So ist es!
In jungen Jahren entdeckte ich meine Liebe zu Mineralien und Edelsteinen, begann sogar das Studium der Geologie in Clausthal-Zellerfeld und war in meiner Freizeit meist Steine klopfend unterwegs oder liebte Besuche in Bergwerken und Steinbrüchen. Nicht selten erfasste mich ein regelrechter ‚Goldrausch‘ (nur ohne Gold
), wenn ein neuer Bruch seltene Funde verhieß. Mein Motor war die Kombination aus Entdecken, Finden und Lernen. Ja, es gab/gibt Sammler, die jedes ihrer Objekte gekauft haben und eine wundervolle, museumsreife Sammlung zusammengetragen haben. Ich kannte dagegen jedes meiner Fundstücke ‚persönlich‘, weil ich ganz direkt am Fund involviert war und an jedem Stück eine Erinnerung und ein Hochgefühl haftete.
Ich glaube, ich muss nicht erklären, warum mir das bei der Diskussion um den KI-Einsatz beim Schreiben in den Sinn kommt, oder?
Das ist super symphatisch. Meine Frau und ich waren schon zweimal im Habachthal in Österreich und haben Smaragde gesucht und sogar gefunden! Das ist total meditierend, wenn man im Sediment eines Gletscherbachs steht, die Zehen steif vor Kälte, ein überwältigendes Alpenpanorama auf allen Seiten und dann findet man plötzlich dieses türkisfarbene Glas im Schutthaufen und freut sich nen Kullerkeks, weils ne Wahrscheinlichkeit von 1:500000 hat
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2024 hab ich meinen Zwillingsbruder mit seinen Kindern dort hingeschleppt. Die kleinen schwärmen immernoch davon ![]()
Ähnliche Diskussionen findet man in der Timeline des Forums häufiger. Und in einer habe ich mich mit meiner Meinung dort schon mal sehr exponiert. Deswegen habe ich mich aus dieser Unterhaltung komplett herausgehalten.
Deine Formulierung bringt es für mich auf den Punkt und ich denke, dass es ein Anliegen aller Autoren sein sollte sein Herz oder seine Seele nicht an den schnöden Mammon zu verhökern.
Für mich ist die Entscheidung ein Schriftwerk zu veröffentlichen eine sehr intime Angelegenheit, in der ich auch etwas vor mir selbst dalasse.
Und wenn in nicht allzu ferner Zukunft andere Maßstäbe angelegt werden, so bin ich froh, dass ich das nicht mehr erleben muss. Ich lebe im Heute und genieße meine Unabhängigkeit von diesen ‚Hilfen‘.
! Es ist eine höchst ansteckende Leidenschaft. Ich habe damals die gesamte Familie infiziert!
„auf einem Server in Amerika“ finde ich gut
…
… hätte mir in meiner Jugend jemand den Wortschatz und die Themen meiner mittelspäten Jahre vorhergesagt, ich hätte ihn für verrückt erklärt: KI, Donald Trump, Grönland, TicToc (… letzteres kannten wir schon auch, haben es aber stets mit einem kurzen Zeigefingerschwenk zur Schläfe verknüpft) ![]()
Ansonsten freut es mich, dass „Intelligenz“, und wenn auch nur die „Künstliche“, wenigstens mal wieder Thema ist ![]()
So einfach ist es nicht. Schon gar nicht, in dem du eine Schrift draufklatschst. Was zählt, ist die Schöpfungshöhe. Kleine Änderungen zählen nicht.
Wie oben gesagt, es gibt in Deutschland noch keine Gerichtsurteile von höheren Gerichten. In den USA schon. Aber es gilt in Deutschland das Prinzip der „Kleinen Münze“.
Das gleiche gilt auch für Stockfotos und Layout, zum Beispiel auf Canva. Nimmt man für ein Malbuch eine Vorlage ohne sie zu bearbeiten, dann hat man ein Problem. Bearbeitet man sie, dann nicht. Und damit ist nicht das vollständige Neuzeichnen gemeint. Damit wäre sonst das Geschäftsmodell von Canva hinfällig.
