Bewertung erhalten solltet, wundert Euch nicht über den menschlich formulierten Text mit Fählern.
In diesem Sinne, Leute. Seid großzügig und nett zueinander.
Das entspricht genau der Bewertung von Helmut L bei Köbes (2) und bei mir (1). Was für ein Zufall.
Zur Ethymologie des Wortes ‚rezensieren‘ fand ich folgendes Zitat bei DWDS Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: „zu recēnsērelat ‘(Stück für Stück, Mann für Mann) sorgfältig prüfen, mustern, durchzählen, kritisch durchmustern, besprechen’ < re‑lat ‘zurück-, wieder-’ (re-) + cēnsērelat ‘begutachten, schätzen, taxieren’ „
Eine Rezension ist nach meinem Verständnis weder eine Beurteilung, Huldigung oder Diffamierung des Schöpfers eines Werkes noch ist es eine Kaufempfehlung. Ich versuche lediglich so ehrlich wie möglich und nötig, ein (in unserem Fall) Buch inhaltlich (ggf. auch im äußeren Erscheinungsbild) zu betrachten. Das ist in jedem Fall subjektiv, sollte aber dennoch sachlich geschehen. Ein himmelweiter Unterschied!
Meine persönliche Meinung ist nicht allgemein gültig – sie spiegelt meinen Eindruck wieder und ist an meine eigenen Vorstellungen gebunden. Selbstverständlich sieht jeder das gleiche Buch mit anderen, seinen Augen. Deshalb gibt es auch Buchclubs, literarische Diskussionsrunden etc., weil wir niemals neutral lesen.
Zum Beispiel ist Herr Fitzek, wie ich ihn bisher wahrnahm, ein äußerst sympathischer Zeitgenosse. Seine frühen Thriller mochte ich, aber seine neueren kann ich aus vielerlei Gründen nicht ausstehen. Ich mag die ultrakurzen Effekt heischenden, oft unnötig brutalen Kapitel nicht, die allesamt einen Cliffhanger vortäuschen, der letztlich gar keiner ist. Das will ich sagen dürfen, auch wenn tausend andere Leser genau das lieben. Es ist mein persönlicher Eindruck! Und vielleicht eine interessante Information für potentielle Leser, um Fehlkäufe einer inzwischen sehr teuren Ware zu minimieren. Die einzigen Grenzen, sind die der gebotenen Höflichkeit und Sachlichkeit einer Rezension.
Diesen Satz möchte ich dringend unterstreichen.
@s3chaos Ich habe bei meinen Büchern - soweit ich es weiß - keine einzige Bewertung von diesem Forum. Demnächst werde ich einen Roman veröffentlichen und es hier bekannt geben, dann ändert sich das vielleicht. Aber bestimmt nicht aus Gefälligkeit und purer Nettigkeit, sondern weil der Roman ein Hammer ist. Yes - ich bin so frei und schicke das bereits vorweg. Natürlich bin ich von meinem Werk überzeugt.
Aber was hier teilweise abgeht … Da bekommt man ja schon Muffesausen, eine Veröffentlichung hier überhaupt kundzutun.
ich wiederhole @PeteMuller s Satz: Seid großzügig und nett zueinander.
Ja, und ehrlich ununund. Logo. ![]()