[QUOTE=Torsten65]
Alternativ gibt es auch Verlage, die als Dienstleister auftreten und die gesamte Abwicklung übernehmen.
Das ist immer ein zweischneidiges Schwert, da viele Autoren und andere Fachkundige (mit Recht) dazu raten, keine Veröffentlichung zu realisieren, die man selbst finanzieren muss.
Falls du Interesse hast, kann ich dir hier in Paderborn einen Dienstleisterverlag nennen, der sehr fair mit seinen Kunden umgeht. Ein Vergleichsangebot schadet ja nie.
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Hm, Dienstleisterverlag ist ein gern genommener Euphemismus für Abzockerverlag, bzw Druckkostenzuschußverlag. Das ist, nach etwas Nachdenken, vermutlich jedem klar, der zwischen Krieg und Verteidigungsfall wählen soll …
Ich würde es mal so zusammenfassen:
Regel eins: Ein Verlag kommt nicht in Frage, wenn man Geld mitbringen muss.
Regel zwei: Wenn man Geld mitbringen möchte, dann bitte zu einer Druckerei, die bitte auch so heißt, und nicht „Amalie vom Mond-Verlag“. Damit dürfte die Chance, an obige Euphemismus-Nutzer zu geraten, sehr gering sein.
Bei der Druckerei kann man dann ggf. nach einem Setzer fragen, und sich so die nötigen Dienstleistungen bitteschön selbst einzeln anbieten lassen (evtl. mit Vergleichsangeboten!) und dann die Druckerei fürs Drucken, den Setzer fürs Setzen, etc bezahlen. Das dürfte nicht einmal so extrem teuer sein.
Worauf man dann verzichten muss: Auf einen Empfang in einem edlen Zimmer mit Silbertassen und englischem Tee, und auf jemand, der einem sagt, wie unglaublich toll man doch schreiben könne.
Diese Regeln gelten natürlich auch für BoD - BoD ist nichts anderes als ein Druckhaus, die teilweise (mit in meinen Augen nicht gerade überragender Originalität) dazu auch etwas Grafikleistungen und evtl. Satzleistungen mit anbieten - und zwar einzeln bepreist, und nachvollziehbar - und damit vergleichbar.
Der Druck bei BoD hat den Charme, dass man garantiert nicht den Keller voller Bücher stehen hat, falls doch kein Erfolg kommt …
Es werden schlicht nur so viele produziert, wie verkauft werden.
Ich hab als Vergleich mal so ein paar „Exemplare“ eines - man muss es so nennen - Machwerks vom - ich nenne ihn mal „Der Erfolgsverlag“ in der Hand gehabt.
„Grausam war’s, der Mond ging stille … an dem Elend schnell vorbei“, möchte man dichten.
Es war grausam. Sowohl die Druckqualität (billgstes Taschenbuch) als auch der Text.
Es begann mit der Seitenlangen Schilderung eines grün gekachelten Bades … und viel spannender wurde es nicht. Pardon, aber das war einfach nur Abzocke, denn dann hab ich auch von der besten Freundin erfahren, was das Ganze gekostet hat.
viel - zu - viel.
Es einfach drucken zu lassen, wäre sehr viel preiswerter gewesen. Als BoD kostet ein Buch im einfachsten Fall (fertiger Satz, und Grafiklayout für den Umschlag) nur sehr wenig. (glaube, nicht mehr als 250 euro, wenn überhaupt.)
Also: vorsicht!
(Nicht ohne Grund hab ich in dem Gemeinschaftskrimi „Mord in Wolfenbüttel“ einen Druckkostenzuschuss-Täter ermorden lassen … )