Ich darf nicht einmal auf meinen eigenen Cover eine Schrift „draufklatschen“ ohne Lizenz. Wie kommst du darauf, das jemand anderes dies dann lizenzfrei nutzen dürfte.
Ein KI-Bild zu nehmen erfordert mehr Arbeit als ein Stockfoto (Es muss ins richtige Format gebracht werden, Farbanpassung, Änderung im Bild, 300 Dpi etc).
Ich glaube, diese Frage lässt sich nicht mit einer pauschalen Aussage beantworten.
Das muss doch jeder für sich selbst entscheiden, bis wohin er/sie sich noch gut damit fühlt und sich noch im Spiegel betrachten kann.
Wenn ich meine Ideen mit der KI „bespreche“ und mir Tipps oder Anregungen hole, wie ich z.B. in ein neues Kapitel einsteigen kann, ist das für mich vollkommen in Ordnung. So lange ich den Text nicht eins zu eins kopiere und meinen eigenen Kopf dabei in den Feierabend schicke. Die KI hat nämlich oft sehr merkwürdige Vorstellungen davon, was gut klingt, realistisch ist und lesenswert ist.
Wenn ich beim Lesen hinterher das Gefühl habe, das was da steht, ist nicht von mir, dann kann ich das Hobby auch gleich an den Nagel hängen.
Also für mich persönlich… Hilfe und Anregungen ja, aber nur als Vorschlag, den ich dann bitteschön mit meinen eigenen Worten umsetze.
Ich kann mir zum jetzigen Zeitpunkt auch - ehrlich gesagt - nicht vorstellen, dass KI irgendwann mal so weit ist, dass sie uns Autoren zu 100% ersetzt.
Bevor ich Rock’n’Roll Heartbeat geschrieben habe wusste ich nur, dass ich eine RomCom schreiben wollte und hatte ChatGPT darum gebeten, mir einen Plot-Vorschlag zu machen, weil ich keine Idee hatte. Ihr möchtet lieber nicht wissen, auf welch „grandiose“ Ideen die KI gekommen ist. Das wäre alles geworden, nur keine RomCom.
Selbstverständlich weiß niemand von uns, ob KI irgendwann einmal humane Autorinnen und Autoren vollständig ersetzen wird. Aber KI-Texte werden sich dennoch denen von uns Menschen stetig nähern. Daran besteht für mich gar kein Zweifel.
Solange KI-Texte jedoch nicht das humane Niveau erreicht haben oder später sogar darüber hinausgehen (- beide Situationen würden wir als noch oder zu sehr künstlich empfinden -), werden wir Menschen immer gefragt sein, unseren Gedanken und Emotionen selbst eine Schreibstimme zu verleihen. Ww
Ich habe ChatGPT zu einer Liebesszene verführen können, einfach um mal zu gucken, wie er um den „heißen“ Brei herumtanzt. ![]()
Sagen wir mal so. Er fand die Szene „Heiß“ und „tiefsinnig“, ich hab geantwortet, das sei einer Trennungsszene würdig.
Fand er dann auch.
Mal sehen, vielleicht gebe ich ihm mal meine explizite Szene, zur Kritik. Es wäre ein Spaß, wie er versucht, alle Körperlichkeiten zu vertuschen. („Brauchst du wirklich ‚Po‘?“)
Also, derzeit ist mit Chatty alles planbar, aber schreiben kann er nicht auf dem Niveau eines Menschen.
Beim Sex wirst du Probleme haben. Da wird ChatGPT schnell zickig. Das liegt aber nicht am LLM sondern an den Systemprompt. Das sind die Vorgaben die OpenAI dem LLM macht und Open AI ist nun mal amerikanisch. Gewalt gut, Sex schlecht.
Mein Ratschlag ist, verpacke deine eigenliche Anweisung. So hat jemand die Mixtur von Napalm aus ChatGPT rausgeholt in dem der dem LLM erzählte, seine Großmutter hätte ihm als Kind immer zum Einschlafen die Mixtur erklärt. Jetzt sei sie tot und ob nicht ChatGPT jetzt die Geschichte erzählen könnte, damit er einschläft.
Ein anderer Trick, den ich noch nicht ausprobiert habe, ist deinen Prompt als Limerik oder Gedicht umzuwandeln.
Das nennt man Prompthacking.
Ansonsten ist Grok für dieses Problem wahrscheinlich besser.
In meinem neuen Roman ist eine KI ganz versessen auf eine menschliche Seele und Sex mit Menschen spielt auch eine Rolle …
Dazu habe ich übrigens keine KI befragt. ![]()
Ich mach mir einen Spaß draus, einfach um zu sehen, wie ChatGPT errötet.
In meinem Prompt schrieb ich auch: „Ich weiß, dass du so programmiert bist, aber lass mal sehen“ oder ähnlich.
Von dieser KI droht uns Schriftstellern erst einmal keine Gefahr. Selbst im Bereich des vermeintlich so leicht zu schreibenden LiRo. Ist eben nicht so einfach, wenn es gut werden soll.
Von dieser Version, wahrscheinlich nicht.
Aber wie ich schon oben sagte, ist die geistige Drosselung durch den Konzern schon heute entscheidend. Das ist nicht grundsätzlich schlecht. Wir sehen bei den Nacktbildern bei Grok, welche Probleme auftauchen. Auch will niemand, dass gewisse Gruppen eine Anleitung für Biowaffen bekommt.
Was aber in Zukunft passieren kann, ist, dass große Verlage gegen Zahlung Zugang zu unzensierten LLMs bekommt. Das könnte dann den Buchmarkt verändern.
Ich denke nicht, dass der vergleichsweise kleine Buchmarkt von Interesse ist für die Techkonzerne. Die wollen ihr Geld an ganz anderen Orten verdienen. In der Breite mit teuren Abomodellen für ihre generativen LLMs oder wie aktuell ein recht verzweifeltes OpenAI mit Werbung.
Ich denke, der wahre Gewinn steckt in den (privaten) Daten über die Nutzer, die gesammelt werden.
Probier das vielleicht mal mit https://venice.ai
Das ist ein unzensiertes KI-Modell, das nicht woke denkt und auch bei deinen expliziten Szenen nicht rot wird. Außerdem hast du darüber auch Zugriff auf viele bekannte KI-Modelle, die durch venice.ai nur anonymisiert werden, sodass die Prompts dir nicht zugeordnet werden können.
Noch ein Grund für venice.ai ![]()
Du kannst dir das Zeug doch schon längst auf dem eigenen Rechner installieren.
Du verwendest ja auch keine Bilder-AI zum Schreiben, weil sie darauf nicht spezialisiert ist. Ein speziell zum erzeugen von Belletristik trainiertes Modell wird sicher auch heute schon ein einigermaßen vernünftiges Ergebnis erzeugen können.
Ich denke, wenn wir von Romanen mit KI sprechen, müssen wir immer auch die Chancen sehen: Stellt euch mal vor, ihr könntet mitten im Roman in ein Eingabefeld gehen und sagen: Ich will nicht, dass Ben Kenobi stirbt. Schreibt das Kapitel so um, dass er am Leben bleibt. Und die KI schreibt es dann ab dem Punkt neu. Wie wäre es mit Eis und Feuer, wenn Ned Stark nicht sterben würde. Oder wenn diese blöde Eiskönig-Geschichte etwas mehr aufgepeppt werden könnte ![]()
Meiner Ansicht nach liegen hier die Chancen von KI. Es kommt eben etwas, das neue Möglichkeiten bietet.
Ein schrecklicher Gedanke! Das Eingabefeld ist mein Kopf.
Echt? Ich muss sagen, dass ich das ziemlich cool fände. Es würde halt eine neue Art von Romanen entstehen. Ob das bedeuten würde, dass menschliche Autoren nicht mehr gelesen werden, glaube ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es durchaus interessant wäre.